Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 170

Das Griechenland-Rettungs-Schmierentheater läuft natürlich munter weiter. Seht hierzu den Artikel vom 28.11.2012 mit dem Titel “Presseschau Griechenland: Milliardenhilfe für Griechenland” in der “Frankfurter Rundschau”.

Wir erfahren in diesem Artikel: “Die Eurozone und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten sich in der Nacht zu Dienstag nach langem Tauziehen auf die Freigabe einer neuen Hilfstranche für Griechenland in Höhe von 43,7 Milliarden Euro geeinigt. Dem muss der Bundestag und einige andere Parlamente noch zustimmen. Zwar wurde ein Schuldenschnitt abgelehnt, doch wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um Athen finanzielle Erleichterungen zu bringen und so letztlich ein drittes Hilfsprogramm für den hochverschuldeten Staat abzuwenden. Das soll noch in dieser Woche zur Abstimmung gestellt werden, weil die Eurogruppe bereits am 13. Dezember endgültig die Auszahlung der Milliardenhilfen beschließen will”.

Abgestimmt werden soll im Bundestag also am Freitag. Seht hierzu den Artikel vom 28.11. mit dem Titel “Bundestag stimmt Freitag über neue Griechenland-Hilfen ab” in “Die Welt”.

Was den Schuldenschnitt für Griechenland angeht, so halten ihn die Politker aller deutscher Parteien wohl langfristig für unumgänglich. Seht hierzu den Artikel vom 28.11.2012 mit dem Titel “Politiker aller Lager erwarten Schuldenschnitt für Griechenland” in “Reuters”.

Auch die CDU-Politiker halten diesen Schuldenschnitt letztendlich für unumgänglich. Seht hierzu den Artikel vom 28.1.2012 mit dem Titel “Hilfen für Griechenland: CDU-Politiker halten Schuldenerlass für Athen für unumgänglich” in “Focus”.

Wer den Schuldenschnitt nicht will und ablehnt ist natürlich Wolfgang Schäuble. Warum? Wegen der kommenden Bundestagswahl im Herbst 2013.

Da es sich hier um einen Schuldenschnitt bei den staatlichen Gläubigern handeln wird, kostet die Sache auch den deutschen Steuerzahler Geld. Und das könnte der aktuellen schwarz-gelben Regierungskoalition (Kabinett Merkel II) bei der nächsten Wahl Stimmen kosten.

Also wird Wolfgang Schäuble versuchen, diesen Schuldenschnitt bis nach dem nächsten Herbst hinauszuschieben. Versteht sich von selbst, dass Angela Merkel dies genauso sieht.

Neue Zahlen gibt es heute, am 30.11.2012 zur Arbeitslosigkeit und zur Arbeitlosenquote in der EU und der Eurozone allgemein und den jeweiligen einzelnen Ländern.

Seht hierzu den Artikel vom 30.11. mit dem Titel “Schuldenkrise treibt Euro-Arbeitslosigkeit erneut auf Rekord” in der “Frankfurter Rundschau”.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die Schuldenkrise hat die Zahl der Arbeitslosen in der Eurozone erneut auf einen Rekordwert getrieben. Im Oktober waren in den 17 Euro-Ländern 18,7 Millionen Menschen ohne Job – so viele wie noch nie seit Einführung des Euro.

Das entsprach einer Quote von 11,7 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Im Vergleich zum Vormonat September wurden 173 000 mehr Arbeitslose gezählt, gegenüber dem Vorjahr war es ein Anstieg von mehr als zwei Millionen. Junge Leute waren besonders stark betroffen. Dramatisch sieht die Lage in den Euro-Krisenländern Griechenland und Spanien aus.

In Spanien ist bereits mehr als jeder vierte Arbeitnehmer ohne Job (26,2 Prozent), in Griechenland jeder vierte. Auch im schuldengeplagten Portugal ist die Lage am Arbeitsmarkt schwierig, jeder sechste ist dort ohne Arbeit. Firmenpleiten und Entlassungen belasten in den Krisenstaaten den Arbeitsmarkt.

Jugendliche leiden dabei besonders. Im Oktober waren in den Euro-Ländern 3,6 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Der Zuwachs fiel mit 350 000 doppelt so stark aus wie bei allen Arbeitnehmern insgesamt. Auch die Quote war bei jungen Leuten mit 23,9 Prozent mehr als doppelt so hoch. (…).

Auch in der EU als Ganzes kletterten im Oktober die Arbeitslosenzahlen weiter. In den 27 EU-Ländern waren 25,9 Millionen Menschen ohne Job, das entsprach einer Quote von 10,7 Prozent (Vormonat: 10,6 Prozent)”.

Tja, wie sich die PIIGS-Staaten und letztlich damit die ganze Eurozone unter solchen Bedingungen erholen sollen, ist mir ein Rätsel.

Zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Arbeitslosenquote in der EU und der Eurozone allgemein und in den jeweiligen einzelnen Ländern in den letzten 12 Monaten siehe die entsprechende Tabelle von Eurostat mit dem Titel “Harmonisierte Arbeitslosenquote (saisonbereinigt)

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