Madrid heute – Abschied von meiner Madrider Vergangenheit 7

In den USA war und ist das übrigens genau so gewesen. Und im Fall der USA hat diese Sache globale Konsequenzen gehabt, weil die USA ein global so wichtiges und weltweit wirtschaftlich dominierendes Land sind und weil das finanzielle Gesamtvolumen der amerikanischen Immobilienblase, bzw. dieser “faulen” und “giftigen”  “subprime-Kredite” oder “toxic assets” gigantisch war (siehe hierzu den Wikipedia-Artikel: “Finanzkrise ab 2007“) und die Risiken von den amerikanischen Banken vor dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase im Jahr 2007 international an Banken weltweit weitergegeben wurden.

Im Fall der USA hat die Politik der Kreditvergabe der amerikanischen Banken an wirtschaftliche schwache Menschen zur Finanzierung des Kaufs von Immobilien also letztlich eine Subprimekrise, beziehungsweise eine globale Finanzkrise ab 2007 zur Folge gehabt, denn die amerikanischen Banken haben ihre Risiken bei der Vergabe dieser Subprime-Kredite in den USA international an Banken weltweit weitergegeben, in dem sie diese “faulen” oder “giftigen” Papiere international an Banken weltweit weiterverkauft haben (man nennt solche Papiere in den USA “toxic papers” oder “toxic assets“, weil sie die Bilanzen jeder Bank, die diese Papiere hat, langfristig “vergiften”, beziehungsweise ruinieren). Und die weltweiten (auch deutschen) Banken, die solche amerikanischen “toxic papers” gekauft haben, waren natürlich auch leichtsinnig und dumm.

Die Auswirkungen dieser globalen Finanzkrise ab 2007 sogar auf die Realwirtschaft waren natürlich massiv. Der IWF schätzte die Verluste insgesamt weltweit der globalen Finanzkrise ab 2007 im April 2009 mit ca. 4,1 Billionen Dollar ein und erhöhte dann die Kalkulation im August 2009 auf ca. 11,9 Billionen Dollar (Siehe hierzu nochmals den Wikipedia-Artikel : “Finanzkrise ab 2007“).

Das ist das Resultat, wenn Banker inkompetent und leichtsinnig sind, vielleicht viele von ihnen sogar halbkriminell (ist es wirklich möglich, dass diese Banker in den USA nicht wussten, was sie da taten?)

Auch in Spanien haben die inkompetenten und unverantwortlichen spanischen Banker (genauso wie die leichtsinnigen und ebenfalls oft inkompetenten Banker in den USA) also solchen Schwachsinn getrieben, wie ich ihn oben beschrieben habe. Auch die spanischen Banker haben im Prinzip “Subprime“-Kredite an wirtschaftlich schwache Menschen ohne ausreichende Bonität vergeben.

Viele dieser wirtschaftlich schwachen Kreditinehmer in Spanien waren zum Beispiel Immigranten (gerade auch aus Lateinamerika), die selbst oft im Baugewerbe angestellt waren.

Im Prinzip waren diese Kredite zur Finanzierung vom Kauf von Immobilien mit sehr langen Laufzeiten und ohne festen Zins für wirtschaftlich schwache Menschen in ungesicherten Jobverhältnissen in Spanien – genauso wie damals in den USA bis zum Jahr 2005, wo es auch auch eine Immobilienblase gab, die ab 2005 begann zu platzen – sogenannte Subprime-Kredite an Menschen ohne ausreichende Bonität.

Der ganze “Bauboom” und die am Ende in Spanien gigantische Bauspekalutionsblase fusste unter auf den extrem niedrigen Zinsen für Kredite zur Finanzierung von Wohnungen und Häusern in Spanien seit den neunziger Jahren, auch vor allem seit 1999, seit der Etablierung des “Euro” in Europa, bis zum Jahr 2007 (bis zur globalen Finanzkrise ab 2007). Hier habt ihr eine Tabelle zur Entwicklung des europäischen Leitzinses ab 1999.

Wir hatten also niedrige Kreditzinsen in Europa bis zum Jahre 2007, bis zur amerikanischen Subprime-, beziehungsweise der globalen Finanzkrise ab 2007, und in den USA war das bis ca. 2005 genau so, bis die Immobilienblase in den USA langsam anfing zu platzen, weil unter anderem zunehmend Jobs in der Realwirtschaft in den USA verloren gingen und vor allem die Zinsen der Kredite zum Kauf von Immobilien in den USA anfingen zu steigen, weil ab dem Jahr 2006 der US-Leitzins deutlich anstieg.

In der Folge konnten die amerikanischen Subprime-Kredit-Nehmer, meist einkommensschwache Menschen in unsicheren Jobverhältnissen, die Raten für die Hypothekendarlehen ihrer Wohnungen und Häuser oft nicht mehr bezahlen.

Das heisst, letztendlich ging die globale Finanzkrise ab 2007 vom Platzen der amerikanischen Immobilienblase in den USA ab 2005 aus, und griff dann ab 2007 auch auf den spanischen Immobilienmarkt über, wo dann ebenfalls die spanische Immobilienblase im Jahr spätestens ab dem Zusammenbruch der Lehmann-Brothers-Bank in de USA 2008 geplatzt ist.

Und als der Immobilienmarkt in Spanien im Jahr 2008 zusammenbrach, haben zum Beispiel viele Immigranten (oft aus Lateinamerika) in der Regel ihre Jobs im Baugewerbe verloren. Und als sie dann arbeitslos wurden, konnten diese Immigranten, aber auch viele andere wirtschaftlich schwache Menschen in Spanien oder Spanier, die einfach ihren Job wegen der spanischen Krise ab 2008 verloren hatten, die Raten für die Hypothekendarlehen  zur Finanzierung des Kaufs ihrer Wohnungen und Häuser nicht mehr bezahlen und die entsprechenden Wohnungen und Häuser gingen zurück an die Bank.

Das Ergebnis von diesem Schwachsinn sind riesige Zahlungsausfälle bei den spanischen Banken und ausserdem sitzen die spanischen Banken jetzt auf zehntausenden von Wohungen und Häusern, die in der Regel niemand kaufen  will.

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