Zum aktuellen Stand der Elektromobilität – 3

Sehr gut sieht es zur Zeit auch für den kalifornischen Hersteller von Premium-Elektroautos “Tesla Motors” aus.

Tesla Motors” liefert seit einiger Zeit sein neues Modell “Tesla Model S” aus, eine Premium-Elektrolimousine, die sich anscheinend hervorragend verkauft.

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 8.8.2013 mit dem Titel “Strong sales power Tesla” in der “Financial Times“.

Es sieht sogar so aus, als wenn das “Tesla Model S” die zur Zeit meistverkaufte Premium-Limousine in den USA ist, noch vor den deutschen Premium-Limousinen von Mercedes und BMW.

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 15.5.2013 mit dem Titel “Tesla Model S is now the best-selling luxury car – with an asterisk” im US-amerikanischen Technologie-Blog “Extreme Tech“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 4.8.2013 mit dem Titel “Tesla Nabs 8% of the U.S. Luxury Car Market” in “The Motley Fool“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “As if Tesla‘s  (NASDAQ: TSLA  ) 280% stock price increase since the beginning of 2013 or becoming profitable in Q1 of this year wasn’t enough, the Electrification Coalition released a report last week stating that Tesla’s Model S made up 8.4% of the U.S. luxury automotive market in the first six months of the year.

In the first quarter of this, year Model S sales outpaced Audi A8, BMW 7-series and Mercedes S Class sales. But what’s really striking about the comparison is that Tesla is a young car company and its Model S has been selling for only about 14 months, while BMW has sold its 7-series since 1977 and Audi’s flagship A8 launched back in 1994.

Part of Tesla’s success is due to the acceptance of plug-in electric vehicles, or PEVs, among U.S. consumers and an overall bounce back in automotive sales. We first saw evidence that the U.S. luxury auto market was coming back in 2011, with spikes in sales from BMW and Mercedes. Meanwhile, the PEV business has seen more than 110,000 U.S. vehicle sales since the beginning of 2011 — including cars from Tesla, General MotorsNissan, Toyota, and others”.

Grundlage für diesen Erfolg des “Tesla Model S” waren sicherlich auch die zahlreichen euphorischen Testberichte über dieses Auto.

Auch die deutschen Autotester waren oft von dieser Elektro-Limousine begeistert.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Tesla Model S Performance 2013: Elektrolimousine im Test – American Dream” in der deutschen Automobil-Zeitschrift “Autozeitung“.

Hinzu kommt, dass dieses Auto auch noch in Punkto Sicherheit glänzt und beim Crashtest der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) Bestnoten erhalten hat.

Seht hierzu den Artikel vom 22.8.2013 mit dem Titel “Fünf NHTSA-Sterne für Elektroauto: Tesla S zerstört Crashtest-Ramme” in der Website von “n-tv“.

Und natürlich ist es – wie ich schon einmal erwähnt habe – jetzt schon wesentlich preisgünstiger, einen “Tesla Model S” mit Strom zu betanken als eine gewöhnliche Luxuslimousine mit Benzin.

Für die anderen Elektroautos gilt dies natürlich genauso: Sie sind – was das Betanken mit Strom angeht – schon jetzt im Verbrauch wesentlich preisgünstiger als konventionelle Autos mit Verbrennungsmotor, die Benzin oder Diesel brauchen.

Seht hierzu nochmals den schon einmal zitierten Artikel vom 22.5.2013 mit dem Titel “Tesla Model S: Die Revolution kann beginnen” in “FAZ.NET“.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Der Energieverbrauch belief sich im Schnitt auf 20 kWh je 100 Kilometer, sprich fünf Euro für 100 Kilometer, gerechnet mit 25 Cent je kWh”.

Insgesamt also scheint die Entwicklung der Verkaufszahlen von Elektroautos in den USA zur Zeit positiv zu verlaufen. Und dies ist wohl schon seit Beginn dieses Jahres so.

Seht hierzu unter anderem auch den Artikel vom 22.1.2013 mit dem Titel “U.S. set to become largest electric car market in the world by 2020” in den “Daily News“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 8.7.2013 mit dem Titel “June Plug-In Electric Car Sales: Year Won’t Quite Double 2012” in “Green Car Reports” (High Gear Media)

So, wie es also im Moment aussieht, wird sich in diesem Jahr 2013 die Anzahl der verkauften Elektroautos in den USA im Vergleich zum Vorjahr 2012 fast verdoppeln.

Gut sieht der Stand der Elektromobilität und der Verkauf von Elektroautos zum Beispiel auch in Norwegen aus.

Seht hierzu unter anderem den vor fünf Monaten erschienenen Artikel mit dem Titel “Norway Is Earth’s Second Electric Car Paradise” im Online-Magazin “Motherboard“.

Seht hierzu den Artikel vom 2.8.2013 mit dem Titel “E-Mobilität in Norwegen: Das verstromte Land” in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Als Autoland war Norwegen stets unbedeutend. Es gab mal einen Hersteller namens Troll, der Mitte der fünfziger Jahre insgesamt sieben Fahrzeuge fertigte, danach war die Firma pleite. Heute jedoch ist Norwegen so etwas wie das Zukunftslabor der Autobranche. Hier gibt es, prozentual gesehen, die meisten Elektroautos in Europa. Gut 11.000 E-Mobile rollen aktuell über Norwegens Straßen, bei insgesamt etwa 2,4 Millionen Pkw. Zum Vergleich: In Deutschland sind es kaum 8000 E-Modelle bei insgesamt mehr als 43 Millionen Pkw.Im April 2013 stand das Elektroauto Nissan Leaf mit 455 verkauften Modellen an zweiter Stelle der norwegischen Zulassungsstatistik – übertroffen nur vom VW Golf. Dazu muss man wissen, dass in Norwegen beide Autos etwa gleichteuer sind, umgerechnet kosten Leaf und Golf etwa 32.500 Euro.

Die Gründe dafür liegen in einer Neuordnung der Steuerregeln und Zulassungsgebühren aus dem Jahr 2009. Damals setzte die norwegische Regierung fest, dass Elektroautos von der Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent befreit sind und zudem die Zulassungs-, Import- und Zollabgaben entfallen

Allein das sind enorme Anreize für Autokäufer, sich für ein Elektrofahrzeug zu entscheiden. Es kommt aber noch besser. “Fahrer von Elektroautos müssen keine Mautgebühren zahlen, sie dürfen die Busspuren benutzen, und das öffentliche Parken und das Laden der Akkus an den aktuell etwa 4000 öffentlichen Stationen im ganzen Land ist kostenfrei”, sagt Snorre Sletvold, Geschäftsführer des Norwegischen Elektroautoverbands Norsk Elbilforening.

Vor allem im Großraum Oslo, dessen Straßen oft überlastet sind, ist die freie Fahrt auf den Busspuren ein attraktiver Kaufanreiz für ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug. “Es muss einfach sein, ein Elektroauto zu benutzen, und in Norwegen ist es einfach.” (…).

Eine Allzwecklösung ist das Elektroauto sicher nicht. Aber es kann ein Anfang zu einer umweltfreundlicheren Mobilität sein. Vorausgesetzt, der politische Wille dazu ist da. Wenn die Entwicklung in Norwegen eines deutlich macht, dann dies: Es bedarf einer konsequenten politischen Steuerung, um Elektroautos zu etablieren. “Am Anfang stand die Frage, wie sich die oft extrem schlechte Luftqualität in Oslo verbessern lässt”, sagt Sletvold. “Außerdem spielten die weltweiten Klimaschäden und auch die Lärmbelastung durch den Straßenverkehr eine Rolle.” Und als die Politik den Handlungsbedarf erkannt hatte, handelte sie auch. “Das war noch lange bevor es überhaupt einen Markt für Elektroautos in Norwegen gab.” Die Mautbefreiung für E-Modelle in in Norwegen gilt nach heutigem Stand bis 2017, die Steuervorteile bleiben vorerst bis 2018 in Kraft”.

Da im obenzitierten Spiegel-Artikel mit dem Titel “E-Mobilität in Norwegen: Das verstromte Land” ausdrücklich vom “politischen Willen” als entscheidendem Faktor bei der Förderung des Verkaufs von Elektroautos die Rede ist, stellt sich natürlich auch die Frage, wie die Elektromobilität und der Verkauf von Elektroautos in den verschiedenen Ländern konkret gefördert wird.

Martin Randelhoff hat am 19.10.2011 in seinem preisgekrönten Blog “Zukunft Mobilität” (Grimme Online Award 2012) einen Artikel mit dem Titel “Förderung von Elektroautos – eine weltweite Übersicht” veröffentlicht und den Artikel am 10.1.2012 aktualisiert.

Wie ihr dieser nach Ländern durchgeordneten Liste von Martin Randelhoff entnehmen könnt, fällt die Form und Höhe der Förderung von Elektroautos je nach Land sehr unterschiedlich aus.

In den USA sieht die staatliche Förderung von Elektroautos gemäß dem schon oben erwähnten Artikel mit dem Titel “Förderung von Elektroautos – eine weltweite Übersicht” folgendermaßen aus: “Durch den “Energy Improvement and Extension Act” aus dem Jahr 2008 und den “American Clean Energy and Security Act” (ACES) aus dem Jahr 2009 wurde die Förderung von Plug-in Elektrofahrzeugen geregelt. Um förderfähig zu sein, muss die Batterie eine Mindestkapazität von 5 kWh aufweisen und über eine externe Stromquelle mit Energie versorgt werden.

Die Steuerersparnis beträgt 2.500 Dollar plus 417 Dollar für jede Kilowattstunde Kapazität über der 5kW-Grenze. Die maximale Steuerersparnis liegt bei 7.500 Dollar. Der Nissan Leaf und der Chevrolet Volt besitzen die notwendige Kapazität um den vollen Steuerrabatt zu erhalten.

Für umgerüstete Fahrzeuge beträgt die Steuererleichterung maximal 4.000 Dollar. Gefördert werden bis zu zehn Prozent der Umbaukosten.

Für den Kauf und die Inbetriebnahme einer persönlich genutzten Ladestation konnten bis Ende 2010 50 Prozent der Kosten abgesetzt werden (maximal 2.000 Dollar). Unternehmen konnten für die Errichtung größerer Ladestationen bis zu 50.000 Dollar steuerlich absetzen. Im Jahr 2011 sank die steuerliche Absetzbarkeit auf 30 Prozent. Privatpersonen können nun maximal 1.000 Euro und Unternehmen maximal 30.000 Dollar absetzen.

Sonderfall Kalifornien

In Kalifornien existiert eine Förderung für Elektrofahrzeuge bzw. Null-Emissions-Fahrzeuge bereits seit einigen Jahren. Für Elektrofahrzeuge, Plug-In Hybridfahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge egal ob PKW, LKW oder Motorrad werden staatliche Zuschüsse unterschiedlicher Höhe (für kommerziell genutzte Groß-Elektrofahrzeuge bis zu 20.000 Dollar) gewährt. Ein Tesla Roadster wird mit 2.500 Dollar gefördert, ein Smart USA 2011 ED Cabriolet / Coupe mit 2.000 Dollar.

2010 wurden 213 Fahrzeuge gefördert. Für das Jahr 2011 stehen 2,3 Millionen Dollar Fördergelder zur Verfügung.

In verschiedenen anderen Bundesstaaten stehen ebenfalls Kaufzuschüsse, Steuerrabatte, reduzierte Zulassungsgebühren sowie zahlreiche Sonderberechtigungen (Befahren von Busspuren o.ä.) zur Verfügung”.

Die USA (oder genauer: Die aktuelle US-Regierung unter Barack Obama) haben sich in Sachen Elektromobilität ambitionierte Ziele gesetzt.

Die Obama-Administration will bis zum Jahre 2015 eine Million Elektroautos auf den amerikanischen Straßen fahren lassen.

Seht hierzu das PDF mit dem Titel “One Million Electric Vehicles by 2015” vom “Department of Energy“.

Seht hierzu auch das PDF mit dem Titel “FACT SHEET: President Obama’s Plan to Make the U.S. the First Country to Put 1 Million Advanced Technology Vehicles on the Road“.

Seht zum Thema der Förderung von Elektroautos (gerade auch in den USA) den englischen Wikipedia-Artikel “Government incentives for plug-in electric vehicles“.

Wenn ihr wissen wollt, wie der Stand der Elektromobilität jeweils nach Ländern aussieht, so seht hierzu auch den englischen Wikipedia-Artikel “Electric car use by Country“. Dieser Artikel bietet zugleich eine Art internationalen Vergleich hinsichtlich des Gebrauchs und der Verkaufszahlen von Elektroautos.

Hinsichtlich des Stands der Elektromobilität in Japan gibt es einen englischen Wikipedia-Artikel mit dem Titel “Plug-in electric vehicles in Japan“.

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