Zum aktuellen Stand der Elektromobilität – 1

Über das Problem “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) habe ich ja schon vor ungefähr zwei Jahren einige Blogartikel verfasst.

Seht hierzu insbesondere meinen Blogartikel “`A Crude Awakening: The Oil Crash´ (2006) und `The End of Suburbia´ (2004)” und weiterhin meinen Blogartikel “`Crude Impact´ (2006)”.

Sehr hierzu weiterhin auch meinen Blogartikel “Einige interessante Websites, Blogs und Artikelsammlungen zum Thema `Peak Oil´“.

Nun, das Thema der Elektromobilität (und der Zukunft unserer Mobilität insgesamt) steht mit dem Thema “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) in engem Zusammenhang.

Auf das Thema der sogenannten Hybrid-Autos (oder genauer: Hybridelektrokraftfahrzeuge) werde ich hier nicht eingehen.

Einige Auto-Hersteller verkaufen diese Autos auch in Europa mittlerweile mit Erfolg. Das gilt vom allem den japanischen Auto-Hersteller Toyota.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 17.4.2013 mit dem Titel “Toyota Europe mit Absatzrekord – 38.673 Hybridautos im 1. Quartal verkauft” in “greenmotorsblog.de“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 16.4.2013 mit dem Titel “Europa: Verkäufe der Toyota Hybridfahrzeuge steigen um 82,3 Prozent” in “grueneautos.com“.

Auch auf das Thema der Brennstoffzellenfahrzeuge werde ich hier nicht eingehen.

Zwar ist die experimentelle Phase bei diesen Fahrzeugen schon mehr oder weniger durchlaufen und teilweise werden wohl solche Brennstoffzellenfahrzeuge mittlerweile in Kleinserie gefertigt. Aber eine Großserienfertigung existiert im Bereich der Brennstoffzellenfahrzeuge noch nicht. Einige Hersteller wie Toyota, Nissan und Honda planen eine Großserienfertigung dieser Fahrzeuge ab 2015 und zum Beispiel Daimler in Deutschland plant eine Großserienproduktion dieser Fahrzeuge ab 2017.

Zurück zum Thema der Elektromobilität: Jedes halbwegs vernünftiges Szenario für die mittel- bis langfristige Entwicklung des Preises für Erdöls (und damit natürlich auch des Preises für Benzin und für die weiteren, aus Erdöl gewonnenen Treibstoffe) muss davon ausgehen, dass der globale Ölbedarf steigen wird und damit natürlich auch der Ölpreis, wobei die globalen Ölreserven stetig abnehmen werden, zumindest was das leicht förderbare, sogenannte “konventionelle Erdöl” angeht. In diesem Bereich des “konventionellen Erdöls” haben wir “Peak Oil” (dt.: Globales Ölfördermaximum) wahrscheinlich sogar schon überschritten.

Nun, je teurer die aus Erdöl gewonnenen Treibstoffe werden, umso attraktiver werden die Elektroautos (deren technische Entwicklung natürlich beständig weiter voranschreitet). Letztendlich ist es also der Benzinpreis, der den Durchbruch des Elektroautos zum Massenfahrzeug erzwingen wird.

Wenn man daran denkt, dass wirtschaftlich schnell wachsende Riesenländer wie China und Indien bisher noch wenig motorisiert ist, lässt sich leicht abschätzen, dass der Ölpreis auf kurz oder lang deutlich steigen wird und mittel- bis langfristig schlicht und einfach nicht genügend Benzin für die Motorisierung Chinas und Indiens zur Verfügung stehen wird.

Zum Stand der Motorisierung in China und Indien im Jahre 2008 seht die Chart mit dem Titel “Anzahl der Pkw pro 1.000 Einwohner in ausgewählten Ländern im Jahr 2008” in “Statista“.

Mittlerweile dürfte der Fahrzeugbestand in beiden Ländern gestiegen sein. Dennoch ist der Stand der Motorisierung in China und Indien im Vergleich mit hochentwickelten Ländern wie zum Beispiel den USA, Japan und Deutschland immer noch sehr gering.

Seht zu diesem Thema auch ein PDF der “Deutsche Bank Research” vom Dezember 2010 mit dem Titel “Automärkte: Nachholbedarf in China und Indien enorm”.

In diesem PDF erfahren wir unter anderem: “China und Indien liegen mit ihrer Kfz-Dichte am unteren Ende der Rangliste großer Volkswirtschaften. Beispielsweise ist die Kfz-Dichte in den USA derzeit fast fünfzigmal höher als jene in Indien.

Gleichwohl holen die Schwellenländer rasant auf. So ist die Zahl der Fahrzeuge pro Einwohner zwischen 2004 und 2010 in Indien um über 60% gestiegen; in China lag der Zuwachs im gleichen Zeitraum sogar bei über 150%. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Kfz-Dichte in den beiden bevölkerungsreichsten Nationen der Erde noch im laufenden Jahrzehnt verdoppeln wird. In absoluter Betrachtung würde dies einen Zuwachs im Kfz-Bestand um mehr als 135 Mio. Fahrzeuge in China und Indien zusammen bedeuten; das entspricht in etwa dem heutigen gemeinsamen Fahrzeugbestand von Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Belgien. Der Nachholbedarf in China, Indien und anderen wirtschaftlich aufstrebenden Nationen eröffnet der globalen Automobilindustrie also ein enormes Wachstumspotenzial. Gleichzeitig wird dies die städtische Verkehrsinfrastruktur der Länder vor gewaltige Herausforderungen stellen und ökologische Probleme nach sich ziehen”.

Gerade also auch die zu erwartende Entwicklung in China und Indien (rasanter Anstieg des Fahrzeugbestandes in diesen beiden schnell wachsenden und bevölkerungsreichsten Ländern der Welt) wird die Entwicklung und vor allem auch den Verkauf der Elektroautos wohl in Zukunft vorantreiben und beflügeln. Denn das Benzin kann unter Miteinberechnung nicht zuletzt der zu erwartenden Entwicklung in China (ca. 1,3 Milliarden Einwohner) und Indien (ca. 1,2 Milliarden Einwohner) mittel- bis langfristig eigentlich nur teurer werden.

Und sollten die Elektroautos den Durchbruch auf dem Massenmarkt erzielen, dürften sie wiederum billiger werden. Und natürlich schreitet – wie schon gesagt – die technische Entwicklung der Elektrofahrzeuge immer weiter voran.

Im Klartext: Diese Fahrzeuge werden von Jahr zu Jahr besser (das betrifft vor allem ihre Leistung und Reichweite).

Im übrigen sprechen auch ökologische Gründe für die Elektroautos, denn diese Fahrzeuge produzieren im Gegenteil zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren keinerlei umweltschädliche Emissionen (Abgase).

Und natürlich ist es schon jetzt wesentlich preisgünstiger, ein Elektroauto mit Strom zu betanken als eine gewöhnliches Auto mit Verbrennungsmotor mit Benzin oder Diesel.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 22.5.2013 mit dem Titel “Tesla Model S: Die Revolution kann beginnen” in “FAZ.NET“, der über eine Testfahrt mit der neuen Luxuslimousine “Tesla Model S” des kalifornischen Premium-Elektroauto-Herstellers “Tesla Motors” berichtet.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Der Energieverbrauch belief sich im Schnitt auf 20 kWh je 100 Kilometer, sprich fünf Euro für 100 Kilometer, gerechnet mit 25 Cent je kWh”.

Also lohnt es sich, schon heute mal einen genaueren Blick auf die weltweite Entwicklung der Elektromobilität in den letzten Jahren zu werfen.

Denn die Elektromobilität wird auf kurz oder lang kommen, daran besteht unter Fachleuten wenig Zweifel. Auch die leitenden Manager der Robert Bosch GmbH, dem größten Automobilzulieferer der Welt, zweifeln nicht daran.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 8.1.2013 mit dem Titel “Bosch-Chef Bernd Bohr: `Elektromobilität wird kommen´” im “Manager Magazin“.

Wir erfahren in diesem Interview mit Bernd Bohr unter anderem:

mm: Herr Bohr, Bosch hat 2011 rund 400 Millionen Euro in Elektromobilität investiert. Doch E-Autos erweisen sich bislang als gigantischer Flop, die Kunden verweigern sich der neuen Technik. Droht Bosch neben der Solarmisere ein neuer Milliardenflop?

Bohr: Nein. Langfristig sind diese Investitionen schlicht notwendig, denn Elektromobilität wird kommen. Spätestens 2020 benötigen wir die Großserienkompetenz bei Batterien und Batteriemanagement, Leistungselektronik und Elektromotoren. Wir bauen das Schritt für Schritt aus”.

Seht hierzu auch den Artikel vom 28.5.2013 mit dem Titel “Bosch sieht Elektromobilität als Massenmarkt” im Branchen-Wirtschaftsmagazin “Automobilproduktion“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch setzt auf die Zukunft des elektrischen Antriebs. Zwar ist die Elektromobilität noch ein Nischengeschäft, nach 2020 kann sie allerdings ein Massenmarkt werden.

Das sagte Bosch-Chef Volkmar Denner auf einer Podiumsdiskussion zum Thema “Forschung und Entwicklungsperspektiven der Elektromobilität” am Montagabend in Berlin.

Bosch unterstützt aktuell erste Serienprojekte wie den Fiat500e und fertigt unter anderem für Porsche Komponenten für fortschrittliche Plug-In-Hybrid-Antriebe. Diese Elektroantriebs-Variante wird immer häufiger verkauft. Mit Blick auf die Zukunft investiert Bosch jedes Jahr rund 400 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung der Elektromobilität. Im Fokus steht dabei der Kundennutzen im Alltag: “Ich gehe davon aus, dass Elektroautos im Jahr 2020 eine Reichweite von mindestens 300 Kilometern haben werden”, sagte Denner”.

Bosch hat im Bereich der Elektromobilität und vor allem auch der Batterietechnik und Batterieherstellung schon erhebliche Investitionen getätigt.

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 18.9.2011 mit dem Titel “Bosch will mit Elektromobilität noch vor 2020 Gewinn machen” in “Heise online“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.9.2012 mit dem Titel  “Elektromobilität: Bosch und Samsung gehen getrennte Wege bei Batterien” in der “Financial Times Deutschland“.

Creative Commons Lizenzvertrag Zum aktuellen Stand der Elektromobilität – 1 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s