Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 55

Die deutschen Banken haben offensichtlich ein Paket im Umfang von ca. 200 Millliarden Euro der spanischen potentiell “faulen” Immobilienkredite in ihren Portfolien. Auch in den Portfolien der anderen europäischen Banken liegen Riesenpakete dieser potentiell “faulen” Kredite Immobilienkredite.

Seht hierzu den Artikel von Günther Lachmann aus “Welt-Online” von Ende März dieses Jahres mit dem Titel “Euro-Dämmerung: Spanien-Misere lebensgefährlich für Deutschland“.

In diesem Artikel heisst es: “Wie sehr die spanische Krankheit die anderen Euro-Staaten treffen wird, zeigt ein Blick auf die Liste der Gläubiger. “51 Milliarden Dollar an spanischen Schulden liegen demnach in Großbritannien, 187 Milliarden in den USA, 224 Milliarden in Frankreich und 244 Milliarden Dollar in – surprise, surprise! – Deutschland”, schreibt der “Tagesanzeiger” und fügt süffisant hinzu: “Ob Frau Merkel sich dessen bewusst ist?”

Das deutsche Bankensystem würde wahrscheinlich genau so zusammenbrechen wie alle anderen europäischen (wahrscheinlich sogar weltweiten) Bankensysteme. Das EZBS und letztlich die EZB wären dahin.

Alle europäischen Länder, auch die südeuropäischen Krisenländer würden dann ihre alte Währung wieder einführen (Griechenland: Drachme. Spanien: Peseta. Portugal: Escudo. Italien: Lira). Deutschland dann wieder die D-Mark.

Die wiedereingeführten südeuropäischen Währungen würden dann gegenüber dem Euro massiv abgewertet werden, da die Länder ja wirtschaftlich am Boden sind.

Das heisst, die Schulden aller dieser Länder würden sich wohl locker verdoppeln. Ihre aktuellen, teilweise hohen Schulden könnten diese europäische Krisenländer wohl kaum mehr zurückzahlen. Letztendlich wäre dieses Geld dann auch weg. Auch in Irland (dem einzigen nicht-südeuropäischen PIIGS-Staat) wird es wohl nicht soviel anders laufen.

Der deutsche Export würde völlig zusammenbrechen. Die wiedereingeführte D-Mark würde gegenüber dem Euro massiv hochschiessen. Im Falle eines Zusammenbruchs der Euro-Zone und des Euro wären die deutschen Exporterfolge erst mal dahin.

Seht zu diesem Thema auch den Artikel vom August vergangenen Jahres im “Handelsblatt” mit dem Titel “Ökonomen: „Wiedereinführung der D-Mark wäre Katastrophe.“

Im Klartext: Auch die deutsche Realwirtschaft würde schwerstens beschädigt werden, genau so wie die gesamte restliche weltweite Realwirtschaft.

Die Folge wäre eine schwere Weltwirtschaftskrise, wie wir sie vielleicht noch nicht erlebt haben (vielleicht schlimmer noch als die Weltwirtschaftskrise der 1930-Jahre).

Die Europäische Union hat ein BIP von 17.577.691 Millionen US-Dollar. Und die wirtschaftlich bedeutenden Länder der EU sind Teil der Euro-Zone.

Die Vereinigten Staaten haben ein BIP von 15.094.025  Millionen US-Dollar.

Der Zusammenbruch der Euro-Zone und des Euro mit den systemisch wichtigen spanischen und italienischen Banken würde dem Zusammenbruch des US-DollarWährungsraums (Vereinigte Staaten) mitsamt systemisch wichtiger amerikanischen Banken entsprechen. Das wäre eine aberwitzige ökonomische Katastrophe.

Der Beginn einer weltweiten Wirschaftskrise hat Anfang Juni schon begonnen. Seitdem Anfang Juni knicken der US-Markt und auch der chinesische Markt deutlich ein.

Wenn ihr wissen wollt, welche “Erfolge” (?!)  diese deutsche Austeritätspolitik bisher erzielt hat und welchen Verlauf diese Euro-Krise bisher hatte, seht hierzu nochmals meine Blogartikel: “Angela Merkels Irrglaube an die Wirksamkeit ihrer kruden Sparrezepte in Südeuropa“, “Madrid heute – Abschied von meiner Madrider Vergangenheit“, “Der deutsche `Sparwahn´: Dumm und verlogen“, “Trotz des eitlen Selbstlobs von  Wolfgang Schäuble: Die Euro-Krise ist massiv zurückgekehrt“.

Hier habt ihr einen Artikel aus der “Huffington Post” vom 1. Juni mit dem Titel “Eurozone Woes Could Be Contaminating US And Chinese Economies As World Markets Slide“. Lest euch diesen Artikel in Ruhe. Seit Anfang Juni greift die Rezession in der Euro-Zone massiv auf die USA und China über.

Die OECD hat schon im Mai dieses Jahres vor der kommenden schweren Rezession in der Euro-Zone gewarnt. Hier habt ihr einen Artikel im “Tagesspiegel” vom 22.5. mit dem Titel “Konjunktur : OECD warnt vor Rezession in der Eurozone“. In den PIIGS-Staaten ist die Rezession schon voll da.

Hier habt ihr einen Artikel von Ende Mai in “Bloomberg” mit dem Titel “Europe Crisis Adds Concern to China Outlook at Moody’s“. Die Ratingagenturen wissen also schon, dass der chinesische Export durch die zunehmende Rezession in der Eurozone langsam aber sicher deutlich beschädigt wird.

Anscheinend haben übrigens die Chinesen und die Amerikaner sich in der Sache Anfang Juni schon mal kurzgeschaltet. Seht hierzu den Artikel vom 6.6. in “sinembargo.mx” mit dem Titel “Estados Unidos y China hablan sobre la crisis en Europa“. Dieser Artikel beruht auf einer Meldung der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

In diesem Artikel heisst es: “El secretario del Tesoro de Estados Unidos, Timothy Geithner, y el viceprimer ministro de China, Wang Qizhan, hablaron hoy por teléfono sobre la crisis de la deuda en Europa. Según un comunicado del Departamento del Tesoro, Wang y Geithner conversaron sobre los acontecimientos recientes en los mercados internacionales y los problemas que encara la economía mundial (EFE).

Hier habt ihr einen guten Artikel der unabhängigen amerikanischen Website ivn.us” vom 12.6.mit dem Titel “4 Ways the Euro Zone Crisis Affects Americans“.

Ich zitiere hier diesen Artikel, weil hier einige der wichtigsten Effekte der Krise der Euro-Zone auf die USA genannt werden:

Here are four of the biggest ways the financial crisis in the 17-nation European Union will affect the United States (Fettdruck von mir!)

Dollar vs Euro

Due to trades, investments, travel and the global market in general, the Euro and the Dollar are closely tied currencies. If countries in the EU continue defaulting on loans, or if the European countries in the black keep bailing out their neighbors in the red, the Euro will continue to fall. This means consequently the dollar will fall, too. Estimates state that the slippage the euro will cause to our dollar will not be drastic enough to thwart our own plans of economic recovery. In fact, according to Reuters UK, Wall Street announced it is coming off S&P’s best week of 2012. Yesterday’s release also mentioned the state of the exchange rate “Dow up 0.07 pct, S&P down 0.03, Nasdaq down 0.2 pct,” a definite improvement to what we’ve seen lately.

Finally Recovering, Missing Our Biggest Trade Partner

This point ties in a little bit with the first but it is important enough to comment on by itself. The US and the EU trade. They trade goods, they trade investments and they trade money. Right now, the EU is not trade worthy, so the $2 trillion Americans invested into European factories and companies, as well as the 20% of our export goods that the EU buys, are not paying off. The US is finally beginning to become a good investment and trade worthy again, but our biggest financial partner  is preoccupied with their own self implosion and not prioritizing investing with us at the moment.

Time to Break Out Your Passport?

Many are looking at the European debt crisis as a godsend for travel. Big travel destinations who are in financial hot water such as the PIIGS countries (Portugal, Ireland, Italy, Greece and Spain) are desperate for the cash influx tourism brings. This means cheap destinations, cheap tourist attractions, and an overall cheaper way of living overseas. Yet, the Euro zone crisis is a double edged sword on the tourism issue. The decreasing amount of people traveling overseas to Europe for business can negatively effect the travel industry, which has been a strong positive influence on our improving economy. The GBTA estimates that the way things are going in Europe right now we can expect, “a drawn-out crisis [which] causes business travel to plateau and eventually decline by $40 billion or 7 percent between 2012 and 2013.”

Upcoming Presidential Election is All About the Economy

As mentioned before, the Euro zone crisis has direct ramifications on our own financial markets. Hype around the 2012 Presidential election has deemed economic concerns to be the most important for American voters. Depending on the financial effect the Euro zone crisis has on the US economy, it could likely determine who wins our own presidential election in November. President Obama supports continued European Union membership for Greece and believes the US needs to help out our allies- for the sake of American financial well-being. Former Governor Mitt Romney, the Republican nominee, “advises a gradual fiscal consolidation for the US, structural reform to stimulate growth,” as a policy for the crisis in Europe.

Das heisst, die zunehmende Rezession in der Eurozone entscheidet vielleicht auch darüber, wer der nächste amerikanischen Präsident wird. Wenn Barack Obama keine wirtschaftlichen Erfolge vorweisen kann, wird er ganz bestimmt nicht wiedergewählt. Und seitdem die Eurokrise auch die USA wirtschaftlich beschädigt, kann Obama gar keinen Erfolg mehr haben. Das ist jetzt schon seit einiger Zeit so, die US-Konjunkturdaten werden auch wegen der Eurokrise zunehmend schlechter.

Auch Ben Bernanke, der Chef des US-Federal-Reserve-Systems weiss, wie gefährlich die Rezession in der Euro-Zone schon jetzt für die USA ist. Hier habt ihr einen Artikel aus “IBTIMESFX” vom 7. Juni mit dem Titel “EuroCrisis Threatens USA.”

In diesem Artikel heisst es: “The escalating European debt crisis posed significant risks to the US financial system and economic recovery, US Federal Reserve Chairman Ben Bernanke warned Thursday.

US economic growth had continued at a moderate rate so far this year, and the nation’s labor market conditions improved in the latter part of Y 2011 and earlier this year, Mr. Bernanke said in his testimony before the Joint Economic Committee of US Congress.

US economic growth appeared poised to continue at a “moderate pace” over coming Quarters, supported in part by accommodative monetary policy, he said.

The central bank chief said concerns about sovereign debt and the health of banks in a number of Eurozone countries continue to create strains in Global financial markets.

The crisis in Europe has affected the US economy by acting as a drag on our exports, weighing on business and consumer confidence, and pressuring US financial markets and institutions,” Mr. Bernanke said”.

European policymakers had taken a number of actions to address the crisis, but more would likely be needed to stabilize Eurozone banks, calm market fears about sovereign finances, achieve a workable fiscal framework for the euro area, and lay the foundations for long-term economic growth, he said”.

Hier habt ihr einen Artikel vom 28.5. in  ivn.us mit dem Titel “Eurozone Crisis Will Hurt US Economy, Obama Bid for Reelection“. Lest euch den Artikel in Ruhe durch. Es ist genauso, wie es hier erklärt wird.

Ich gebe euch diesen Artikel hier: “A serious Eurozone crisis is imminent. It will have serious,nasty ramifications for the U.S. economy and for Obama’s bid for reelection. Incumbent presidents generally get reelected when the economy is doing well. But a weak or faltering economy is bad news for incumbents because, rightly or not, incumbents get blamed for it. The US economy now is showing a few tentative signs of recovering. But if Greece leaves the Eurozone or Spain defaults or its big banks fail then the resulting carnage will impact the United States too. Unfortunately, both could happen. (…).

Spain is a much bigger problem than Greece. Its real estate bubble and crash makes ours look mild by comparison. Its banks are on the verge of collapse and losses were pushed onto public balance sheets with predictably disastrous results. Other countries have similar problems. There is no entity on earth that can bailout Europe.

It’s game over for that idea. And the idea that one bankrupt nation (even Germany sports a REAL Debt to GDP of over 200% when you include unfunded liabilities) prop up several others is ridiculous.

And all of this is happening at the precise time that Spain is about to implode.

The ECB has pumped in a trillion, with little effect. The US Federal Reserve and IMF couldn’t if they wanted to because public opinion in the States wouldn’t allow it. Germany and China don’t want to give more money, assuming they even could.

So, defaults will happen in Europe. Banks will fail too. Many of them will be sizable. The US banking system is inextricably linked to Europe so banks here will have severe problems. Liquidity will vanish because no one will know where the risk is. US exports will suffer. Our economy will probably head back into a nasty recession (Fettdruck von mir!).

Romney will then blame Obama for the recession. Certainly some voters will believe him. But the truth is, there’s little Obama can do. The US doesn’t have enough juice, power, or money to stave off disaster in Europe. But it will feel the effects. How Obama handles this may determine whether he gets reelected”.

Schon im vergangenen Dezember hat IWF-Chefin Christine Lagarde im Business Blog von “The Guardian” vor einer massiven Weltwirtschaftskrise als Folge der Krise in der Euro-Zone gewarnt. Seht hierzu den Artikel “Eurozone crisis live: IMF’s Lagarde warns of return to Great Depression – 15 December 2011“.

Tja, das ist die Realität. Das ist der Einsatz, um den es hier geht. Es geht hier im Prinzip um die Zukunft der Weltwirtschaft in diesem Jahrzehnt, so schätze ich das ein.

Ich hoffe, Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Guido Westerwelle wissen das. Wenn sie es nicht wissen, kann es eine aberwitzige Katastrophe geben.

Heute, am 14.6., kommt eine Meldung in “euronews” mit dem Titel “Spain’s yields break seven percent barrier“. Tja, was das bedeutet, wisst ihr. Ich habe es euch erklärt.

Timothy Geithner weiss, wie gefährlich die Sache ist. Hier habt ihr einen Artikel von heute, den 14.6. in “euronews” mit dem Titel “US urges quick action on eurozone debt crisis“.

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