Zum aktuellen Stand der Elektromobilität – 1

Über das Problem “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) habe ich ja schon vor ungefähr zwei Jahren einige Blogartikel verfasst.

Seht hierzu insbesondere meinen Blogartikel “`A Crude Awakening: The Oil Crash´ (2006) und `The End of Suburbia´ (2004)” und weiterhin meinen Blogartikel “`Crude Impact´ (2006)”.

Sehr hierzu weiterhin auch meinen Blogartikel “Einige interessante Websites, Blogs und Artikelsammlungen zum Thema `Peak Oil´“.

Nun, das Thema der Elektromobilität (und der Zukunft unserer Mobilität insgesamt) steht mit dem Thema “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) in engem Zusammenhang.

Auf das Thema der sogenannten Hybrid-Autos (oder genauer: Hybridelektrokraftfahrzeuge) werde ich hier nicht eingehen.

Einige Auto-Hersteller verkaufen diese Autos auch in Europa mittlerweile mit Erfolg. Das gilt vom allem den japanischen Auto-Hersteller Toyota.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 17.4.2013 mit dem Titel “Toyota Europe mit Absatzrekord – 38.673 Hybridautos im 1. Quartal verkauft” in “greenmotorsblog.de“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 16.4.2013 mit dem Titel “Europa: Verkäufe der Toyota Hybridfahrzeuge steigen um 82,3 Prozent” in “grueneautos.com“.

Auch auf das Thema der Brennstoffzellenfahrzeuge werde ich hier nicht eingehen.

Zwar ist die experimentelle Phase bei diesen Fahrzeugen schon mehr oder weniger durchlaufen und teilweise werden wohl solche Brennstoffzellenfahrzeuge mittlerweile in Kleinserie gefertigt. Aber eine Großserienfertigung existiert im Bereich der Brennstoffzellenfahrzeuge noch nicht. Einige Hersteller wie Toyota, Nissan und Honda planen eine Großserienfertigung dieser Fahrzeuge ab 2015 und zum Beispiel Daimler in Deutschland plant eine Großserienproduktion dieser Fahrzeuge ab 2017.

Zurück zum Thema der Elektromobilität: Jedes halbwegs vernünftiges Szenario für die mittel- bis langfristige Entwicklung des Preises für Erdöls (und damit natürlich auch des Preises für Benzin und für die weiteren, aus Erdöl gewonnenen Treibstoffe) muss davon ausgehen, dass der globale Ölbedarf steigen wird und damit natürlich auch der Ölpreis, wobei die globalen Ölreserven stetig abnehmen werden, zumindest was das leicht förderbare, sogenannte “konventionelle Erdöl” angeht. In diesem Bereich des “konventionellen Erdöls” haben wir “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) wahrscheinlich sogar schon überschritten.

Nun, je teurer die aus Erdöl gewonnenen Treibstoffe werden, umso attraktiver werden die Elektroautos (deren technische Entwicklung natürlich beständig weiter voranschreitet). Letztendlich ist es also der Benzinpreis, der den Durchbruch des Elektroautos zum Massenfahrzeug erzwingen wird.

Wenn man daran denkt, dass wirtschaftlich schnell wachsende Riesenländer wie China und Indien bisher noch wenig motorisiert ist, lässt sich leicht abschätzen, dass der Ölpreis auf kurz oder lang deutlich steigen wird und mittel- bis langfristig schlicht und einfach nicht genügend Benzin für die Motorisierung Chinas und Indiens zur Verfügung stehen wird.

Zum Stand der Motorisierung in China und Indien im Jahre 2008 seht die Chart mit dem Titel “Anzahl der Pkw pro 1.000 Einwohner in ausgewählten Ländern im Jahr 2008” in “Statista“.

Mittlerweile dürfte der Fahrzeugbestand in beiden Ländern gestiegen sein. Dennoch ist der Stand der Motorisierung in China und Indien im Vergleich mit hochentwickelten Ländern wie zum Beispiel den USA, Japan und Deutschland immer noch sehr gering.

Seht zu diesem Thema auch ein PDF der “Deutsche Bank Research” vom Dezember 2010 mit dem Titel “Automärkte: Nachholbedarf in China und Indien enorm”.

In diesem PDF erfahren wir unter anderem: “China und Indien liegen mit ihrer Kfz-Dichte am unteren Ende der Rangliste großer Volkswirtschaften. Beispielsweise ist die Kfz-Dichte in den USA derzeit fast fünfzigmal höher als jene in Indien.

Gleichwohl holen die Schwellenländer rasant auf. So ist die Zahl der Fahrzeuge pro Einwohner zwischen 2004 und 2010 in Indien um über 60% gestiegen; in China lag der Zuwachs im gleichen Zeitraum sogar bei über 150%. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Kfz-Dichte in den beiden bevölkerungsreichsten Nationen der Erde noch im laufenden Jahrzehnt verdoppeln wird. In absoluter Betrachtung würde dies einen Zuwachs im Kfz-Bestand um mehr als 135 Mio. Fahrzeuge in China und Indien zusammen bedeuten; das entspricht in etwa dem heutigen gemeinsamen Fahrzeugbestand von Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Belgien. Der Nachholbedarf in China, Indien und anderen wirtschaftlich aufstrebenden Nationen eröffnet der globalen Automobilindustrie also ein enormes Wachstumspotenzial. Gleichzeitig wird dies die städtische Verkehrsinfrastruktur der Länder vor gewaltige Herausforderungen stellen und ökologische Probleme nach sich ziehen”.

Gerade also auch die zu erwartende Entwicklung in China und Indien (rasanter Anstieg des Fahrzeugbestandes in diesen beiden schnell wachsenden und bevölkerungsreichsten Ländern der Welt) wird die Entwicklung und vor allem auch den Verkauf der Elektroautos wohl in Zukunft vorantreiben und beflügeln. Denn das Benzin kann unter Miteinberechnung nicht zuletzt der zu erwartenden Entwicklung in China (ca. 1,3 Milliarden Einwohner) und Indien (ca. 1,2 Milliarden Einwohner) mittel- bis langfristig eigentlich nur teurer werden.

Und sollten die Elektroautos den Durchbruch auf dem Massenmarkt erzielen, dürften sie wiederum billiger werden. Und natürlich schreitet – wie schon gesagt – die technische Entwicklung der Elektrofahrzeuge immer weiter voran.

Im Klartext: Diese Fahrzeuge werden von Jahr zu Jahr besser (das betrifft vor allem ihre Leistung und Reichweite).

Im übrigen sprechen auch ökologische Gründe für die Elektroautos, denn diese Fahrzeuge produzieren im Gegenteil zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren keinerlei umweltschädliche Emissionen (Abgase).

Und natürlich ist es schon jetzt wesentlich preisgünstiger, ein Elektroauto mit Strom zu betanken als eine gewöhnliches Auto mit Verbrennungsmotor mit Benzin oder Diesel.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 22.5.2013 mit dem Titel “Tesla Model S: Die Revolution kann beginnen” in “FAZ.NET“, der über eine Testfahrt mit der neuen Luxuslimousine “Tesla Model S” des kalifornischen Premium-Elektroauto-Herstellers “Tesla Motors” berichtet.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Der Energieverbrauch belief sich im Schnitt auf 20 kWh je 100 Kilometer, sprich fünf Euro für 100 Kilometer, gerechnet mit 25 Cent je kWh”.

Also lohnt es sich, schon heute mal einen genaueren Blick auf die weltweite Entwicklung der Elektromobilität in den letzten Jahren zu werfen.

Denn die Elektromobilität wird auf kurz oder lang kommen, daran besteht unter Fachleuten wenig Zweifel. Auch die leitenden Manager der Robert Bosch GmbH, dem größten Automobilzulieferer der Welt, zweifeln nicht daran.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 8.1.2013 mit dem Titel “Bosch-Chef Bernd Bohr: `Elektromobilität wird kommen´” im “Manager Magazin“.

Wir erfahren in diesem Interview mit Bernd Bohr unter anderem:

mm: Herr Bohr, Bosch hat 2011 rund 400 Millionen Euro in Elektromobilität investiert. Doch E-Autos erweisen sich bislang als gigantischer Flop, die Kunden verweigern sich der neuen Technik. Droht Bosch neben der Solarmisere ein neuer Milliardenflop?

Bohr: Nein. Langfristig sind diese Investitionen schlicht notwendig, denn Elektromobilität wird kommen. Spätestens 2020 benötigen wir die Großserienkompetenz bei Batterien und Batteriemanagement, Leistungselektronik und Elektromotoren. Wir bauen das Schritt für Schritt aus”.

Seht hierzu auch den Artikel vom 28.5.2013 mit dem Titel “Bosch sieht Elektromobilität als Massenmarkt” im Branchen-Wirtschaftsmagazin “Automobilproduktion“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch setzt auf die Zukunft des elektrischen Antriebs. Zwar ist die Elektromobilität noch ein Nischengeschäft, nach 2020 kann sie allerdings ein Massenmarkt werden.

Das sagte Bosch-Chef Volkmar Denner auf einer Podiumsdiskussion zum Thema “Forschung und Entwicklungsperspektiven der Elektromobilität” am Montagabend in Berlin.

Bosch unterstützt aktuell erste Serienprojekte wie den Fiat500e und fertigt unter anderem für Porsche Komponenten für fortschrittliche Plug-In-Hybrid-Antriebe. Diese Elektroantriebs-Variante wird immer häufiger verkauft. Mit Blick auf die Zukunft investiert Bosch jedes Jahr rund 400 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung der Elektromobilität. Im Fokus steht dabei der Kundennutzen im Alltag: “Ich gehe davon aus, dass Elektroautos im Jahr 2020 eine Reichweite von mindestens 300 Kilometern haben werden”, sagte Denner”.

Bosch hat im Bereich der Elektromobilität und vor allem auch der Batterietechnik und Batterieherstellung schon erhebliche Investitionen getätigt.

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 18.9.2011 mit dem Titel “Bosch will mit Elektromobilität noch vor 2020 Gewinn machen” in “Heise online“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.9.2012 mit dem Titel  “Elektromobilität: Bosch und Samsung gehen getrennte Wege bei Batterien” in der “Financial Times Deutschland“.

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Zu den “Abenomics” in Japan – 4

Was nun die japanischen Automobilhersteller angeht, so seht hierzu auch den Artikel vom 4.6.2013 mit dem Titel “Automobilbranche: Japans Autobauer sind zurück“, ebenfalls in der Website der “Deutschen Welle“.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Die deutsche Vorzeigebranche schrumpft. Um rund drei Prozent ist der Umsatz der deutschen Autobauer im ersten Quartal dieses Jahres zurückgegangen. Ganz anders hingegen zeigt sich Japan: Nach einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young ist der Umsatz bei den japanischen Autobauern um sechs Prozent gestiegen und betrug im ersten Quartal 111 Milliarden Euro – und das sogar bei rückläufigen Verkäufen. Damit ist die japanische Karrosseriebranche auch deutlich effizienter als die deutsche.

Als Grund für die unterschiedliche Entwicklung in Japan und Deutschland nennen die Wirtschaftsprüfer und Berater den schwachen Yen und Europas anhaltende Absatzkrise. In Folge der Eurokrise sind viele Verbraucher in Deutschland verunsichert. So ging die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Mai um rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück”.

Und zu den “Abenomics” seht den Artikel vom 17.5.2013 mit dem Titel “Wachstum: Starke Wirtschaft, starkes Japan“, ebenfalls in der Website der “Deutschen Welle“.

Nun, es ist sicherlich noch zu früh, um abschließend über die “Abenomics” zu urteilen. Dieser Ansicht ist ja auch Paul Krugman.

Seht hierzu nochmals seinen Artikel vom 23.5.2013 mit dem Titel “Japan the Model” in seiner Kolumne in der “New York Times“.

Aber die Erfolge der “Abenomics” im ersten Quartal 2013 (ein Wirtschaftswachstum von + 3,5%) sind beindruckend und die “Abenomics” sehen zumindest im Moment recht vielversprechend aus.

Warten wir also ab, wie sich Japan unter dem Programm von Shinzō Abe weiterentwickelt. Und sollten die “Abenomics” auf Dauer tatsächlich durchschlagenden Erfolg haben, könnten sie auch zum Modell für andere Länder und Währungsräume werden, natürlich nicht zuletzt auch für die USA und im Prinzip auch für die Eurozone (sollten die deutschen neoliberalen Austeritätsfanatiker irgendwann einmal zur Besinnung kommen, wonach es zur Zeit allerdings leider nicht aussieht).

PS: Ein Nachtrag vom 7.8.2013: Toyota hat sich – was die Gewinnmarge angeht – mittlerweile weltweit an die Spitze der Massenhersteller vorgearbeitet.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “So viel verdienen die Autohersteller pro Fahrzeug” in “Die Welt“.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 “Profit-Könige der Autohersteller: Was die Autobauer an einem Wagen verdienen” in “Focus“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Gewinn pro Auto: Toyota erfolgreichster Massenhersteller” in “DiePresse.com“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online“.

Tja, das sieht nicht schlecht aus zur Zeit für Toyota und damit auch für Japan. Denn Toyota ist jetzt knapp hinter dem Weltmarktführer GM (General Motors) der zweitgrößte Autobauer der Welt an den Stückzahlen gemessen.

Wir erfahren im obenerwähnten Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online” unter anderem: “In der 2. Jahreshälfte dürften sich Toyota und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltmarktführung liefern. Als weltweit erster Autobauer wollen die Japaner in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Autos montieren. Die Weltproduktion soll auf 10,12 Millionen Stück steigen, 180 000 mehr als bislang vorhergesagt.

Doch im abgelaufenen Vierteljahr verkaufte General Motors erstmals seit 2011 mehr Fahrzeuge als Toyota. Im 1. Halbjahr 2013 sank der Absatz der Toyota-Gruppe um 1,2 Prozent auf 4,91 Millionen Stück. GM lag mit 4,85 Millionen Stück (+4 Prozent) bereits dicht dahinter, gefolgt von Volkswagen mit knapp 4,7 Millionen Stück (+5,5 Prozent). Vor allem der starke US- und China-Markt könnte das Überholmanöver von GM zum Erfolg machen. So verkaufte GM in den USA im Juli mit 234 000 Stück 21 Prozent mehr Autos als Toyota”.

Tja, in Japan und den USA sieht es für die Autohersteller dieser Länder zur Zeit wirklich nicht schlecht aus.

Das liegt nicht zuletzt gerade auch am derzeit boomenden Automobilmarkt in den USA und auch in China, wobei die chinesische Wirtschaft zur Zeit anscheinend im Vergleich zu früher etwas schwächelt.

Die Wachstumsraten in China sind jetzt anscheinend nicht mehr so extrem hoch wie früher. 

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 11.8.2013 mit dem Titel “Ernüchterung in China: Langsameres Wachstum für Schwellenländer” in “FAZ.net“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.7.2013 mit dem Titel “Wirtschaftswachstum verlangsamt sich erneut: 7,5 % – für chinesische Verhältnisse wenig” in “tagesschau.de“.

Aber dennoch läuft zur Zeit der Automobilmarkt in den USA bestens und in China ist wohl auch bei einem kleineren Wachstum von ca. 7.5% der Automobilmarkt sicherlich dennoch lukrativ und bietet immer noch erhebliche Verkaufsmöglichkeiten für die europäischen, japanischen und amerikanischen Automobilhersteller

Leider kann man von der Eurozone nicht das Gleiche behaupten. Hier liegt der Automobilmarkt so ziemlich am Boden, und zwar schon seit geraumer Zeit.

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Zu den “Abenomics” in Japan – 3

Was nun Paul Krugman angeht, so habe ich zum “Fall Japan” unter anderem in seinem Werk “End This Depression Now” (2012), das ich vor kurzem durchgelesen habe, einige interessante Ausführungen gefunden.

Ich zitiere hier aus diesem Buch “End This Depression Now” (S.216f): “Japan entered a prolonged slump in the early 1990s, a slump from which it has never fully emerged. That represented a huge failure of economic policy, and outsiders were not shy about pointing that out. For example, in 2000 one prominent Princeton Economist published a paper harshly criticizing the Bank of Japan, Japan’s equivalent of the Federal Reserve, for not taking stronger action. The BoJ, he asserted, was suffering from “self-inflicted paralysis.” Aside from suggesting a number of specific actions the BoJ should take, he made the general case that it should do whatever it took to generate  a strong economic recovery.

The professor’s name, as some readers may have guessed, was Ben Bernanke, who now heads the Fed — and whose institution seems to suffer from the very selfinduced paralysis he once decried in others.

Like the BoJ in 2000, the Fed today can no longer use conventional monetary policy, which works through changes in short-term interest rates, to give the economy a further boost, because those rates are already zero and can go no lower. But back then Professor Bernanke argued that there were other measures monetary authorities could take that would be effective even with short-term rates up against the “zero lower bound.” Among the measures were the following:

• Using newly printed money to buy “unconventional” assets like long-term bonds and private debts

• Using newly printed money to pay for temporary tax cuts

• Setting targets for long-term interest rates — for example, pledging to keep the interest rate on ten-year bonds below 2.5 percent for four or five years, if necessary by having the Fed buy these bonds

• Intervening in the foreign exchange market to push the value of your currency down, strengthening the Export sector

• Setting a higher target for inflation, say 3 or 4 percent, for the next five or even ten years

Bernanke pointed out that there was a substantial Body of economic analysis and evidence for the proposition that each of these policies would have a real positive effect on growth and employment. (The inflation-target idea actually came from a paper I published in 1998.) He also argued that the details probably weren’t all that important, that what was really needed was “Rooseveltian resolve,” a “willingness to be aggressive and experiment—in short, to do whatever was necessary to get the country moving again.”

Wenn ich das richtig sehe, ist das aggressive Programm von Shinzō Abe (Abenomics) zur Erzeugung eines deutlichen Wachstums der japanischen Wirtschaft nicht weit von den Rezepten entfernt, die – zumindest in der Darstellung durch Paul Krugman – der aktuelle Chef der “FED” (Federal Reserve System – Das US-amerikanische ZentralbanksystemBen Bernanke im Jahre 2000 als damaliger Professor in Princeton in einem Aufsatz für richtig im Falle Japans hielt (Ben Bernanke war von 1996 -2002 Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Ivy League-Universität Princeton). Insofern müsste eigentlich auch Ben Bernanke die Abenomics gut finden.

Ich habe im Netz einen Beitrag des ehemaligen Mitarbeiters des “Wall Street JournalsMatt Philipps vom 5.4.2013 mit dem Titel “Let’s call Abenomics what it is: Bernankonomics” gefunden.

Zumindest Matt Philipps sieht die “Abenomics” in einer Linie mit den Maßnahmen, die   Ben Bernanke als Chef der “FED” seit Beginn der Finanzkrise ab 2007 in den USA ergriffen hat.

In diesem Artikel mit dem Titel “Let’s call Abenomics what it is: Bernankonomics” bemerkt Matt Philipps unter anderem: “If prime minister Shinzo Abe’s effort to jolt the economy back into action works, Japan will owe a real debt of gratitude to… Ben Bernanke.

The chairman of the Federal Reserve makes monetary policy for the US, of course, not Japan. But the new governor of the Bank of Japan (BoJ), Haruhiko Kuroda, was channeling the spirit of Bernanke when he announced bold new efforts today to ease financial conditions and generate inflation in a larger-than-expected round of bond purchases”.

Paul Krugman hingegen ist der Ansicht, dass Ben Bernanke als Chef der “FED” in den USA hinter seiner eigenen Analyse und seinen eigenen Schlussfolgerungen im Falle Japans zurückgeblieben ist und in seiner Politik bisher deutlich zu zögerlich und unentschlossen war.

Paul Krugman bemerkt hierzu in seinem Buch “End This Depression Now” (S.217): “Unfortunately, Chairman Bernanke hasn’t followed Professor Bernanke’s advice. To be fair, the Fed has moved to some extent on the first bullet point above: under the deeply confusing name of “quantitative easing,” it has bought both longer-term government debt and mortgagebacked securities. But there has been no hint of Rooseveltian resolve to do whatever is necessary: rather than being aggressive and experimental, the Fed has tiptoed up to quantitative easing, doing it now and then when the economy looks especially weak, but quickly ending its efforts whenever the news picks up a bit“.

Nun, ich kann feststellen, dass Ben Bernanke seit Beginn der Finanzkrise ab 2007 zumindest wesentlich mehr Erfolge in seiner Politik als FED-Chef hatte als die deutschen neoliberalen Austeritätsfanatiker bisher in der Eurozone seit Beginn der Eurokrise (Griechische Finanzkrise ab 2009)

Die USA erzielten im ersten Quartal 2013 ein Wachstum von + 2,5%. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 26.4.2013 mit dem Titel “US economy grows 2.5% on buoyant consumer spending” in “BBC News“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “The US economy has now grown for 15 consecutive quarters. However, since the recession officially ended in June 2009 growth has remained weaker than usual after a downturn. The economy expanded by 2.4% in 2010, 1.8% in 2011 and 2.2% in 2012. Analysts had hoped that this year would see a return to more robust growth of 3% or 4%.

But in comparison with other developed countries, the US is still performing relatively well. In Europe in 2012, Germany’s economy grew by 0.7%, the French economy was flat, while Italy’s shrank by 2.4%.

In the UK, the economy grew 0.3% in the first quarter of 2013 from the final quarter of 2012. In the US the non-annualised quarter-on-quarter growth figure was 0.6%”.

Das Wachstum in Deutschland hingegen war im ersten Quartal 2013 sehr mager. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 24.5.2013 mit dem Titel “Germany reports sluggish first-quarter growth of 0.1%” in “BBC News“.

Und Frankreich – Deutschlands wichtigster Handelspartner – ist im ersten Quartal 2013 wieder in die Rezession gerutscht. Darüber habe ich ja schon berichtet.

Seht hierzu nochmals den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “French economy returns to recession” in “BBC News“.

Und die Eurozone insgesamt befindet sich nun schon seit sechs Quartalen in der Rezession. Seht hierzu den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Eurozone recession continues into sixth quarter”  in “BBC News“.

Im Vergleich zur Eurozone schlagen sich die USA also schon seit ungefähr einem Jahr deutlich besser. Mit den USA geht es seit spätestens Mitte 2012 langsam, aber deutlich aufwärts.

In der Eurozone hingegen ist bisher kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Es geht tatsächlich schon seit Beginn des letzten Jahres 2012 mit der Eurozone zunehmend immer deutlicher abwärts. Die Eurokrise hat sich von der südeuropäischen Peripherie (südeuropäische PIIGS-Staaten) mittlerweile bis in europäische Kernländer wie Frankreich durchgefressen.

Auch Heiner Flassbeck hat sich zu den “Abenomics” geäußert. Seht hierzu den Artikel in Heiner Flassbecks Blog “Flassbeck Economics” vom 11.2.2013 mit dem Titel “Why Paul Krugman doesn’t get it right and Martin Wolf has to move on“.

Ich habe diesen Artikel von Heiner Flassbeck durchgelesen. Aber ich bin kein Top-Ökonom vom Range eines Paul Krugmans, Martin Wolfs oder Heiner Flassbecks.

Wer von diesen dreien jetzt am genauesten und zutreffendsten die bisherige Situation in Japan und die jetzt in Japan durchgeführten “Abenomics” einschätzt, wage ich selbst nicht zu bewerten.

Dass die “Abenomics” positiv wirken, scheinen auch einige deutsche Journalisten anzuerkennen. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 10.6.2013 mit dem Titel “Konjunktur: Japans Abenomics wirken” in der Website der “Deutschen Welle“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Höheres Wachstum, steigende Investitionen, wachsender Konsum: Der umstrittene Wirtschaftskurs von Ministerpräsident Shinzo Abe scheint Japan wieder in Schwung zu bringen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im ersten Quartal mit 1,0 Prozent so schnell wie kein anderes Industrieland, teilte die Regierung am Montag mit. Eine frühere Schätzung hatte ein Plus von 0,9 Prozent ergeben. Zum Vergleich: Deutschland schaffte ein Wachstum von 0,1 Prozent, die USA von 0,6 Prozent.

Konjunkturdaten nähren die Hoffnung, dass sich der Aufschwung im Frühjahr fortsetzt. Die Kreditvergabe der Banken zog im Mai mit 1,8 Prozent so stark an wie seit August 2009 nicht mehr. Experten werten das als Signal dafür, dass die Unternehmen angesichts des dank der Geldschwemme der Notenbank wieder mehr investieren. Bislang hatten sich die Unternehmen zurückgehalten. Sie fordern, die “Abenomics” mit Reformen zu untermauern – etwa mit dem Umbau der Unternehmensbesteuerung und einem flexibleren Arbeitsmarkt.

Auch die Stimmung der Verbraucher bessert sich. Das Stimmungsbarometer kletterte im Mai um 1,2 auf 45,7 Punkte. Die wachsende Konsumfreude der Japaner hatte das Wirtschaftwachstum im ersten Quartal mit angeschoben. Auch die Exporte trugen zum Aufschwung bei. Sie erhalten Rückenwind vom billigen Yen, der japanische Waren im Ausland billiger macht. Auf das Jahr gerechnet lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei 4,1 Prozent”.

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Zu den “Abenomics” in Japan – 2

Seht hierzu den Artikel vom 5.6.2013 mit dem Titel “Automobilbranche: Japaner überholen Deutsche dank schwachem Yen” im Wirtschaftsblog “Reflexe” der “Neuen Zürcher Zeitung“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die japanischen Automobilhersteller befinden sich auf der Überholspur. Im ersten Quartal haben sie ihre deutschen Konkurrenten im Durchschnitt bei der operativen Marge überholt. Während die Profitabilität der Autobauer aus dem Reich der aufgehenden Sonne um 2,7 Prozentpunkte auf 6,9% stieg, sank jene der Konkurrenz aus Europas grösster Volkswirtschaft um gut 2 Prozentpunkte auf 5,9%. Zu diesem Ergebnis kamen die Unternehmensberater von Ernst & Young im Rahmen einer Bilanzanalyse der 17 grössten Autohersteller der Welt, wobei die Konzerne unterschiedliche Rechnungslegungs-Standards verwenden. Spitzenreiter bei den einzelnen Unternehmen ist weiterhin BMW mit einer Marge von 11,6%. Die beiden anderen deutschen Vertreter Volkswagen (5,0%) und Daimler (3,5%) erlitten markante Einbussen der Profitabilität, während Toyota (8,6%) und Mazda (5,1%) die Margen verdoppelten und Honda (5,0%) und Nissan (6,1%) leichte Fortschritte erzielten. Nach einem Tief infolge mehrerer Naturkatastrophen und selbstverschuldeter Probleme sind die Japaner zurück. Sie steigerten die Effizienz und profitierten vom geringen Gewicht im schwächelnden Markt Europa, wogegen sie in den gut laufenden USA stark vertreten sind – im Gegensatz zum deutschen Konkurrent Volkswagen. Die Hauptursache ist jedoch laut Ernst & Young der schwache Yen. Er hat sich gegenüber dem Euro seit einem Jahr um fast 40% abgeschwächt”.

Nun, wenn man den entsprechenden Eintrag “Euro – Yen (EUR-JPY) – Historische Kurse”  in “Finanzen.net” betrachtet, stand der Yen im März 2012 bei ungefähr 108 Yen zu einem Euro. Im Juni 2012 stand er bei ungefähr 100 Yen zu einem Euro. Aktuell steht er bei ungefähr 128 Yen zu einem Euro.

Nun, 40% Abwertung des Yen gegenüber dem Euro seit einem Jahr – wie Ernst & Young behauptet – ist vielleicht etwas übertrieben.

Aber ähnlich wie gegenüber dem US-Dollar dürfte der Yen seit einem Jahr ungefähr um etwas über 20 % gegenüber dem Euro abgewertet worden sein. Für die japanischen Automobilhersteller lohnt sich das natürlich und für den Rest der japanischen Exportindustrie wohl auch.

Auch die deutschen Automobilhersteller hatten bis vor anderthalb Jahren aufgrund des wegen der Eurokrise deutlich schwächelnden Euro einen weltweiten Verkaufsboom, bis dann die Eurokrise sich so weit in die Eurozone hineinfraß, dass die Absatzzahlen in der Europa zunehmend massiv einbrachen und damit den europäischen und letztlich auch den deutschen Automobilherstellern das Geschäft verdorben wurde.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 25.11.2011 mit dem Titel “Deutsche Autohersteller feiern bestes Jahr aller Zeiten” in “Die Welt“.

Schon am 22.5.2010 erschien ein Artikel mit dem Titel “Hoffnung auf Exportschub: Industrie jubelt über schwachen Euro” in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Es klingt paradox: Der Bundestag verabschiedet ein  milliardenschweres Rettungspaket für den Euro – doch die deutsche Industrie findet den Absturz der Gemeinschaftswährung nicht so schlimm. Im Gegenteil: Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wird der sinkende Wechselkurs die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland stärken.

Unter dem Strich werde der schwache Euro der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstumsplus von rund fünf Milliarden Euro bringen, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der “Rheinpfalz am Sonntag”. Damit würden etwa 80.000 Arbeitsplätze in der Industrie gesichert.

Zur Begründung sagte Wansleben, dass der Billig-Euro die Exportchancen der deutschen Unternehmen steigere. Ihre Produkte würden auf den internationalen Märkten günstiger und ließen sich so leichter verkaufen. Das gelte vor allem für Autos, aber auch für Produkte der Elektrotechnik und der Chemie, fügte Wansleben hinzu. Dagegen verteuerten sich Waren aus dem Dollarraum.

Allerdings weist der DIHK-Geschäftsführer auch auf Nachteile hin. So müssten die Deutschen mehr für Importe zahlen. Das gelte vor allem für Öl und andere Rohstoffe, so bleibe den Verbrauchern durch die Euro-Schwäche weniger Geld für den Kauf heimischer Produkte. Da Deutschlands Wirtschaft aber vor allem auf dem Export basiert, sieht der DIHK unter dem Strich ein Plus für die Gesamtökonomie”.

In der Bild-Zeitung erschien am 9.4.2010 ein Artikel in einer etwas schlichteren, aber ähnlich lautenden Diktion mit dem Titel “Schwacher Euro: Deutsche Firmen exportieren wie die Weltmeister“.

Tja, wie heißt es so schön: “Des einen Freud ist des anderen Leid“.

Seht hierzu auch meinen Blogartikel “Das deutsche `Exportwunder´ und die prallen Kassen des deutschen Fiskus in den letzten anderthalb Jahren: Herzlichen Dank an die Krisenländer Südeuropas“.

Seit etwas über einem Jahr sieht es nun für die europäischen und auch die deutschen Automobilhersteller aufgrund der wegen der Eurokrise immer weiter absackenden Absatzzahlen in der Eurozone zunehmend mau aus.

Seht hierzu auch meinen Blogartikel “Zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA“.

Seht hierzu auch zum Beispiel den Artikel vom 3.4.2013 mit dem Titel “Verkaufszahlen: Europas Autoabsatz sinkt auf Rekordtief” im “Handelsblatt“.

Daher dürfen jetzt ungefähr 60.000 Leiharbeiter, die in den deutschen Automobilfirmen arbeiten, um ihren Job zittern.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 2.5.2013 mit dem Titel “Autokonzerne in der Krise: 60 000 Automobil-Leiharbeiter zittern um ihre Jobs” in “Focus“.

Seht hierzu ebenfalls den Artikel vom 2.5.2013 mit dem Titel “Automobilindustrie: 60.000 Leiharbeiter auf der Kippe” in der “FAZ“.

Mittlerweile befindet sich die Eurozone schon im sechsten Quartal in der Rezession. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Eurozone recession continues into sixth quarter” in “BBC News“.

Tja, wenn ganz Südeuropa (PIIGS-Staaten) mitsamt Frankreich in die Rezession rutscht, ist das eben auch für Deutschland und die deutsche Wirtschaft kein wirklich gutes Geschäft mehr.

Deutschland ist ein Land in Mitteleuropa und lebt nicht zuletzt von seinen europäischen Handelspartnern. Und von allen deutschen Handelspartnern ist Frankreich der wichtigste.

Seht hierzu zum Beispiel den Eintrag “Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Deutschlands nach Wert der Exporte im Jahr 2012 (in Milliarden Euro)” in “Statista“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 27.2.2013 mit dem Titel “Export 2012: Frankreich wichtigster Handelspartner” in “Markt und Mittelstand“.

Und Frankreich ist im Zuge der Eurokrise im ersten Quartal 2013 wieder in die Rezession gerutscht.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “French economy returns to recession” in “BBC News“.

Daher hat der IWF (Internationaler Währungsfonds) folgerichtigerweise die Wachstumsprognose auch für Deutschland deutlich abgesenkt.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 3.6.2013 mit dem Titel “Prognose auf 0,3 Prozent gesenkt: IWF traut Deutschland kaum noch Wachstum zu” in der “FAZ“.

Seht hierzu ebenfalls den Artikel vom 3.6.2013 mit dem Titel “Konjunktur: IWF halbiert Prognose für Deutschland” in der “Deutschen Welle“.

Soweit also dies. Aber nun zurück zu den “Abenomics” in Japan.

Wie bewerten nun die weltweit führenden Top-Ökonomen die “Abenomics” in Japan? Schauen wir uns erst einmal die Bewertung seitens der beiden führenden amerikanischen “New KeynesiansJoseph Stiglitz und Paul Krugman an.

Seht hierzu einen Artikel vom 22.3.2013 mit dem Titel “Nobel Laureate Stiglitz Gives  `Abenomics´ Thumbs Up” im Blog “Japan Realtime” des “Wall Street Journals“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Prime Minister Shinzo Abe’s policy of strong-arming the Bank of Japan into adopting an aggressive monetary easing policy has gotten a thumbs up from one of the world’s best-known economists–Nobel laureate Joseph Stiglitz of Columbia University.

The aggressive easing and fiscal stimulus advocated by Mr. Abe are exactly what Japan needs in this age of “competitive currency devaluation,” Prof. Stiglitz said Friday in an interview with media organizations in Tokyo. On Thursday, he met with Mr. Abe and conveyed support for his economic policies.

Prof. Stiglitz’s approval of Mr. Abe’s policies–known as “Abenomics”–is so strong he wants his own country to follow suit.

“What we really need in the U.S. is expansionary policies that Abenomics is bringing into Japan,” he said, lamenting the political gridlock in Washington and the inability of the U.S. Congress to do much by way of economic stimulus.

Prof. Stiglitz is a leading figure in the liberal school of economics along with fellow Nobel laureate Paul Krugman of Princeton University. In January, Prof. Krugman praised Mr. Abe’s coordinated fiscal-monetary push in his New York Times column. Many of Mr. Abe’s economic advisors are under the influence of Prof. Stiglitz and his liberal School”.

Joseph Stiglitz findet also das aggressive Programm Shinzō Abes zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstum in Japan gut und sogar vorbildhaft und empfiehlt unter anderem den USA, es selbst auch so zu machen.

Paul Krugman wird in diesem Artikel mit dem Titel “Nobel Laureate Stiglitz Gives  `Abenomics´ Thumbs Up” auch erwähnt, der sich offensichtlich schon im Januar in seiner Kolumne in der “New York Times” ebenfalls positiv zu den “Abenomics” geäußert hat.

Hinsichtlich der Einschätzung der “Abenomics” in Japan durch Joseph Stiglitz seht auch den von Joseph Stiglitz verfassten Artikel vom 8.4.2013 mit dem Titel “The Promise Of Abenomics” im “Social Europe Journal“.

Joseph Stiglitz stellt in diesem Artikel unter anderem fest: “Nonetheless, as many Japanese rightly sense, Abenomics can only help the country’s recovery. Abe is doing what many economists (including me) have been calling for in the US and Europe: a comprehensive program entailing monetary, fiscal, and structural policies. Abe likens this approach to holding three arrows – taken alone, each can be bent; taken together, none can.

The new governor of the Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, comes with a wealth of experience gained in the finance ministry, and then as President of the Asian Development Bank. During the East Asia crisis of the late 1990’s, he saw firsthand the failure of the conventional wisdom pushed by the US Treasury and the International Monetary Fund. Not wedded to central bankers’ obsolete doctrines, he has made a commitment to reverse Japan’s chronic deflation, setting an inflation target of 2%.

Deflation increases the real (inflation-adjusted) debt burden, as well as the real interest rate. Though there is little evidence of the importance of small changes in real interest rates, the effect of even mild deflation on real debt, year after year, can be significant.

Kuroda’s stance has already weakened the yen’s exchange rate, making Japanese goods more competitive. This simply reflects the reality of monetary-policy interdependence: if the US Federal Reserve’s policy of so-called quantitative easing weakens the dollar, others have to respond to prevent undue appreciation of their currencies. Someday, we might achieve closer global monetary-policy coordination; for now, however, it made sense for Japan to respond, albeit belatedly, to developments elsewhere. (…).

There is every reason to believe that Japan’s strategy for rejuvenating its economy will succeed:  the country benefits from strong institutions, has a well-educated labor force with superb technical skills and design sensibilities, and is located in the world’s most (only?) dynamic region. It suffers from less inequality than many advanced industrial countries (though more than Canada and the northern European countries), and it has had a longer-standing commitment to environment preservation.

If the comprehensive agenda that Abe has laid out is executed well, today’s growing confidence will be vindicated. Indeed, Japan could become one of the few rays of light in an otherwise gloomy advanced-country landscape”.

Was nun Paul Krugmans Bewertung der “Abenomics” angeht, so seht hierzu zum Beispiel seinen Artikel vom 23.5.2013 mit dem Titel “Japan the Model” in seiner Kolumne in der “New York Times“.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “A generation ago, Japan was widely admired — and feared — as an economic paragon. Business best sellers put samurai warriors on their covers, promising to teach you the secrets of Japanese management; thrillers by the likes of Michael Crichton portrayed Japanese corporations as unstoppable juggernauts rapidly consolidating their domination of world markets.

Then Japan fell into a seemingly endless slump, and most of the world lost interest. The main exceptions were a relative handful of economists, a group that happened to include Ben Bernanke, now the chairman of the Federal Reserve, and yours truly. These Japan-obsessed economists viewed the island nation’s economic troubles, not as a demonstration of Japanese incompetence, but as an omen for all of us. If one big, wealthy, politically stable country could stumble so badly, they wondered, couldn’t much the same thing happen to other such countries? 

Sure enough, it both could and did. These days we are, in economic terms, all Japanese — which is why the ongoing economic experiment in the country that started it all is so important, not just for Japan, but for the world.       

In a sense, the really remarkable thing about “Abenomics” — the sharp turn toward monetary and fiscal stimulus adopted by the government of Prime Minster Shinzo Abe — is that nobody else in the advanced world is trying anything similar. In fact, the Western world seems overtaken by economic defeatism. 

In America, for example, there are still more than four times as many long-term unemployed workers as there were before the economic crisis, but Republicans only seem to want to talk about fake scandals. And, to be fair, it has also been a long time since President Obama said anything forceful publicly about job creation.       

Still, at least we’re growing. Europe’s economy is back in recession, and it has actually grown a bit less over the past six years than it did between 1929 and 1935; meanwhile, it keeps hitting new highs for unemployment. Yet there is no hint of a major change in policy. At best, we may be looking at a slight relaxation of the savage austerity programs Brussels and Berlin are imposing on debtor nations. (…).

So, how is Abenomics working? The safe answer is that it’s too soon to tell. But the early signs are good — and, no, Thursday’s sudden drop in Japanese stocks doesn’t change that story.      

The good news starts with surprisingly rapid Japanese economic growth in the first quarter of this year — actually, substantially faster growth than that in the United States, while Europe’s economy continued to shrink. You never want to make too much of one quarter’s numbers, but that’s the kind of thing we want to see.       

Meanwhile, Japanese stocks have soared, while the yen has fallen. And, in case you’re wondering, a weak yen is very good news for Japan because it makes the country’s export industries more competitive.       

Some observers have raised the alarm over rising Japanese long-term interest rates, even though these rates are still less than 1 percent. But the combination of rising interest rates and rising stock prices suggests that both reflect an increase in optimism, not worries about Japanese solvency.       

To be sure, Thursday’s sell-off in Japanese stocks put a small dent in that optimistic assessment. But stocks are still way up from last year, and I’m old enough to remember Black Monday in 1987, when U.S. stocks suddenly fell more than 20 percent for no obvious reason, and the ongoing economic recovery suffered not at all.       

So the overall verdict on Japan’s effort to turn its economy around is so far, so good. And let’s hope that this verdict both stands and strengthens over time. For if Abenomics works, it will serve a dual purpose, giving Japan itself a much-needed boost and the rest of us an even more-needed antidote to policy lethargy”.

Tja, also auch Paul Krugman ist hinsichtlich des erstaunlich schnellen Erfolgs der “Abenomics” in Sachen Wachstum positiv überrascht und hofft, dass die “Abenomics” langfristig und dauerhaft positive Ergebnisse für Japan erbringen, nicht nur wegen Japan selbst, sondern auch wegen des möglichen Vorbildcharakters der “Abenomics” für die USA und auch für den Rest der Welt.

Dies gilt im Prinzip natürlich auch für die Eurozone, im Falle, dass die europäischen Politiker sich auf solch eine Wachstumsstrategie im Stile der “Abenomics” einigen könnten.

Im Moment halte ich das aber für ausgeschlossen, da solch ein Programm im Sinne der “Abenomics” den wirtschaftspolitischen Prinzipien und Rezepten der deutschen neoliberalen Austeritätsfanatiker in der aktuellen schwarz-gelben Koalition unter Angela Merkel (Kabinett Merkel II) radikal widersprechen würde. Mit den deutschen Neoliberalen, die zumindest in den letzten Jahren in der Eurozone den Ton angegeben haben, wäre solch ein Programm wohl nie durchführbar.

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Zu den “Abenomics” in Japan – 1

In letzter Zeit wird in den führenden Tageszeitungen und Online-Portalen immer wieder von den sogenannten “Abenomics” berichtet. Einen deutschen Wikipedia-Eintrag hierzu gibt es bisher noch nicht.

Gemeint ist mit den “Abenomics” die Wirtschaftspolitik des aktuellen japanischen Ministerpräsidenten Shinzō Abe, der seit dem 26. Dezember 2012 der 63. Premierminister von Japan von Japan ist. Shinzō Abe ist zugleich der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei Japans.

Im englischen Wikipedia-Artikel zu den erfahren wir zu den “Abenomics” unter anderem: “Abenomics (a portmanteau of Abe and economics) refers to the economic policies advocated by Shinzō Abe, the current Prime Minister of Japan. Abenomics is meant to resolve Japan’s macroeconomic problems. It consists of monetary policy, fiscal policy, and economic growth strategies to encourage private investment. The detailed policies includes inflation targeting at a 2% annual rate, correction of the excessive yen appreciation, setting negative interest rates, radical quantitative easing, expansion of public investment, buying operations of construction bonds by Bank of Japan (BOJ), and revision of the Bank of Japan Act”.

Nun, der Hintergrund dieser aggressiven Wirtschaftspolitik, mit der das Wachstum Japans deutlich angekurbelt werden soll, ist die stagnierende wirtschaftliche Situation Japans seit Beginn der 1990er-Jahre.

Im Wikipedia-Artikel “Economic history of Japan” erfahren wir unter anderem: “Deflation in Japan started in the early 1990s. On 19 March 2001, the Bank of Japan and the Japanese government tried to eliminate deflation in the economy by reducing interest rates (part of their ‘quantitative easing‘ policy). Despite having interest rates down near zero for a long period of time, this strategy did not succeed.[ Once the near-zero interest rates failed to stop deflation, some economists, such as Paul Krugman, and some Japanese politicians spoke of deliberately causing (or at least creating the fear of) inflation.In July 2006, the zero-rate policy was ended. In 2008, the Japanese Central Bank still has the lowest interest rates in the developed world, deflation has still not been eliminated.. Systemic reasons for deflation in Japan can be said to include:

  • Fallen asset prices. There was a large price bubble in both equities and real estate in Japan in the 1980s (peaking in late 1989).
  • Insolvent companies: Banks lent to companies and individuals that invested in real estate. When real estate values dropped, many loans went unpaid. The banks could try to collect on the collateral (land), but due to reduced real estate values, this would not pay off the loan. Banks have delayed the decision to collect on the collateral, hoping asset prices would improve. These delays were allowed by national banking regulators. Some banks make even more loans to these companies that are used to service the debt they already have. This continuing process is known as maintaining an “unrealized loss”, and until the assets are completely revalued and/or sold off (and the loss realized), it will continue to be a deflationary force in the economy.
  • Insolvent banks: Banks with a large percentage of their loans which are “non-performing” (loans for which payments are not being made), but have not yet written them off. These banks cannot lend more money until they increase their cash reserves to cover the bad loans. Thus the quantity of loans are reduced sooner and less funds are available for economic growth.
  • Fear of insolvent banks: Japanese people are afraid that banks will collapse so they prefer to buy gold or (United States or Japanese) Treasury bonds instead of saving their money in a bank account. People also save by owning real estate”.

Im Klartext: Ausgehend von einer geplatzten Immobilienblase im Jahre 1989 ist Japan ab dem Jahre 1990 in eine Deflationsspirale hineingerutscht, die unter anderem dazu geführt hat, dass Japan in den 1990er-Jahren kaum mehr Wachstum erzielt hat. Im Fall der 1990er-Jahre redet man in Japan vom “verlorenen Jahrzehnt” (der “lost decade“).

Und auch im neuen Jahrtausend blieb das Wachstum Japans gering. Seht hierzu eine entsprechende Chart “Japan GDP growth rate” in “Trading Economics“.

Zu den Inflationsraten (bzw. zur Deflation) in Japan seit den 1990er-Jahren seht eine entsprechende Chart “Japan Inflation Rate” ebenfalls in “Trading Economics“.

Nun ist dies im Fall von Japan natürlich besonders ärgerlich, weil Japan eigentlich ein industriell ungeheuer leistungsfähiges Land ist. Trotz der negativen Vorzeichen ab den 1990er-Jahren hat Japan immer noch ein deutlich höheres BIP als Deutschland und steht in der Rangliste der größten Volkswirtschaften der Welt nach den USA und China auf dem dritten Platz.

Seht hierzu den Wikipedia-Artikel “Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt“.

Japan hat für das Jahr 2012 ein BIP von 5.963.969 Millionen US-Dollar erzielt. Deutschland hat für das Jahr 2012 ein BIP von 3.400.579 Millionen US-Dollar erzielt. Zwischen Japan (dritter Platz auf der Weltrangliste der größten Volkswirtschaften der Welt) und Deutschland (vierter Platz auf der Weltrangliste der größten Volkswirtschaften der Welt) haben wir also einen großen Abstand.

Nun, der aktuelle japanische Premierminister Shinzō Abe hat sich zu seinem Wirtschaftsprogramm natürlich selbst öfters geäußert.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 7.6.2013 mit dem Titel “PM says ‘Abenomics’ is only way to spur growth in Japan” in “Japan Today“.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Prime Minister Shinzo Abe said Thursday his policies were “the only way” to fix the world’s third biggest economy, days after the IMF warned it could all go wrong. His comments came in an exclusive interview with AFP, after the International Monetary Fund welcomed his big-spending and loose-money plans but cautioned there were “considerable downside risks” to Tokyo’s ballooning national debt. “The Japanese economy has been stagnant and has suffered from deflation over the last 15 years,” the premier said. “Our GNI (Gross National Income) has diminished some 50 trillion yen. Under these circumstances, Japan was losing its position in the world. “To counter this, I will push through drastic monetary policy, fiscal measures and a growth strategy that will stimulate private-sector investment, so that the economy can be rid of deflation.”

Und tatsächlich waren die von Shinzō Abe ergriffenen Maßnahmen (bzw. die “Abenomics“) vom erwünschten Wachstumseffekt her gesehen ungewöhnlich schnell deutlich wirksam.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 16.5.2013 mit dem Titel “Japan’s GDP growth more than expected under ‘Abenomics’” in “GlobalPost“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Japan’s GDP growth blew past analysts estimates for the first quarter, giving a boost to Prime Minister Shinzo Abe’s reform efforts, dubbed ‘Abenomics’.  The economy grew at an annual rate of 3.5 percent in the first three months of 2013 as consumers increased their spending and exports to the US picked up, Japan’s Cabinet Office said Thursday. The figure exceeded analysts’ expectation of 2.7 percent growth of gross domestic product. The strong growth figures are a welcome relief in Japan after last year’s sluggish 1 percent growth rate and 15 years of deflation. Prime Minister Shinzo Abe made economic reforms a cornerstone of his political campaign and followed through since taking office in late December. “Japan is clearly back from stagnation last year,” Naoki Iizuka, an economist at Citigroup Inc. in Tokyo told Bloomberg”.

Seht hierzu ebenfalls den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Japan Posts Surge in Economic Growth” in “The Wall Street Journal“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Japan’s economic growth accelerated swiftly at the beginning of this year, the most concrete sign yet that new stimulus policies sparking euphoria in financial markets are starting to lift companies and consumers as well. The country’s gross domestic product, the broadest measure of goods and services produced across the economy, grew at an annualized pace of 3.5% in the first three months of the year, as consumers loosened their purse strings and exports to the U.S. picked up, lifted by a weaker yen. The figures reported by the government early Thursday marked a sharp improvement from the tepid 1% growth rate at the end of last year, which followed six months of contraction. It was also considerably stronger than the 2.8% forecast by economists polled in advance by The Wall Street Journal”.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Japan reports another quarter of economic growth” in “UPI.com“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Japan’s economy, spurred by stimulus measures, grew at an annual rate of 3.5  percent in the first quarter, the Cabinet Office said Thursday. From quarter to quarter, the gross domestic product grew 0.9 percent in the  three months ended March from the previous quarter. It was the second straight  quarterly growth. The Cabinet Office credited the latest results to healthy consumer spending  and higher exports, Kyodo News reported. The results should please the government of Prime Minister Shinzo Abe,  which has made it a priority to pull the country out of chronic deflation and  kick-start the world’s third-largest economy through various stimulus measures.  Japan’s central bank also has doubled its inflation target to 2 percent. These measures have already helped stem the yen’s appreciation against the  U.S. dollar. A lower yen makes Japanese goods cheaper. The U.S. dollar has been  trading at over the 100-yen mark lately.”

Seht hierzu auch den Artikel vom 16.5.2013 mit dem Titel “Japan GDP Jumps Most in Year as Consumers Open Wallets” in “Bloomberg L.P.”

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Japan’s economy expanded the most in a year last quarter as consumer spending and export gains outweighed the weakest business investment since the wake of the March 2011 earthquake and tsunami. Gross domestic product rose an annualized 3.5 percent, a Cabinet Office release showed in Tokyo. Private consumption, making up 60 percent of GDP, contributed 2.3 percentage points to the jump. The Bank of Japan may upgrade its assessment of the economy after a May 22 policy meeting, according to people familiar with the central bank’s discussions. Today’s report shows while consumers — aided by a stock-market surge — are responding to the reflation campaign mounted by Prime Minister Shinzo Abe and Bank of Japan chief Haruhiko Kuroda, companies remain cautious. That may change as the yen’s 21 percent slide against the dollar in the past six months spurs profits and Abe embarks on reducing regulations hampering the world’s third-biggest economy. “Japan is clearly back from stagnation last year,” said Naoki Iizuka, an economist at Citigroup Inc. in Tokyo. “The key from here is whether Abe can unveil a strong growth strategy. If he succeeds, that will boost business investment to support growth.”

Seht hierzu auch den Artikel vom 16.5.2013 mit dem Titel “Japanese growth surges on Abe Impact” in der “Financial Times“.

Tatsächlich also hat Abe es geschafft, die Wachstumsrate Japans im ersten Quartal 2013 mit einem Schlag auf + 3,5% anzuheben.

Zu dieser Strategie gehörte wohl auch eine deutliche Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar um ca. 21%. So konnte Japan im letzten Quartal auch deutlich mehr Exporterfolge erzielen als bisher.

Noch im Oktober 2012 stand der Yen bei ungefähr 80 Yen zu einem US-Dollar. Mittlerweile steht er bei ungefähr 100 Yen zu einem US-Dollar.

Seht hierzu zum Beispiel den Eintrag “US-Dollar – Yen (USD-JPY) – Historische Kurse” in “Finanzen.net“.

Nicht zuletzt auch für die japanischen Automobilhersteller hat sich diese Strategie deutlich bezahlt gemacht.

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OECD senkt die Wachstumprognosen für die Eurozone und Deutschland

Da die widersinnige Austeritätspolitik in den Krisenstaaten der Eurozone weiterhin durchgeknüppelt wird, geht es mit der Eurozone logischerweise wirtschaftlich weiter munter bergab.

Nicht nur die PIIGS-Staaten sind schon seit langem in der Rezession, sondern auch Frankreich, Deutschlands wichtigster Handelspartner, ist mittlerweile in die Rezession gerutscht.

Seht hierzu den Eintrag mit dem Titel “Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Deutschlands nach Wert der Exporte im Jahr 2012 (in Milliarden Euro)” in “Statista“. Und seht hierzu auch meinen Blogartikel “Zur Kritik François Hollandes an der Austeritätspolitik in den Krisenstaaten der Eurozone“.

Die Wachstumsprognosen für die Eurozonen-Länder müssen also realistischerweise noch weiter gesenkt werden. Das hat die OECD vor drei Tagen getan.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 29.5.2013 mit dem Titel “OECD cuts eurozone growth forecasts” in “BBC News“. Der Artikel ist klar genug, lest ihn in Ruhe durch.

Seht zu diesem Thema auch den Artikel vom 29.5.2013 mit dem Titel “OECD sieht 2013 stärkere Rezession in der Eurozone” im “Wall Street Journal“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 29.5.2013 mit dem Titel “OECD cuts world economic forecast” in “Reuters“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 29.5.2013 mit dem Titel “OECD cuts economic forecasts as eurozone drags on growth” in der “Financial Times“.

Da China zur Zeit auch klar erkennbar schwächelt, stehen unter den weltweit ökonomisch stärksten Ländern im Moment eigentlich nur die USA und neuerdings auch Japan (Abenomics) gut da. Seht hierzu den Wikipedia-Artikel “Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt“. An der Spitze der Ländern in dieser Liste stehen natürlich die USA. China kommt an zweiter, Japan an dritter und Deutschland an vierter Stelle.

Die Wachstumsprognose der OECD für die USA liegt bei + 1,9% im Jahr 2013 und + 2,8 % im Jahr 2014. Und für Japan liegt die Wachstumsprognose der OECD bei + 1,6% im Jahre 2013 und + 1,4% im Jahr 2014.

Für Deutschland soll das Wachstum für das Jahr 2013 bei mageren + 0,4% liegen. Seht hierzu auch den Beitrag vom 29.5.2013 mit dem Titel “Vom Ende des Wachstums: OECD senkt Prognose für Deutschland” im “Deutschlandradio“.

Tja, vor allem auch die in der Eurozone wirtschaftlich und politisch dominierende deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Mitstreiter (Kabinett Merkel II) haben also ihre eigenen europäischen Handelspartner “heruntergespart” und in die Rezession getrieben. Das betrifft nicht zuletzt den wichtigsten deutschen Handelspartner Frankreich.

In diesem heruntergesparten und teilweise schlicht ruinierten europäischen Umfeld (das betrifft vor allem Griechenland, Portugal und Spanien) wird es auch für Deutschland so schnell kein Wachstum mehr geben. Das ist meine Prognose.

Die OECD selbst glaubt, dass es in Deutschland im Jahre 2014 wieder ein deutliches Wachstum geben wird. Wie das gehen soll, wenn ganz Südeuropa einschließlich Frankreich weiterhin immer tiefer in die Rezession rutscht, ist mir allerdings schleierhaft. 

Auch Österreich schafft in diesem Jahr wohl nur noch ein Wachstum von + 0,5%. Seht hierzu den Artikel vom 29.5.2013 mit dem Titel “Österreich droht starker Wachstumsabfall” in “Der Standard“.

Wer sich von euch für die Details dieses OECD-Berichtes interessiert, kann diesen 290 Seiten starken Bericht online lesen. Seht hierzu den Eintrag “OECD-Wirtschaftsausblick” in der deutschsprachigen Website der OECD.

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