Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 44

Wie sehr die Krise in Spanien, vor allem die spanische Bankenkrise, die weltweiten Investoren und auch die weltweiten Börsen verunsichert, zeigt ein Artikel aus “Channel News Asia” vom 30.5 mit dem Titel “Investors punish Spain as financial crisis spirals.”

In diesem Artikel heisst es: “Spain’s debt risk premium smashed euro-era records Wednesday after the central bank chief quit early and the ECB reportedly opposed a plan to salvage a crisis-torn bank. The borrowing rate on Spain’s 10-year bonds shot to a danger level of 6.673 percent – unsustainable over the longer term – as Madrid battled to avoid becoming the next eurozone victim. When compared to safe German debt, investors in Spanish bonds were demanding an additional 5.35 percentage points, a level that easily crashed through euro-era records set each day of this week. Markets recoiled as a sense of turmoil engulfed Spain.  Stock prices skidded across the world on fears of a Spanish economic collapse and the European single currency plunged to $1.2439 — striking a low point that was last seen in July 2010″.

Heute, am 1.6., kommt auch eine Meldung in “Bloomberg” mit dem Titel “Merkel’s Isolation Deepens as Draghi Criticizes Strategy.” Mario Draghi setzt sich jetzt für Spanien ein.

In diesem Artikel heisst es: “German Chancellor Angela Merkel was besieged by critics for letting the euro crisis smolder, with the leaders of Italy and the European Central Bank demanding bolder steps to stabilize the 17-nation economy. Italian Prime Minister Mario Monti and ECB President Mario Draghi pushed Germany to give up its opposition to direct euro-area aid for struggling banks. Monti further antagonized Germany by urging a roadmap to common borrowing. (…).

His comments yesterday came the day after the European Commission proposed European-financed bank recapitalizations and a timetable for euro bonds. Those ideas were rejected by Germany, Europe’s biggest economy and the chief underwriter of 386 billion euros ($477 billion) in aid offered since 2010″.

Ansonsten könnt ihr auch in diesem Artikel den aktuellen Diskussionsstand zwischen den wichtigsten europäischen und weltweiten Akteuren in dieser dramatischen Phase der Euro-Krise beobachten (in deren Zentrum jetzt ganz klar die spanische Bankenkrise steht). Auch Barack Obama bezieht hier klar Stellung gegen die bisherige Krisenpolitik von Merkel. Es ist genauso, wie Paul Krugman behauptet hat: Spanien ist das Epizentrum der Euro-Krise. Siehe hierzu nochmals Paul Krugmans Blogartikel vom 15.4. “Europe´s Economic Suicide“.

Wie die Entwicklung aktuell an den Börsen aussieht, darüber berichtet ein Artikel vom 31.5. mit dem Titel “Stocks tumble on Spanish bank crisis” in IrishTimes.com. Lest euch den Artikel in Ruhe durch. Unter der Gefahr eines drohenden spanischen Bankenkollaps knicken die Börsen weltweit ein. Am heftigsten hat es natürlich den spanischen “IBEX 35” erwischt.

Dazu heisst es in diesem Artikel: “MADRID SHARE prices plunged 2.58 per cent to a nine-year closing low as the government tried to contain investor fears about a banking and sovereign debt crisis. The IBEX-35 index of leading Spanish shares fell to 6,090, the lowest finish since April 1993 as Spanish central bank governor Miguel Angel Fernandez Ordonez resigned a month early amid criticism over the nationalisation of Bankia, Spain’s third largest bank”.

Hier habt ihr einen Artikel aus “Focus Online” vom 1.6. mit dem Titel “EU: Sorgen um Konjunktur: Börsen und Euro rutschen ab.”

Folgendes erfahren wir in diesem Artikel: “Die Sorge um die Konjunktur und die lodernde Euro-Schuldenkrise halten die Börsen gefangen. Der Dax rutschte am Freitag bis zum Nachmittag um mehr als 3 Prozent deutlich unter die Marke von 6100 Zählern. Der Euro sackte auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Auch an anderen europäischen Börsen ging es abwärts. Im Euroraum trüben sich die Konjunkturaussichten immer stärker ein und noch nie zuvor sind so viele Menschen arbeitslos gewesen wie im April. Insgesamt 17,4 Millionen Menschen hatten in den 17 Ländern mit der gemeinsamen Währung keinen Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent.
Am Freitag fielen die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Industrie sowohl im Euroraum als auch in Großbritannien auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Von ihren historischen Tiefstständen Anfang 2009, als Europa und die Weltwirtschaft von einer schweren Rezession heimgesucht wurden, sind sie nicht mehr allzu weit entfernt”.

Tja, wir steuern auf eine massive europaweite Rezession zu.

Abgesehen von den zunehmenden weltweiten Kurssturz an den Börsen und dem zunehmenden Absturz des Euro erfahren wir in diesem Artikel folgendes: “Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) haben mittlerweile laut einem Zeitungsbericht Diskussionen über einen Rettungsplan für das krisengeschüttelte Spanien begonnen. Die Europa-Abteilung der Washingtoner Institution stelle Überlegungen über einen Hilfskredit an die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone an, schrieb das „Wall Street Journal“ am Donnerstag in ihrem Onlineangebot. Demnach könne ein über drei Jahre laufender Kredit bis zu 300 Milliarden Euro umfassen. Das wäre weit mehr, als den Krisenstaaten Griechenland, Irland und Portugal zusammen zur Verfügung gestellt wird. Der Weltwährungsfonds wie auch der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos dementierten den Bericht. Nach Ansicht der Madrider Regierung entscheidet sich die Zukunft des Euro in den kommenden Wochen in Spanien und Italien. Diese beiden Länder bildeten nach den EU-Rettungsaktionen für Griechenland, Irland und Portugal die schwächsten Glieder in der Kette der Eurozone, sagte Wirtschaftsminister de Guindos in Sitges bei Barcelona. „Der Kampf um den Euro wird derzeit in so bedeutenden Staaten wie Spanien und Italien ausgefochten, und dies bedeutet, dass wir besonders verantwortungsbewusst agieren müssen.“

Hier habt ihr einen Fernsehbericht vom 1.6. in der “Wirtschaftswoche” mit dem Titel “Börsen-News: Aktienmärkte weltweit brechen massiv ein.” Der DAX hat im internationalen Vergleich mit anderen Börsen sogar überdurchschnittlich starke Verluste erlitten, es droht ein Absturz unter 6000 Punkte.

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