Die Titelstory des Spiegel 34/2013: “Die Attacke. Wie der VW-Konzern die Welt überrollt” – Ein alter Hut – 2

Auch die japanischen Autohersteller schlagen sich auf dem amerikanischen Markt zur Zeit anscheinend bestens.

Seht hierzu auch den Artikel vom 1.8.2013 mit dem Titel “GM, Honda and Toyota Lead U.S. Auto Sales Gains in July” in “Bloomberg“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “General Motors Co. (GM), Honda Motor Co. and Toyota Motor Corp. (7203) led automakers reporting U.S. vehicle sales gains for July, extending a resurgence that’s putting the market on course for its best year since 2007.GM deliveries rose 16 percent, with all four of its brands advancing, while Honda’s climbed 21 percent and Toyota’s increased 17 percent to surpass Ford Motor Co. (F) for the month. Light vehicle sales for Ford, Chrysler Group LLC and Nissan Motor Co. all gained 11 percent”.

Vor allem bei Toyota sieht es zur Zeit anscheinend wirklich gut aus. Dieser japanische Hersteller hat sich – was die Gewinnmarge angeht – mittlerweile weltweit an die Spitze der Massenhersteller vorgearbeitet.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “So viel verdienen die Autohersteller pro Fahrzeug” in “Die Welt“.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 “Profit-Könige der Autohersteller: Was die Autobauer an einem Wagen verdienen” in “Focus“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Gewinn pro Auto: Toyota erfolgreichster Massenhersteller” in “DiePresse.com“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Toyota verdient pro Auto mehr als alle anderen” in “Süddeutsche.de“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 2.8.2013 mit dem Titel “Toyota lässt Konkurrenz mit Gewinn erblassen” in “Reuters Deutschland“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online“.

Tja, das sieht wirklich nicht schlecht aus zur Zeit für Toyota und damit auch für Japan. Denn Toyota ist jetzt knapp hinter dem Weltmarktführer GM (General Motors) der zweitgrößte Autobauer der Welt an Stückzahlen gemessen.

Wir erfahren im obenerwähnten Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online” unter anderem: “In der 2. Jahreshälfte dürften sich Toyota und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltmarktführung liefern. Als weltweit erster Autobauer wollen die Japaner in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Autos montieren. Die Weltproduktion soll auf 10,12 Millionen Stück steigen, 180 000 mehr als bislang vorhergesagt.

Doch im abgelaufenen Vierteljahr verkaufte General Motors erstmals seit 2011 mehr Fahrzeuge als Toyota. Im 1. Halbjahr 2013 sank der Absatz der Toyota-Gruppe um 1,2 Prozent auf 4,91 Millionen Stück. GM lag mit 4,85 Millionen Stück (+4 Prozent) bereits dicht dahinter, gefolgt von Volkswagen mit knapp 4,7 Millionen Stück (+5,5 Prozent). Vor allem der starke US- und China-Markt könnte das Überholmanöver von GM zum Erfolg machen. So verkaufte GM in den USA im Juli mit 234 000 Stück 21 Prozent mehr Autos als Toyota”.

Diese sehr gute Entwicklung bei Toyota und den anderen japanischen Automobilherstellern hängt sicherlich auch mit den sogenannten “Abenomics” zusammen, die sich auf die japanische Wirtschaftsentwicklung ganz offensichtlich positiv auswirken.

Zu den “Abenomics” habe ich schon im Juni dieses Jahres einen Blogartikel mit dem Titel “Zu den `Abenomics´ in Japan” verfasst.

Tja, in Japan und den USA sieht es für die Autohersteller dieser Länder also zur Zeit wirklich gut aus.

Das liegt nicht zuletzt gerade auch am derzeit boomenden Automobilmarkt in den USA und auch in China, wobei die chinesische Wirtschaft zur Zeit anscheinend im Vergleich zu früher etwas schwächelt.

Die Wachstumsraten in China sind jetzt anscheinend nicht mehr so extrem hoch wie früher. 

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 11.8.2013 mit dem Titel “Ernüchterung in China: Langsameres Wachstum für Schwellenländer” in “FAZ.net“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.7.2013 mit dem Titel “Wirtschaftswachstum verlangsamt sich erneut: 7,5 % – für chinesische Verhältnisse wenig” in “tagesschau.de“.

Doch zur Zeit läuft der Automobilmarkt in den USA bestens und in China ist wohl selbst bei einem kleineren Wachstum von ca. 7.5% der Automobilmarkt sicherlich dennoch ein lukrativer Automobilmarkt und bietet immer noch erhebliche Verkaufsmöglichkeiten für die europäischen, japanischen und amerikanischen Automobilhersteller.

Was den derzeit boomenden amerikanischen Automobilmarkt angeht, so seht hierzu auch den Artikel vom 6.8.2013 mit dem Titel “GM Says Industry Vehicle Sales May Exceed 15.5 Million” in “Bloomberg“.

Soweit meine Ausführungen in meinen Blogartikel vom August 2013 “Die Entwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt seit Ende März 2013 – 2“.

Auf dem europäischen Automobilmarkt ging es hingegen in den letzten Monaten weiterhin kräftig bergab.

Zur Krise auf dem europäischen Automobilmarkt seht unter anderem nochmals meinen Blogartikel vom März 2013 “Zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA“.

Seht hierzu auch nochmals meinen Blogartikel vom August 2013 “Die Entwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt seit Ende März“.

Warum das Magazin “Der Spiegel” jetzt nochmals mit dieser alten Geschichte kommt (die das “Wall Street Journal” schon im November 2012 ganz klar analysiert hatte: Seht hierzu nochmals den Artikel vom 14.11.2012 mit dem Titel “Eurokrise ebnet VW den Weg zur Herrschaft“) und die hier im markigen und kriegerischen Ton präsentiert wird, weiß ich nicht.

Ich habe diese 10seitige Titelstory mit dem Titel “Die Attacke. Wie der VW-Konzern die Welt überrollt” gerade eben durchgelesen und sie bietet außer langatmigem Gequatsche und atmosphärischen Impressionen über den “Wolfsburger Weltkonzern” und seinem “HerrscherMartin Winterkorn nur wenige harte Zahlen und Daten. Offensichtlich sollen hier dem vor Ehrfurcht erschauernden Spiegel-Leser “vertraulich” anmutende Einblicke in das “kolossale” VW-Imperium gewährt werden, wobei Martin Winterkorn anscheinend die Rolle des “Darth Vader” einnimmt und Ferdinand Piëch die des “Imperators“.

Nun, was soll´s. Hierzu übrigens ein witziges Video mit dem Titel “Virales Marketing in  Stuttgart“. Vielleicht hat mal jemand Lust, eine Wolfsburger Variante dieses Videos zu produzieren.

Ich selbst weiß allerdings, warum ich schon seit Monaten kaum mehr etwas zur Eurokrise schreibe. Die Sache langweilt mich mittlerweile und im Grunde habe ich aus meiner Sicht schon längst alles dazu gesagt. Und Überraschungen erwarte ich hier keine mehr.

Mir macht es mittlerweile wesentlich mehr Spaß, über die wirtschaftliche Entwicklung zum Beispiel in den USA oder in Japan zu schreiben. In diesen Ländern ist die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich dynamischer und vor allem auch positiver und teilweise auch überraschend.

So kommen zu Beispiel die Erfolge der “Abenomics” in Japan seit Beginn des Jahres überraschend schnell und teilweise auch auf recht durchschlagende Weise.

Seht hierzu nochmals meinen Blogartikel mit dem Titel “Zu den `Abenomics´ in Japan” und meinen Blogartikel “Die Entwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt seit Ende März 2013 – 2“.

Was die Eurozone angeht, so ist hier – bei Weiterführung der bisherigen Krisenpolitik – wenn überhaupt nur langsam eine Besserung zu erwarten.

Und speziell für die südeuropäischen PIIGS-Staaten (Griechenland, Portugal, Spanien und Italien) sehe ich ziemlich schwarz. Die werden sich – bei Beibehaltung der bisherigen widersinnigen Austeritätspolitik – wenn überhaupt nur ganz langsam und unter großen Schmerzen wieder hocharbeiten, wobei diese Schmerzen natürlich nicht die jeweilige reiche Oberschicht in diesen Ländern betreffen, sondern einzig und allein die jeweilige Unter- und Mittelschicht. Das sollte man ehrlicherweise hinzufügen.

Creative Commons Lizenzvertrag Die Titelstory des Spiegel 34/2013: “Die Attacke. Wie der VW-Konzern die Welt überrollt” – Ein alter Hut – 2 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

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