Zu den “Abenomics” in Japan – 4

Was nun die japanischen Automobilhersteller angeht, so seht hierzu auch den Artikel vom 4.6.2013 mit dem Titel “Automobilbranche: Japans Autobauer sind zurück“, ebenfalls in der Website der “Deutschen Welle“.

In diesem Artikel erfahren wir unter anderem: “Die deutsche Vorzeigebranche schrumpft. Um rund drei Prozent ist der Umsatz der deutschen Autobauer im ersten Quartal dieses Jahres zurückgegangen. Ganz anders hingegen zeigt sich Japan: Nach einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young ist der Umsatz bei den japanischen Autobauern um sechs Prozent gestiegen und betrug im ersten Quartal 111 Milliarden Euro – und das sogar bei rückläufigen Verkäufen. Damit ist die japanische Karrosseriebranche auch deutlich effizienter als die deutsche.

Als Grund für die unterschiedliche Entwicklung in Japan und Deutschland nennen die Wirtschaftsprüfer und Berater den schwachen Yen und Europas anhaltende Absatzkrise. In Folge der Eurokrise sind viele Verbraucher in Deutschland verunsichert. So ging die Zahl der Neuzulassungen von Januar bis Mai um rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück”.

Und zu den “Abenomics” seht den Artikel vom 17.5.2013 mit dem Titel “Wachstum: Starke Wirtschaft, starkes Japan“, ebenfalls in der Website der “Deutschen Welle“.

Nun, es ist sicherlich noch zu früh, um abschließend über die “Abenomics” zu urteilen. Dieser Ansicht ist ja auch Paul Krugman.

Seht hierzu nochmals seinen Artikel vom 23.5.2013 mit dem Titel “Japan the Model” in seiner Kolumne in der “New York Times“.

Aber die Erfolge der “Abenomics” im ersten Quartal 2013 (ein Wirtschaftswachstum von + 3,5%) sind beindruckend und die “Abenomics” sehen zumindest im Moment recht vielversprechend aus.

Warten wir also ab, wie sich Japan unter dem Programm von Shinzō Abe weiterentwickelt. Und sollten die “Abenomics” auf Dauer tatsächlich durchschlagenden Erfolg haben, könnten sie auch zum Modell für andere Länder und Währungsräume werden, natürlich nicht zuletzt auch für die USA und im Prinzip auch für die Eurozone (sollten die deutschen neoliberalen Austeritätsfanatiker irgendwann einmal zur Besinnung kommen, wonach es zur Zeit allerdings leider nicht aussieht).

PS: Ein Nachtrag vom 7.8.2013: Toyota hat sich – was die Gewinnmarge angeht – mittlerweile weltweit an die Spitze der Massenhersteller vorgearbeitet.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “So viel verdienen die Autohersteller pro Fahrzeug” in “Die Welt“.

Seht hierzu den Artikel vom 7.8.2013 “Profit-Könige der Autohersteller: Was die Autobauer an einem Wagen verdienen” in “Focus“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 7.8.2013 mit dem Titel “Gewinn pro Auto: Toyota erfolgreichster Massenhersteller” in “DiePresse.com“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online“.

Tja, das sieht nicht schlecht aus zur Zeit für Toyota und damit auch für Japan. Denn Toyota ist jetzt knapp hinter dem Weltmarktführer GM (General Motors) der zweitgrößte Autobauer der Welt an den Stückzahlen gemessen.

Wir erfahren im obenerwähnten Artikel vom 5.8.2013 mit dem Titel “Toyota-Rekordgewinn dank besonderer Umstände” in der Website “Japan Markt online” unter anderem: “In der 2. Jahreshälfte dürften sich Toyota und GM ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Weltmarktführung liefern. Als weltweit erster Autobauer wollen die Japaner in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Autos montieren. Die Weltproduktion soll auf 10,12 Millionen Stück steigen, 180 000 mehr als bislang vorhergesagt.

Doch im abgelaufenen Vierteljahr verkaufte General Motors erstmals seit 2011 mehr Fahrzeuge als Toyota. Im 1. Halbjahr 2013 sank der Absatz der Toyota-Gruppe um 1,2 Prozent auf 4,91 Millionen Stück. GM lag mit 4,85 Millionen Stück (+4 Prozent) bereits dicht dahinter, gefolgt von Volkswagen mit knapp 4,7 Millionen Stück (+5,5 Prozent). Vor allem der starke US- und China-Markt könnte das Überholmanöver von GM zum Erfolg machen. So verkaufte GM in den USA im Juli mit 234 000 Stück 21 Prozent mehr Autos als Toyota”.

Tja, in Japan und den USA sieht es für die Autohersteller dieser Länder zur Zeit wirklich nicht schlecht aus.

Das liegt nicht zuletzt gerade auch am derzeit boomenden Automobilmarkt in den USA und auch in China, wobei die chinesische Wirtschaft zur Zeit anscheinend im Vergleich zu früher etwas schwächelt.

Die Wachstumsraten in China sind jetzt anscheinend nicht mehr so extrem hoch wie früher. 

Seht hierzu unter anderem den Artikel vom 11.8.2013 mit dem Titel “Ernüchterung in China: Langsameres Wachstum für Schwellenländer” in “FAZ.net“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.7.2013 mit dem Titel “Wirtschaftswachstum verlangsamt sich erneut: 7,5 % – für chinesische Verhältnisse wenig” in “tagesschau.de“.

Aber dennoch läuft zur Zeit der Automobilmarkt in den USA bestens und in China ist wohl auch bei einem kleineren Wachstum von ca. 7.5% der Automobilmarkt sicherlich dennoch lukrativ und bietet immer noch erhebliche Verkaufsmöglichkeiten für die europäischen, japanischen und amerikanischen Automobilhersteller

Leider kann man von der Eurozone nicht das Gleiche behaupten. Hier liegt der Automobilmarkt so ziemlich am Boden, und zwar schon seit geraumer Zeit.

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