Die Entwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt seit Ende März 2013 – 2

Natürlich hat diese Negativentwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt auch Auswirkungen auf den deutschen Export insgesamt.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 8.7.2013 mit dem Titel “Außenhandel: Deutsche Exporte im Sinkflug” in der Website der “Deutschen Welle“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die deutschen Exporte sind im Mai so kräftig gesunken wie seit Ende 2009 nicht mehr. Sie fielen um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. “Dies ist der größte Rückgang seit Dezember 2009”, sagte ein Statistiker. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Minus von 0,4 Prozent erwartet, nachdem es im April ein Wachstum von 1,4 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 88,2 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 4,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders schwach liefen die Geschäfte mit den Euro-Ländern: Hier gab es ein Minus von 9,6 Prozent.

Wir haben eine Schwäche in der Eurozone und nun zusätzlich eine Schwäche in vielen Schwellenländern wie China. Die USA als Lokomotive alleine reichen nicht aus, um das für die deutschen Exporte auszugleichen”, sagte der Ökonom Christian Schulz in einem Interview”.

Tja, es sieht zur Zeit also wirklich nicht gerade großartig aus für die europäische und teilweise auch deutsche Automobilindustrie und nicht zuletzt auch für den deutschen Export.

Man sollte zum Vergleich hier vielleicht auch mal einen Blick auf die aktuelle Lage bei den amerikanischen und japanischen Automobilherstellern werfen.

Die Lage der amerikanischen Automobilhersteller hat sich schon seit längerer Zeit zunehmend immer weiter gebessert.

Seht hierzu unter anderem meinen Blogartikel “GM is Making a Remarkable Comeback – 1” und meinen nachfolgenden Blogartikel “GM is Making a Remarkable Comeback – 2“.

Bei den amerikanischen Automobilherstellern sind in den letzten Monaten die Verkäufe weiterhin kräftig gestiegen.

Seht hierzu auch den Artikel vom 1.8.2013 mit dem Titel “GM sales climb 16% in July; Ford, Chrysler up 11%” in “USA Today“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Detroit’s Big 3 automakers saw a strong sales performance in July. General Motors, the largest of the three, saw a 16% sales gain. Ford and Chrysler are both reporting 11% sales gains for July, making it one of the best performing months in years”.

Auch die japanischen Autohersteller schlagen sich auf dem amerikanischen Markt zur Zeit anscheinend bestens.

Seht hierzu auch den Artikel vom 1.8.2013 mit dem Titel “GM, Honda and Toyota Lead U.S. Auto Sales Gains in July” in “Bloomberg“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “General Motors Co. (GM), Honda Motor Co. and Toyota Motor Corp. (7203) led automakers reporting U.S. vehicle sales gains for July, extending a resurgence that’s putting the market on course for its best year since 2007.GM deliveries rose 16 percent, with all four of its brands advancing, while Honda’s climbed 21 percent and Toyota’s increased 17 percent to surpass Ford Motor Co. (F) for the month. Light vehicle sales for Ford, Chrysler Group LLC and Nissan Motor Co. all gained 11 percent”.

Vor allem bei Toyota sieht es zur Zeit anscheinend wirklich gut aus. Dieser japanische Hersteller hat sich – was die Gewinnmarge angeht – mittlerweile weltweit an die Spitze der Massenhersteller vorgearbeitet.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “So viel verdienen die Autohersteller pro Fahrzeug” in “Die Welt“.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 “Profit-Könige der Autohersteller: Was die Autobauer an einem Wagen verdienen” in “Focus“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Gewinn pro Auto: Toyota erfolgreichster Massenhersteller” in “DiePresse.com“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Toyota verdient pro Auto mehr als alle anderen” in “Süddeutsche.de“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 2.8.2013 mit dem Titel “Toyota lässt Konkurrenz mit Gewinn erblassen” in “Reuters Deutschland“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online“.

Tja, das sieht wirklich nicht schlecht aus zur Zeit für Toyota und damit auch für Japan. Denn Toyota ist jetzt knapp hinter dem Weltmarktführer GM (General Motors) der zweitgrößte Autobauer der Welt an Stückzahlen gemessen.

Wir erfahren im obenerwähnten Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online” unter anderem: “In der 2. Jahreshälfte dürften sich Toyota und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltmarktführung liefern. Als weltweit erster Autobauer wollen die Japaner in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Autos montieren. Die Weltproduktion soll auf 10,12 Millionen Stück steigen, 180 000 mehr als bislang vorhergesagt.

Doch im abgelaufenen Vierteljahr verkaufte General Motors erstmals seit 2011 mehr Fahrzeuge als Toyota. Im 1. Halbjahr 2013 sank der Absatz der Toyota-Gruppe um 1,2 Prozent auf 4,91 Millionen Stück. GM lag mit 4,85 Millionen Stück (+4 Prozent) bereits dicht dahinter, gefolgt von Volkswagen mit knapp 4,7 Millionen Stück (+5,5 Prozent). Vor allem der starke US- und China-Markt könnte das Überholmanöver von GM zum Erfolg machen. So verkaufte GM in den USA im Juli mit 234 000 Stück 21 Prozent mehr Autos als Toyota”.

Diese sehr gute Entwicklung bei Toyota und den anderen japanischen Automobilherstellern hängt sicherlich auch mit den sogenannten “Abenomics” zusammen, die sich auf die japanische Wirtschaftsentwicklung ganz offensichtlich positiv auswirken.

Zu den “Abenomics” habe ich schon im Juni dieses Jahres einen Blogartikel mit dem Titel “Zu den `Abenomics´ in Japan” verfasst.

Tja, in Japan und den USA sieht es für die Autohersteller dieser Länder also zur Zeit wirklich gut aus.

Das liegt nicht zuletzt gerade auch am derzeit boomenden Automobilmarkt in den USA und auch in China, wobei die chinesische Wirtschaft zur Zeit anscheinend im Vergleich zu früher etwas schwächelt.

Die Wachstumsraten in China sind jetzt anscheinend nicht mehr so extrem hoch wie früher. 

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 11.8.2013 mit dem Titel “Ernüchterung in China: Langsameres Wachstum für Schwellenländer” in “FAZ.net“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.7.2013 mit dem Titel “Wirtschaftswachstum verlangsamt sich erneut: 7,5 % – für chinesische Verhältnisse wenig” in “tagesschau.de“.

Doch zur Zeit läuft der Automobilmarkt in den USA bestens und in China ist wohl selbst bei einem kleineren Wachstum von ca. 7.5% der Automobilmarkt sicherlich dennoch ein lukrativer Automobilmarkt und bietet immer noch erhebliche Verkaufsmöglichkeiten für die europäischen, japanischen und amerikanischen Automobilhersteller.

Was den derzeit boomenden amerikanischen Automobilmarkt angeht, so seht hierzu auch den Artikel vom 6.8.2013 mit dem Titel “GM Says Industry Vehicle Sales May Exceed 15.5 Million” in “Bloomberg“.

Auf dem europäischen Automobilmarkt hingegen sieht es weiterhin mau aus und es ging mit dem Automobilverkauf in Europa auch in den letzten Monaten weiterhin munter abwärts. Gut ist das nicht.

Mich selbst überrascht diese Sache allerdings wenig.

Wie meine Leser wohl mittlerweile meist wissen, war ich nie ein Fan der Austeritätspolitik Angela Merkels und Wolfgang Schäubles in den europäischen Krisenstaaten (den sogenannten PIIGS-Staaten).

Zum Thema Eurokrise und Austeritätspolitik könnt ihr zahlreiche Artikel in meinem Blog finden. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis meines Blogs genügt, um hier fündig zu werden.

Deshalb wundert es mich auch wenig, dass der Automobilmarkt nicht zuletzt gerade auch in Südeuropa völlig zusammengeklappt ist. Denn dort ist das Gros der PIIGS-Staaten aufzufinden: Griechenland, Portugal, Spanien und Italien.

Creative Commons Lizenzvertrag Die Entwicklung auf dem europäischen Automobilmarkt seit Ende März 2013 – 2 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s