Trotz des eitlen Selbstlobs von Wolfgang Schäuble: Die Eurokrise ist massiv zurückgekehrt 3

Mittlerweile scheint auch in der deutschen Presse die “message” angekommen zu sein, dass die Euro-Krise massiv zurückgekehrt ist. Es sieht aus, als wenn jetzt alle führenden Magazine und Zeitungen in Deutschland begriffen hätten, dass sich der Euro und die Eurozone wieder massiv im Krisenmodus befinden.

Schon am 2.5. kam in “Spiegel-Online” die Meldung mit dem Titel “EZB sieht Anzeichen für Spaltung in der Eurozone“. Mario Draghi und seine Mitarbeiter blicken also durch. Das ist immerhin ein Hoffnungsschimmer. Mario Draghi ist sowieso bisher derjenige, der am meisten für die Rettung des Euros und der Eurozone getan hat.

In diesem Artikel “EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Eurozone” heisst es obenstehend kurz zusammenfassend:Allein im März haben ausländische Investoren spanische Staatsanleihen im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen, heimische Anleger dagegen kaufen zu. In Italien gibt es einen ähnlichen Trend. Experten sehen darin ein Zeichen, dass der Kitt zwischen den Euro-Zonen-Ländern bröckelt.

Genau das ist ja schon seit längerem meine Diagnose, das habe ich schon in zahlreichen Artikeln erläutert.

Die Spiegel-Journalisten, die diesen Artikel mit dem Titel  “EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Eurozone” aus verschiedenen Agenturmeldungen zusammengesetzt haben, sehen jetzt anscheinend auch ganz klar, dass in der Regel nur noch die nationalen Banken der südeuropäischen Krisenländer bereit sind, diesen Krisenländern Geld zu leihen, während die ausländischen Banken jetzt schon ihr Geld abziehen, weil sie die Pleite des jeweiligen südeuropäischen Krisenlandes  (meiner Meinung nach völlig zurecht) schon wittern.

Natürlich wittern die ausländischen Banken, wohl auch die deutschen, schon längst die Pleite Südeuropas (südeuropäische PIIGS-Staaten) und natürlich auch Spaniens. Ich wittere sie auch. Jeder, der wirklich denken kann, wittert diese südeuropäische und auch spanische Pleite schon seit Monaten. Seht euch zu diesem Thema nochmals meinen Blogartikel “Angela Merkels Irrglaube an die Wirksamkeit ihrer kruden Sparrezepte in Südeuropa” an.

Die südeuropäischen Banken haben übrigens sowieso zur Zeit nur noch Geld, weil der aktuelle EZB-Chef Mario Draghi seit einigen Monaten massiv Geld in das europäische Bankensystem pumpt, indem er den europäischen Banken unbegrenzt Geld zu “Minizinsen” von 1% (also praktisch zum “Nulltarif“) zur Verfügung stellt. Dieses Geld wird vor allem von den angeschlagenen südeuropäischen Banken seit Monaten massiv angekauft (Seht hierzu einen Artikel aus “Welt-Online” vom 29.2. mit dem Titel “EZB flutet Märkte mit einer halben Billion Euro“).

Ohne diesen “Taschenspielertrick” von Mario Draghi hätte es im europäischen Bankensystem schon längst eine schwere “systemische Krise” mit Zusammenbrüchen von wohl vor allem südeuropäischen Banken gegeben.

Seht hierzu den Artikel von Stefan Kaiser vom vergangenen Dezember in “Spiegel-Online” mit dem Titel “Draghis gefährlicher Geldzauber“.

In diesem Artikel heisst es wörtlich: “In der Welt der Notenbanken geht es normalerweise sehr diplomatisch zu. Klare Worte sucht man hier meist vergebens. Umso erstaunlicher war es, wie dramatisch die Europäische Zentralbank (EZB) zu Wochenbeginn vor einer Eskalation der Finanzkrise warnte. Die Spannungen an den Finanzmärkten nähmen derzeit “Dimensionen einer systemischen Krise an, wie sie seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers vor drei Jahren nicht zu beobachten waren”, schrieb die Notenbank in ihrem jüngsten Bericht“.

Die Aufkäufer dieses billigen Geldes sind natürlich, wie ich schon gesagt habe, vor allem die angeschlagenen südeuropäischen Banken. Das ist letztendlich nur eine Art “Taschenspielertrick” eines gewieften Bankers wie Mario Draghi, um den Zusammenbruch vor allem der angeschlagenen südeuropäischen Banken vorläufig zu vermeiden. Langfristig kann man so den Euro und die Eurozone aber nicht retten. Wenn weiterhin eine schädliche deutsche und Brüsseler Sparpolitik in den südeuropäischen Ländern “durchgeknüppelt” wird, helfen alle “Taschenspielertricks” von Mario Draghi und auch alle “Europäischen Brandmauern” nicht.

Der Euro und die Eurozone werden dann irgendwann mal auseinanderbrechen. Und natürlich sind solche “Taschenspielertricks” wie die von EZB-Chef Mario Draghi nicht ohne Risiken. Stefan Kaiser hat in seinem Artikel in Spiegel-Online im vergangenen Dezember mit dem Titel “Draghis gefährlicher Geldzauber” davor ebenso schon gewarnt.

Und vor allem war von Anfang an klar, dass der positive Effekt einer solchen “Geldschwemme” nur kurz- bis mittelfristig sein kann. Langfristig kann man so den Euro und die Eurozone eben nicht retten, das war von Anfang an im Grunde klar.

In dem schon oben gelinkten Artikel aus “Welt-Online” mit dem Titel “EZB flutet Märkte mit einer halben Billion Euro” heisst es ganz klar: “Mit ihrer neuen Geldspritze kann die EZB nach Ansicht der Ratingagentur Fitch einen Zusammenbruch schwächelnder Banken aber nur hinauszögern. Einige Banken – vor allem in Italien und Spanien – hätten sich Zeit zur Bewältigung ihrer Probleme erkauft. „Aber bei anderen Banken mit einem schon niedrigen Rating schieben die lebenserhaltenden Maßnahmen der Langfrist-Refinanzierungsoperation das Ableben nur auf“, erklärte Fitch.

Die privaten Geschäftsbanken in Deutschland begrüßten die zweite große Geldspritze als wichtige Stütze für den Finanzsektor . Die langfristige Liquiditätsversorgung dürfe jedoch nicht als „Breitband-Antibiotikum“ missverstanden werden, warnte der Bankenverband (BdB). „Die EZB stellt besondere Hilfsmaßnahmen bereit, mit denen vor allem Zeit gewonnen wird“, erklärte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. „Die Maßnahmen können aber weder einen funktionsfähigen Interbankenmarkt ersetzen noch die Staatsschuldenkrise lösen.“ Deshalb müsse die „gekaufte Zeit“ auch entschlossen genutzt werden, betonte Kemmer”.

Nun, diese Zeit ist von Wolfgang Schäuble leider nicht genutzt worden. Ich weiss übrigens auch gar nicht, ob Wolfgang Schäuble sich in den letzten Wochen darüber bewusst war, dass er nur eine kleine “Verschnaufpause” hatte, bis die Euro-Krise massiv zurückkehrt.

Und in dem Artikel “Draghis gefährlicher Geldzauber” sagt Stefan Kaiser zurecht: ” Trotz aller Risiken scheint der Plan zumindest kurzfristig zu funktionieren. In den vergangenen Tagen sind die Risikoaufschläge für schuldengeplagte Euro-Staaten deutlich gesunken. So konnte sich Spanien fast doppelt so viel Geld am Kapitalmarkt leihen wie eigentlich geplant – und das zu relativ günstigen Zinsen. In Erwartung der üppigen EZB-Hilfen greifen die Banken offenbar wieder zu.

Der Effekt könnte allerdings von kurzer Dauer sein. Experten glauben, dass sich viele Banken zuletzt vor allem deshalb mit Staatsanleihen eingedeckt haben, um diese als Sicherheiten für ihre Geldgeschäfte mit der EZB einzusetzen. Wenn sie das Geld von der Notenbank bekommen haben, könnte der kleine Kaufrausch schnell wieder vorbei sein. Schließlich gelten Anleihen der Krisenstaaten in der Branche immer noch als Gift für die Bilanzen”.

Und genau so kommt es jetzt natürlich. Nur noch die eigenen nationalen Banken der südeuropäischen Krisenländer sind bereit, ihrem jeweiligen südeuropäischen Krisenland Geld zu leihen. Für die ausländischen Banken sind die Anleihen der südeuropäischen Krisenstaaten tatsächlich Gift (Und das sind sie ja auch tatsächlich, wenn es so weitergeht. Die ausländischen Banken wittern völlig zurecht jetzt schon die Pleite dieser südeuropäischen Länder).

Wie sehr sowohl George Soros als auch Paul Krugman und Joseph Stiglitz mit ihren Diagnosen und Prognosen recht haben, zeigt sich jetzt in aller Klarheit.

Paul Krugman hält – genau wie Joseph Stiglitz schon seit längerer Zeit – die deutsche Sparpolitik in den südeuropäischen Krisenländern einfach für ein Euro-“Selbstmordprogramm“. Am  15. April dieses Jahres hat Paul Krugman in den “Opinion Pages” der “New York Times” zu diesem Thema den ebenso erhellenden wie zutreffenden Blogartikel mit dem Titel “Europe’s Economic Suicide” veröffentlicht, den ich in diesem Blogartikel schon zitiert habe.

Joseph Stiglitz hat seine “Euro-Selbstmord-Prognose” schon öfters in den Medien wiederholt. Hier seht ihr einen aktuellen Artikel in “Bloomberg” zu Joseph Stiglitz´Prognosen mit dem Titel “Europe Pushed to ‘Suicide’ on Austerity, Stiglitz Says“. Das ist nicht das erste Mal, dass Joseph Stiglitz das sagt. Er verkündet und variiert diese Prognose schon seit einem Jahr.

In diesem Artikel sagt Joseph Stiglitz wörtlich:Nobel Prize-winning economist Joseph Stiglitz said Europe is in a “dire” situation as a focus on austerity pushes the continent toward “suicide.”

“There has never been any successful austerity program in any large country,” Stiglitz, 69, told reporters in Vienna yesterday. “The European approach definitely is the least promising. I think Europe is headed to a suicide.”

Politicians across the 27 European Union members are implementing austerity measures totaling about 450 billion euros ($600 billion) amid a sovereign-debt crisis. At the same time the debt of the euro region rose last year to the highest since the start of the single currency as governments increased borrowing to plug budget deficits and fund bailouts of fellow nations crippled by the fiscal crisis.

If Greece was the only part of Europe that was having austerity, authorities could ignore it, Stiglitz said, “but if you have U.K., France, you know all the countries having austerity, it’s like a joint austerity and the economic consequences of that are going to be dire.”

While euro-area leaders “realized that austerity itself won’t work and that we need growth,” no actions have followed and “what they agreed to do last December is a recipe to ensure that it dies,” he said, referring to the euro.

“The problem is that with the euro, you’ve separated out the government from the central bank and the printing presses and you’ve created a big problem,” Stiglitz said, adding that “austerity combined with the constraints of the euro are a lethal combination.”

The economist said he sees a core euro area of “one or two countries” made up of Germany and possibly the Netherlands or Finland as the “likely scenario if Europe maintains the austerity approach,” he said. “The austerity approach will lead to high levels of unemployment that will be politically unacceptable and will make deficits get worse.”

Youth unemployment in Spain has been at 50 percent since the crisis in 2008 with “no hope of things getting better anytime soon,” said Stiglitz, who is a professor for economics at Columbia University. “What you are doing is destroying the human capital, you are creating alienated young people.”

To push for growth, European leaders could refocus government spending to “fully utilize” institutions like the European Investment Bank, introduce taxes to improve economic performance and use balanced budget multipliers, he said”.

Tja, klarer kann man es nicht sagen. So ist es.

Nun, um zur deutschen Presse und ihre Einsicht in die massive Wiederkehr der aktuellen Euro-Krise und den Artikel “EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Eurozone” zurückzukommen: Genau das ist ja schon seit längerem meine Diagnose, dass der Euro auseinanderbricht, und die “Bruchstelle” ist die geographische und wirtschaftliche Grenze zwischen den mitteleuropäischen, wirtschaftlich gutfunktionierenden Ländern der Euro-Zone und den südeuropäischen Krisenstaaten.

Zu diesen gut funktionierenden mitteleuropäischen Ländern zählt vor allem Deutschland, das mit Abstand reichste, dominierendste und wichtigste Land innerhalb dieser “starken” mitteleuropäischen Länder.

Hier habt ihr einen Überblick über die aktuellen weltweiten Ratings der einzelnen Länder durch die weltweiten Ratingagenturen mit dem TitelUSA/EU: Welche Länder noch ein AAA-Rating haben” aus der österreichischen “Die Presse.com.

Diese Ratings spiegeln in der Regel halbwegs präzise und vernünftig die Kreditwürdigkeit der einzelnen Länder unter Berücksichtigung der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Länder (natürlich handelt es sich hier immer um die subjektiven Einschätzungen von Wirtschaftsexperten, die in diesen Agenturen arbeiten). Deutschland hat wohl völlig zurecht die Höchstnote AAA.

Frankreich ist schon etwas “abgeschlagen” und sinkt jetzt auch wirtschaftlich gegenüber Deutschland langsam ab und nimmt somit eine prekäre “Mittelstellung” zwischen Deutschland und den südeuropäischen Krisenländern ein.

Frankreich hat seit Anfang dieses Jahres zunehmend schlechtere Ratings von den Ratingagenturen bekommen. Mitte Januar wurde Frankreichs bisherige Bestnote AAA schon kassiert, zur Zeit steht Frankreich bei AA+, aber man erwartet, dass Frankreich wahrscheinlich noch weiter abgeratet wird (siehe hierzu den kurzen Artikel aus “Focus-Online” “Wahlergebnis ändert vorerst nichts an Frankreichs Rating-Ausblick“). Die verschiedenen Ratingstufen könnt ihr in dem Wikipedia-Artikel zu den Ratingagenturen einsehen.

Und dann kommen die stark angeschlagenen und wirtschaftlich deutlich schwächeren südeuropäischen Krisenstaaten. Griechenland ist schon im Keller und Pleite, Portugal steht kurz davor, Spanien befindet sich im Sturzflug, und Italien hat sich noch halbwegs halten können, wird aber wahrscheinlich von diesem südeuropäischen “Abwärtswirbel” dann mitgerissen.

Spanien ist aktuell bei BBB+ (Lower Medium Niveau) und nähert sich schnell dem Ramschniveau. Portugal hat nur noch ein BB (Non Investementgrade speculative) und ist auf Ramschniveau. Griechenland hat ein CCC (Substantial Risks). Steht der Staatsbankrott unmittelbar bevor, ist ein C (In default with little prospect for recovery) angesagt.

Und wie die die österreichische “Die Presse.com” zurecht feststellt, hat der in Griechenland durchgeführte “Haircut” die griechische Situation keineswegs beruhigt. Seht hierzu den Artikel von Mitte März: “Griechenland: Haircut beruhigt nicht“. Italien ist wie Spanien ebenfalls auf BBB+ (Lower Medium grade) und nähert sich damit genau wie Spanien schnell dem Ramschniveau.

Tja, so sieht es in Südeuropa jetzt aus. Seht euch nochmals die informative Grafik der österreichischen “Die Presse.com” an mit dem TitelUSA/EU: Welche Länder noch ein AAA-Rating haben“.

Das habe ich ja schon selbst in zahlreichen Blogartikeln erläutert, dass dies so kommen wird, wenn man in den südeuropäischen Ländern weiter das deutsche und Brüsseler “Spardiktatgnadenlos durchknüppelt.

Die Spiegel-Journalisten, die folgenden Artikel “EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Eurozone” aus verschiedenen Agenturmeldungen zusammengesetzt haben, sehen jetzt auch ganz klar, dass jetzt in der Regel nur noch die nationalen Banken der südeuropäischen Krisenländer bereit sind, diesen Krisenländern Geld zu leihen und der Euro sich damit zunehmend ganz klar spaltet.

In diesem Artikel “EZB sieht Anzeichen für Spaltung der Eurozone” heisst es weiterhin wörtlich:In Spanien und Italien zeichnet sich ein bedenklicher Trend ab: Wie aktuelle Daten zeigen, verkaufen ausländische Investoren in großem Stil ihre Staatsanleihen dieser Länder – während heimische Banken sie aufkaufen. Experten fürchten nun, dass sich die nationalen Finanzmärkte in der Euro-Zone zunehmend voneinander isolieren. Die EZB sieht die Integration im Währungsraum deutlich zurückgeworfen.

Beispiel Spanien: Dort haben internationale Anleger allein im März Staatspapiere im Wert von 20 Milliarden Euro abgestoßen. Sie haben ihr Engagement damit um 9,3 Prozent reduziert, wie aus der jüngsten Statistik des Finanzministeriums hervorgeht.

Gleichzeitig stockten inländische Banken ihre Bestände fast in gleicher Größenordnung auf. Spanische Banken halten inzwischen spanische Staatsanleihen im Wert von rund 263 Milliarden Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg; im November 2011 waren es noch 178 Milliarden.

Am italienischen Anleihemarkt zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab. Dort stiegen die Investments der heimischen Banken zuletzt auf fast 324 Milliarden Euro; im November 2011 waren es noch 247 Milliarden.

Treibende Kraft hinter der Umverteilung ist die Liquiditätsoffensive der Europäischen Zentralbank (EZB) – ein massiver Eingriff in den Geldmarkt, der zwar gut gemeint war, aber offenbar nicht nur Gutes bewirkt.

Seit Dezember hat die Notenbank den europäischen Finanzsektor mit zwei riesigen Geldspritzen über insgesamt eine Billion Euro geflutet. Banken können das Zentralbankgeld, das sie von der EZB gegen Sicherheiten zum Mini-Zins von derzeit einem Prozent erhalten, drei Jahre lang verwenden. Sie investieren es offenbar zu einem guten Teil in höher verzinste Staatstitel.

 Allerdings scheinen meist nur die Banken eines hochverschuldeten Staates dessen Anleihen zu kaufen. Ausländische Institute dagegen ziehen sich aus den Krisenländern weiter zurück. Das alarmiert Experten. “Wenn sich die Anleihen ausschließlich in der Hand nationaler Investoren befinden, wird der Anreiz, Unterstützung zu liefern, für die anderen Länder immer geringer”, sagte Stéphane Monier, Experte der Investmentgesellschaft Lombard Odier. Man bereite so den Boden für die Desintegration der Euro-Zone.

Die EZB stellte in ihrem vergangene Woche veröffentlichten Jahresbericht zur Finanzmarktintegration im Euro-Raum ebenfalls fest, dass die grenzüberschreitenden Transaktionen zunehmend unter den Problemen im Währungsraum leiden. Das sei ein deutlicher Rückschlag für die Integration des Finanzsektors im Euro-Raum”.

Genau das, was jetzt passiert, hat ja  George Soros in einem Interview am 15. April dieses Jahres in “Welt Online” mit dem Titel “George Soros hält Euro-Krise für `potenziell tödlich´” prophezeit. Lest euch dieses Interview nochmals in aller Ruhe durch, ich habe ihn schon in diesem Blogartikel zitiert.

In diesem Interview sagt George Soros wörtlich: “Kurzfristig habe die Flutung des Finanzsektors mit Zentralbankgeld eine Erleichterung gebracht. Doch auf mittlere Sicht wird die Krise nach Ansicht von Soros dadurch sogar noch verschärft. „Die Schulden der Staaten werden immer mehr von den Banken ihres jeweiligen Landes gehalten. Das heißt, die Institute werden renationalisiert.“ Damit werde aber ein Auseinanderbrechen der Währungsunion ohne finanzielle Kernschmelze möglich”.

Das heisst, die Last der aktuellen Krisensituation in den südeuropäischen Ländern liegt jetzt zunehmend hauptsächlich bei den eigenen nationalen Banken des jeweiligen südeuropäischen Krisenlandes.

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