Die USA und der drohende Sturz von der sogenannten “Fiskalklippe” – 4

Seht hierzu auch den Artikel von Frank W. Hardy vom 25.4.2011 mit dem Titel “Billionaire Koch Brothers Finance Astroturf Tea Party” in “Suite101“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 15.4.2010 mit dem Titel “Koch Industries: We Don’t Fund Tea Parties (Except For The Tea Parties We Fund)” in “TPM“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 3.3.2011 mit dem Titel “Tea-Party-Finanziers:           Zwei mächtige Brüder” in der “Süddeutschen Zeitung“.

In diesem Artikel von Moritz Koch wird folgendes berichtet: “Der Anrufer fordert einen Lagebericht. “Ich bin ein bisschen beunruhigt über die Situation bei euch”, sagt er. “Was gibt’s Neues?” Uh, antwortet der Gouverneur. Kurz muss er sich sammeln, und dann beeilt er sich, ein positives Bild zu zeichnen. Die Reihen der Demonstranten lichteten sich, versichert er, die Unterstützung für die Gewerkschafter werde mit jedem Tag schwächer.

20 Minuten dauert das Gespräch, am Ende zeigt sich der Anrufer zufrieden: “Ich sag dir was, sobald du diese Bastarde zerschlagen hast, lasse ich dich nach Kalifornien ausfliegen und dann feiern wir.” Der Gouverneur ist begeistert. “Das wäre großartig”, sagt er, “vielen Dank für die Unterstützung.”

Dieses Telefonat, aufgezeichnet vergangene Woche, beschäftigt Amerika seit Tagen. Scott Walker, der Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin, hat sich blamiert bis auf die Knochen. Er glaubte mit dem Industriellen David Koch zu sprechen und mit ihm Schlachtpläne für seine Attacke auf die Gewerkschaften auszuhecken. Tatsächlich aber fiel er auf einen Streich herein. Er sprach nicht mit Koch, sondern mit einem linken Blogger, der sich unter falschem Namen zu ihm durchstellen ließ.

Doch mehr als die Naivität des neugewählten Gouverneurs von Wisconsin offenbart das Gespräch den Einfluss und die Autorität, den der Name Koch in republikanischen Kreisen genießt. Seit Jahrzehnten ein Finanzier konservativer Anliegen, ist der Industrielle David Koch jetzt zu einer Reizfigur geworden, die seit Monaten immer wieder für neue Schlagzeilen sorgt.

Wohl kein anderer US-Unternehmer hat ein ähnlich scharfes politisches Profil – keiner bis auf seinen älteren Bruder Charles. Die Kochs formen eine geistige Einheit, sie gelten als kongeniale Strippenzieher der konservativen Opposition gegen Barack Obama, als die Geburtshelfer der Tea-Party-Bewegung. Und sie zählen zu den wichtigsten Geldgebern für konservative Politiker wie Gouverneur Walker”.

Tja, diese Geschichte hat tatsächlich stattgefunden. Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 23.2.2011 mit dem Titel “Scott Walker Gets Punked By Journalist Pretending To Be David Koch” in der “Huffington Post“.

In diesem Artikel findet ihr auch zwei Clips mit dem kompletten 20minütigen Telefonat zwischen Scott Walker (Governor of Wisconsin) und dem Schriftsteller und Journalisten Ian Murphy, der zugleich der Herausgeber der Online-Zeitung “The Buffalo Beast” ist, die in Buffalo, New York gemacht wird.

Seht hierzu auch den Artikel vom 23.2.2011 im “Buffalo Beast” mit dem Titel “Koch Whore: Wisconsin Governor Scott Walker answers his master’s call” von Ian Murphy.

Ein genaues Transkript dieses Telefongesprächs vom 23.2.2011 findet ihr unter dem Titel “The Complete Scott Walker-‘David Koch’ Transcript” im Blog von “One Wisconsin Now“.

Seht zu den Verbindungen zwischen den Koch-Brüdern und der Tea-Party-Bewegung auch den Artikel vom 13.10.2010 mit dem Titel “Tea Party movement: Billionaire Koch brothers who helped it grow” in der britischen Tageszeitung “The Guardian“.

In diesen guten und ausführlichen Artikel integriert findet ihr auch den entscheidenden Ausschnitt aus dem Film “(Astro) Turf Wars” (2010) von Taki Oldham, in dem der Vorsitzende von “Americans For ProsperityDavid H. Koch vor einer Versammlung dieser Organisation redet und die Leiter der regionalen bundesstaatlichen Organisationen ihm berichten, wie sie die entsprechenden “Tea Parties” in ihrem jeweiligen Bundesstaat organisiert haben.

Diesen entscheidenden Ausschnitt aus diesem Film “(Astro) Turf Wars” (2010) von Taki Oldham könnt ihr auch in zahlreichen anderen Versionen in Youtube finden.

Hier habt ihr zum Beispiel einen Video-Clip aus einer Sendung der US-amerikanischen News-Talkshow “Young Turks” mit dem Titel “Tea Party Astroturf Funders Caught On Tape“. “Young Turks” wird von dem schlagfertigen und witzigen, aus Istanbul stammenden Moderator Cenk Uygur moderiert.

Taki Oldham hat im Jahre 2011 noch einen weiteren Dokumentarfilm über eben dasselbe Thema gedreht mit dem Titel “The Billionaires’ Tea Party” (2011).

Dieser Film mit dem Titel “The Billionaires’ Tea Party” (2011) zeigt ebenfalls, wie die Koch-Brüder die Tea-Party-Bewegung finanzieren und für ihre Zwecke manipulieren und lenken. Dieser Film ist ebenfalls sehenswert.

Die Initialzündung der sogenannten Tea-Party-Bewegung war der Kampf gegen Obamas Gesundheitsreform (genaue Bezeichnung: “Patient Protection and Affordable Care Act“) von den Tea-Party-Aktivisten abwertend als “Obamacare” bezeichnet.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 28.6. mit dem Titel “Amerikas Konservative: Furcht vor der Broccoli-Diktatur” im “Handelsblatt“.

Wenn ihr mal lesen wollt, was für eine Art von Shows die Tea-Party-Bewegung und ihre Führer zum Beispiel vor dem obersten amerikanischen Gerichtshof in Washington vor der Entscheidung für Obamas “Patient Protection and Affordable Care Act” am 28.6.2012 abgezogen haben, seht zum Beispiel den Artikel vom 27.3.2012 mit dem Titel “Tea party leader at Supreme Court rally: ‘Obamacare is a cancer!’” in “The Raw Story”.

Seht hierzu auch den Artikel vom 29.6.2012 mit dem Titel “Tea Party leader calls for ‘insurrection’ against Obamacare” in “The Raw Story”.

Das heisst, die radikalen Tea-Party-Aktivisten haben die Entscheidung des amerikanischen obersten Gerichtshofes wahrscheinlich bis heute nicht akzeptiert.

Wir erfahren in diesem Artikel mit dem Titel “Tea Party leader calls for ‘insurrection’ against Obamacare” unter anderem: “Numerous Republicans have expressed discontent with the Supreme Court’s upholding of the Affordable Care Act, but it took a Tea Party leader to imply that the decision could justify a new Civil War.

Mississippi Tea Party Chairman Roy Nicholson posted a statement at his group’s website on Friday proclaiming that “the US Supreme Court has joined with the Executive and Legislative branches of the federal government in abandoning the Constitution, the Rule of Law, and with that ruling abandoned the People.”

The all out oppression of all people has begun,” Nicholson continued. “In such cases submission is treason. Treason against the Constitution and the valid legitimate government of the nation to which we have pledged our allegiance for years.  To resist by all means that are right in the eyes of God is not rebellion or insurrection, it is patriotic resistance to invasion. . . . May godly courageous leaders rise up in His wisdom and power to lead us in displacing the criminal invaders.

Think Progress notes that although Nicholson’s language may be the most extreme, he is not alone in his apocalyptic reaction.  A former Michigan Republican Party spokesperson, Matthew Davis, sent out an email on Thursday headed “Is Armed Rebellion Now Justified?”

Seht hierzu auch den Artikel vom 29.6.2012 mit dem Titel “Mississippi Tea Party Chairman Calls For Open Rebellion Against Federal Government After Obamacare Ruling” in “ThinkProgress“.

Dass sich der Hass der Koch-Brüder vor allem auch gegen die aktuelle Regierung des afroamerikanischen Präsidenten Barack Obama (Demokratische Partei) richtet, zeigt ein Artikel von Bill Press mit dem Titel vom 7.10.2011 mit dem Titel “Koch brothers driving anti-Obama hate machine” in der “Chicago Tribune“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “As I learned in researching my book, “The Obama Hate Machine“, Charles and David Koch, with a combined wealth of $50 billion, are two of the richest men in the country. With more than $100 billion in annual revenues, Koch Industries is a mammoth energy and manufacturing conglomerate. They operate oil refineries in Alaska, Texas and Minnesota. They control 4,000 miles of pipelines. They own Georgia-Pacific. They have 70,000 employees in 60 countries.

But it’s because of their political activity that the brothers Koch have recently gained notoriety. Together, they’re probably the nation’s biggest political donors. Nobody else — not George Soros, not Bill Gates, not even Sheldon Adelson — comes close. And their influence is everywhere. They’re major funders of two conservative think tanks, the Heritage Foundation and the Cato Institute. They’ve created pseudo-scientific research centers on many college campuses, like the Mercatus Center of George Mason University. They’re the sugar daddies behind two powerful political organizations, FreedomWorks and Americans for Prosperity — which is currently running anti-Obama TV ads in 10 states. They were the money bags behind the tea party. They put up the funds to oppose new mining safety regulations in West Virginia, overturn tough mileage standards in California, and elect Scott Walker in Wisconsin. And, by my count, they’re principal sources of funding for at least 57 conservative political action groups.

Indeed, their political empire is so vast it’s been called the “Kochtopus.” Charles Lewis, founder of the Center for Public Integrity, told the New Yorker’s Jane Mayer, “The Kochs are on a whole different level. There’s no one else who has spent this much money. … They are the Standard Oil of our times.”

And for the last three years, most of that money, directly or indirectly, has been fueling a hate-filled campaign against President Obama, marked by personal attacks worse than any American president has faced since Abraham Lincoln. Obama’s been called a communist, fascist, socialist, Marxist, Nazi and America-hating terrorist. The chair of the Republican National Committee even compared him to the captain of the ill-fated Costa Concordia, a man responsible for the deaths of at least 17 passengers.

So we know what lies ahead for 2012, more money, and more corporate money, in politics than ever before, and uglier, more personal attacks against President Obama. For which, you can thank a Koch brother. Or both of them”.

Dieses Buch von Bill Press “The Obama Hate Machine” ist im Jahre 2012 erschienen und unter anderem bei amazon.de erhältlich.

Creative Commons Lizenzvertrag Die USA und der drohende Sturz von der sogenannten “Fiskalklippe” – 4 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s