Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 150

Für die sonst so siegesgewisse deutsche Exportindustrie verdüstert sich die Zukunftsperspektive in den letzten Monaten deutlich.

Bedanken hierfür dürfen sich die deutschen Exporteure unter anderem beim “europäischen Visionär” Wolfgang Schäuble und bei “madame nonAngela Merkel.

Langsam geht´s jetzt ans Eingemachte, die Krise kommt jetzt zunehmend auch in Deutschland an.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 3.9. mit dem Titel “Größtes Minus seit 2009: Massiver Auftragsrückgang bei deutschen Exporteuren” in “tagesschau.de“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die Aufträge der deutschen Export-Unternehmen sind im August so stark gefallen wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Das hat eine Umfrage des Markit-Instituts unter 500 Industrieunternehmen ergeben.

Demnach sinkt vor allem in den rezessionsgeplagten südeuropäischen Ländern die Nachfrage. “Besonders markant ging die Zahl der Bestellungen aus Südeuropa zurück.”

Schon im ersten Halbjahr waren die Ausfuhren nach Portugal um 14,3 Prozent eingebrochen, die nach Spanien und Griechenland gingen um jeweils mehr als neun Prozent zurück, während der Umsatz in Italien um 8,2 Prozent schrumpfte. (…).

Bislang hatten die deutschen Ausfuhren im laufenden Jahr gut zugelegt. Gezogen wurden die Exporte dabei vor allem durch Bestellungen aus Drittländern außerhalb der Europäischen Union, darunter Japan, die USA und Russland. Der deutschen Industrie stehe trotz eines verlangsamten Rückgangs etwa in der Produktion im dritten Quartal das schlechteste Vierteljahr seit mehr als drei Jahren bevor, erklärten die Markit-Experten.

Unter der Krise in Europa leidet auch Exportweltmeister China. Die Neuaufträge der Industrie fielen so schwach aus wie seit März 2009 nicht mehr, wie aus einer Umfrage der Großbank HSBC hervorgeht. Dies schürt Sorgen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Sommer weiter an Fahrt verlieren könnte. “Chinas Exporteuren bläst der Wind immer schärfer ins Gesicht”, sagte der HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin.

China hat im Juni und Juli bereits die Geldpolitik gelockert, um die merkliche Konjunkturabkühlung zu bremsen. Fachleute gehen davon aus, dass die Regierung in Peking Geld noch billiger machen wird, um die Wirtschaft zu stützen”.

Einen ähnlichlautenden Artikel vom 3.9. mit dem Titel “Größtes Minus seit drei Jahren: Exportaufträge brechen ein” findet ihr in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die Exportwirtschaft gilt als Stütze der deutschen Konjunktur. Doch nun bekommt die Branche die Folgen der Euro-Krise und der weltweiten Wirtschaftsflaute zu spüren. Die Aufträge der deutschen Exporteure fielen im August so stark wie seit über drei Jahren nicht mehr, teilte das Markit-Institut mit. “Besonders markant ging die Zahl der Bestellungen aus Südeuropa zurück”, hieß es.

Das Institut befragte 500 Industrieunternehmen. Demnach klagen besonders die Hersteller von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern sowie die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Chemikalien über sinkende Bestellungen.

Im ersten Halbjahr waren die deutschen Exporte noch gewachsen – dank der Nachfrage aus Japan, den USA und Russland. Allerdings zeigte sich schon in den ersten sechs Monaten, dass die Ausfuhren in die südeuropäischen Krisenländer eingebrochen waren. Dieser Trend scheint sich laut der Umfrage nun fortzusetzen.

Der deutschen Industrie stehe zwischen Juli und September das schlechteste Quartal seit über drei Jahren bevor, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Auch andere Experten fürchten, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden dritten Quartal schrumpfen könnte. So ist der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigstes Konjunkturbarometer im August zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Auch die Bundesregierung erklärte zuletzt, die weiteren Aussichten blieben verhalten und es gebe erhebliche Risiken”.

Einen ähnlichlautenden Artikel vom 3.9. mit dem Titel “Geschwächte EU-Wirtschaft: Exporteure erleiden größtes Auftragsminus seit 2009” findet ihr in “Focus“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Euro-Krise und weltweite Konjunkturflaute setzen den deutschen Exporteuren immer mehr zu. Im August hatten sie so wenige Aufträge wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das teilte das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 500 Industrieunternehmen mit. „Besonders markant ging die Zahl der Bestellungen aus Südeuropa zurück.“ Schon im ersten Halbjahr waren die Ausfuhren nach Portugal um 14,3 Prozent eingebrochen, die nach Spanien und Griechenland gingen um jeweils mehr als neun Prozent zurück, während der Umsatz in Italien um 8,2 Prozent schrumpfte.

Über eine sinkende Nachfrage klagen Markit zufolge besonders die Hersteller von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern sowie die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Chemikalien. Der Markit-Einkaufsmanagerindex stieg trotz der schwächelnden Auslandsnachfrage um 1,7 auf 44,7 Punkte und damit zum ersten Mal seit Jahresbeginn. Wachstum wird erst ab der Marke von 50 Zählern signalisiert.
„Trotz der verlangsamten Talfahrt steht der deutschen Industrie im dritten Quartal das schlechteste seit über drei Jahren bevor“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Das Bruttoinlandsprodukt war zu Jahresbeginn um 0,5 Prozent gewachsen, im Frühjahr um 0,3 Prozent. Für den Sommer befürchten Pessimisten, dass die Wirtschaftsleistung sinkt. (…).

Unter der Krise in Europa leidet auch Exportweltmeister China. Die Neuaufträge
der Industrie fielen so schwach aus wie seit März 2009 nicht mehr, wie aus einer
hervorgeht. Dies schürt Sorgen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im
Sommer weiter an Fahrt verlieren könnte
. „Chinas Exporteuren bläst der Wind

immer schärfer ins Gesicht“, sagte der HSBC-Chefvolkswirt für China, Qu Hongbin.
Der gesamte HSBC-Einkaufsmanagerindex sank im August auf 47,6 von 49,3 Punkten
und blieb damit den zehnten Monat unter der 50-Zähler-Marke. Am Wochenende war
bereits der amtliche Einkaufsmanagerindex auf 49,2 Prozent gerutscht und damit
erstmals seit November 2011 unter die Wachstumsschwelle”.

Der Einkaufsmanagerindex ist in Deutschland seit diesen Negativmeldungen Anfang September noch weiter abwärts gerutscht.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 24.10. mit dem Titel “Einkaufsmanagerindex: Wirtschaft schaltet den Rückwärtsgang ein” im “Handelsblatt“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die deutsche Wirtschaft hat ihre Talfahrt im Oktober beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,1 auf 48,1 Punkte, teilte das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 1000 privaten Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor. Das Barometer verharrt damit seit einem halben Jahr unter der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. “Die deutsche Wirtschaft hat im Oktober wieder den Rückwärtsgang eingeschaltet”, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. “Das lag vor allem daran, dass die Industrieproduktion stärker zurückgefahren wurde als zuletzt.”

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank um 1,7 auf 45,7 Zähler. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Anstieg auf 48,0 Punkte erwartet. “Zu schaffen machen den Industrieunternehmen vor allem die nachlassenden Exporte nach Südeuropa und der Nachfragerückgang im Automobilsektor”, sagte Moore. “Die Schwäche der Automobilhersteller sorgte wiederum bei deren Vorleistungsgüterproduzenten für leere Auftragsbücher.” Die Bestellungen fielen bereits den 16. Monat in Folge. Wegen der schlechten Aussichten und Überkapazitäten bauten die Firmen Arbeitsplätze ab.

Das Barometer für die Dienstleister gab um 0,4 auf 49,3 Punkte nach. Hier hatten Analysten mit 50,0 Zählern gerechnet. Auch hier klagten die Unternehmen über sinkende Aufträge, die aber nicht mehr so stark zurückgingen wie in den drei Vormonaten. “Gebremst wurde die Nachfrage der privaten Haushalte nach Dienstleistungen durch den Kostenanstieg bei Kraftstoffen und Energie”, hieß es. “Und auch der scharfe Wettbewerb machte den Dienstleistern zu schaffen.” Entsprechend düster fällt der Ausblick aus”.

Seht zur Entwicklung des Einkaufsmanagerindex in der Eurozone den Artikel vom 24.10. mit dem Titel “Eurozone: Einkaufsmanagerindex bricht im Oktober weiter ein” in “Wirtschaftsfacts.de“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der Einkaufsmanager für die Eurozone sank im Monat Oktober auf ein 40-Monats-Tief. Laut Markit wird sich die Rezession in der Eurozone im dritten Quartal vertiefen, und drohe nun auch auf die Kernländer Deutschland und Frankreich überzuspringen. Eine große Mehrheit der 5.000 befragten Unternehmen gab an, aufgrund der einbrechenden Nachfrage weiter Kosten reduzieren zu wollen. Diese Entwicklung wird sich negativ auf die Jobmärkte auswirken, an denen mit neuen Rekorden der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist.

Die wirtschaftliche Lage in der Eurozone hat sich im Monat Oktober weiter verschlechtert. Darauf weisen neue Daten von markit.com hin, deren Einkaufsmanagerindex für die Region auf ein 40- Monats-Tief absackte. Der Composite Purchasing Managers’ Index (PMI) rutschte im Oktober auf 45,8 Punkte ab, nachdem das Barometer im September bei 46,1 Punkten notierte.

Dass die Situation in der Eurozone immer heikler wird, zeigt die Tatsache, dass der nun erreichte Indexstand der niedrigste seit Juni 2009 ist. Laut Markit fresse sich die Krise nun von Peripherieländern wie Portugal, Griechenland, Spanien, Italien und Irland in den Kern der Eurozone vor. Nicht auszuschließen ist deshalb, dass auch Deutschland und Frankreich schon bald wieder in die Rezession abtauchen werden.

Erst vor Kurzem senkten die sechs führenden Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft. Nach im Juli prognostizierten 2% soll die deutsche Wirtschaft in 2013 jetzt nur noch um 1% wachsen – wenn überhaupt. Denn es wurde gleichzeitig davor gewarnt, dass das Wachstum negativ ausfallen könnte, falls die Krise in der Eurozone nicht endlich gelöst werde. Danach sieht es zurzeit nicht aus.

Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal um 0,2% schrumpfte, wird im dritten Quartal mit einem Rückgang von 0,3% gerechnet. Damit würde nach technischer Definition eine neue Rezession in der Eurozone vorliegen, die durch zwei aufeinander folgende Quartale charakterisiert wird, in denen die Wirtschaft schrumpft.

Bedenklich stimmt Analysten, dass die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Frankreich im Oktober bereits den sechsten respektive den achten Monat unterhalb der wichtigen Marke von 50 Punkten pendelten, die Wachstum von einer Schrumpfung trennt. Der Gesamtindex für die Eurozone weist darüber hinaus auf eine anhaltende Schrumpfung im produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor hin.

Vor allem im produzierenden Gewerbe scheint sich die Situation zuzuspitzen, da die meisten Unternehmen ihre Bestände und Lagerwaren mit der schnellsten Geschwindigkeit seit Dezember 2009 abbauten. So verwundert es auch nicht, dass der die Bestände abbildende Index im Oktober auf nur noch 43,5 Punkte von 46,5 Punkten im September fiel. Dies entspricht dem drittstärksten monatlichen Rückgang seit Beginn der Datenaufzeichnungen”.

Seht zur Entwicklung des Einkaufsmanagerindex in der Eurozone im Oktober ebenfalls den Artikel vom 24.10. mit dem Titel “Eurozone: Einkaufsmanagerindex gibt überraschend weiter nach” in “Focus“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der Einkaufsmanagerindex sei von 46,1 Punkten im Vormonat auf 45,8 Punkte gesunken, teilte das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 46,5 Punkte gerechnet. Der Indikator fällt damit weiter unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten und signalisiert damit einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.
Als besonders beunruhigend bewerten Experten die Entwicklung im Industriesektor. Der entsprechende Indikator fiel mit 45,3 Punkten wieder zurück und signalisiert damit einen deutlichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Der Indikator für den Dienstleistungssektor hellte sich dagegen minimal auf.

In den größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich enttäuschten die Daten. Einzig in französischen Dienstleistungssektor konnten die ohnehin niedrigen Markterwartungen übertroffen werden. In Deutschland fielen die Zahlen sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Service-Bereich überraschend weiter zurück.

„Die unerwarteten Rückgänge in Deutschland sind negativ zu werten und lassen Konjunktursorgen nicht ungerechtfertigt erscheinen“, kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Situation in Frankreich sei ebenfalls wenig erfreulich. Die Niveaus blieben weit entfernt vom Expansionsbereich”.

Tja, so sieht´s aus. Und was die steigenden Kraftstoffpreise angeht, so rollt hier auf die gesamte Weltwirtschaft schon seit Jahren langsam aber sicher ein gewaltiges Problem namens “Peak Oil” zu.

Seht hierzu unter anderem meinen Blogartikel mit dem Titel “Eine entscheidende Ursache der aktuell steigenden Inflationsrate in der Eurozone: `Peak Oil´“.

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