Zum Tode Margaret Thatchers – 3

Man darf natürlich nicht vergessen, dass viele Leute einfach neidisch auf “Arnie” sind. Wer kann schon auf eine vergleichbare Karriere wie der klassische “Self-made man” Arnold Schwarzenegger verweisen? Die meisten Leute aus durchschnittlichem Hause (“Arnie” ist der Sohn eines Polizisten) schaffen es nicht mal aus ihrem eigenen Land raus, geschweige denn, dass sie in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundestaat der USA, erst zum Sportidol, dann zum Hollywood-Star und schliesslich auch noch zum Gouverneur werden.

Insofern muss “Arnie” also bis heute damit leben, dass viele Idioten (oft auch unsportliche Schlaffsäcke mit Minderwertigkeitskomplexen) ihm bis heute den Erfolg nicht gönnen.

In Österreich selbst wurde Arnold Schwarzenegger lange als sogenannter “Kraftlackl” verlacht. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 4.10.2010 mit dem Titel “Der Kraftlackl im falschen Trikot” in den “Niederösterreichischen Nachrichten“.

Der Erfolg kam erst, als Arnold Schwarzenegger nach Kalifornien ging, ein Land, das seit jeher für seine praktisch unbeschränkten Möglichkeiten für begabte Individualisten berühmt ist. In Kalifornien schaffte ein Sportler wie Arnold Schwarzenegger den Durchbruch. Computerexperten und Unternehmer wie zum Beispiel der mittlerweile verstorbene Steve Jobs (Apple) wurden in Kalifornien zur Legende. Legendär in Kalifornien ist zum Beispiel auch Elon Musk, der unter anderem Tesla Motors leitet, die kalifornische Vorreiterfirma (Firmensitz: Palo Alto) im Bereich Elektromobilität.

Seit einiger Zeit steigen auch deutsche Firmen in diesen Bereich ein, der sich zu einem wichtigen Zukunftsmarkt entwickeln dürfte. So wird der deutsche Automobilhersteller BMW demnächst den BMW i3 auf den Markt bringen. Seht hierzu auch den Artikel vom 18.4.2013 mit dem Titel “BMW i3: Die leise Revolution” in der “FAZ“. Tesla Motors bietet schon seit dem Jahre 2008 den Sportwagen Tesla Roadster mit über 280 PS an. Das Tesla Model S und das Tesla Model X sollen demnächst folgen.

Auch Bosch-Geschäftsführer Bernd Bohr (Vorsitzender Bereich Kraftfahrzeugtechnik) ist überzeugt, dass die Elektromobilität auf kurz oder lang kommen wird, selbst wenn die potentiellen Kunden bisher verhalten auf die Entwicklungen in diesem Bereich reagieren. Seht hierzu den Artikel vom 8.1.2013 mit dem Titel “Bosch-Chef Bernd Bohr: `Elektromobilität wird kommen´” im “Manager-Magazin“. Bosch hat in diesem Bereich auch schon erhebliche Investititionen getätigt, wie man unter anderem diesem Artikel mit dem Titel “Bosch-Chef Bernd Bohr: `Elektromobilität wird kommen´” entnehmen kann.

Eine grosse Rolle könnte die Elektromobilität in Zukunft auch in China spielen. Dieses Land ist im Prinzip mit ca. 1,35 Milliarden Menschen massiv bevölkert oder sogar überbevölkert. Seht hierzu den Eintrag mit dem Titel “Bevölkerung in China” in “Statista“. Owohl die meisten Chinesen immer noch kein Auto haben, leiden die chinesischen Großstädte schon jetzt unter einer massiven Luftverschmutzung.

Daher könnte die Elektromobilität gerade auch in China in Zukunft eine grosse Bedeutung bekommen und die chinesische Führung will daher wohl schon seit einigen Jahren die Elektromobilität in China fördern. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 9.4.2013 mit dem Titel “Elektromobilität in China: Mehr Förderung gegen dicke Luft” in “Focus“. Seht hierzu auch den interessanten Artikel vom 22.4.2013 mit dem Titel “Elektroträume der Autokonzerne geerdet” in “heise online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Vor vier Jahren hatte China den Rummel um die Elektromobilität mit ausgelöst, doch gerade die Entwicklung auf dem größten Automarkt der Welt enttäuschte. Vollmundig hatte die Regierung in Peking damals angekündigt, bis 2012 in 25 Pilotstädten mehr als 50.000 Elektroautos auf die Straße zu bringen. Doch waren es am Ende weniger als die Hälfte. Nur 4400 wurden auch von Privatkunden gekauft. Der Rest ging an Taxiunternehmen oder andere Flotten.

Auch in Deutschland gab es eine Fehlzündung beim Start ins Elektro-Zeitalter. 2012 entfielen nur 1,3 Prozent der Neuzulassungen auf alternative Antriebe, darunter nur knapp 3000 Elektro-Autos. Das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 ist in Gefahr. Es gibt daher immer wieder Forderungen nach Subventionen – die die Bundesregierung bisher aber ablehnt.

In China dagegen winken Käufern attraktive Zuschüsse bis zu 60.000 Yuan (mehr als 7000 Euro) und erleichterte Zulassungen in Metropolen wie Peking, Shanghai oder Kanton, die sonst ihre Autozahl beschränken. Bisher ohne Erfolg. Der China-Chef von Volkswagen, Jochem Heizmann, bescheinigt China “eine Diskrepanz zwischen Zielen und der wirklichen Situation”. Es fehle die Infrastruktur. “Wo kann ich mein Auto aufladen?”, frage der Kunde. “Für die private Nutzung ist es wirklich schwierig, ein rein elektrisches Auto zu benutzen.”

Ungeachtet der Ernüchterung kurbeln die Autokonzerne aber die Entwicklung der Elektroautos an. Da alles Öl der Welt nicht ausreichen wird, wenn das Milliardenvolk in China eines Tages eine auch nur halbwegs ähnliche Motorisierung wie Europa haben sollte, geht ohnehin kein Weg an Elektromobilität vorbei. Auch verschärft China die Anforderungen an Autobauer für die Verringerung des Verbrauchs ihrer gesamten Modellflotte. Da helfen E-Autos ungemein” (Fettdruck von mir!).

Um auf die Vorreiterrolle Kaliforniens zurückzukommen: Palo Alto (wo sich auch das weltberühmte “Mental Research Institute” – MRI – befindet) ist Teil der San Francisco Bay Area, zu der auch das sogenannte Sillicon Valley mit seiner massiven und einzigartigen Konzentration an High-Tech-Firmen gehört (unter anderem Intel, Google, AMD, Adobe, Symantec, Yahoo, eBay, Nvidia, Hewlett-Packard, Oracle, Cisco Systems, Facebook Inc, amazon.com, Dell und Apple).

Der Pionier- und Unternehmergeist ist Teil des kalifornischen “way of life” und die San Francisco Bay Area ist eine der technologisch hochentwickeltsten Regionen der Erde und nimmt auch im Hinblick auf den sozialen Wandel in unseren Gesellschaften eine Vorreiterrolle ein. Der erste offen homosexuelle Politiker in den USA war Harvey Milk (1930-1978), der im Jahre 1977 zu einem der Stadträte San Franciscos ernannt wurde.

Um auf Arnold Schwarzenegger zurückzukommen: Es war der legendäre, mittlerweile verstorbene Bodybuilding-Pionier Joe Weider, der Arnold Schwarzeneggers Talent erkannte und ihn im Jahre 1968 nach Kalifornien holte und dort zum Star-Bodybuilder aufbaute. In Kalifornien war die Etablierung des Bodybuildings als Leistungssport damals schon wesentlich weiter entwickelt als in Europa.

Um nun auf das Thema der “Eisernen Lady” zurückzukommen: Es gibt “eiserne Menschen“, ohne Zweifel. Reinhold Messner und Arnold Schwarzenegger sind klassische Beispiele hierfür. Es sind Menschen, die aufgrund ihrer Willenskraft absolut alles erreichen können, was sie sich vorgenommen haben und sich selbst das absolute Maximum abverlangen.

Aber grossmäulige konservative PolitikerInnen wie Margaret Thatcher und George W. Bush, die zum Zweck des Prestigegewinns die Soldaten ihres Landes in unnötige Kriege schicken und selbst nie in einem Krieg gekämpft haben, gehören für mich nicht zu den “eisernen” Menschen.

Über George W. Bush erfahren wir im entsprechenden Wikipedia-Artikel über diesen ehemaligen amerikanischen Präsidenten: “Bush verpflichtete sich 1968 für sechs Jahre bei der Nationalgarde. Bei der Air National Guard in Texas wurde er Leutnant, Pilot und Führer einer Staffel F-102 Delta Daggers. Da die Nationalgarde zu dieser Zeit vorwiegend im Inland eingesetzt wurde, sah sich Bush später mit dem Vorwurf konfrontiert, sich damit einem Einsatz in Vietnam entzogen zu haben und wurde daher draft dodger gescholten („ein sich der Einberufung Entziehender“), bei patriotischen Amerikanern alles andere als ein Ehrentitel. Dies war jedoch damals nicht nur unter Politikersöhnen eine durchaus verbreitete Praxis (sein Vater war damals Kongressabgeordneter im Repräsentantenhaus)”.

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