Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 190

Auch in Irland haben wir übrigens im wesentlichen eine “Privatverschuldungskrise“. Seht hierzu den Artikel vom 26.8.2012 mit dem Titel “Irland: Zahl der säumigen Schuldner steigt an” in den “Deutschen Mittelstandsnachrichten“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Jeder fünfte Ire ist mit seinen Rückzahlungen in Verzug, oder musste bereits ein neues Darlehen aufnehmen. Bisher wurden in der Statistik nur Kredite berücksichtigt, deren Rückzahlungen länger als 90 Tage in Verzug waren. Bei der aktuellen Statistik wurden auch kürzer ausstehende Kredite mitgezählt.

Der Betrag der betroffenen Kredite ist im Juni auf 30,5 Milliarden Euro gestiegen. Damit können etwas 27,2 Prozent der gesamten irischen Kreditschulden von Privatkunden nicht bedient werden. Insgesamt schulden die Iren den Banken 112 Milliarden Euro”.

Seht zum Thema des Engagements der deutschen Banken in Irland auch den Artikel vom 22.11.2010 mit dem Titel “Irland-Krise: Die List der deutschen Banken” in der “FAZ“.

Lest euch mal diesen Artikel in Ruhe durch. Dann dürfte euch klar werden, weshalb es massiv auch im Interesse der deutschen Banken war, dass Irland von der EU Hilfen erhält, beziehungsweise unter den “Euro-Rettungsschirm” schlüpft.

Am 28.11.2010 war es dann soweit. Seht hierzu den Artikel vom 28.11 mit dem Titel “Euro-Rettungsschirm: 85 Milliarden für die klammen Iren” in der “Süddeutschen Zeitung“.

Im Fall der sogenannten “Bankenhilfe” oder des “Bankenrettungspakets” für Spanien ist es übrigens genau gleich. Das habe ich ja schon in meinem Blogeintrag “Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 188” genauer erläutert.

Es geht hier vor allem auch um die deutschen Banken und die spanischen Hypothekenkredite, die in den Portfolien der deutschen Banken liegen.

Am 3.12.2012 hat Spanien diese Bankenhilfe bei der EU endlich beantragt. Seht hierzu den Artikel vom 3.12.2012 mit dem Titel “Eurokrise: Spanien beantragt offiziell Bankenhilfe aus Brüssel” in der “FAZ“.

Dass Spanien diese Hilfe braucht, war schon lange klar. Das spanische Bankenrettungspaket mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro wurde ja schon am 6.9.2012 beschlossen.

Seht hierzu auch meinen Blogartikel mit dem Titel “10.6.2012-11.6.2012: Entwicklung der weltweiten Börsen und des Euro-Kurses nach der Vergabe des 100-Milliarden-Euro-Bankenrettungspakets an Spanien“.

Und ich bin mit Wolfgang Münchau einer Meinung, dass wahrscheinlich noch mehr Geld als bisher eingeschätzt für die Rettung der spanischen Banken benötigt werden wird. Seht hierzu nochmals den Artikel vom 10.10.2012 mit dem Titel “Die spanische Bombe” in Wolfgang Münchaus Blog “Die Spur des Geldes” in “Spiegel Online“.

Zurück zu den USA: Die wirtschaftliche Situation in den USA ist daher aktuell jetzt zunehmend auch deutlich besser als in der Eurozone insgesamt.

Barack Obama hat seit Anfang 2009 versucht, die USA aus der Krise rauszuführen und hat auch relative Erfolge damit.

Die USA erholen sich wirtschaftlich schon seit einiger Zeit auf klar erkennbare Weise, während die Eurozone wirtschaftlich immer massiver abstürzt.

Die Gefahr für die Weltwirtschaft geht schon lange nicht mehr von den USA aus, sondern spätestens seit Beginn dieses Jahres eindeutig von der Europäischen Union mit ihrer Eurozone.

Für die USA wird in diesem Jahr und für das nächste Jahr ein Wachstum von etwas über 2% erwartet. Seit dem Jahre 2010 haben wir in den USA ein Wachstum von konstant etwas über 2% jährlich.

Das ist nicht sehr viel, aber doch immerhin etwas. Seht hierzu den Eintrag “USA: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2003 bis 2013 (gegenüber dem Vorjahr)” in “Statista“.

Seht zum Vergleich die “Euro Area GDP Growth Rate” seit 2008 in “Trading Economics“.

Die Eurozone ist jetzt seit zwei Quartalen am Schrumpfen und damit technisch in einer Rezession. Und seit dem Jahre 2010 hatten wir in der Eurozone kein einziges Quartal, das mehr als höchstens 1% Wachstum aufgewiesen hätte.

Auch die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitslosenquote haben sich in den USA im letzten Jahr eher günstig entwickelt. Seht hierzu einen Artikel vom 2.11.2012 mit dem Titel “171,000 jobs added in October; jobless rate 7.9%” in “USA Today“.

Wir haben also aktuell eine Arbeitslosenquote von 7,9% in den USA. In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote aber mittlerweile auf 11,7% gestiegen.

Seht hierzu den Artikel vom 30.11.2012 mit dem Titel “11,7 Prozent: Rekord-Arbeitslosigkeit in der Eurozone” in der “FAZ“.

Im Falle der Eurozone rechnet die OECD auch im kommenden Jahr 2013 mit einem schrumpfenden BIP.

Die OECD glaubt daher, dass der Fortbestand der Eurozone angesichts dieser Prognose gefährdet und die Eurozone aktuell eine Bedrohung für das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft sei. Ich sehe das genauso.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 27.11.2012 mit dem Titel “OECD sieht Existenz der Euro-Zone bedroht” in “DerStandard.at“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 27.11.2012 mit dem Titel “OECD cuts global economic forecasts over euro zone risks” in “Reuters“.

Seht hierzu auch den Artikel vom 27.11.2012 mit dem Titel “Global recovery under threat, says OECD” in “BBC News“.

Man sollte also diese von Anfang an wenig erfolgsversprechende und jetzt ganz offensichtlich auch gescheiterte und den Fortbestand der Eurozone gefährdende Austeritätspolitik in den PIIGS-Staaten möglichst bald beenden.

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