Die USA und der drohende Sturz von der sogenannten “Fiskalklippe” – 6

Seht hierzu auch den Artikel vom 26.11.2012 mit dem Titel Paul Krugman: Fiscal Cliff Actually An ‘Austerity Bomb’” in der “Huffington Post“.

Was nun den aktuellen Stand der Dinge und die jetzt eventuell noch verbleibenden Optionen angeht, so seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 23.12.2012 mit dem Titel “Szenarien zur US-Fiskalklippe: Schachern am Abgrund” im “Manager Magazin“.

Tja, so sieht es aus. Das alles ist der schiere Wahnsinn und die reine Unvernunft und zugleich kaltblütige Interessenpolitik für eine kleine, reiche Oberschicht. Aber es ist die Welt, in der wir alle leben.

Am 25.12.2012 erschien ein Artikel mit dem Titel “Fiscal Cutoff Would Pinch at First, Then Get Steadily Worse” in der “New York Times“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Quick action by President Obama and Congress could still help the economy escape the full impact of hundreds of billions in tax increases and automatic spending cuts set to take effect shortly after the last minutes of 2012 tick away next week. But if the deadlock in Washington persists much longer than a few weeks, the consequences will quickly mount, economists warn.

Until late last week, most observers had expected the president and Congressional Republicans to come up with at least a short-term compromise before the year-end deadline. But the failure of Speaker John A. Boehner to win support for tax increases on the wealthiest Americans from fellow House Republicans has forced many economic observers to reconsider what might happen if political leaders remain deadlocked into 2013. (…).

In the meantime, more observers are contemplating what the impact will be if Washington ignores the year-end deadline and waits until January or February to act.

“It’s still possible they will work something out by the end of the year, but the probability seems reasonably high that we may go into January with no agreement,” said Dean Maki, chief United States economist at Barclays Capital. “But the longer this goes on, the more nervous I get about first-quarter growth. If negotiations were to linger into March, then the first quarter could be much weaker.”       

If the impasse lasted even longer and the full force of more than $500 billion in tax increases and spending cuts hit the economy, the Congressional Budget Office predicts the country would slip into recession in the first half of 2013, with unemployment rising to 9.1 percent by the fourth quarter of 2013. But for all the pessimism recently, most observers still think a compromise will be reached, even if it takes a few more weeks. (,..).

Michelle Meyer, senior United States economist at Bank of America Merrill Lynch, said there is a 40 percent chance of what she calls a “bungee-jump over the fiscal cliff,” with Congress failing to act until after Jan. 1 but eventually averting the full package of tax increases and spending cuts by mid-January. If that were to happen, she predicts a steep sell-off on Wall Street, which would quickly force political leaders to compromise.

Over all, Ms. Meyer estimates that the economy will grow by just 1 percent in the first quarter of 2013, well below the 3.1 percent pace recorded in the third quarter of 2012. (…).

Indeed, the economy has been showing signs of life recently. Unemployment in November sank to 7.7 percent, a four-year low. Consumer spending has been picking up, and the housing market has continued to recover in many parts of the country. Overseas worries like slowing growth in China and recession in Europe have also faded.       

Those trends have encouraged some observers, like Steve Blitz, chief economist at ITG Investment Research. He estimates that the economy will grow by nearly 2.5 percent in the first quarter if Washington comes up with even a modest compromise. In the absence of a deal, the pace of growth would be more like 1 percent, he said.       

“I don’t think that not having a deal going into the new year is all that critical,” Mr. Blitz said. “It doesn’t mean you will immediately go into a recession.”

Weiterhin erschien am 25.12.2012 ein Artikel mit dem Titel “Obama to Leave Hawaiian Vacation Early to Work on Fiscal Deal” in der “New York Times“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “President Obama is planning to cut his Christmas vacation short and return to Washington to make a last-ditch push for a compromise on a tax and spending dispute that remains stubbornly unresolved.

The White House said Tuesday that the president would leave Wednesday night. His family, however, will stay behind in Hawaii.       

Meanwhile, both chambers of Congress will come back from their holiday hiatus on Thursday and return to work. While there are growing signs that some members of both parties are prepared to accept a deal that raises taxes on people at the highest income levels, there is considerable distance between Republicans and Democrats and no guarantee that an agreement could pass”.

Am 26.12.2012 erschien ein Artikel mit dem Titel “Obama: Kurzer Weihnachsturlaub wegen Fiscal Cliff” in “Der Aktionär“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Nach einem unfreiwillig verkürzten Weihnachtsurlaub will US-Präsident Barack Obama in den letzten Tagen des Jahres den Haushaltskonflikt um massive Steuererhöhungen beilegen. Obama wird am Donnerstag rechtzeitig zu neuen Verhandlungen des Kongresses in der Hauptstadt Washington zurückerwartet. Nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Republikanern setzt der Präsident auf eine kleine Lösung mit höheren Abgaben für reiche US-Bürger. Bleibt die Einigung aus, droht der größten Volkswirtschaft der Erde eine erneute Rezession, weil automatische Steuererleichterungen auslaufen und Ausgabenkürzungen in Kraft treten.

“Es ist immer noch möglich, dass sie bis zum Jahresende etwas auf die Beine stellen. Aber die Wahrscheinlichkeit bleibt ziemlich hoch, dass wir auch im Januar ohne Einigung dastehen”, sagte der US-Chefökonomist von Barclays Capital, Dean Maki, laut “New York Times”. Je länger der Streit andauere, desto mehr Sorgen mache er sich um die Konjunktur. “Wenn die Verhandlungen sich bis in den März ziehen, dürfte das erste Quartal deutlich schwächer ausfallen.”

Wie das Weiße Haus am späten Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte, wird Obama am Mittwochabend aus Honolulu in die US-Hauptstadt abfliegen. Obama hatte diese Möglichkeit bereits vorher angedeutet. 

Der Kongress soll am Donnerstag wieder zusammentreten. Sollte bis Silvester keine Einigung im Haushaltsstreit (“fiscal cliff”) mit den oppositionellen Republikanern auf dem Tisch liegen, treten in den USA massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Dem Land droht dann eine erneute Rezession – mit schlimmen Folgen für die Weltwirtschaft. US-Medien sprechen von einem “Haushaltsdrama”. (…).

Hauptstreitpunkt ist nach wie vor das Thema Steuererhöhungen. Grundsätzlich herrscht zwar zwischen Obama und den Republikanern Einigkeit, dass Steuererhöhungen für die allermeisten Amerikaner Gift für die ohnehin schwache Konjunktur wären. Doch Obama beharrt darauf, dass wohlhabende Haushalte mit einem Jahreseinkommen von 250 000 Dollar (192 000 Euro) stärker zur Kasse gebeten werden.

Bei den Verhandlungen hatte Obama Kompromissbereitschaft gezeigt und die Grenze auf 400 000 Dollar (307 000 Euro) angehoben. Doch die Republikaner winkten ab.

Boehner musste gar eine schwere Schlappe durch das eigene Lager einstecken. Er musste am Donnerstag eine von ihm geplante Abstimmung absagen, bei der es um höhere Abgaben für Superreiche mit einem Jahreseinkommen von über einer Million Dollar ging, weil er keine Mehrheit hatte. Radikale Tea-Party-Anhänger im Republikanerlager lehnen jede Art von Steuererhöhungen kategorisch ab“.

Einen ähnlichlautenden Artikel vom 26.12. mit dem Titel “US-Haushaltsstreit: Barack Obama bricht Weihnachtsurlaub ab” findet ihr in “stern.de“.

Einen weiteren ähnlichlautenden Artikel vom 26.12. mit dem Titel “US-Haushaltsdrama: Barack Obama bricht Weihnachtsurlaub wegen Haushaltsstreit ab” findet ihr in “Focus“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 26.12.2012 mit dem Titel “Fiskalklippe: Haushaltsstreit zwingt Obama zum Urlaubsabbruch” in “Zeit Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Im Zentrum des Streits stehen die von den Demokraten geforderten Steuererhöhungen für Spitzenverdiener ab einem Einkommen von jährlich 250.000 Dollar. Die Republikaner lehnen dies ab und sind bisher lediglich bereit, Einkommen ab einer Million Dollar höher zu besteuern. Ein Kompromiss ist notwendig, weil die Republikaner im Repräsentantenhaus die Mehrheit haben.

Wenn die Parteien und der Präsident bis zum Jahresende keine Übereinkunft finden, treten zu Neujahr automatische Kürzungen und Steuererhöhungen für fast alle Haushalte in Kraft. Das Volumen dieser Maßnahmen wird auf 600 Milliarden Dollar geschätzt. Ökonomen befürchten, dass die USA in diesem Fall in eine Rezession stürzen könnten. Dies hätte auch für die Weltwirtschaft schlimme Folgen”.

Seht hierzu auch den Artikel vom 26.12.2012 mit dem Titel “Fiskalklippe kommt näher: US-Märkte geben nach” in “n-tv“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Zurückhaltende Verbraucher haben den US-Anlegern kurz nach dem Weihnachtsfest die Stimmung verdorben. Zusätzlich zu den Sorgen um den US-Haushaltsstreit kamen noch schwache Einzelhandelsdaten. Diese deuteten auf das geringste Umsatzplus seit der jüngsten Rezession im Jahr 2008 hin. Einige Investoren vermuteten, dass die Angst vor der Fiskalklippe die US-Bürger davon abhielt, im Weihnachtsgeschäft kräftig zuzuschlagen. Auch kurz vor Ablauf der Einigungsfrist zum Jahresende ist eine Lösung in dem Etat-Streit in weiter Ferne. Um in Washington die Verhandlungen voranzutreiben, will Präsident Barack Obama bereits am Donnerstag aus seinem Familienurlaub zurückkehren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 13.114 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 13.076 und 13.174 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 1419 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,7 Prozent ein auf 2990 Stellen. In Deutschland blieben die Börsen wegen des zweiten Weihnachtsfeiertages geschlossen.

Laut Marktexperten verfolgen Börsianer mittlerweile kleinste Schritte in dem erbittert geführten Streit zwischen US-Präsident Barack Obama und den Republikanern. Wie Obama dürften auch die Abgeordneten und Senatoren am Donnerstag in die Hauptstadt zurückkehren. Sollte Obama bis zum Jahreswechsel keine Einigung mit dem Kongress gelingen, treten automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Diese sogenannte Fiskalklippe schreckt die Finanzmärkte, weil sie die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte”.

Am 26.12.2012 erschien ein Artikel mit dem Titel “Fiskalklippe: Countdown für Haushaltsstreit läuft ab” in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Im US-Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten läuft die Zeit für eine Einigung ab, kurz vor Verstreichen der Entscheidungsfrist am 31. Dezember deutet wenig auf einen Kompromiss hin. US-Präsident Barack Obama bricht deshalb seinen Familienurlaub auf Hawaii ab, am Donnerstag soll weiter verhandelt werden, dann kehren auch die Abgeordneten und Senatoren nach Washington zurück.

Seit Wochen hoffen Investoren, dass Obama und der Mehrheitsführer der oppositionellen Republikaner im US-Repräsentantenhaus, John Boehner, auf eine Einigung in letzter Minute zusteuern. (…).

Denn sollte es keine Lösung bis zum Jahreswechsel geben, treten automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in einem Volumen von rund 600 Milliarden Dollar in Kraft. Diese sogenannte Fiskalklippe schreckt die Anleger, weil sie die weltgrößte Volkswirtschaft massiv ausbremsen und in die Rezession stürzen könnte. (…).

Wenn der Jahreswechsel aber ohne Einigung verstreicht und die seit Jahren geltenden Steuererleichterungen für sämtliche Amerikaner auslaufen, könnte sich – so das Kalkül einiger Wirtschaftsexperten – der Kongress in der ersten Januar-Woche zusammenraufen und neue Steuernachlässe auf Basis der zuvor in Kraft getretenen massiven Erhöhungen verabschieden. Konservativen Republikanern würde damit der Weg zur Zustimmung geebnet. Anders als vor dem Sturz über die Klippe müssten sie nicht für Steuererhöhungen votieren.

Die US-Bürger würden die automatischen Steuererhöhungen Ökonomen zufolge außerdem zunächst nur in geringem Umfang spüren: Die Gehälter würden nur geringfügig stärker belastet, die Mehrheit wäre nicht betroffen. Die Schlussfolgerung, dass die USA sofort in eine tiefe Rezession rutschten, halten US-Wirtschaftsforscher für übertrieben, schließlich könnten sich Demokraten und Republikaner auch im neuen Jahr noch auf rückwirkende Steuererleichterungen einigen.

Weil zudem der Benzinpreis in den vergangenen Wochen um 15 Prozent gesunken ist, hätten die US-Bürger ohnehin mehr Geld für den Konsum zur Verfügung. Im besten Fall könnte die US-Wirtschaft im neuen Jahr sogar deutlich besser dastehen als erwartet”.

Tja, also selbst wenn die USA nach dem am 1.1.2013 über die Fiskalklippe stürzen würden, liesse sich nach Meinung von “Spiegel Online” die Sache vielleicht mit etwas Verstand noch in der Zeit danach so hinbiegen, dass der Schaden gering bleibt. Wir werden noch sehen, was hier passieren wird.

Creative Commons Lizenzvertrag Die USA und der drohende Sturz von der sogenannten “Fiskalklippe” – 6 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s