Fire in the Blood (2013)

I just watched “Fire in the Blood, a documentary directed by Dylan Mohan Gray released in 2013 .

This documentary, which was shot across four continents, depicts the countless deaths brought about in AfricaAsia and India due to intentional obstruction of low-cost antiretroviral drugs used for treatment of HIV/AIDS from reaching the mostly poor people in those continents, spearheaded by the big pharmaceutical companies (Big Pharma) which hold the patents for those medications.

The documentary shows how the battle against this intentional obstruction with the goal to protect and maximize their profits in developing and Third-World countries, was fought and at least for the moment won.

The intentional obstruction by the big pharmaceutical companies is estimated to have resulted in ten- to twelve million unnecessary deaths.

Dylan Mohan Gray first came to know of this issue in 2004, after he read an article in The Economist about the battle between Big Pharma and the HIV/AIDS treatment activists over the access to low-cost antiretroviral drugs for Africa. He decided to make this documentary three years later.

The film was shot from March 2008 to the end of 2010. The editing was completed in 2012.

Fire in the Blood” features interviews with former US President Bill Clinton, intellectual property activist James Love, global health reporter Donald McNeilJr. of The New York Times, HIV/AIDS treatment activist Zackie Achmat, pioneering generic drugmaker Yusuf Hamied, former Pfizer executive-turned-whistleblower Peter Rost, leading African AIDS physician Peter MugyenyiNobel Prize-laureates Desmond Tutu and Joseph Stiglitz (economist and professor at Columbia University and former senior vice president and chief economist of the World Bank).  

The film is narrated by William Hurt, who lent his voice to this documentary on a pro bono basis because he felt the story and subject matter were so important.

The documentary received numerous awards:

Grand Jury Prize, World Documentary (Nominated) — Sundance Film Festival, January 2013

One World Media Award (UK), Documentary (Shortlisted), February 2013

Winner—Justice Matters Award—27th Washington DC International Film Festival, April 2013

Winner—DOXA Feature Documentary Award (main prize) — 2013 DOXA Documentary Film Festival, Vancouver, May 2013

Grierson Awards (Grierson British Documentary Awards), Best Cinema Documentary (Shortlisted), July 2013

Winner—Friedrich-Ebert-Stiftung Prize for Political Film, Filmfest Hamburg, October 2013

Winner—Dadasaheb Phalke Chitranagari Award for Best Debut Film for a Director, Mumbai International Film Festival, February 2014

Fire in the Blood” is without doubt a must-see-documentary.  And the battle for the right of the developing and Third-World countries to produce and to buy low-cost-medication has only been won temporarily.

Especially the so called TRIPS-Agreement was one of the main causes for this bitter fight over the access to low-cost antiretroviral drugs for developing and Third-World countries.

See for this also the webpage titled “TRIPS and Big Pharma” in the website of the “International People´s Health University“.

And the TRIPS-Agreement is still being a main reason for constant battles over this issue.

See for this also the article of September 8, 2012 titled “Drugs and emerging markets: Tripped up” in The Economist.

Creative Commons Lizenzvertrag Fire in the Blood (2013) Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

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Bob Marley: Redemption Song (1979)

Bob Marley: Redemption Song (album: Uprising 1979)

Lyrics Redemption Song

Wikipedia: Redemption Song

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Der aktuell brutalste und grausamste Krieg weltweit: Die Situation im Kongo

Die “Demokratische Republik Kongo” ist ein Staat in Zentralafrika. Er grenzt (von Norden im Uhrzeigersinn) an die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia, Angola, die Republik Kongo und an den Atlantik an.

Es ist an Fläche der zweitgrößte und an Bevölkerung der viertgrößte Staat Afrikas. Das Land wird vom Äquator durchzogen; daher herrscht tropisches Klima. Große Teile des Staatsgebietes sind von tropischem Regenwald bedeckt.

Der Vielvölkerstaat hat etwa 70 Millionen Einwohner, die rund 200 Volksgruppen angehören, die jeweils unterschiedliche Sprachen bzw. Dialekte sprechen.

Etwa die Hälfte der Einwohner bekennt sich zur katholischen Kirche, die andere Hälfte verteilt sich auf Kimbanguisten, andere christliche Kirchen, traditionelle Religionen und den Islam.

Das Gebiet des heutigen Staates kam 1885 unter belgische Kolonialherrschaft. Die Herrschaft des belgischen Königs Leopold II. galt als eines der grausamsten Kolonialregimes der damaligen Zeit.

Nach der Unabhängigkeit im Jahre 1960 wurde es nach mehrjährigen innenpolitischen Konflikten 32 Jahre lang von Mobutu Sese Seko diktatorisch regiert. 1997 wurde Mobutu von dem Rebellenchef Laurent-Désiré Kabila gestürzt.

Auf den Machtwechsel folgte ein weiterer blutiger Bürgerkrieg, der aufgrund der Verwicklung zahlreicher afrikanischer Staaten als Afrikanischer Weltkrieg bekannt wurde. 2002 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet, im Osten des Landes finden aber bis heute weiterhin Kämpfe statt.

Trotz seines Rohstoffreichtums zählt der Staat, bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung und jahrelange Kriege, heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen nimmt die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2010 den vorletzten (168.) Platz ein.

Gut, also bis heute tobt im Kongo im Osten des Landes ein ausgesprochen blutiger Krieg. Insgesamt haben die Konflikte im Kongo in den letzten 10 Jahren nach Schätzung von NGOs ungefähr 4 Millionen Opfer gekostet.

Um was für ein Krieg im Osten des Landes handelt es sich hier? Dieser Krieg wurzelt in dem Massaker der Hutus an den Tutsis in Ruanda im Jahre 1994, dem Völkermord in Ruanda, eines der an den Kongo angrenzenden Länder. Dieser Genozid kostete 800.000 bis 1.000.000 Menschen – die allermeisten von ihnen Tutsis – das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Toten aus. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.

Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei (Gendarmerie) und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle. Auch weite Teile der Hutu-Zivilbevölkerung beteiligten sich am Völkermord.

Der Genozid ereignete sich im Kontext eines langjährigen Konflikts zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung Ruandische Patriotische Front (RPF).

Nachdem die RPF die Hutu-Machthaber vertrieben, damit den Völkermord beendet und eine neue Regierung gebildet hatte, flohen im Sommer 1994 hunderttausende von Hutu in den Osten der “Demokratischen Republik Kongo”.

Unter den Flüchtlingen waren viele Täter, die anschließend zur Wiedereroberung Ruandas rüsteten und gleichzeitig im Osten des Kongos ein Terrorregime errichtet haben. Die ruandische Armee und Tutsi-Milizen nahm diese Aktivitäten mehrfach zum Anlass, um im westlichen Nachbarland zu intervenieren und dort gegen die geflüchteten Hutus zu kämpfen. Auch die kongolesische Armee ist natürlich nicht untätig, da alle diese Kämpfe auf ihrem Gebiet stattfinden.

De facto tobt also im Osten des Kongos ein brutaler Krieg zwischen Hutu-Milizen, der kongolesischen Armee (die die Eindringlinge aus Ruanda los werden will), der intervenierenden ruandischen Armee und Tutsi-Milizen, die auf Rache an den Hutus aus sind.

Die wenigen Blauhelme, die versuchen, im Osten des Kongo für Ordnung zu sorgen, sind unterbesetzt, bzw. massiv überfordert. Das unwegsame Dschungelgebiet ist ein ideales Terrain für Milizen, die einen grausamen Guerilla-Krieg führen.

Da die meisten der beteiligten Kämpfer Teil irregulärer, nicht-legitimierter Milizen sind, stellt sich natürlich die Frage, woher die Millionen von Waffen kommen, die im Osten des Kongo kursieren.

Die am meisten verwendete Waffee ist die Kalaschnikow (so genannt nach ihrem Erfinder), auch kurz AK-47 genannt. Dieses schon 1947 in der damaligen Sowjetunion entwickelte, automatische Schnellfeuergewehr ist ein absoluter Klassiker, billig, robust und extrem einfach zu bedienen, die ideale Waffe für ein armes Land, in dem auch massiv Kindersoldaten eingesetzt werden. In einem Land wie dem Kongo, in dem Millionen dieser Kalaschnikows kursieren, ist diese Waffe zu einer hochwirksamen Massenvernichtungswaffe geworden.

Nun, um auf die Frage nach der Herkunft dieser Waffen zurückzukommen: Diese Waffen, vor allem Kalaschnikows, werden von kriminellen Waffenhändlern, die meisten von ihnen kommen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion,  illegal ins Land eingeführt. Bezahlt wird mit den Rohstoffen des Kongo – der Kongo ist ein extrem rohstoffreiches Land – wie Gold, Diamaten und das Erz Coltan. Das Land wird also von den irregulären Milizen gnadenlos ausgeplündert, um die Waffen und damit den Krieg zu finanzieren.

Wie so etwas funktioniert, ist auch im Hollywood-Kino öfters vorgeführt worden. Zwei hervorragende Filme zu diesem Thema sind “Blood Diamond” von Edward Zwick aus dem Jahre 2006 und “Lord of War” von Andrew Niccol aus dem Jahre 2005.

Die Produzenten dieser Waffen, vor allem der Kalaschnikows, sind allerdings die Großmächte dieser Welt, die an diesen Waffen hervorragend verdienen, also vor allem die U.S.A., Russland und die Volksrepublik China.

Wie dieser Waffenhandel, speziell auch im Kongo, funktioniert, dazu gibt es zwei hervorragende Dokus in YouTube, deren Bildmaterial sich teilweise überschneidet.

Die erste Doku, auf den Kongo zentriert, ist “Kongo im Visier der Waffenhändler” von Winfried Schnurbus und wurde seinerzeit im ZDF ausgesendet.

Die zweite Doku weitet das Thema auf den gesamten internationalen Waffenhandel einschliesslich des internationalen Parketts der UNO aus, und heisst “Waffenhandel – Ein Bombengeschäft” und wurde seinerzeit in ARTE ausgestrahlt. Die Dokumentation ist zur Zeit in mehreren Versionen in YouTube aufzufinden.

Was nun den Krieg angeht, so wird dieser – wie ich schon in der Überschrift dieses Blogeintrags andeute – mit unerhörter Grausamkeit und Brutalität geführt.

Die “Hauptwaffe” in diesem Krieg, der sich vor allem gegen die schutzlose Bevölkerung des Ostkongo richtet, ist systematische Vergewaltigung der Frauen und Mord, vor allem auch an den Kindern. Frauen und Kinder sind also die bevorzugten Opfer dieser barbarischen Milizen.

Die Frauen werden dabei mit einer derartigen Brutalität vergewaltigt, dass sie in der Regel nach den Vergewaltigungen schwer verletzt sind. Sie müssen daher in der Regel aufwändig medizinisch in Krankenhäusern behandelt werden, die von Organisationen wie “Ärzte ohne Grenzen” und anderen humanitären Organisationen betrieben werden, ebenso wie die Kinder, die ebenfalls oft schwer verletzt überleben.

Die folgende Doku von Susane Babila “Im Schatten des Bösen- Der Krieg gegen die Frauen im Kongo“, ebenfalls in YouTube hochgeladen, produziert im Auftrag des SWR, wurde im “Auslandsreporter” gezeigt und durch den 5. Marler Filmpreis sowie den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2008 ausgezeichnet.

Diese Doku sollte aber nur anschauen, wer einen guten Magen und gute Nerven hat. Die gezeigten Bilder sind so hart und die erzählte Geschichte so düster, dass sie nichts für schwache Nerven sind. Hervorragend ist diese Doku, die auch den Hintergrund des Konflikts im Ostkongo ausleuchtet, aber allemal.

Diese drei Dokus zum Konflikt im Kongo, vor allem im Ostkongo, kann ich euch also wärmstens empfehlen.

Da es sich im Fall des Kongo um eines der ärmsten Länder von Zentralafrika handelt, wird über diesen Konflikt in der internationalen Presse viel zu selten berichtet, und solange die Rohstoffe aus dem Kongo fliessen, sind auch die meisten Länder (die in der Regel unter dem Diktat der jeweiligen Wirtschaftsinteressen stehen) nicht gewillt, in dieser Sache zu intervenieren oder energisch etwas dagegen zu unternehmen.

Auch ein wirksames Waffenembargo wurde in dieser Region nie durchgesetzt, und der internationale Waffenhandel – gerade auch mit Handfeuerwaffen – läuft munter weiter, weil die Rüstungsindustrien der Grossmächte hervorragend daran verdienen und diese Großmächte daher oft auch nicht gewillt sind, über die UNO wirksame Resolutionen gegen den internationalen Waffenhandel zu erlassen.

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