Online-Petition gegen das geplante “Leistungsschutzrecht” – 4

Ein interessanter Artikel mit dem Titel “Leistungsschutzrecht: Eine unheilige Scheindebatte” ist am 3.12.2012 in der “FAZ” erschienen.

Verfasst hat diesen Artikel Frank Rieger, ein Mitglied und Sprecher des Hamburger “Chaos Computer Clubs“.

Ich werde aus diesem Artikel nicht zitieren, da er recht komplex ist und differenziert argumentiert. Ich will hier keine einzelnen Passagen aus dieser Argumentation rausreissen.

Hier nur das Fazit dieses Artikels mit dem Titel “Leistungsschutzrecht: Eine unheilige Scheindebatte“: “Die Debatte ist zu einem anstrengenden und ergebnislosen Grabenkrieg mutiert, für den sich die breite Öffentlichkeit kaum noch interessiert. Es ist an der Zeit, den Knoten zu zerschlagen, das verkorkste Gesetzesvorhaben zu beerdigen und die Einzelprobleme kreativ und zukunftsgewandt anzugehen“.

Lest diesen Artikel selbst in Ruhe durch. Ich habe übrigens selbst mal Ende der 90er-Jahre in der Feuilleton-Redaktion der FAZ gearbeitet. Es hat mir damals grossen Spass gemacht. Seht hierzu auch meinen Artikel: “Who I am: My CV“.

Ein guter Artikel mit dem Titel “Worum geht es beim Leistungsschutzrecht?” ist am 4.12.2012 in der deutschen Ausgabe des “Wall Street Journals” erschienen. Verfasst hat diesen Artikel der auf Technologie-Themen spezialisierte Journalist Stephan Doerner.

Auch in diesem Artikel wird das Pro und Contra zu diesem geplanten “Leistungsschutzrecht für Presseverleger” ausführlich und sorgfältig ausgewogen. Lest euch diesen Artikel in Ruhe durch, wenn euch die Sache interessieren sollte.

Das Fazit dieses Artikels kommt in diesem Fall aus dem Munde von Frank Westphal, des Betreibers des deutschen Aggregators Rivva: “Frank Westphal, Betreiber des Aggregators Rivva, gehört zu denjenigen, die sich inhaltlich zum Thema Leistungsschutzrecht nicht äußern möchten. Mit einer Meinung steht er aber stellvertretend für viele andere im Internet: „Je länger ich mich damit beschäftige, desto mehr Fragezeichen ergeben sich.”

Wenn ihr unter anderem genauer wissen wollt, was unter anderem juristische Experten für das Thema Internetrecht über das geplante “Leistungsschutzrecht für Presseverleger” denken, seht unter anderem den Artikel vom 4.12.2012 mit dem Titel  “Leistungsschutzrecht: Max-Planck-Institut und Urheberrechts-Experten sind gegen geplantes Gesetz” in eRecht24.

Dieser Artikel listet untenstehend zahlreiche weiterführende Links mit lesenswerten Artikeln zur Debatte um das “Leistungsschutzrecht für Presseverleger” auf.

Ich habe diese Artikel gerade eben durchgesehen, sie sind tatsächlich alle lesenswert. Insofern viel Spass bei der Lektüre.

Besonders gut fand ich den Artikel vom 3.12.2012 mit dem Titel “Journalismus?” im Blog des preisgekrönten und aktuell in Berlin lebenden Journalisten Stefan Niggemeier.

Seht gut gefallen hat mir auch den Artikel vom 24.10.2012 mit dem Titel “Qualitätslobbyismus” im Blog des ebenfalls preisgekrönten und aktuell in München lebenden Wirtschaftsjournalisten Richard Gutjahr.

eRecht24 ist übrigens eine auf Internet-Rechtsfragen spezialisierte Website.

Am 5.12.2012 hat sich der Mann in die Debatte um das geplante Leistungsschutzrecht für Presserverleger hereingeschaltet, der wohl der “Kopf” (?!) dieses schwachsinnigen Gesetzesentwurfes ist. Dass diese Sache aus der Axel-Springer-Ecke kam, ging ohnehin schon im Netz herum.

Der gute Mann heisst Christoph Keese und ist Konzerngeschäftsführer “Public Affairs” beim Axel-Spinger-Verlag. Und der Axel-Springer-Verlag würde wohl gerne aus den Fleischtöpfen von Google schmausen. Versteht sich von selbst, dass Google davon nicht so begeistert ist.

Seht hierzu den Artikel vom 5.12.2012 “Leistungsschutzrecht: Axel-Springer vergleicht Google mit Taliban” in “golem.de

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt.” Das hat Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer beim Axel Springer Verlag und wahrscheinlich Verfasser des Gesetzentwurfs zum Leistungsschutzrecht, im Interview mit der Marketing-Branchenzeitung Horizont.net gesagt”.

Schon komisch, dass ausgerechnet ein Mann Google als eine “Taliban” bezeichnet, der für die Axel Springer AG arbeitet, die das übelste und primitivste deutsche Boulevardblatt vertreibt: Die Bild-Zeitung.

Wenn ihr wissen wollt, weshalb die aktuelle deutsche schwarzgelbe Regierungskoalition unter Angela Merkel (Kabinett Merkel II) dieses geplante Leistungsschutzrecht für Presserverleger unbedingt durchhieven will, dann lest unter anderem mal folgenden Artikel vom 28.1.2011 mit dem Titel “Das Triumfeminat – Angela Merkel, Friede Springer, Liz Mohn” in den “Nachdenkseiten” durch.

Angela Merkel verdankt Friede Springer und nicht zuletzt der Bild-Zeitung eine Menge. Und Friede Springer und die Axel Springer AG wollen dafür natürlich auch ein paar Gegenleistungen haben. Wie heisst es so schön: “Eine Hand wäscht die andere

Creative Commons Lizenzvertrag Online-Petition der “Piratenpartei” gegen das geplante “Leistungsschutzrecht” – 4 Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

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