Meine Wahlempfehlung für die kommende Bundestagswahl am 22. September 2013: Dagobert Duck – 2

Nun, lassen wir mal die delikate Frage beiseite, mit welcher Art von Geschäften Dagobert Duck während des Klondike-Goldrausches im Yukon-Territorium zum Milliardär wurde. Lassen wir auch die Frage beiseite, ob das Goldschürfen im Rahmen eines sogenannten “Goldrausches” eine besonders solide und vernünftige Form des Wirtschaftens darstellt.

Für mich liest sich die Biographie Dagobert Ducks in mancher Hinsicht als eine Art Parodie und ein Exempel für die Biographie der klassischen amerikanischen “Robber Barons“.

Um nun die eigentliche Kernfrage zu stellen: Wenn Dagobert Duck sogar in der Lage ist, führende deutsche neoliberale Politiker wie Peer Steinbrück wirksam zu beraten – warum sollte er dann nicht einfach selbst deutscher Bundeskanzler werden?

Mein Vorschlag: Friede Springer und Liz Mohn sollten in Entenhausen anrufen und bei Dagobert Duck anfragen, ob er den Job des Bundeskanzlers in Deutschland nicht einfach selbst übernehmen will, anstatt diesen Job zweitklassigen Kopien wie Peer Steinbrück und Angela Merkel zu überlassen.

Und sollte Dagobert Duck zusagen, machen die Bild-Zeitung und die von Bertelsmann kontrollierten Medien eben nicht mehr Werbung für Angela Merkel, sondern für Dagobert Duck. Und damit gewinnt Dagobert Duck mit absoluter Sicherheit die nächste Bundestagswahl am 22. September.

Deutschland braucht in diesen schwierigen Eurokrisen-Zeiten den besten Kanzler, den wir bekommen können.

Meiner Meinung nach wäre Dagobert Duck jetzt der richtige Mann zur richtigen Zeit.

PS: Wenn ihr weiterhin ein paar nützliche Hinweise zum deutschen Wahlsystem haben wollt, so seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 22.9.2009 mit dem Titel “Bundestagswahl: Zehn Irrtümer über die Wahl” in “Focus“.

Gut sind auch die kurzen und klaren Videoclips, die von der “Bundeszentrale für politische Bildung” (bpb) zum Thema “Erst- und Zweitstimme“, “Fünf Prozent Hürde” und “Überhangs- und Ausgleichmandate” erstellt wurden.

PPS: Nachtrag 23.9.2013: Angela Merkel hat diese Bundestagswahl 2013 haushoch gewonnen. Das war zu erwarten. Ich habe mich gefragt, ob ich diese Sache kommentieren soll. Lohnt sich aber nicht für mich.

So what? Es ändert sich dadurch nichts und diese Wahl war von Anfang an zumindest aus gesamteuropäischer Sicht völlig belanglos. Es war sowieso klar, dass der schon seit dem Jahre 2009 andauernde, dilettantische Eurokrisen-Murks “ad calendas graecas weitergeführt wird.

Deswegen haben die Deutschen Angela Merkel auch wiedergewählt.

Sie gilt als die Heldin, die Deutschland vor den “Eurobonds” und anderen deutschen und zugleich europäischen vermeintlichen finanzpolitischen Todsünden gerettet hat. Die “schwäbische Hausfrau” (INSM) bleibt sowieso weiterhin das Eurokrisen-Leitbild. Angela Merkel ist für die deutschen Wähler eine Art Jeanne d’Arc mit einer aufgespießten Maultasche auf ihrem Eurokrisen-Schwert.

Dafür lieben sie die Deutschen und dafür wurde sie mit noch mehr Zustimmung als bisher wiedergewählt.

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Meine Wahlempfehlung für die kommende Bundestagswahl am 22. September 2013: Dagobert Duck – 1

Heute ist mir postalisch die Wahlbenachrichtigung für die nächste Wahl zum Deutschen Bundestag am 22.9.2013 ins Haus geflattert.

Viele meiner treuen deutschen Leser wollen wahrscheinlich eine Wahlempfehlung von mir. Und die gebe ich euch gerne.

Meine Wahlempfehlung lautet Dagobert Duck.

Dagobert Duck hat alles, was ein guter deutscher Politiker in diesen schwierigen Eurokrisen-Zeiten haben sollte: Er ist extrem sparsam und krankhaft geizig, was schon durch seine schottische Abstammung unterstrichen wird. Ursprünglich hieß Dagobert Duck eigentlich “Scrooge McDuck“.

Die Schotten repräsentieren im Hinblick auf ihren Geiz und ihre Sparsamkeit im angelsächsischen Sprachraum ungefähr das, was die Schwaben im deutschen Sprachraum in dieser Hinsicht repräsentieren.

Zwischen einer schottischen und einer schwäbischen Hausfrau (Vorbild der neoliberalen deutschen Lobby INSM) gibt es in Punkto Sparsamkeit wohl wenig Unterschiede.

Die schwäbische Hausfrau serviert als Leckerbissen und Höhepunkt des Tages Maultaschen, die schottische Hausfrau kalten Porridge.

Im Wikipedia-Artikel zu Dagobert Duck erfahren wir: “Vorlage war neben Ebenezer Scrooge, der Hauptfigur aus Charles Dickens A Christmas Carol (dt.: Eine Weihnachtsgeschichte), Uncle Bims aus der Comicreihe The Gumps.

Dagobert Ducks Name im englischen Original, Scrooge McDuck, setzt sich dementsprechend aus einer „schottischen“ Variante des Nachnamens Duck (in Anspielung an das Klischee vom geizigen Schotten) und einem Namensteil von Ebenezer Scrooge zusammen”.

Dagobert Duck ist hartherzig und eigensüchtig und selbst seine eigenen Verwandten bezahlt er in der Regel nicht anständig, sondern beutet sie aus. Seine größte Freude ist ein “Bad” in seinem riesigen Geldspeicher.

Im Wikipedia-Artikel über Dagobert Duck erfahren wir weiterhin: “Entsprechend seiner Sparsamkeit trägt Dagobert stets die gleiche Kleidung: einen roten, seltener blauen,Gehrock und einen schwarzen Zylinder, dazu Gamaschen und einen Gehstock; nach Barks hat er den Gehrock 1902 gebraucht in Schottland erworben und Zylinder und Stock 1910 für zwei Dollar in Russland gekauft. Auffällig ist zudem sein Zwicker, den er selbst beim Bergsteigen und Tiefseetauchen nicht absetzt und 1885 für einen Dollar in Schottland gekauft haben soll.

Ein wichtiger Topos in fast allen Geschichten ist Dagoberts Sparsamkeit. Sie wird regelmäßig als „konstituierender Faktor seines Reichtums stilisiert“ und manifestiert sich einerseits in seinem Verzicht auf unnötige Ausgaben.

So geht Dagobert lieber zu Fuß durch den Dschungel als einen teuren Helikopter zu mieten, informiert sich aus auf den Müll geworfenen Zeitungen, kämpft mit einem Bären um ein Glas Honig im Wert von zwei Dollar und reist in der Zeit zurück, um einen abgelaufenen Gutschein einzulösen.

Andreas Platthaus beschreibt folgendes Beispiel aus “Micro-Ducks from Outer Space“: „Durch ein zerbrochenes Fenster dringen papier- und somit banknotenfressende Insekten ein. Der Bankier stapelt deshalb seine Geldsäcke hoch aufeinander, um die Fensteröffnung bedecken zu können; doch dafür fehlen ihm noch hundert Säcke. Auf die Frage eines Großneffen, warum er nicht einfach für einen Taler eine neue Scheibe einsetzen lässt, sagt er: ‘Dann wäre ich um einen Taler ärmer. Das liegt mir nicht. Da verdiene ich lieber hundert Säcke Silber und bin um eine Million reicher”.

Andererseits zeigt sich sein Geiz im Umgang mit seinen Angestellten und Neffen. Obwohl letztere meist die einzigen sind, die Dagobert bei der Rettung und Mehrung seines Vermögens zur Seite stehen, sieht er in ihnen zumeist nur „jederzeit verfügbare und für beliebige Aufgaben einsetzbare Arbeitskräfte“ und bringt es stets nur mit Schwierigkeiten übers Herz, ihnen ihren (ohnehin mageren) Lohn auszuzahlen, wobei er häufig seinen immensen Reichtum herunterspielt: „What did you think I am – a billionaire?

Hinzu kommt, dass Dagobert Duck in seinem persönlichen Handeln letztendlich zugleich ein Volkswirtschaftler mit Weitblick ist.

Wie ist das möglich, werden jetzt manche von euch denken – Dagobert Duck ist doch nur eine Comicfigur?

Tja, aber dennoch dient Dagobert Duck als bedeutende Inspiration und ist ein wirtschaftspolitisches Vorbild für führende deutsche neoliberale Politiker.

Seht hierzu den Artikel vom 10.12.2012 mit dem Titel “Interview : Ein Kanzlerkandidat für den Comic” im “Tagesspiegel“.

In diesem Interview mit dem derzeitigen SPD-Kanzelkandidaten Peer Steinbrück erfahren wir unter anderem: ”

Welchen Bezug haben Sie eigentlich zur Figur Dagobert Duck? Der müsste Ihnen als ehemaligem Bundesfinanzminister ja sehr viel zu sagen haben.

Natürlich. Und so schlimm ist er gar nicht: Onkel Dagobert war definitiv kein Spekulant.

Kürzlich erschien eine Neuauflage der klassischen Geschichten von Carl Barks, in deren Vorwort Dagobert als Antithese zum Investmentbanker gerühmt wird, der nur das investiert, was er selbst verdient hat, und seine Taler mit ganzem Herzen schützt. Hätte mehr Dagobert die Krise verhindert?

Es hätte mehr große Panzerschränke wie bei Onkel Dagobert geben sollen, in denen das Geld hätte gebunkert werden müssen, statt die Märkte zu überschwemmen und Blasen zu treiben”.

Nun, ob Dagobert Duck tatsächlich kein “Spekulant” ist, wie Steinbrück hier behauptet, sei dahingestellt.

Im Wikipedia-Artikel zu Dagobert Duck erfahren wir zur Biographie dieser ultrakapitalistisch gesinnten Ente: “Als Dagobert Anfang der 1950er Jahre immer häufiger die Hauptfigur seiner Geschichten wurde, begann Carl Barks damit, Dagobert durch umfangreiche Rückblenden eine Biografie auf den Leib zu schneidern, „die jeden Kreuzer des gewaltigen Vermögens durch harte Arbeit rechtfertigte.“ Don Rosa, den der dänische Verlag Egmont 1991 aufgefordert hatte, eine zwölfteilige Biografie Dagobert Ducks zu erstellen, sammelte die vielen Fakten, die Barks so im Laufe der Jahre in seine Geschichten eingefügt hatte, reicherte sie mit historischen Ereignissen und Figuren an und fügte sie zu einer möglichen Lebensgeschichte der Figur mit dem Titel The Life and Times of Scrooge McDuck (dt.: Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden) zusammen. (…).

Dagobert wurde Don Rosas Biographie zufolge im Jahre 1867 als erstes Kind seiner Eltern Dietbert und Dankrade in eine verarmte schottische Adelsfamilie geboren, die ihren Stammsitz, die Duckenburgh, wegen Geldmangels in Richtung Glasgow verlassen hatte.

Dagobert wuchs dort zusammen mit seinen jüngeren Schwestern Mathilda und Dortel auf. Zu seinem zehnten Geburtstag schenkte sein Vater ihm einen Schuhputzkasten, mit dem er sein erstes Geld verdiente; die erste Münze, die er auf diese Weise erwarb und seitdem wie seinen Augapfel hütet, spielt in vielen späteren Geschichten als sogenannter „Glückszehner“ eine wichtige Rolle.

Mit 13 Jahren folgte Dagobert seinem Onkel Diethelm in die Vereinigten Staaten, wo er zunächst als Kapitän auf dem Mississippi, Cowboy und Kupferschürfer arbeitete. Anschließend suchte er glücklos in Transvaal, im Wilden Westen und in Australien nach Gold, bis er schließlich während des Klondike-Goldrauschs in Alaska ein Goldnugget von der Größe eines Straußeneis fand und im Dezember 1899 seine erste Million verdiente.

Nachdem er mit verschiedensten anderen Geschäften am Yukon Milliardär geworden war, zog er 1902 mit seinen Schwestern nach Entenhausen, wo er auf dem Hügel des ehemaligen Fort Entenhausen, den er dem Enkel des Stadtgründers Emil Erpel abgekauft hatte, seinen Geldspeicher errichtete. Dort lagerte Dagobert fortan sein Vermögen und wurde 1930 zum reichsten Mann der Welt, als der er in nahezu allen Comics außerhalb Rosas Biografie auftritt”.

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Stephan Hebel: Mutter Blamage (2013) – 2

Insofern würde ich jemanden wie Joschka Fischer, einen ehemaligen “Anarcho” aus der Frankfurter Szene der 70er-Jahre, auf keinen Fall mit der Altkommunistin Angela Merkel in einen Topf schmeißen wollen, die in der stalinistischen DDR Karriere gemacht und nach meinem Eindruck herzlich wenig Ahnung von Volkswirtschaft hat (was ja auch nicht verwundert, wenn man in einem Land mit einer absurden kommunistischen Zentralverwaltungswirtschaft aufgewachsen ist) und blind das tut, was irgendwelche deutschen neoliberalen Lobbys ihr empfehlen. Und was Angela Merkels Demokratieverständnis angeht, würde ich auch in diesem Punkt bei Angela Merkel ein dickes Fragezeichen setzen (was bei ihrer DDR-Vergangenheit ebenfalls nicht verwunderlich ist).

Und ich bin auch sicher, dass jemand wie Joschka Fischer nicht bereit gewesen wäre, nur aufgrund irgendwelcher absurder neoliberaler wirtschaftlicher Dogmen (Stichpunkte: “deficit hawks” und Austeritätspolitk) den europapolitischen Frieden in der Eurozone zu gefährden und es zu riskieren, dass ein Großteil der Bevölkerung in den europäischen Krisenstaaten (= PIIGS-Staaten) von Deutschland (genauer: Angela Merkel) und letztlich von der ganzen EU einschließlich der Eurozone und dem Euro letztendlich die Schnauze definitiv voll haben.

Womöglich wird das ganze EU-Projekt wegen dieser absurden neoliberalen Eurozonen-Wirtschaftspolitik mittel- bis langfristig ins Wackeln geraten. Auch Joschka Fischer scheint dies so zu sehen, und ich gebe ihm recht damit.

Für viele vor allem junge Europäer in Südeuropa und womöglich auch in Frankreich dürfte der Euro und die gesamte EU zunehmend unglaubwürdig werden.

In den PIIGS-Staaten haben wir mittlerweile aberwitzige Arbeitslosenquoten im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit.

Seht hierzu zum Beispiel den Eintrag mit dem Titel “Jugendarbeitslosenquote in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im April 2013 (saisonbereinigt)” in “Statista“. In Griechenland liegt die Jugendarbeitslosenquote bei über 62%, in Spanien bei über 56%, in Portugal bei über 42%, in Italien bei über 40%. Aber auch in Frankreich liegt sie schon bei über 26%.

Wie man alle diese Jugendliche jemals wieder für die EU, die Eurozone und den Euro begeistern soll, wenn diese Sache so weitergehen sollte, ist mir schleierhaft. Diese Jugendlichen pfeifen wohl zum großen Teil mittlerweile nicht nur auf Angela Merkel, sondern wohl auf den ganzen restlichen EU-Zinnober mitsamt dem Euro.

Genau das droht also: Dass vor allem die Südeuropäer und am Ende vielleicht sogar die Franzosen die EU und den Euro nur noch als eine Belastung und einen bösen Fluch empfinden. Das betrifft vor allem die Jugend in diesen Ländern.

Und zugleich ist die in die Rezession heruntergesparte Eurozone auch noch eine Bedrohung für die gesamte Weltwirtschaft.

Man darf nicht vergessen, dass die Eurozone nach den USA (US-Dollar) der zweitgrößte Währungs- und Wirtschaftsraum der Welt ist. Wenn ein derart großer und bedeutender Währungs- und Wirtschaftsraum wie die Eurozone dauerhaft in die Rezession rutscht, ist dies ohne Zweifel eine Bedrohung für die gesamte Weltwirtschaft.

Mittlerweile haben wir jetzt schon im sechsten Quartal eine Rezession in der Eurozone. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Eurozone recession continues into sixth quarter” in “BBC News“.

Um als auf Wolfgang Liebs ausführliche Rezension vom 8.3.2013 mit dem Titel “Angela Merkel – „Mutter Blamage“ – Eine Rezension” in den “NachDenkSeiten” zurück zu kommen: Angela Merkel verbirgt sich meiner Meinung nach aktuell nicht mehr  hinter der politischen Schockwelle, die Gerhard Schröder und Rot-Grün mit ihrer Agenda-Politik ausgelöst hatten und sie surft heute wohl auch nicht mehr auf dieser Welle, sondern sie hat diese neoliberale Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene massiv verschärft und ihr eine ganz neue Qualität verschafft. Und sie nutzt jetzt die Eurokrise zu einem gnaden- und hirnlosen “Austeritäts- und Defizitfeldzug” in den PIIGS-Staaten und zunehmend auch in den Ländern, die nun ebenfalls in die Krise rutschen, wie jetzt Frankreich.

Zurück zu den Rezensionen und Interviews über Stephan Hebels neues Buch: Ein recht gutes und klares Interview von Patrick Schreiner mit Stephan Hebel findet ihr unter dem Titel “Stephan Hebel – “Mutter Blamage” – die Chamäleon-Kanzlerin II” in “Jetzt.de“.

Dieses Interview beginnt folgendermaßen: “Ihr aktuelles Buch trägt den Titel: “Mutter Blamage. Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht”. Weshalb glauben Sie, dass Bundeskanzlerin Merkel sich blamiert hat? Ihre Politik der Krisenbekämpfung scheint bei den Menschen doch gut  anzukommen, sieht man sich ihre Beliebtheitswerte an…

Stephan Hebel: Ich fange mal mit dem an, was ich mit Blamage NICHT  meine: Gemessen an ihren eigenen Zielen und der Strategie, mit der sie  sie verfolgt, hat sich Angela Merkel nicht blamiert. Im Gegenteil: Sie  hat damit – leider, wie ich finde – Erfolg. Allerdings blamiert sie  meiner Meinung nach gerade deshalb das Land, dem sie zu dienen hätte.  Sie blamiert sich und uns alle, indem sie Deutschland zum neoliberalen  Lehrmeister Europas macht und dabei Schaden nicht nur für andere in Kauf  nimmt, sondern auch für Deutschland.

Sie tut das zum Beispiel, wenn sie die europäischen Exportmärkte, von deren Schulden unsere Wirtschaft jahrelang profitierte, dazu zwingt, sich  kaputtzusparen. Das wird auf uns zurückfallen, sobald China, die USA und einige Schwellenländer an Importkraft verlieren sollten. Und sie  blamiert sich – durch Nichtstun – angesichts der ökonomischen und  sozialen Herausforderung, durch echte Mindestlöhne und andere soziale Verbesserungen für mehr Gerechtigkeit und zugleich für eine bessere  Binnennachfrage zu sorgen. Nur damit nämlich würde die gefährliche  Exportabhängigkeit Deutschlands reduziert”.

Tja, das sehe ich allerdings genauso wie Stephan Hebel, und zwar schon seit langer Zeit. Deutschland betreibt letztlich seit der Einführung des Euro (1999 als Buchgeld, 2002 als Bargeld) eine “beggar-thy-neighbour“- Politik, die auf Dauer für jede Menge Ärger sorgt und auf Dauer auch schlecht gut gehen kann.

Ein Land, das sich über massive Exportüberschüsse gesund stoßen will, schadet damit letztlich seinen Handelspartnern, die dann natürlich eine negative Handelsbilanz aufweisen und ihre Importüberschüsse ( = Exportüberschüsse Deutschlands) mit Schulden finanzieren müssen.

Vor allem die südeuropäischen Länder, die gegenüber Mitteleuropa traditionell rückständig sind, konnten mit Deutschland innerhalb der Eurozone mit einer gemeinsamen Währung nicht konkurrieren und sind so in die Staatschuldenfalle gerutscht. Die einzige Ausnahme hiervon dürfte Norditalien sein, wo sich das Herz der italienischen Wirtschaft befindet. Norditalien dürfte gegenüber Mitteleuropa konkurrenzfähig sein.

Ein ähnlicher Fall ist übrigens im Prinzip Irland, ein traditionell armes katholisches Land. Auch die Iren sind übrigens nicht viel besser mit dieser Austeritätspolitik gefahren, aber da sie seit Mitte der neunziger Jahre einen massiven Steuerdumping innerhalb der Eurozone betreiben (Unternehmenssteuer = 12,5%) gelingt es Irland wenigstens, die internationalen Unternehmen im Land zu halten. Seht hierzu auch den Wikipedia-Artikel “Steuerwettbewerb” mit einer langen Liste von Ländern mit ihrem jeweiligen Unternehmenssteuersatz.

Bei den südeuropäischen Ländern ist das anders. Die bieten (zumindest bisher) keinen Mini-Unternehmenssteuersatz an und die internationalen Unternehmen ziehen sich aufgrund der Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit der dortigen Lage seit Beginn der Eurokrise zunehmend aus diesen Ländern zurück.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 5.12.2012 mit dem Titel “Euro-Krise: Amerikanische Großkonzerne fliehen aus Südeuropa” in “Spiegel Online” (der Artikel erschien ursprünglich im “Wall Street Journal“).

Im Fall Spaniens und Irlands war das Staatsschuldenproblem dieser beiden Länder bis zum Ausbruch der Eurokrise verdeckt, weil diese Länder sich über eine jeweilige massive Immobilienblase finanziert haben. Nachdem aber diese Immobilienblasen geplatzt waren (ab 2008) stiegen die Staatsschulden Spaniens und Irlands ebenfalls rasant an.

Seht hierzu den Eintrag mit dem Titel “Spanien: Staatsverschuldung von 2003 bis 2013 in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)” in “Statista“. Und seht hierzu ebenfalls den Eintrag mit dem Titel “Irland: Staatsverschuldung von 2003 bis 2013 in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)” in “Statista“.

Im sozialdemokratischen “Vorwärts” könnt ihr ein Interview von Kai Doering vom 22.3.2013 mit Stephan Hebel unter dem Titel “Betrugsmanöver der Bundeskanzlerin” auffinden.

In diesem Interview erfahren wir unter anderem: “Stephan Hebel: Die Zufriedenheit der Menschen, die ich in gewisser Weise auch nachvollziehen kann, beruht auf einem groß angelegten Betrugsmanöver der Bundeskanzlerin.  Angela Merkel inszeniert sich als jemand, der für alle da ist, den Wohlstand verteidigt, ein bisschen sozialdemokratisch ist, ein bisschen konservativ und ein bisschen wirtschaftsliberal. Hinter dieser Fassade verbirgt sie eine Politik, die schädlich für Deutschland ist. Sie wendet nicht Schaden vom deutschen Volk ab, wie sie es nach der Verfassung müsste, sondern höchstens von zwei Dritteln des Volks. Ein Drittel lebt und arbeitet dagegen in zunehmend prekären Verhältnissen. Die Schere zwischen Armut und Wohlstand hat sich in den Merkel-Jahren massiv geöffnet.

Inwiefern blamiert das Deutschland in der Welt?



Indem Angela Merkel eine zunehmend nationalistische Politik betreibt. Sie versucht das Konzept, Wettbewerbsfähigkeit durch die Absenkung von Löhnen zu erreichen, unseren europäischen Partnern aufzuzwingen. Damit zerstört sie nachhaltig die Wirtschaft der Länder, die letztlich unsere Exportprodukte kaufen sollen. Das schadet auf Dauer nicht nur den anderen Ländern, sondern auch Deutschland”.

Tja, so sehe ich das allerdings auch. 


Einen interessanten Artikel mit dem Titel “Sie kann auch anders” hat Stephan Hebel am 5.3.2013 in “Der Freitag” veröffentlicht. Hier listet Stephan Hebel einige der offensichtlichsten Vernebelungs- und Täuschungstaktiken der angeblich nun “modern” (?!) und “sozial” (?!) sich präsentierenden Angela Merkel auf.

Einen längeren Artikel mit dem Titel “Bundeskanzlerin Merkel: Die zwei Gesichter der Angela M.“, der mehrere der wichtigsten Kernthesen aus seinem Buch enthält, hat Stephan Hebel am 21.2.2013 in der “Berliner Zeitung” veröffentlicht.

Einen Beitrag vom 24.3.2013 mit dem Titel “Merkels Agenda ist `neoliberal, marktliberal, wirtschaftshörig´” könnt ihr in der Website von “Deutschlandradio Kultur” auffinden. Es handelt sich hier um ein Gespräch von Korbinian Frenzel mit der Politikwissenschaftlerin Stefanie Waske und Stephan Hebel.

Soweit also vorerst die Rezensionen und Interviews, die zu diesem Buch empfehlen kann.

Das Buch selbst kostet 13,99 Euro und ist im Frankfurter Westend-Verlag erschienen. Natürlich könnt ihr das Buch auch bei amazon.de erwerben.

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Stephan Hebel: Mutter Blamage (2013) – 1

Der deutsche Journalist und Publizist Stephan Hebel, der lange für die “Frankfurter Rundschau” gearbeitet hat, hat Ende Februar dieses Jahres ein 160 Seiten starkes Buch mit dem Titel “Mutter Blamage: Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht” vorgelegt.

Den Titel und die Absicht seines Werkes erläutert Stephan Hebel auf S. 8f. seines Vorwortes: “Bertold Brecht schrieb sein Theaterstück “Mutter Courage und ihre Kinder” 1938/39 im schwedischen Exil. Es spielt im Jahre 1624, während des Dreißigjährigen Krieges. Wie man sieht, hat all das mit Angela Merkel wenig zu tun. Aber Brechts Titelfigur Anna Fierling, genannt Mutter Courage, zeigt sich auf höchst aktuelle Weise immun gegen falsche Versprechungen. Der Werber, der ihren Sohn zum Militär und damit in den sicheren Tod locken soll, verspricht “eine schöne Kappe und Stulpenstiefel”. Die mutige Mutter durchschaut das Spiel und übersetzt die Versprechungen des Werbers in unmissverständlichen Klartext: “Komm, geh mit angeln, sagt der Fischer zum Wurm”.

Angela Merkel lockt uns nicht in den sicheren Tod, das nicht. Aber zu unserem Vorteil wird es nicht sein, wenn wir ihren Versprechungen glauben – und dabei den Wurm spielen, während sie mit uns angeln geht und uns vor aller Welt blamiert. Deswegen habe ich dieses Buch geschrieben”.

Nun, ich habe dieses Buch vor einigen Tagen durchgelesen. Und ich fand es klar und flüssig geschrieben und in den meisten Punkten seiner Analyse und Bewertung von Angela Merkels Politik stimme ich Stephan Hebel zu.

Übrigens: Speziell was die Eurokrisen-Politik Angela Merkels und Konsorten (Kabinett Merkel II) angeht, habe ich mich ja selbst schon sehr ausführlich zu den meiner Meinung nach klar erkennbaren Mängeln und Fehlern von Angela Merkels Politik geäußert.

Also werde ich hier nur einige Rezensionen und Interviews zu diesem Buch verlinken, die ich für vernünftig und sachlich halte. Und ich werde zu diesen Rezensionen und Interviews vielleicht selbst noch einige Anmerkungen machen.

Eine ausführliche Rezension mit dem Titel “Angela Merkel – „Mutter Blamage“ – Eine Rezension” hat Wolfgang Lieb am 8.3.2013 in den “NachDenkSeiten” veröffentlicht.

Wolfgang Lieb bemerkt in dieser Rezension unter anderem: “Hebel schlägt mit weiteren Kapiteln etwa über die Privatisierung der Rente, über den Überwachungsstaat, über die diskriminierende Ausländer- und Asylbewerberpolitik, über die von knallharten Interessen geleitete Außen- und Militäreinsatzpolitik und vielen weiteren Einzelthemen – wie etwa Stuttgart 21 –  einen großen Bogen der Kritik an der Regierung Merkel. Kritik, die Sie als Leser oder Leserin der NachDenkSeiten in hunderten Artikel im Detail nachlesen konnten. Dennoch ist es spannend, diese Kritik nochmals in Buchform zusammengefasst zu bekommen. Es ist ein Buch, das den politischen und ökonomischen Laien ansprechen soll, dennoch  hätte man sich an manchen Stellen eine noch fundiertere Untermauerung der (richtigen) Kritik gewünscht.

Manchmal hätte man sich erhofft, dass die Perspektive seiner Kritik an Merkels Politik politisch und ökonomisch noch etwas weiter geöffnet worden wäre. So wirkt es etwas unglaubwürdig, wenn er sich zur Bestätigung seiner Kritik häufig auf Zitate von Politikern der Oppositionsparteien von SPD und Grünen stützt. Da wäre es ehrlicher gewesen, wenn er deutlicher darauf hingewiesen hätte, dass diese Parteien im Bundestag sich selbst noch unter der Regentschaft Merkel gleichfalls nur allzu oft „blamiert“ haben, etwa weil sie den „Sparkurs“, den Fiskalpakt, die Austeritätspoliltik und die Durchsetzung des deutschen Agenda-Modells in ganz Europa bis heute mehrheitlich unterstützt haben. Hebel beklagt zwar die Deregulierungspolitik des Finanzministers während der Großen Koalition, Peer Steinbrück, um aber die gesamte „Blamage“ deutscher Regierungspolitik vor und nach der Finanzkrise darzustellen und zur Erklärung, warum Merkel das Betrugsmanöver gelingen konnte, hätte es des Hinweises darauf bedurft, dass sich die Kanzlerin hinter der politischen Schockwelle verbergen konnte, die Gerhard Schröder und Rot-Grün mit ihrer Agenda-Politik ausgelöst hatten. Auf dieser Welle konnte Merkel bis heute surfen und sich über Wasser halten. Mit einer Politik nach dem Motto: „Hauptsache, die Leute merken es (noch) nicht.“

Nun, wenn Wolfgang Lieb hier behauptet, dass sich Angela Merkel bis heute hinter der politischen Schockwelle verbergen konnte, die Gerhard Schröder und Rot-Grün mit ihrer Agenda-Politik ausgelöst hatten und sie bis heute auf dieser Welle surfen und sich über Wasser halten könne, kann ich Wolfgang Lieb nicht gänzlich recht geben.

Es ist richtig, dass Gerhard Schröder und Rot-Grün (1998-2005) mit der auch für mich in vieler Hinsicht  asozialen (oder besser: sozial ungerechtenAgenda-Politik die “Vorreiter” für Angela Merkels dann nochmals verschärfte neoliberale Wirtschaftspolitik in Deutschland waren.

Aber dennoch gibt es einen klaren qualitativen Unterschied zwischen jemandem wie Angela Merkel (die letztlich nur ein willfährige Marionette und das Sprachrohr der deutschen neoliberalen Lobbys ist) und jemandem wie Joschka Fischer, der in den 70er-Jahren Teil der Frankfurter Anarcho-Szene war.

Gerhard Schröder lasse ich hier mal weg, den ich nie besonders gemocht habe, nicht zuletzt, weil er das politisch einflussreichste Mitglied von Carsten MaschmeyersHannover Connection” war und wohl auch im Auftrag von Carsten Maschmeyer Oskar Lafontaine (damals Bundesminister der Finanzen) im März 1999 aus der damaligen rot-grünen Regierung (Kabinett Schröder I) rausgeekelt hat.

Zur “Hannover Connection” Carsten Maschmeyers seht zum Beispiel den Artikel vom 21.12.2011 mit dem Titel “Wulffs Hannover-Connection: Maschmeyer kennt sie alle” in “Focus“. Seht hierzu zum Beispiel auch den Artikel vom 21.12.2011 mit dem Titel “Carsten Maschmeyer und die Hannover-Connection: Wulffs Revier” in der “Süddeutschen Zeitung“.

Christian Wulff ist auch Teil der “Hannover-Connection” Carsten Maschmeyers.

Carsten Maschmeyer hatte Gerhard Schröder vor 1998 unter anderem ganz bewusst gefördert, um den damals populären und von ihm als vermeintlich “Iinksradikal(?!) eingeschätzten Oskar Lafontaine zu verhindern. Carsten Maschmeyer hat das vor Journalisten auch öfters ganz klar so gesagt. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 28.4.2011 mit dem Titel “Unternehmer Carsten Maschmeyer: Er half Schröder, wo er konnte” in der “Süddeutschen Zeitung“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Offenbar war es dem AWD-Chef sehr ernst damit, die Chancen Schröders im SPD-internen Kampf um die Kanzlerkandidatur gegen den Saarländer Oskar Lafontaine zu verbessern. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte Maschmeyer offen zugegeben, dass er den linksorientierten Lafontaine unbedingt verhindern wollte”.

Seht zum Thema Carsten Maschmeyer und der “Hannover-Connection” auch meinen Blogartikel “Carsten Maschmeyer: Der `Drückerkönig´ des AWD“.

Nun, zurück zu Joschka Fischer: Der mag zwar als Teil der damaligen rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder (1998-2005) ein “Realo” gewesen sein und hat wohl die “Agenda 2010“-Politik mitgetragen. Das heißt aber noch lange nicht, dass Joschka Fischer so dumm und kurzsichtig wäre, dass er an die Wirksamkeit einer Austeritätspolitik in wirtschaftlichen Krisenzeiten glauben und eine solche Austeritätspolitik in den Krisenstaaten der Eurozone gnadenlos und ohne wenn und aber durchpeitschen würde.

Seht hierzu den ebenso klaren wie hellsichtigen Artikel von Joschka Fischer vom 25.5.2012 mit dem Titel “Europa am Abgrund” in “Project Syndicate“.

In diesem Artikel bemerkt Joschka Fischer unter anderem: “Europa, angeführt von Deutschland,  löscht lieber weiter mit Kerosin statt mit Wasser und der Brand wird so mit der  von Merkel erzwungenen Austeritätspolitik beschleunigt. Genau deshalb hat  sich die Finanzkrise in der Eurozone innerhalb von drei Jahren zu einer  wirklichen Existenzkrise ausgewachsen. 

Und man mache sich keine Illusionen. Europa steht heute am Abgrund und wird in eben diesen in den kommenden Monaten  hineinfallen, wenn jetzt nicht Deutschland und Frankreich gemeinsam das Steuer  herum reißen und den Mut zu einer Fiskalunion und politischen Union der  Eurogruppe aufbringen. Denn wenn der Euro zerfällt, wird auch die EU mit ihrem  gemeinsamen Markt zerfallen – global der zweitgrößte Wirtschaftsraum – und eine  Weltwirtschaftskrise auslösen, wie sie die heute lebenden Generationen noch  nicht erlebt haben.

Die jüngsten Wahlen in Frankreich und  Griechenland, aber auch die Kommunalwahl in Italien und die anhaltende Unruhe in  Spanien und Irland haben gezeigt, dass die Bevölkerungen den Glauben an die von  Deutschland erzwungene Sparpolitik ohne Wachstum längst verloren haben. Angela Merkels Therapie a la Doktor Eisenbart ist an der Realität und an der Demokratie  gescheitert. 

Wir lernen jetzt erneut auf die harte Tour, dass eine solche Sparpolitik in einer großen Finanzkrise diese nur zur  Depression verschärft. Eigentlich sollte diese Erkenntnis schon seit der  Weltwirtschaftskrise von 1929 und der damaligen Sparpolitik von Hoover in den  USA und Brüning in Deutschland Allgemeingut sein. Leider ist dem nicht so,  zumindest in Deutschland nicht”.

Tja, so ist es wohl. Mittlerweile haben wir Anfang Juni 2013, und immer noch erfolgt kein Kurswechsel in der Eurozone in Sachen Austeritätspolitik, weshalb die Rezession in der Eurozone immer schärfer wird und selbst in den leistungsstärksten mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland und Österreich aktuell nur noch ein trauriges “Mini-Wachstum” erzielt wird. Seht hierzu unter anderem meinen Blogeintrag “Die OECD senkt die Wachstumsprognose für die Eurozone und Deutschland“.

Und Frankreich, Deutschlands wichtigster Handelspartner, ist im letzten Quartal in die Rezession gerutscht.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Maue Konjunkturdaten aus Frankreich: Französische Wirtschaft fällt in die Rezession” in “Focus“.

Und seht hierzu unter anderem auch meinen Blogartikel “Zur Kritik François Hollandes an der Austeritätspolitik in den Krisenstaaten der Eurozone“.

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Neoliberalism – A Shitty Deal for All of Us

“How much of that shitty deal did you sell to your clients?” Goldman Sachs Hearing

See also: “Goldman Grilled in Senate Hearing” (4/27/2010) in Bloomberg News

Carl Levin: Wikipedia

Time” in 2006: Carl Levin: The Bird-Dogger

Daniel L. Sparks: Corporation Wiki

Some american politicians and senators obviously tried to find out the truth behind the global economic crisis that started in 2007 and about our current economic system based on neoliberal philosophy and neoliberal economic practices.

See for this also my article: The disgusting reality in the age of neoliberalism

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William Banzais Karikaturen zum weltweiten neoliberalen Finanz- und Wirtschaftssystem und seinen politischen Marionetten

Einer der besten Karikaturisten zum weltweiten neoliberalen Finanz- und Wirtschaftssystem und seinen politischen Marionetten ist für mich William Banzai7.

William Banzai7 sagt über sich selbst und seinen Methoden und Absichten in einem Eintrag mit dem Titel “ViSuaL CoMBaT BANZAI7 EXPLaiNeD” in seinem “Fotostream von Colonel Flick” bei “Flickr” folgendes:

Destroy the image and you will break the enemy.” –Shaolin Monk from “Enter The Dragon”

You know who I am. You’re just like me.

You come from anywhere USA.

You are sick and tired of the people who have hijacked your country and are busy foreclosing on your hopes and dreams. 

Each of us has our own weapon of choice. Visual Combat is my fighting style and your outrage is my preferred weapon. Art that strikes back!”

William Banzai7 betreibt nicht nur diesen obenerwähnten Fotostream bei “Flickr“, sondern auch seinen eigenen Blog mit dem Titel “The WilliamBanzai7 Blog“.

Nun, William Banzai7 hat zahllose hervorragende Karikaturen produziert. Er arbeitet dabei hauptsächlich mit Fotomontage-Techniken.

Er ist vor allem der Illustrator der mittlerweile sehr populären englischsprachigen Website “Zero Hedge“, die seit 2009 über das globale Finanz- und Wirtschaftssystem und die weltweite Politik berichtet (Siehe hierzu den englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu “Zero Hedge“).

Die Nachrichten auf dieser Website werden von einem anonymen Herausgeberkollektiv verfasst, die alle unter dem PseudonymTyler Durden” (einer Gestalt aus dem Roman “Fight Club” von Chuck Palahniuk) veröffentlichen.

Der sarkastische Slogan dieser bissigen und kritischen Website “Zero Hedge” lautet: “On a long enough timeline the survival rate for everyone drops to zero“.

Vielleicht haben die Macher dieser Seite diesen sarkastischen Slogan einem Ausspruch von John Maynard Keynes entliehen. Einwänden, seine Theorie beziehe sich nur auf die kurzfristige Sicht, hielt John Maynard Keynes oft mit ironischem Unterton entgegen: „In the long run we are all dead“ („langfristig gesehen sind wir alle tot“).

Ich gebe euch jetzt einfach ein paar Beispiele der Arbeiten von William Banzai7 in “Zero Hedge“. Dort betreibt William Banzai7 ebenfalls einen Blog mit dem Titel “williambanzai7’s blog“.

Hier habt ihr eine Karikaturenstrecke von Mitte Juni 2012 in “Zero Hedge” mit Angela Merkel als Protagonistin im “Hotel Nein” im Zusammenspiel mit Josef Ackermann und der “Troika” mit dem Titel “LiViN’ IT UP AT THe HoTeL NeiN…

Dann gibt es zum Beispiel eine Karikaturenstrecke von Ende Juli 2012 in in “Zero Hedge” zum Thema der weltweit operierenden Grossbanken mit dem Titel “ToWaRDS A UNiFiED FiELD THeORY OF BaNKSTeR CaPiTaLiSM…

Und zu den eben erst beendeten Olympischen Sommerspielen 2012 in London findet man in “Zero Hedge” die Karikaturenstrecke mit dem Titel “BaNZaI7 GoeS To THe FRauD-LYMPiCS“.

Ich kann den “Fotostream von Colonel Flick” von William Banzai7 bei “Flickr” und seinen Blog mit dem Titel “The WilliamBanzai7 Blog” ebenso wie seinen weiteren Blog mit dem Titel “williambanzai7’s blog” in “Zero Hedge” nur wärmstens empfehlen.

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