Julian Assanges Asylgesuch an Ecuador 6

Was nun den Fall Julian Assange, aber auch die Fälle Anonymous und Occupy angeht, so muss ich immer an den berühmten Metallica-Song “…And Justice for All” denken.

Zu dem Hintergrund dieses berühmten Metallica-Songs erfahren wir im Wikipedia-Artikel  zu  “…And Justice for All“: “Der Liedtitel besteht aus den letzten vier Worten des Pledge of Allegiance, des Treueschwurs der USA. Der Liedtext wurde zum Teil auf soziale Ungerechtigkeit im Allgemeinen – „einer Regierung, die mehr am eigenen Machterhalt interessiert ist, als daran, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern“ – bezogen, von der Band aber auf die Justiz im Speziellen.

„Es geht um das Rechtssystem in den USA, bei dem es so scheint, als wäre niemand daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden. Das wird immer mehr zu einer Ein-Anwalt-gegen-einen-anderen-Typen-Situation, bei welcher der beste (soll heißen: teuerste) Anwalt die Gerechtigkeit so verdrehen kann, wie es ihm in den Kram passt.“

Lars Ulrich

So wird im Text des Refrains die Justitia, die in der Strophe auch explizit als „Lady Justice“ genannt wird, als vergewaltigt dargestellt:

Justice is lost, Justice is raped, Justice is gone”.

Nun, hier habt ihr eine gute Live-Version dieses Songs “…And Justice for All” in  “Dailymotion“.

Die “lyrics” zu diesem Song sind an dieser Live-Version dieses Songs “…And Justice for All” in “Dailymotion” untenstehend angehängt.

Ich gebe euch diese “lyrics” zu diesem Song hier nochmals.

Ein interessanter Artikel mit dem Titel “Fall Julian Assange: Ex-Botschafter berichtet von `politischem Druck´ der USA” zum Fall Julian Assange ist am 24.8. in “gulli.com” erschienen.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der WikiLeaks-Unterstützer und ehemalige britische Diplomat Craig Murray veröffentlichte in der Nacht von Donnerstag auf den heutigen Freitag eine Stellungnahme, in der er über angeblich unlautere Absichten und politischen Druck innerhalb der britischen Regierung im Umfeld des Falles Julian Assange berichtet.

Murray berichtet, er habe über 20 Jahre lang im britischen diplomatischen Dienst gearbeitet und habe dort, wie jeder, der lange für eine Organisation tätig sei, “sehr viele Freunde”, von denen einige mittlerweile “sehr ranghohe Offizielle” seien. Diese würden “natürlicherweise […] manchmal Dinge mit ihren alten Kollegen diskutieren”.

Nach eigener Aussage kam der Ex-Diplomat am 15. August 2012 von einer Auslandsreise nach Großbritannien zurück und wurde “sofort von einem sehr ranghohen offiziellen des ‘Foreign and Commonwealth Office’ kontaktiert, der sehr besorgt war”. Der betreffende Offizielle habe “Kenntnis gehabt, dass ein Versuch der britischen Autoritäten, den Eintritt in die Botschaft von Ecuador zu erzwingen, womöglich bevorstand”. Murray berichtet, er habe gesagt, dies müsse unmöglich sein, und zur Antwort bekommen, das sei es leider nicht. Der betreffende Offizielle habe während einer Periode von drei Wochen formalen Diskussionen beigewohnt, bei denen Vertreter verschiedener britische Ministerien die Legalität eines solchen Schrittes diskutiert hätten. Dabei seien die Beteiligten zu dem Schluss gekommen, dass der “Diplomatic Premises Act” von 1987 den Behörden im Inland das Recht dazu gebe, dies zu tun, unabhängig von der Wiener Konvetion aus dem Jahr 1961.

Murray schreibt weiterhin, sein Ex-Kollege hätte hinzugefügt, er habe verstanden, die Regierung plane, schnell zu handeln, um einer mögliche Gewährung von Asyl für Assange durch die ecuadorianische Regierung zuvor zu kommen. “Gebe es irgendeine formale internationale Anerkennung von Herrn Assange als politischer Flüchtling, könnte dies die Sache komplizieren,” so laut Murray die damalige Einschätzung der britischen Regierung.

Murrays unbekannte Kontaktperson deutete dem zufolge an, innerhalb des britischen diplomatischen Dienstes gebe es “erhebliches Unbehagen” über diesen Schritt, da befürchtet werde, dass britische Botschaften und Diplomaten im Ausland ähnlichen Aktionen der Gastgeberländer ausgesetzt sein könnten.

Er habe “gefragt, wie um alles in der Welt eine derartige illegale Entscheidung getroffen werden konnte,” berichtet Murray weiter. Sein Ex-Kollege habe darauf erwidert, es habepolitischen Druck durch die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika auf [den britischen Außenminister] Herrn William Hague und [den britischen Premierminister] Herrn David Camerongegeben und dieser habedie Ansichten britischer Diplomaten überwogen” (Fettdruck von mir).

Am 31.8 erschien im “Newsticker” des “Heise-Verlags” (der auch das hochintelligente deutsche Netzmagazin “Telepolis” herausgibt, das auch Teil meiner “Blogroll” ist) ein Artikel mit dem Titel “Julian Assange stellt sich auf einjährigen Botschaftsaufenthalt ein“.

Wir erfahren in diesem Artikel: “Julian Assange, dem in der Londoner Botschaft Ecuadors Asyl gewährt wird, geht davon aus, dass er das Gebäude in sechs bis zwölf Monaten verlassen kann. Das sagte er in einem Interview mit dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur. Darin äußerte er die Erwartung, dass sich seine Situation diplomatisch lösen wird oder aber über ein unvorhergesehenes Ereignis in der Welt. Als Beispiele dafür nannte er einen Krieg gegen den Iran, die Präsidentschaftswahlen in den USA oder einen Verzicht der schwedischen Regierung auf das Verfahren gegen ihn. Letzteres hält er für die wahrscheinlichste Entwicklung.

Assange, der sich seit mehr als zwei Monaten in der Botschaft aufhält, soll an Schweden ausgeliefert werden, weil ihm von der dortigen Justiz Sexualdelikte vorgeworfen werden. Er befürchtet aber, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo er wegen Geheimnisverrats verurteilt werden könne. Die von ihm gegründete Enthüllungsplattform Wikileaks hatte Zehntausende geheimer US-Depeschen veröffentlicht. Assange gab sich nun aber optimistisch, dass Schweden nach einer eingehenden Prüfung seinen Fall zu den Akten legen wird. Er denkt, dass dies innerhalb der nächsten zwölf Monate geschehen wird.

In dem Interview verteidigt Assange noch einmal seinen Entschluss, in die Botschaft zu flüchten. Von den USA fühlt er sich bedroht, was in dem Interview auch mit einigen Zitaten prominenter Politiker oder Journalisten begründet wird, in denen mehr oder weniger deutlich sein Tod gefordert wurde. Auch deswegen müsse man sehr vorsichtig sein mit den offiziellen Verlautbarungen aus den USA, dass sein Fall nur Großbritannien und Schweden betreffe.

Derweil hat der britische Außenminister Hague in einem Interview mit der BBC betont, eine Lösung des Falls Assange sei noch lange nicht in Sicht. Gleichzeitig versicherte er aber, dass man die Botschaft Ecuadors nicht bedroht habe.

Die deutsche konservative und neoliberale Schmuddelpresse (die sich nicht zuletzt in der Hand der Axel-Springer-AG befindet) schüttet währenddessen weiter unverdrossen Gülle-Kübel über Julian Assange und die diversen Netzrebellen und Netzaktivisten weltweit aus (Anonymous, Piratenpartei, etc.).

Seht hierzu einen Artikel in “Welt-Online” vom 31.8.2012 mit dem Titel “Julian Assange: Persönliche Sackgasse als Teil kollektiven Irrtums“.

Ich werde hier nicht im einzelnen auf den verlogenen Schwachsinn eingehen, den ein gewisser Ulrich Clauß im Auftrag seiner fragwürdigen Herausgeber zusammengeschrieben hat.

Mich freuen solche Artikel, denn solange die Axel-Springer-AG solchen Hass gegen Julian Assange, Anonymous und andere Netzrebellen und Netzaktivisten hegt, ist dies der Beweis, dass diese Leute zumindest teilweise sicherlich eine wichtige und gute Arbeit leisten.

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