10.6.2012-11.6.2012: Entwicklung der weltweiten Börsen und des Euro-Kurses nach der Vergabe des 100-Milliarden-Euro-Bankenrettungspakets an Spanien

Nachdem ich seit Anfang des Jahres die Euro-Zone mit Focus auf den Raum “Südeuropa” und die südeuropäischen PIIGS-Staaten (PortugalItalienGriechenland, und Spanien) beobachtet und kommentiert habe, möchte ich heute, am Sonntag, den 10.6., eine Zwischenbilanz ziehen.

Den gestern wurde ein erster Erfolg erzielt und ein erster Schritt zu Rettung der Euro-Zone vollzogen: Spanien hat zu halbwegs akzeptablen Konditionen ein Rettungspaket von ca. 100 Milliarden Euro zur Rettung seiner schon seit Monaten schwer angeschlagenen Banken erhalten.

Wie es zu dieser dramatischen Situation in Spanien kommen konnte und welche Ursachen es für diese dramatische Entwicklung in Spanien gab, das habe ich in meinen Blogartikeln zur wirtschaftlichen Entwicklung in Spanien ab den neunziger Jahren genau erläutert.

Seht hierzu meine Blogartikel: “Angela Merkels Irrglaube an die Wirksamkeit ihrer kruden Sparrezepte in Südeuropa“, “Madrid heute – Abschied von meiner Madrider Vergangenheit“, “Der deutsche `Sparwahn´: Dumm und verlogen“, “Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Euro-Krise ist massiv zurückgekehrt“.

Also gestern, am Samstag, den 9.6.2012, um 20.25 Uhr kam die Meldung in boerse.de unter dem Titel “Euro-Staaten bereit zu Spanien-Hilfe bis zu 100 Milliarden Euro” heraus:

BRÜSSEL/LUXEMBURG (dpa-AFX) – Die Euro-Staaten wollen Spanien bei der Rettung seiner maroden Banken mit Hilfskrediten von bis zu 100 Milliarden Euro beistehen. Darauf haben sich die Euro-Finanzminister bei einer Telefonkonferenz verständigt. Das teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Samstag nach einer rund dreistündigen Telefonkonferenz mit./mt/DP/stk.”

Die Endphase der Verhandlungen am 9.6. war ab ca. 17.00 Uhr und es wurde bis zum letzten Moment anscheinend um jedes Detail gefeilscht. Siehe hierzu die Meldung in “boerse.de” mit dem Titel “ROUNDUP 3: Spanien-Hilfsaktion rückt näher – Euro-Finanzminister beraten“.

Die Entscheidung fiel dann anscheinend um 20.46 Uhr. Siehe hierzu die Meldung in “boerse.de” “ROUNDUP: Euro-Staaten wollen Spanien bis zu 100 Milliarden Euro geben.”

Die Auflagen hinsichtlich dieser 100 Milliarden betreffen anscheinend nur den spanischen Bankensektor. Für die Planung des spanischen Staatsbudgets hat die Sache anscheinend im Moment zumindest keine Folgen.

Wir erfahren hierzu in dieser Meldung aus boerse.de “ROUNDUP: Euro-Staaten wollen Spanien bis zu 100 Milliarden Euro geben“: “An die Hilfskredite sind auch Auflagen geknüpft. Die Finanzminister halten “Reformen im Finanzsektor, inklusive Restrukturierungspläne” für die Banken notwendig. Diese müssten den EU-Beihilferegeln entsprechen.

Das Geld werde an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob fließen, der es an notleidende Banken weitergebe. Verantwortlich für die Rückzahlung werde die spanische Regierung sein.”

Tja, und die spanische Regierung sollte sich das Geld irgendwann mal wieder von den spanischen Banken holen, so mein Vorschlag.

Warum soll der einfache spanische Bürger für die idiotischen Fehler der spanischen Banken zahlen? Das leuchtet mir nicht ein.

Eine entsprechende Meldung zu dieser Sache mit dem Titel “Directo: La gran banca ve positiva para la economía el rescate financiero” findet ihr heute, am 9.6., im Wirtschaftsteil der spanischen Zeitung “El País“.

Eine andere Meldung findet ihr am 9.6. in “Euronews” mit dem Titel “Spain banks to get up to 100bn euros in aid.”

Schon ab dem 5.6. ist der Dax gestiegen. Seht hierzu den DB-Realtime-Kurs in finanzen.net an.

Der DAX ist am 8.6. auf 6130 Punkte gestiegen. Seht hierzu in “finanzen.net” die “Historischen Kursdaten für den DAX“.

Schaut euch auf der Website finanzen.net die Seite mit dem Titel “DAX Realtime Chart Indikation” und hier vor allem den Kasten auf der rechten Seite mit der “Dax Realtime Indikation” an.

Folgendermassen ist die bisherige weltweite Börsenentwicklung am 8.6.2012:

DB Realtime Indikation

TecDAX
747,50
0,3%
11:38:53
MDAX
10.168,00
0,4%
11:38:53
E-STOXX 50
2.163,00
0,9%
11:38:53
DOW Jones
12.598,00
0,3%
23:45:04
NASDAQ100
2.564,25
0,2%
11:38:53
S&P 500
1.330,25
1,2%
11:38:53
NIKKEI 225
8.525,00
0,8%
22:14:52
ATX
1.906,80
0,3%
11:38:53
Goldpreis
1.594,65
0,0%
23:45:04
Ölpreis
99,88
0,1%
23:45:04
Dollarkurs
0,0001
-100,0%
23:45:04

Alle weltweiten Börsen sind seit gestern ins Plus gerutscht.

Schaut euch hierzu nochmals auf der Website finanzen.net die Seite mit dem Titel “DAX Realtime Chart Indikation” und hier vor allem den Kasten auf der rechten Seite mit der “Dax Realtime Indikation” an.

Der Trend geht am 8.6. weltweit eindeutig aufwärts.

Die Entwicklung des IBEX 35 war ganz ähnlich. Wahrscheinlich in Vorahnung einer möglichen baldigen zufriedenstellenden Lösung der spanischen Bankenkrise begann der IBEX 35 schon am Freitag, den 8.6.20212 zu steigen, und zwar auch ab ca. 10 Uhr morgens. Schon am 8.6 legte daher der IBEX 35 um 113.90 Punkte von 6332.50 Punkten (10 Uhr morgens) auf 6552 Punkte (17.15 Uhr nachmittags) zu. Hier habt ihr eine Chart zum IBEX 35 auf www.invertia.com.

Morgen wird man sehen, ob die Sache nachhaltig ist und die Börsen und vor allem die Werte der international tätigen Banken klar hochziehen.

Hier habt ihr einen Überblick über die Kursentwicklung des IBEX 35 am 8.6 aus www.bolsamadrid.es.

Auch hier ist der Endwert mit 6552 Punkten (+1.77) verzeichnet.

Ich gebe euch hier die Kursentwicklung der wichtigsten spanischen Banken am 8.6.:

BA.POPULAR 1,7240 0,52 1,7270 1,6510 6.736.388 11.499,62 08/06/2012 Cierre
BA.SABADELL 1,3700 0,37 1,3760 1,3270 9.866.132 13.441,16 08/06/2012 Cierre
BA.SANTANDER 4,8480 1,40 4,8890 4,6530 74.513.695 356.397,73 08/06/2012 Cierre
BANKIA 1,0290 0,49 1,0290 1,0030 2.355.061 2.405,67 08/06/2012 Cierre
BANKINTER 2,4870 3,24 2,5090 2,3350 5.117.127 12.483,54 08/06/2012 Cierre
BBVA 5,1520 1,10 5,1890 4,9430 44.969.399 228.384,78 08/06/2012 Cierre

Und gestern, am 9.6.2012, um 20.25 Uhr, war diese Lösung dann ja auch da.

Mal sehen, wie es dann morgen, am Montag den 11.6., an den internationalen Börsen aussieht.

Heute haben wir Montag, den 11.6.2012. Der Dax sinkt leicht ab, auf ca. 6098 Punkte (DAX Realtime Indication in finanzen.net). Die deutschen Bankenwerte sacken allerdings wieder wesentlich deutlicher ab.

Schaut euch auch nochmals auf der Website finanzen.net die Seite mit dem Titel “DAX Realtime Chart Indikation” und hier vor allem den Kasten auf der rechten Seite mit der “Dax Realtime Indikation” an.

Das Bild ist heute eher negativ. Der Dow Jones sackt ab. Der Euro STOXX geht ebenfalls etwas bergab. Nur der Nikkei-Index bleibt im Plus.

Hier habt ihr eine Chart zum IBEX 35 auf www.invertia.com. Der IBEX 35 ist heute am 11.6. wieder etwas gefallen (17.45 Uhr). Auch die Werte der spanischen Banken haben zum Teil heute wieder nachgelassen. Hier der Wert des IBEX 35 beim heutigen Börsenschluss.

6.516,40 sube -35,60baja -0,54%baja

Seht hierzu eine genau Listung der IBEX 35-Werte in “bolsamania.com“.

Und hier eine intelligente Analyse der heutigen “Börsen-Achterbanhfahrt” in Bolsamania.com (die ich für absolut treffend halte):”Al cierre: De subir un 5% en la apertura a cerrar en negativo… así está el Ibex“: “Lo que ha pasado hoy en los mercados demuestra la poca  consistencia de los rebotes en las Bolsas, y más concretamente en nuestro Ibex, en el momento actual. Hay mucha diferencia entre abrir con una subida superior al 5% y cerrar en negativo (como ha ocurrido hoy en España), y hay mucha diferencia entre niveles de 6.900 puntos (que hemos tocado en intradía) y los 6.500 con que acabamos el día (6.516,39. -0,54%).Lo mismo ha ocurrido con la prima de riesgo. De marcar esta mañana un mínimo del día en 462 puntos básicos a situarse al cierre por encima de los 500 puntos básicos otra vez (518). Con el Euro, igualmente hemos visto cómo se ha ido desinflando: de subir esta mañana por encima de 1,26 a terminar el día en niveles de 1,25. A la vista de todo esto, podemos concluir que la euforia del principio de la jornada se ha diluido tanto porque, desde un punto de vista fundamental, el rescate a la banca española despierta dudas, como, sobre todo, porque desde un punto de vista técnico, la tendencia bajista del Ibex es demasiado fuerte, al igual que la volatilidad. Algunos sostienen igualmente que las subidas de la semana pasada ya habrían descontado este rescate a nuestra banca bajo la idea, tantas veces repetida, de que la Bolsa siempre se anticipa. Además, hoy hemos empezado a constatar lo mismo de siempre, que el mercado ya está pasando a otra cosa y que las alegrías parece que se valoran bastante menos que las penas (y pasan más rápido) en los índices. De hecho, hoy lunes ya se está hablando de Italia y advirtiendo sobre el país (su Bolsa ha caído más de un 2%), y de Grecia, que esta semana va a ser, sin duda, la protagonista indiscutible posiblemente desde mañana y hasta el domingo (cuando se celebran las elecciones).En cuanto a Grecia, los analistas se muestran preocupados y reconocen que esta actuación tan rápida de Europa con España tenía por objeto evitar contagios a partir de principios de la semana que viene, cuando ya conozcamos el resultado de unas elecciones (que probablemente darán como ganadores a grupos políticos contrarios a los planes de la “troika” para el país). “Este cierre del Ibex dificulta mucho la visión de nuestro índice en el muy corto plazo. Desde luego, la figura que ha dejado bonita no es. La resistencia, que serían los máximos de hoy (6.940,3) queda muy lejos”, señala nuestro experto José María Rodríguez. Una última hora importante: Justo antes de cerrar Fitch ha anunciado que baja su calificación sobre Santander y BBVA hasta “BBB+” desde “A” (perspectiva negativa)“.

Hier habt ihr einen Artikel aus Vanguardia.com “Fitch rebaja la nota a Santander y BBVA“. Also Fitch hat die Banken “Banco Santander” und “BBVA” heute, am 11.6., weiter abgeratet. Es handelt sich hier um spanische Grossbanken (Seht hier den Wikipedia-Eintrag zu den Ratingagenturen).

Es heisst hierzu in diesem Artikel: “La agencia de medición de riesgos Fitch ha rebajado hoy dos escalones la nota de la deuda a largo plazo del Banco Santander y el BBVA, hasta BBB+, un “aprobado alto” que las mantiene por encima de la calificación de España.La agencia de calificación de riesgos justifica su decisión por la bajada de la nota asignada al reino de España en previsión de que la economía siga en recesión lo que queda de 2012 y durante 2013. Fitch incide en que los dos mayores bancos españoles se encuentran un escalón por encima de la nota asignada al riesgo país, en reflejo de su diversificación geográfica, fortaleza financiera y capacidad para absorber impactos en el crédito.”Es excepcional que un banco cuente con un rating por encima del de su país de origen”, resalta la firma de evaluación de riesgos, que les ha asignado a Santander y BBVA una nota tres escalones por encima del ‘bono basura’.La firma argumenta que las entidades financieras tienden a poseer importantes carteras de deuda soberana doméstica y que su rentabilidad y calidad de activos son vulnerables a las tendencias macroeconómicas y de mercado registradas en España.Además, la agencia ha rebajado también un peldaño la solvencia de la filial británica del gigante que preside Emilio Botín, Santander UK, que pasa de un “notable alto” (A+) a un simple notable (A), aunque en este caso la perspectiva es estable“.

So, die spanischen Banken, unter ihnen Riesenbanken wie der “Banco Santander” (grösste Bank Europas) und der “BBVA” (zweitgrösste spanische Bank nach dem “Banco Santander“) werden weiter abgeratet.

Und der Grund, warum diese spanische Grossbanken abgeratet werden, wird klar genannt: Weil sie spanische Banken sind, und ganz Spanien immer weiter in die Rezession rutscht. Und genau deshalb ist dieses am 9.6. verabschiedete 100 MIlliarden Euro Hilfspaket letztendlich wertlos und kann den Niedergang des spanischen Bankensektors nicht aufhalten.

Zu diesem Hilfspaket seht nochmals die Meldung vom 9.6.2012 in boerse.de unter dem Titel “Euro-Staaten bereit zu Spanien-Hilfe bis zu 100 Milliarden Euro“.

Das Grundproblem aller südeuropäischen Länder ist die schwere Rezession, in der sie stecken. Und wenn dieses Problem nicht gelöst wird (durch eine entschiedene Wachstumspolitik) sind diese ganzen Bankenrettungsaktionen sinnlos. Diese 100 Milliarden Euro sind aus der Sicht der Investoren und auch der Ratingagenturen wohl rausgeschmissenes Geld. Und deshalb bleiben letztendlich die Börsen im Keller und die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen bleiben letztendlich unverändert hoch.

Hier habt ihr einen Artikel aus der Vanguardia.com mit dem Titel “La prima de riesgo española cierra en 520 puntos“. Also sind die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen wieder auf 520 Punkte hochgeschossen.

Und: “Los seguros de impago de deuda (credit default swap o CDS) relativos a los bonos a diez años de España para cubrir la posibilidad de impago de 10 millones de dólares se cambiaban a esta hora a 536.990 dólares anuales“.

Also auch die CDS (Credit Default Swaps) für spanische Staatsanleihen sind wieder hochgeschossen.

Wie die Amerikaner in solch einem Fall sagen würden: SOS (“Same Old Shit“). Alles wieder beim Alten. Ausser Spesen (100 Milliarden Euro) nichts gewesen.

Es wäre viel schlauer gewesen, die 100 Milliarden direkt den spanischen Banken zu geben und den spanischen Staat nicht mit dieser Summe zu belasten, so wie Peter Bofinger das vorgeschlagen hat.

Seht hierzu nochmals das Interview von Peter Bofinger vom 9.6. in der “Neue Osnabrücker Zeitung” mit dem Titel “„Hilfe für Spaniens Banken liegt im Interesse Deutschlands“.

Das Urteil über die heutige “Börsen-Achterbahnfahrt” in “finanzas.com” in einem Artikel mit dem Titel “Cierre de la sesión: Efecto nulo del rescate: la prima se dispara y Fitch remata al Ibex 35“.

Und was an der New Yorker Wallstreet gelaufen ist, darüber berichtet ein Artikel aus “la informacion.com” mit dem Titel “Wall Street cae arrastrado por las dudas sobre el rescate a la banca española“.

In diesem Artikel heisst es: “Tras un prometedor arranque al alza en sintonía con los mercados mundiales, Wall Street se fue desinflando hoy hasta caer más de un punto porcentual arrastrado por las dudas en torno al acuerdo europeo para rescatar al sector financiero español.

Cuáles son los detalles concretos del plan, de dónde saldrán los fondos y si será Italia el próximo en necesitar ayuda de sus socios europeos fueron algunos de los interrogantes que lograron convertir una subida de más de noventa puntos en el Dow Jones de Industriales en una caída de 142,97 ó el 1,14 %, hasta las 12.411,23 unidades. (…).

Esa misma historia se repitió en los otros dos principales indicadores de Wall Street, el selectivo S&P 500 y el índice compuesto del mercado Nasdaq, ya que después de haber arrancado el día en positivo cerraron con unos descensos del 1,26 y el 1,7 %, respectivamente. (…).

Como era de prever, uno de los principales afectados por el ánimo vendedor de la jornada en el parqué neoyorquino fue el sector financiero, que se dejó en conjunto el 1,42 % con fuertes retrocesos como los de Citigroup (-4,65 %), Bank of America (-3,7 %), JPMorgan Chase (-2,55 %) o Morgan Stanley (-2,48 %).

Also auch an der New Yorker “Wallstreet” die gleiche üble Börsen-Achterbahnfahrt.
Im Klartext: Trotz grosser anfänglicher Euphorie ist der börsentechnische Effekt von diesem Bankenrettungskredit über 100 Milliarden Euro gleich Null. Man hat mit diesem Hilfspaket über 100 Milliarden Euro nur etwas Zeit für die spanischen Banken (und damit für die Euro-Zone und damit für die Weltwirtschaft gewonnen).

Nouriel Roubini (“Dr. Doom“) hat Recht: Es wird ein verdammt hartes Jahr 2012 und auch ein hartes Jahr 2013 geben.

Hier habt ihr einen Artikel von Nouriel Roubini vom 10.6. in “finanzas.com” mit dem Titel “Nouriel Roubini advierte de que la recesión va a empeorar en la zona euro“.

In diesem Artikel lässt Nouriel Roubini verlautbaren: “El economista estadounidense Nouriel Roubini advirtió ayer de que la recesión va a empeorar en los próximos cuatrimestres en los países de la zona euro, cuya periferia está sufriendo de manera muy notable las medidas de austeridad impuestas por sus gobiernos. En su intervención ante el New York Forum Africa que se clausura hoy en Libreville, Roubini presentó un complejo panorama de la economía de la zona euro, en particular de lo que denominó “la periferia” de la misma, y que componen países como Grecia, Italia, España, Portugal o Chipre.Si Grecia sale del euro, tendrá consecuencias negativas para todos los países de la eurozona”, dijo Roubini, quien en los últimos tiempos ha venido considerando como inevitable dicha salida. No obstante, subrayó que peor será si lo hace España, como ya pronosticó hace un mes en una entrevista que concedió a la cadena de televisión estadounidense CNBC, en la que no obstante advertía de que esa salida aún era solo una posibilidad, que pese a todo había que considerar.Esas medidas de austeridad, dijo Roubini, “están causando el sufrimiento de la gente, le están produciendo una sensación de fatiga”, en particular en los países de la periferia del euro, los más afectados, por otra parte, por esas políticas.Roubini se mostró muy crítico con los líderes comunitarios, de quienes dijo que “después de 18 reuniones consecutivas, siempre deciden posponer la solución“.

Und so ist es. Die Rezession wird noch viel schlimmer werden. Die Talfahrt des Euro und der Euro-Zone ist noch lange nicht zu Ende. Und die Politiker der Eurozone, vor allem auch Angela Merkel und Konsorten, kriegen die Sache nicht in den Griff.

Was nun den Eurokurs angeht, so ist er erst ziemlich hochgeschossen, aber jetzt ist er auch schon wieder am Sinken. Also auch hier eine “Euro-Achterbahnfahrt”.

Seht hierzu den Bericht in “Wallstreet-Online” von heute, dem 11.6 mit dem Titel “Forex – EUR/USD wieder von Tageshoch gesunken

In diesem Artikel heisst es: “Der Euro kürzte seine Gewinne gegenüber dem amerikanischen Dollar, nachdem eine Rallye stattfand aufgrund der Nachrichten, dass Spanien für seine Banken ein Bailout erhalten hat uns anhaltende Sorgen bestehen über die Schuldenkrise in der Eurozone.EUR/USD kam von 1.2669, dem höchsten Wert des Paares seit 23. Mai nach unten und erreichte während dem frühen europäischen Nachmittagshandel 1.2541, immer noch 0.20% in der Gewinnzone.Das Paar fand möglicherweise Unterstützung bei 1.3434, dem Tief vom Freitag und kurzzeitigen Widerstand bei 1.2687, dem Hoch vom 23. Mai. Der Euro wurde weitgehend stärker nachdem die Finanzminister der Eurozone über das Wochenende ein Darlehen für Spanien in Höhe von bis zu 100 Milliarden EUR zustimmten, mit dem die Regierung den Bankensektor des Landes rekapitalisieren soll.Der ursprüngliche Optimismus spannt allerdings wieder, da die Details zum Bailout noch unklar sind und der Betrag, welche Madrid erhalten wird, erst nach den Ergebnissen unabhängiger Audits der Banken bekannt gegeben wird, welche im Laufe dieses Monats erfolgen.Investoren lenken den Fokus auf die Ergebnisse der Wahlen in Griechenland, bei welchen bestimmt wird, ob das Land in der Eurozone bleiben wird oder nicht. Der Euro kürzte ein paar der Gewinne gegenüber dem Yen, EUR/JPY ist nur noch 0.19 % in der Gewinnzone und kam vom Tageshoch bei 100.02 auf 99.63. Gegenüber dem Pfund gab der Euro ebenfalls Gewinne ab, EUR/GBP verlor 0.25% und wurde bei 0.8070 gehandelt.Am Montag zeigten offizielle Daten, dass die industrielle Produktion in Frankreich im April um 0.7% zurückgegangen ist, während das Bruttoinlandsprodukt Italiens im ersten Quartal um 0.8% kontrahierte, was die Sorgen unterstrich, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zurückgeht”.

Tja, gut sieht das nicht aus. Die Euro-Zone bewegt sich immer noch massiv in eine Rezession rein. Ohne eine entschiedene Politik für mehr Wachstum ist da nichts mehr zu erreichen und mit der Euro-Zone geht es jetzt dann weiter schnell bergab.

Für die historische Entwicklung des Euro in diesem Jahr siehe die Website “Eurokurs (Dollar – Euro) – Historische Kurse” in finanzen.net.

Eines sage ich aber ganz klar: Wenn man nicht schnellstens weitere Schritte in Richtung einer europäischen Bankenunion mit einer europaweiten Einlagensicherung geht und zugleich eine vernünftige gemeinsame europäische Fiskalpolitik entwirft und nicht die bisherige von Deutschland (Angela Merkel und Konsorten) und Brüssel (Olli Rehn) diktierte Sparpolitik vor allem in den PIIGS-Staaten aufgibt und sie durch eine entschiedene Wachstumspolitik ersetzt: Wenn man das alles nicht schnellstens in Angriff nimmt, dann wird dieser positive Effekt dieser 100 Milliarden-Euro-Hilfe an die spanischen Banken leider nur sehr vorübergehend sein. Letzendlich kauft man mit dieser 100 Milliarden-Euro-Hilfe an die spanischen Banken nur etwas Zeit.

Und noch was: Wenn Deutschland (Angela Merkel und Konsorten) und Brüssel (Olli Rehn) dazu nicht bereit sind, dann werden sie diese 100 Milliarden Euro, die sie den spanischen Banken geben wollen, auch noch verlieren.

Wenn Spanien sich nicht wirtschaftlich erholt  (und Spanien wird sich bei einem harten Brüsseler und deutschen Sparkurs auf keinen Fall erholen, genauso wenig wie Griechenland, Portugal und Irland), dann sind diese 100 Milliarden Euro Hilfe an die spanischen Banken am Ende auch noch weg, Denn der spanische Staat wird dann in Kürze Pleite gehen und Deutschland und auch die anderen beteiligten Euro-Länder sehen dieses Geld nie wieder.  Und ganz Spanien kann man nicht unter den Euro-Rettungsschirm schieben, weil man dafür viel zu viel Geld bräuchte. Und ist erst mal Spanien unter dem Euro-Rettungsschirm, rückt Italien bald nach.

Seht zu diesem Thema auch den Artikel von heute, den 11.6.2012 in “Welt-Online” mit dem Titel “Spanien-Rettung: Stiglitz geißelt Finanzhilfe als “Voodoo-Ökonomie“. Genau so wie Joseph Stiglitz sehe ich die Sache auch. Man hat nur ein bisschen Zeit mit dieser Sache gewonnen und vorläufig den Zusammenbruch der spanischen Banken verhindert, mehr nicht. Im Prinzip war das eine improvisierte “Voodoo-Ökonomie“.

Schon jetzt lässt die Euphorie an den Börsen deutlich nach. Wenn nicht sofort weiter reformiert wird, war diese Aktion (das 100 Milliarden-Euro-Hilfspaket an die spanischen Banken) umsonst.

Hier habt ihr einen Artikel aus dem “Handelsblatt” von heute, dem 11.6., 15.57 Uhr dem Titel “Euphorie schnell verflogen: Spanische Renditen legen wieder deutlich zu“.

Und zu einem Währungsraum gehören im Prinzip auch ausgleichende Transfers, zumindest in Krisenzeiten wie jetzt. Auch George Soros glaubt das. Seht hierzu das Interview von George Soros vom 11.4 in “Welt-Online” mit dem Titel “Soros hält Euro-Krise für `potenziell tödlich’‘.

Dieser erste Erfolg vom 9.6. war also nur ein erster Schritt zu Rettung der Euro-Zone: Spanien hat zu relativ günstigen Konditionen ein Rettungspaket von ca. 100 Milliarden Euro zur Rettung seiner schon seit Monaten schwer angeschlagenen Banken erhalten. Man kauft damit etwas Zeit, mehr nicht. Kein einziges fundamentales Problem der Euro-Zone ist dadurch gelöst worden.

Wenn jetzt nicht sofort die Euro-Zone schnell weiter reformiert und die Sparpolitik vor allem in den PIIGS-Staaten nicht sofort durch eine entschiedene Wachstumspolitik ersetzt wird, dann wird dieser erste Erfolg leider gleich wieder verpuffen. Und das Problem mit Italien rückt immer näher.

Geht Spanien bergab, wird Italien unweigerlich mitrunter gezogen (Contagion-Effekt).

Wie nah Italien schon am Rettungsschirm ist, zeigen zahlreiche Artikel zu diesem Thema, die heute am 11.6.2012 zu diesem Thema in deutschen Magazinen und Zeitungen erschienen sind.

Hier habt ihr einen Artikel im dem “Hamburger Abendblatt” vom 11.6. mit dem Titel “Italien – Minister: Kein Kandidat für den Rettungsschirm“. Und hier habt ihr  im “Manager Magazin” ein Artikel vom 11.6. mit dem Titel “Euro-Rettungsschirm: Italien könnte nächster Kandidat sein“.

Die Gründe, die hier im “Manager-Magazin” für den Zustand Italiens genannt werden, sind für mich hirnrissig. Die wenigsten deutschen Journalisten trauen sich anscheinend die Wahrheit zu sagen: Dass das Elend Südeuropas unter anderem das Ergebnis einer aberwitzigen und hirnlosen Brüsseler und deutschen Sparpolitik in den südeuropäschen PIIGS-Staaten ist.

Ich erinnere daran: Noch vor einem halben Jahr war Mario Monti der technokratische “Sparheld” der deutschen Neoliberalen. Und jetzt ist er also ein schlaffer Versager, der die Spar-Reformen nicht entschieden genug durchgezogen hat. Das ist der Dank der deutschen Neoliberalen, wenn ein ehemaliger hochrangiger EU-Funktionär wie Mario Monti (er war von 1995-2004  EU-Kommissar) in ihrem Auftrag harte Sparreformen in seiner italienischen Heimat durchknüppelt. Geht die Sache schief, ist eben Mario Monti daran Schuld. So wird Geschichte geschrieben. Die Wahrheit bleibt dabei auf der Strecke.

Italien ist übrigens die drittgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone. Wenn Italien über den Euro-Rettungsschirm finanziert werden muss, dann wird das richtig teuer. Es ist vielleicht

Und es lastet immer noch ein extrem hoher Zeitdruck auf dieser Euro-Rettung. George Soros sprach von einem Zeitfenster von drei Monaten. Seht hierzu nochmals die Rede von George Soros vom 2. Juni mit dem Titel “Remarks at the Festival of Economics, Trento Italy“.

Und bei dieser Sache geht es um aberwitzig viel Geld und die gesamte wirtschaftliche Zukunft Europas, auch die Zukunft Deutschlands (auch für Deutschland wäre der Zusammenbruch der Euro-Zone eine wahnwitzige wirtschaftliche Katastrophe). Darüber habe ich ja schon ausführlich geschrieben.

Seht hierzu und auch zum bisherigen Verlauf der Euro-Krise nochmals meine Blogartikel: “Angela Merkels Irrglaube an die Wirksamkeit ihrer kruden Sparrezepte in Südeuropa“, “Madrid heute – Abschied von meiner Madrider Vergangenheit“, “Der deutsche `Sparwahn´: Dumm und verlogen“, “Trotz des eitlen Selbstlobs von  olfgang Schäuble: Die Euro-Krise ist massiv zurückgekehrt“.

PS: Einen hervorragenden Artikel hat vor ca. 11 Stunden (wir haben jetzt in Madrid 1 Uhr morgens, 12.6.2012) Stefan Kaiser in “Spiegel-Online” veröffentlicht unter dem Titel “Hilfen für Spaniens Banken 100 Milliarden lösen die Krise nicht“. Lest euch diesen Artikel gründlich durch.

Dieser Artikel endet mit folgenden Erwägungen: “Selbst wenn es gelingt, die spanischen Banken zu stabilisieren, ist damit weder das Land noch die europäische Währungsunion gerettet. Denn die Krise ist mittlerweile viel mehr als eine Bankenkrise – auch in Spanien (Fettdruck von mir!)

Die dortigen Unternehmen und Verbraucher sind hochverschuldet und bauen diese Schulden nun ab. Das lähmt den Konsum. Und die harten Sparmaßnahmen, die die Regierung auf Druck der Euro-Partner eingeleitet hat, verstärken diesen Trend. Die Wirtschaft steckt seit Monaten in der Rezession. Jeder vierte Spanier im erwerbsfähigen Alter ist arbeitslos – und es dürften noch mehr werden. Die Industrieproduktion ist auf den tiefsten Stand seit 1994 zurückgefallen. Eine solch schwere Krise löst man nicht alleine mit einer Multimilliardenspritze für die Banken (Fettdruck von mir!).

Kurzfristig wird die entscheidende Frage sein, ob die Anleger an den Finanzmärkten dem spanischen Staat nach der Bankenrettung wieder Geld zu erträglichen Zinsen leihen. Sicher ist das keineswegs. Die nächsten Termine für die Versteigerung von Staatsanleihen sind für 19. und 21. Juni geplant. Die Politik setzt auf das Prinzip Hoffnung.

Das gilt ebenso für die langfristig wichtige Frage der Ansteckungsgefahr (Fettdruck von mir!). Griechenland, Irland, Portugal, Spanien – bisher hat die europäische Politik es nicht geschafft, die Kette der fallenden Dominosteine zu unterbrechen. Wer also kommt als nächstes? Einige Investoren haben längst Italien auf dem Zettel, dessen Wirtschaftsleistung zuletzt so drastisch geschrumpft ist wie seit dem Horrorjahr 2009 nicht mehr. Doch für ein solch großes Land dürfte der europäische Rettungsschirm zu klein sein.

Am Montag versicherte der italienische Industrieminister Corrado Passera, sein Land sei nicht der nächste Kandidat. In den bisherigen Fällen war eine solche Aussage immer ein sicheres Zeichen, dass es irgendwann doch so weit sein würde. Gut möglich also, dass die Krise jetzt erst richtig losgeht.

Europa ist darauf nicht vorbereitet (Fettdruck von mir!)”.

Genau so ist es. Es geht jetzt erst richtig los. Und Europa ist keineswegs darauf vorbereitet. Die kommenden Wochen und Monate werden für alle Europäer sehr bitter und dramatisch sein. Da bin ich mir spätens nach der heutigen bösartigen Börsen-Achterbahnfahrt in Sachen 100 Milliarden Hilfspaket für Spanien ganz sicher. Auch ich hatte gestern grosse Hoffnungen. Jetzt sitze ich in einem Madrider Internetcafé deprimiert vor dem Monitor eines PCs und frage mich, ob es überhaupt noch Sinn macht, dass ich diese Euro-Krise schreiberisch mitverfolge und kommentiere. Vielleicht sollte ich mir lieber in Madrid einen netten Sommer machen und “Die letzten Tage der Euro-Zone” geniessen.

Creative Commons Lizenzvertrag10.6.2012-11.6.2012: Entwicklung der weltweiten Börsen und des Euro-Kurses nach der Vergabe des 100-Milliarden-Euro-Bankenrettungspakets an SpanienKlaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz

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