Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 59

Offensichtlich haben vor allem die nicht-europäischen G20-Staaten erkannt, dass die aktuelle Euro-Krise in der Euro-Zone eine massive Bedrohung für die Weltwirtschaft ist. Insbesondere scheinen die nicht-europäischen G20-Staaten begriffen zu haben, dass ein Zusammenbruch Spanien und Italiens mitsamt ihren zahlreichen systemisch wichtigen Banken letztlich nicht nur den Zusammenbruch der Eurozone, sondern eine weltweite schwere systemische Bankenkrise und schwere Weltwirtschaftkrise zur Folge hätte. Tendenziell befindet sich ja die Welt seit der Finanzkrise ab 2007 insgesamt im Krisenmodus.

Seht hierzu einen Artikel in der “Financial Times” von heute, den 20.6., mit dem Titel “G20 bid to cut eurozone borrowing costs“. Vor allem scheinen die  nicht-europäischen G20-Staaten erkannt zu haben, dass vor allem die immer weiter steigenden Refinanzierungskosten des spanischen und italienischen Staates eine massive Bedrohung für diese Länder darstellt, die dazu führen könnte, dass diese Länder sich irgendwann mal nicht mehr finanzieren könnten. Im Fall von Spanien wäre das theoretisch vielleicht noch für den Euro-Rettungsschirm verkraftbar. Im Fall von Italien wäre dies aber das Ende der Eurozone, weil der Euro-Rettungsschirm niemals über das notwendige Geld verfügen wird um Italien, die drittgrösste Ökonomie der Eurozone, komplett zu finanzieren. Das ist einfach finanziell nicht machbar, auch Deutschland hat das Geld für so etwas nicht.

In diesem Artikel in der “Financial Times” von heute, den 20.6., mit dem Titel “G20 bid to cut eurozone borrowing costs” heisst es wörtlich: “On the day that Spain was forced to pay more than 5 per cent to borrow money for one year, the need for action to stem the spiral of rising government bond yields was accepted on Tuesday by Germany, France and Italy, the G20’s three eurozone members. (…).

The communiqué does not mention specific action to be taken by the eurozone countries, but aims to cut borrowing costs for countries such as Spain and Italy. It said recent eurozone policies, such as the fiscal compact and growth-enhancing measures, were “important steps towards greater fiscal and economic integration that lead to sustainable borrowing costs”. (…).

The communiqué commits eurozone countries to “take all necessary measures to safeguard the integrity and stability of the area, improve the functioning of financial markets and break the feedback loop between sovereigns and banks”.

Also es hat eine Art “communiqué” zum Abschluss des G20-Gipfels in Mexiko (18-19.6.) gegeben. Und anscheinend will man jetzt endlich dafùr sorgen, dass die Refinanzierungskosten für Spanien und Italien nicht mehr weiter steigen. Und man will wachtumsfördernde Massnahmen ergreifen. Und man will offensichtlich die Eurozone hinsichtlich ihrer Finanzarchitektur modifizieren in Richtung auf mehr Integration.

Die G20-Länder scheinen das Problem mit den PIIGS-Staaten in der  Eurozone und vor allem mit den immer weiter steigenden Refinanzierungskosten Spaniens und Italiens  jetzt langsam klar zu erkennen. Vor allem François Hollande hat das Problem innerhalb der Länder der Eurozone ganz klar erkannt. Lest hierzu nochmals den Artikel in der “Financial Times” von heute, den 20.6., mit dem Titel “G20 bid to cut eurozone borrowing costs” gründlich durch.

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