Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 149

Über den in Deutschland zur Zeit sich massiv aufbauenden Immobilienboom habe ich schon öfters geschrieben. Ursache hierfür ist natürlich die Eurokrise. Nicht nur die reichen Südeuropäer, sondern auch die Deutschen misstrauen offensichtlich mittlerweile massiv dem Euro, trotz aller Beteuerungen Wolfgang Schäubles, dass wir auf einem “guten Weg” sind.

Seht hierzu unter anderem meinen Blogeintrag “Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 132“.

Seht hierzu auch die gut gemachte Infografik vom 26.6.2012 mit dem Titel “Flucht ins Betongold. Entwicklung der Preise für Wohnimmobilien seit Beginn der Euro-Krise” in der “Wirtschaftswoche“.

Nun, in der deutschen Presse wird dieser aktuelle deutsche Immobilienboom meistens als völlig harmlos dargestellt und dauernd beteuert, dass es sich hier keineswegs um eine Immobilienblase handle, wie wir sie zum Beispiel in der letzten Zeit in den USA, Spanien oder Irland hatten. Die Immobilienblase in den USA war letztlich der Auslöser der Finanzkrise ab 2007. In deren Gefolge platzte dann auch die irische und spanische Immobilienblase.

Als Beispiel für diese beschwichtigenden Beteuerungen in der deutschen Presse seht zum Beispiel den Artikel vom 2.8. mit dem Titel “Teure Häuser und Wohnungen: Keine Immobilienblase in Deutschland” in “Focus“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Trotz kräftig steigender Preise ist auf dem deutschen Immobilienmarkt aus Sicht des Instituts der deutschen Wirtschaft keine spekulative Blase in Sicht. Die Preise für Wohneigentum hätten sich in den fünf größten Städten nicht stärker entwickelt als die Mieten, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Donnerstag in Berlin.

Trotz extrem niedriger Zinsen sei auch keine expansive Kreditvergabe zu beobachten. Die höheren Kosten seien Ausdruck einer steigenden Nachfrage nach Wohnungen und der Attraktivität der Metropolen. (…).

Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen dem IW zufolge von 2003 bis 2011
bundesweit um rund 10,5 Prozent. In den Metropolen zogen sie noch deutlich
stärker an: In Hamburg um 31 Prozent, in Berlin sogar um 39 Prozent. Moderater
ging es in München (plus 23 Prozent) und Frankfurt (plus 14 Prozent) in die
Höhe. Vor allem im Jahr 2011 habe es aber noch einmal einen deutlichen Sprung
gegeben, sagte Hüther. Am teuersten seien Eigentumswohnungen derzeit in München
mit 4200 Euro pro Quadratmeter, am günstigsten unter den fünf größten Städten
schneidet Köln (2100 Euro) ab.Zeichen einer spekulative Blase macht das
IW dennoch kaum aus. „Von einer Blase spricht man erst dann, wenn sich die
aktuell hohen Preise einzig mit dem Glauben der Investoren erklären lassen, die
auf einen höheren Wiederverkaufspreis in der Zukunft wetten und damit die
Nachfrage anheizen“, betonte Hüther. (…).

Lediglich Berlin rage etwas heraus. Hier habe sich die Anzahl der angebotenen
Objekte seit 2007 um 60 Prozent erhöht. „Doch welche Millionenstadt auf der Welt
hat noch solche Freiflächen zur Verfügung wie Berlin?“, fragte Hüther.
Problematisch sei aber, dass die Preise für Wohnungen in die Höhe gegangen
seien, während die für Häuser konstant blieben. „Das könnte ein Indiz dafür
sein, dass der Berliner Markt etwas überhitzt ist.“

Über das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erfahren wir im entsprechenden Wikipedia-Artikel folgendes: “Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut. Es wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie. (…).Das Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen.

Der Auftrag des Instituts, das sich als „führendes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland“ versteht, ist es nach seiner Selbstdarstellung, „das Verständnis wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Politik und Öffentlichkeit zu festigen und zu verbessern“. Das IW fungiert unter anderem als wissenschaftlicher Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, des Roman Herzog Instituts München und der Politik”.

Nun, da hier im Zusammenhang mit dem Institut der deutschen Wirtschaft unter anderem die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erwähnt wird, dürfte es wohl kaum zu gewagt sein, wenn ich das Wort wirtschaftsliberal mit dem Wort neoliberal gleichsetze, oder?

Wenn es aber um drohende Immobilienblasen geht, würde ich mich eher nicht von neoliberalen Wirtschaftsinstituten (= sogenannte “Denkfabriken“, in denen aber meistens herzlich wenig nachgedacht wird) leiten lassen, nach allen Erfahrungen, die wir in Sachen Immobilienblasen in den letzten Jahren gemacht haben.

Und es könnte ja auch sein, dass das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Gelder aus der Immobilienbranche erhält, oder nicht?

In der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände sind unter anderem auch die Baubranche und die Finanzindustrie vertreten. Seht hierzu den Eintrag mit den 52 Bundesfachspitzenverbänden, die im BDA organisiert sind.

Und auch im BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) ist unter anderem der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie vertreten.

Wie heisst es so schön: “Wess´ Brod ich ess´, des´ Lied ich sing“.

Ich selbst haben seinerzeit in Spanien erlebt, wie vor dem Jahre 2008 alle führenden, natürlich neoliberal gestrickten spanischen Wirtschaftszeitungen felsenfest behauptet haben, dass in Spanien keine Immobilienblase vorliege. Seht hierzu auch meinen Blogartikel “Madrid heute – Abschied von meiner Madrider Vergangenheit“.

Und tatsächlich gibt es deutsche Experten für das Thema europäischer Immobilienmarkt und Finanzsektor, die den aktuellen Immobilienboom in Deutschland als nicht wirklich ganz so harmlos einschätzen. Zu ihnen gehört zum Beispiel Hans-Joachim Dübel, der die Berliner “FINPOLCONSULT” leitet.

Seht hierzu zum Beispiel den Artikel vom 6.9. mit dem Titel “Immobilienboom in Deutschland: Hypotheken-Alarm bei den Banken” in der “Financial Times Deutschland“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Banken und Sparkassen würden die steigenden Ausfallrisiken bei Hypothekendarlehen größtenteils ignorieren, sagt Hans-Joachim Dübel, Inhaber der Beratungsgesellschaft Finpolconsult. Nach Daten der Bundesbank hätten die meisten Institute ihre langfristig ausgereichten Immobilienkredite nur kurzfristig aus Kundeneinlagen und nicht langfristig über Pfandbriefe refinanziert. Im Falle steigender Zinsen drohten die Geldhäuser in Existenzgefahr zu geraten.

“Sollten die Institute für die Refinanzierung dann höhere Zinsen zahlen müssen, als sie an den von ihnen vergebenen Darlehen verdienen, droht eine Pleitewelle im Bankensektor”, sagt Dübel. “Am Ende könnte die Bundesregierung gezwungen sein, milliardenschwere Rettungspakete aufzulegen, so wie es heute die spanische Regierung tun muss.” In Spanien sind zahlreiche Banken und Sparkassen insolvenzbedroht, nachdem die Immobilienblase geplatzt ist und Kunden ihre Kredite nicht mehr bedienen können.

Bislang haben hiesige Institute kein Problem damit, ihre ausgereichten Immobiliendarlehen günstig aus Spareinlagen der Kunden zu refinanzieren. Wegen der Euro-Krise flüchten Investoren massiv in Bundesanleihen. Das treibt die Kurse und senkt spiegelbildlich die Renditen – und damit die Zinsen für Spareinlagen. Zudem hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf 0,75 Prozent gesenkt.

Kurzfristig sei nicht mit einer Zinserhöhung zu rechnen, sagt Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. “Eine nochmalige Kürzung des EZB-Zinssatzes auf 0,5 Prozent ist angesichts der ungelösten Euro-Krise und der schwachen Konjunktur wahrscheinlich.” Damit dürften auch die Baugeldzinsen vorerst niedrig bleiben.

Allerdings erwartet auch Bargel nicht, dass die Zinssätze ewig auf so niedrigem Niveau verharren werden. Primäres Ziel der EZB sei die Preisstabilität. Die Zentralbank werde deshalb die Leitzinsen wieder anheben, wenn “sich die Konjunktur im Euro-Raum stabilisiert hat und sich merkliche Erfolge bei der Bekämpfung der Staatsschuldenkrise zeigen”, sagt Bargel.

Nach Ansicht von Hans-Joachim Dübel könnte das dazu führen, dass “deutsche Banken und Sparkassen genau dann in Not geraten, wenn südeuropäische Staaten wie Spanien ihre Immobilien- und Bankenkrise bewältigt haben”. In diesem Fall dürften Investoren aus Bundesanleihen in höher verzinsliche südeuropäische Staatsanleihen umschichten. Das würde die Zinsen hierzulande zusätzlich in die Höhe treiben. “Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass die deutsche Bankenaufsicht die Institute nicht mahnt, ihre Hypothekendarlehen jetzt langfristig über Pfandbriefe zu refinanzieren”, so Dübel”.

Einen weiteren interessanten Artikel vom 6.9. mit dem Titel “Wohnimmobilien: Mit dem Eigenheim ins Verderben” findet ihr ebenfalls in der “Financial Times Deutschland“.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Der Immobilienboom verleitet Käufer von Eigentumswohnungen und Eigenheimen sowie Banken und Sparkassen dazu, immer höhere Kreditrisiken einzugehen. Das zeigen neue Studien von Marktakteuren und -beobachtern. “Das Ausfallrisiko für Banken und Kreditnehmer ist deutlich gestiegen, weil Immobilienerwerber zunehmend weniger Eigenkapital mitbringen müssen”, sagt Ralf Weitz, Geschäftsleiter für den Bereich Baufinanzierung beim Internetvermittler Immobilienscout24. “Die Entwicklung ist besorgniserregend”, bestätigt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baugeldvermittlers Baufi24.

Nach einer Auswertung von 12.000 Kreditanfragen durch Immobilienscout24 ist der Anteil des Kaufpreises, den Erwerber von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern aus ihren Ersparnissen stemmen können, im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich gesunken. Beispiel München: In der bayerischen Landeshauptstadt zahlten Wohnungskäufer im zweiten Quartal 2010 noch 27 Prozent des Kaufpreises mit vorhandenen eigenen Mitteln. “Im Juni dieses Jahres reichte das Eigenkapital im Schnitt nur noch aus, um damit 17 Prozent des Immobilienpreises zu decken”, sagt Weitz. Bei Transaktionen am Berliner Markt schrumpfte die durchschnittliche Eigenkapitalquote der Erwerber seit Anfang 2011 von 23 auf zwölf Prozent.

Gleichzeitig stiegen die Immobilienpreise zuletzt massiv an. In München verteuerten sich Eigentumswohnungen von März 2007 bis Juli 2011 im Schnitt pro Jahr um vier Prozent. Seither legten die Preise jedoch um zwölf Prozent zu. “Die Dynamik hat sich innerhalb des vergangenen Jahres verdreifacht”, sagt Weitz. In Berlin stiegen die Preise von 2007 bis zum Sommer vergangenen Jahres um lediglich 14 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten schossen sie hingegen um 15 Prozent in die Höhe.

Das Ergebnis der Immoscout-Untersuchung bestätigt auch eine Erhebung des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24. Danach ist der durchschnittliche Wert der erworbenen Immobilien allein von Februar bis Juli dieses Jahres um 5,6 Prozent von 187.658 Euro auf 198.753 Euro gestiegen. Zudem sei die Eigenkapitalquote privater Immobilienerwerber im Juni dieses Jahres im Mittel auf nur noch 13 Prozent gefallen.

“Der Immobilienboom und die niedrigen Baugeldzinsen verlocken zunehmend auch Haushalte mit niedrigen Einkommen und entsprechend geringen Ersparnissen zum Immobilienkauf”, sagt Geschäftsführer Scharfenorth. Das birgt hohe Risiken für die Erwerber und die finanzierenden Banken und Sparkassen (siehe nebenstehenden Beitrag). “Steigt das Zinsniveau im Laufe der Zeit, gerät die Anschlussfinanzierung für diese Schwellenhaushalte in Gefahr”, sagt Scharfenorth. Dies könnte, wie zuvor in den USA, Großbritannien, Irland und Spanien, in einer Welle von Zwangsversteigerungen enden”.

Tja, als in den USA, Spanien und Irland seinerzeit die jeweilige Immobilienblase geplatzt ist, haben die meisten Deutschen breit gegrinst, nach dem Motto: “Wir sind die soliden Deutschen, das kann uns nicht passieren“.

Nun, ich wäre mir an Stelle der deutschen Spiesser (deren Horizont zum Beispiel hier in meiner deutschen Heimatstadt Freiburg kaum über das “Ländle” rausreicht) nicht so sicher, ob die deutschen Banken wirklich so viel solider sind als die Banken in den anderen Ländern der westlichen Welt.

Die Deutschen Spiesser sollten bei dieser Sache nicht vergessen, dass die deutschen Banken sich bei all diesen Immobilienblasen in den USA, Irland und Spanien massiv reininvestiert und sich damit schon in der Vergangenheit massiv und auf sehr gefährliche Weise verspekuliert haben. Ganz nebenbei haben die deutschen Banken so auch noch die Immobilienblase in diesen Ländern mitfinanziert und diese Länder letztlich dadurch zusätzlich beschädigt.

Man denke da nur zum Beispiel an den Fall der Münchner Hypo Real Estate, die mit sehr viel Geld vom deutschen Staat gerettet und im Jahre 2009 verstaatlicht wurde. Die Hypo Real Estate hatte sich im Gefolge der amerikanischen Subprimekrise mit amerikanischen CDOs massiv verspekuliert.

Seht hierzu unter anderem den kurzen Artikel vom 27.10 mit dem Titel “Alles muss raus: Hypo Real Estate verramscht Gift-Anleihen” in “Spiegel Online“.

Wir erfahren in diesem Artikel: “Das große Aufräumen hat begonnen: Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) räumt ihr Beteiligungsportfolio radikal aus. Eine Woche nach dem Verkauf von Forderungen gegen die Pleite-Bank Lehman Brothers wurde nun ein 759 Millionen Euro schweres Paket toxischer Wertpapiere an insgesamt sechs Bieter versteigert, teilte die HRE-Tochter Deutsche Pfandbriefbank am Dienstag mit.

Die Bank habe damit einen Buchgewinn im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt.

Bei den Wertpapieren handelt es sich um forderungsbesicherte Anlagen – sogenannte CDOs (Collatarized Debt Obligations). Sie gelten als einer der Auslöser der Finanzkrise. Vor dem Verkauf lag das gesamte CDO-Engagement des HRE-Konzerns bei nominal rund 2,64 Milliarden Euro. Die Bank beabsichtigt nun, ihr verbleibendes CDO-Portfolio zu veräußern, wenn sich attraktive Gelegenheiten ergeben.

Die HRE war kurz nach dem Aus von Lehman wegen Fehlspekulationen der irischen Tochter Depfa selbst an den Rand des Ruins geraten und musste von Bund und anderen Banken gerettet werden. Sie wird mit Garantien von 100 Milliarden Euro künstlich am Leben gehalten und gehört komplett dem Bund”.

Was nun die spanische Immobilienblase angeht, so seht euch zum Beispiel den Artikel vom 29.3. von Günther Lachmann mit dem Titel “Spanien-Misere lebensgefährlich für Deutschland” in “Die Welt” an.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Wie sehr die spanische Krankheit die anderen Euro-Staaten treffen wird, zeigt ein Blick auf die Liste der Gläubiger. “51 Milliarden Dollar an spanischen Schulden liegen demnach in Großbritannien, 187 Milliarden in den USA, 224 Milliarden in Frankreich und 244 Milliarden Dollar in – surprise, surprise! – Deutschland”, schreibt der “Tagesanzeiger” und fügt süffisant hinzu: “Ob Frau Merkel sich dessen bewusst ist?”

Sie ist es, denn nur so erklärt sich die Bereitschaft der Kanzlerin zu weiteren Milliardenhilfen. Wenn Spanien kippt, ist das nämlich auch für deutsche Banken lebensgefährlich.

Europa ist alles also andere als auf dem Wege der Besserung. Sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Der griechische Virus hat längst Portugal und Spanien befallen und droht sie ebenfalls dahinzuraffen. Andere wie Italien haben sich bereits angesteckt”.

Seht zum Zustand Spaniens und zum Thema der spanischen Immobilienblase auch den Artikel vom 23.3. von Mark Dittli mit dem Titel “Die wahre Bombe liegt in Spanien” im Blog “Never Mind The Markets” im Züricher “Tagesanzeiger“.

Und was nun das Engagement der deutschen Banken in Irland angeht, wo seinerzeit ebenfalls eine Immobilienblase geplatzt ist, so schaut euch zum Beispiel mal den Artikel vom 18.12.2010 mit dem Titel “113 Milliarden: Euro Deutsche Banken sind größte Irland-Kreditgeber” in “Spiegel Online” an.

Wir erfahren in diesem Artikel unter anderem: “Die Kritik in Deutschland am Rettungspaket für Irland war groß. Aber es gibt offenbar einen guten Grund dafür, dass deutsche Steuerzahler mithelfen, die Wirtschaft des Landes vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Nach einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind deutsche Banken dort stärker als andere ausländische Kreditinstitute engagiert.

Nach einem am Freitag veröffentlichen Bericht haben die deutschen Institute in Irland Kredite in Höhe von 113 Milliarden Euro vergeben. Die Summe entspreche 1,8 Prozent des Kapitals der deutschen Geldhäuser. Britische Banken sind demnach mit umgerechnet 107 Milliarden Euro in Irland engagiert, US-Banken mit 47 Milliarden Euro”.

Tja, soweit zu den vermeintlich “soliden” (?!) deutschen Banken, die angeblich so ganz anderes sind als die Banken in den USA oder gar in Südeuropa.

Ich habe diesen Quatsch vom “soliden Deutschland” sowieso schon lange nicht mehr wirklich ernst genommen.

Seit der Ära Gerhard Schröders (1998-2005) haben wir ein neoliberales Deutschland. Und ein wirtschaftspolitisch neoliberal verwaltetes Land kann niemals solide sein, einsolider Neoliberalismus (?!) ist eine “contradictio in adiecto“.

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