Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 174

Dass die Sache mit der Euro-Bankenaufsicht in der EU nicht voran geht, ist bekannt. Im Prinzip geht schon seit langer Zeit kaum etwas in Sachen Eurokrise voran. Das betrifft nicht nur die Euro-Bankenaufsicht.

Der Grund hierfür ist schnell genannt: Die führenden Politiker der verschiedenen Eurozonen-Länder streiten sich langer Zeit nur noch und blockieren sich dauernd gegenseitig.

Hinsichtlich des letzten, gerade eben beendeten Treffens der sogenannten Euro-Gruppe seht zum Beispiel den Artikel vom 4.12. mit dem Titel “Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel: Keine Einigung bei europäische Bankenaufsicht in Sicht” in “Focus“.

Schon an einem der vorherigen Treffen der sogenannten Euro-Gruppe am 20./21. November hat sich der aktuelle Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker über diesen armseligen und zerstrittenen Euro-Gruppen-Sauhaufen auf eindeutige Weise geäussert.

Seht euch zu diesem Treffen unter anderem den Blogeintrag “Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 165” an.

Seht euch speziell nochmals den Artikel vom 21.11. mit dem Titel “Samaras sucht Vier-Augen-Gespräch: Eurogruppe blamiert sich” in “n-tv.de” an.

Wenn man diesen Artikel durchliest, kommt man zum Ergebnis, dass dies wieder eines der vielen europäischen Spitzentreffen in dieser Eurokrise war, in denen wie so oft ergebnislos um das Geld gefeilscht wurde.

Jean-Claude Juncker, der aktuelle Vorsitzende der Euro-Gruppe, traf mit seiner Bewertung über dieses damalige Treffen wohl den Nagel auf den Kopf: “Ich bin nicht desillusioniert, weil ich mir über Europa keine Illusionen mehr mache“.

Genau das denke ich auch schon lange.

Auch über Deutschland und Spanien mache ich mir unter anderem schon lange keine Illusionen mehr. Keines dieser beiden Länder hat zur Zeit wirklich ernstzunehmende politische Führer. Auch in diesen beiden Ländern heisst es schon lange: “business as usual” und sich durchwursteln bis zum “Sanktnimmerleins-Tag“.

Nun, Jean-Claude Juncker scheint jetzt die Konsequenzen aus diesem Dauer-Debakel der sogenannten Euro-Gruppe gezogen zu haben und schmeisst die Sache hin.

Seht hierzu den Artikel vom 4.12.2012 mit dem Titel “Euro-Bankenaufsicht stockt – Juncker-Nachfolge unklar” im “Hamburger Abendblatt“. Lest diesen Artikel in Ruhe durch, wenn es euch interessiert.

Am Mittwoch, den 12.12 soll es dann einen neuen Anlauf der Euro-Gruppe in Sachen Euro-Bankenaufsicht geben.

Viel Hoffnung habe ich in dieser Sache aber nicht. Bisher haben es die europäischen Politiker es noch nie geschafft, mich während dieser Eurokrise positiv zu überraschen.

Ich nehme hier nur François Hollande und sein Kabinett etwas aus (Kabinett Ayrault I). Die scheinen intelligenter zu sein als der Rest und haben offensichtlich ein anderes, für mich tauglicheres und deutlich wachstumsorientierteres Konzept zur Bekämpfung der Eurokrise als die deutschen Austeritäts-Fanatiker.

Anscheinend ist jetzt tatsächlich unter anderem auch Pierre Moscovici (aktueller französischer Finanzminister) als möglicher neuer Eurogruppen-Chef im Gespräch.

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