Die deutschen Neoliberalen und ihre Deflationspolitik in Südeuropa – 3

Aber zurück zur deutschen Wirtschaft, die vor allem auf den Export ausgerichtet ist und weniger auf den Binnenmarkt: Wenn man die deutschen Produkte in der Eurozone nicht mehr so gut los wird (was zumindest auf Südeuropa voll zutreffen dürfte. Schon im Jahre 2012 brachen die deutschen Exporte nach Südeuropa massiv ein), kann man diese Produkte zum Beispiel in den USA verkaufen.

In den USA brummt der Konjunkturmotor mittlerweile wieder kräftig und auch die deutschen Autohersteller können dort ihre Autos gewinnbringend und in großen Zahlen loswerden.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 14.1.2014 mit dem Titel “Deutsche Hersteller mit Rekordabsatz auf dem US-Markt” in der Website des VDA (Verbands der Automobilindustrie).

Seht zu diesem Thema des schon seit geraumer Zeit wieder aufblühenden US-Automarkts auch meinen Blogartikel mit dem Titel “Zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA“.

Seht zu diesem Thema des boomenden deutschen Exports in die USA auch den Artikel vom 20.2.2014 mit dem Titel “Deutsche Güter bleiben in den USA stark gefragt” in der Website von “Germany Trade and Invest“.

Die USA importierten im Jahre 2013 aus Deutschland Waren im Wert von 114,6 Milliarden US-Dollar.

Die USA kommen in der Rangfolge der deutschen Handelspartner nach Frankreich an zweiter Stelle. Seht hierzu ein PDF des Statistischen Bundesamtes mit dem Titel “Rangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland“.

Was die EU-27 insgesamt angeht, so seht eine hübsch gemachte Infographik der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hierzu.

An erster Stelle für den Gesamtexport der EU-27 (Europäische Union) in andere Wirtschaftsräume stehen die USA. 17,9% aller Exporte der EU-27 gehen in die USA.

Was den Import in die EU-27 angeht, so dominiert hier die Volksrepublik China18,8% aller Importe in die EU-27 kommen aus China.

Zurück zum Export Deutschlands in die USA: Die grösste Gütergruppe beim deutschen Export in die USA ist mit Abstand die Gruppe “Maschinen und Fahrzeuge” mit 67,1 Milliarden US-Dollar.

Das ist auch die deutsche Exportdomäne weltweit: Fahrzeuge und Maschinen. 

Während die Eurozone schwächelt und die südeuropäischen PIIGS-Staaten wirtschaftlich durchhängen und nun in die Deflation gerutscht sind und auch traditionell solide Länder wie Frankreich wirtschaftlich ins Taumeln geraten (mitsamt den entsprechenden politischen Folgen), wachsen die deutschen Export und damit auch Exportüberschüsse munter weiter an.

Seht hierzu den Artikel vom 8.1.2014 mit dem Titel “Außenhandel: Deutscher Export knackt die Billion-Euro-Marke” in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Zu den deutschen Export-Perspektiven für das Jahr 2014 seht auch den Artikel vom 27.12.2013 mit dem Titel “Außenhandel: Deutsche Wirtschaft rechnet 2014 mit Spitzenwert beim Export” in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die deutsche Wirtschaft geht davon aus, im kommenden Jahr einen neuen Exportrekord aufzustellen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für 2014 einen Exportumsatz von 1,45 Billionen Euro, berichtet die “Bild“-Zeitung. (…).

Damit dürfte die internationale Kritik an der deutschen Exportstärke kaum leiser werden. Der Überschuss bei den Ausfuhren schwäche die Krisenländer der Euro-Zone zu stark, monieren Ökonomen. Zudem werde der Konsum deutscher Güter im Ausland oft durch Schulden finanziert. Beides schade den ohnehin hoch verschuldeten Ländern im Süden Europas.

Im November hatte die EU-Kommission eine Untersuchung der hohen Handelsbilanzüberschüsse der Bundesrepublik gestartet. Sie will überprüfen, ob Deutschland gegen EU-Regeln verstößt. Denn eigentlich darf der Außenhandelsüberschuss eines Landes im Durchschnitt von drei Jahren nicht bei mehr als sechs Prozent liegen. Deutschlands Exportplus übersteigt jedoch seit 2006 diesen Wert.

Der DIHK selbst sieht den erwarteten Exportrekord dagegen aus einer rein bundesrepublikanischen Perspektive ausschließlich positiv: “Das sichert Jobs in Deutschland”, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Zeitung. Jeder dritte Beschäftigte arbeite mittlerweile für den Export”.

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