“Teenscreen” in Amerika 2

Damit ihr seht, wie primitiv und skrupellos viele dieser Kinderpsychiater sind, gebe ich euch jetzt die Website eines gewissen Dr. Jim Chandler aus Kanada.

Dieser Mann, der ursprünglich aus Minneapolis in den USA kommt, hat sogenannte “Pediatric Psychiatry Pamphlets” geschrieben, die er seinen Lesern zur Verfügung stellt. Er hat auch eine Menge Videos in “Youtube” hochgeladen, in denen er seine Thesen zum Besten gibt. Hier nochmals der Link zur Website dieses Dr. Jim Chandler.

Schauen wir uns mal das Pamphlet “Oppositional Defiant Disorder (ODD) and Conduct Disorder (CD) in Children and Adolescents: Diagnosis and Treatment” an. Wie wir ja jetzt wissen, wird diese “Krankheit” oft mit schweren atypischen Neuroleptika behandelt, zumindest in den USA und Kanada und zunehmend jetzt wohl auch in Europa.

Also in diesem Pamphlet heisst es zu dieser “Krankheit”: “The criteria for ODD (Oppositional Defiant Disorder) are“: A pattern of negativistic, hostile, and defiant behavior lasting at least six months during which four or more of the following are present:

1. Often loses temper

2. often argues with adults

3. often actively defies or refuses to comply with adults’ requests or rules

4. often deliberately annoys people

5. often blames others for his or her mistakes or misbehavior

6. is often touchy or easily annoyed by others

7. is often angry and resentful

8. is often spiteful and vindictive

Zur Häufigkeit dieser “Krankheit” heisst es in diesem “Pamphlet”:

Who gets it?

A lot of children! This is the most common psychiatric problem in children. Over 5% of children have this. In younger children it is more common in boys than girls, but as they grow older, the rate is the same in males and females.

Also fassen wir zusammen: Als Symptome für diese “Krankheit” namens “ODD” (Oppositional Defiant Disorder) haben wir, dass die Kinder ungehorsam, frech, aggressiv etc. sind. Es sind Kinder, die sich auffällig verhalten, und zwar auf eine Weise, die für die Erwachsenen lästig und unangenehm ist. Und 5% aller Kinder haben angeblich diese “Krankheit”.

Danach wird die “Conduct Disorder” (CD) in diesem Pamphlet erklärt. Der Unterschied zwischen “ODD” (Oppositional Defiant Disorder) und “CD” (Conduct Disorder) ist nur graduell. Das Pamphlet sagt dazu: “In some ways, conduct disorder is just a worse version of ODD“.

Dann werden die Symptome der “Conduct Disorder” (CD) beschrieben. Hier kommen dann einfach noch gewisse kriminelle Elemente hinzu (solche Kinder stehlen manchmal, prügeln sich mit anderen Kindern, etc.).

Zur Häufigkeit dieser “Krankheit” sagt dieser Dr. Chandler in diesem Pamphlet: “Conduct disorder is the most serious childhood psychiatric disorder. Approximately 6-10% of boys and 2-9% of girls have this disorder”.

Warum Jungen diese “Krankheit” öfters haben, weiss übrigens jeder Lehrer (und ich bin vollausgebildeter Lehrer mit 2. Staatsexamen für Spanisch und Geschichte und habe anderthalb Jahre an einer deutschen Berufsschule unterrichtet): Jungen und Männer haben ein höheres Aggressionspotential als Mädchen und Frauen. Das ist keine “Krankheit”, sondern von der Biologie her so angelegt. In der Regel werden ja auch Männer Berufsoldaten oder Polizisten und nicht Frauen.

Im Klartext: Die Kinder mit “CD” (conduct disorder) ärgern nicht nur ihre Eltern und sind ungehorsam und aggressiv. Sie können manchmal auch etwas ins Kriminelle gehen und Gesetze übertreten.

Nun, für so etwas gab es schon immer das Jugendstrafrecht. Und solche Kinder hat es auch in meiner Jugend schon gegeben. In meiner Jugend (ich bin 1965 geboren) wurden solche Kinder mit “ODD” (Oppositional Defiant Disorder) und “CD” (Conduct Disorder) manchmal zum Kinderpsychologen gebracht und es gab vor allem auch Sozialarbeiter, die sich um solche Kinder und Jugendliche gekümmert haben. Wir hatten auch in Freiburg die diversen “Häuser der Jugend” mit Sozialarbeitern, die sich um solche Kinder und Jugendliche gekümmert haben. Diese Einrichtungen für Kinder und Jugendliche gibt es jetzt immer noch in Freiburg.

Ich bin selbst in meiner Jugend in Freiburg in Weingarten aufgewachsen, eine eher unterprivilegierte Gegend von Freiburg, mit vielen Problemfamilien und Problemkindern. Es gab in Weingarten viele solcher Kinder und Jugendliche, mit manchen war ich befreundet. Diese Kinder und Jugendliche haben manchmal Mopeds geklaut und sich oft geprügelt, sie hatten oft schlechte Noten in der Schule und Auseinandersetzungen mit ihren Eltern, etc. (genauso, wie es im Krankheitsbild “CD” – “Conduct Disorder” – beschrieben wird. Und Kinder und Jugendliche mit “ODD” – Opposite Defiant Disorder – gab es in Weingarten natürlich auch mehr als genug).

Und diese Kinder und Jugendliche gibt es auch jetzt noch in Freiburg. Ich fahre seit 15 Jahren eine Vespa in Freiburg. Und diese Vespa wurde mir in diesen 15 Jahren dreimal gestohlen von genau solchen Kindern und Jugendlichen (die Kinder und Jugendlichen fahren damit rum und werfen die Vespa dann irgendwo hin. Die Polizei findet dann in der Regel diese Vespa und ruft mich dann an). Die Polizei in Freiburg kennt das Problem, aber da es sich nur um ein eher unbedeutendes Delikt handelt, tut die Freiburger Polizei nicht viel dagegen.

So, um es zusammenzufassen: Es handelt sich hier um keine “Krankheit” von Kindern und Jugendlichen, sondern um ein ganz normales Phänomen bei vielen Kindern und Jugendlichen, das es schon in meiner Jugend gab und das es in Freiburg immer noch gibt. Gehäuft treten solche Phänomene bei Kindern und Jugendlichen auf, die aus unterprivilegierten und verwahrlosten Familien kommen. Deshalb findet man diese Kinder und Jugendliche oft in den unterprivilegierten Stadtvierteln, in der “rotten side of town“, wie die Amerikaner und Engländer das nennen.

So, und wie “heilt” dieser Dr. Jim Chandler diese Kinder und Jugendlichen? Nun, ihr ahnt es wohl schon: Genau, mit atypischen Neuroleptika.

Dazu heisst es in diesem “Pamphlet”:

Drugs which are used for Violence, Oppositionality, and aggression regardless of diagnosis

These are drugs which have been tested in adults and children who are violent and aggressive for a variety of reasons – from ADHD to brain damage, to Conduct Disorder, and of course ODD.

First choice: Second generation Antipsychotics: Und dann werden alle gängigen atypischen Neuroleptika aufgezählt: Seroquel, Risperdal, Abilify, Zyprexa, Zeldox.

Zynischerweise macht dieser Dr. Jim Chandler noch folgende Bemerkung zu dieser Medikamentierung:These drugs were first used for schizophrenia, and that is how they got this name. They are now commonly used for many conditions where people are not psychotic. As you can see, these are not benign medications. All of them can have serious side effects. As a result, they are not used for small problems“.

Dr. Jim Chandler weiss also genau, dass diese Medikamente keine “benign medications” sind und viele Gesundheitsrisiken für seine Patienten, die Kinder und Jugendlichen mit “ODD” und “CD”, mit sich bringen. Aber das ist ihm egal. Hauptsache, diese schwierigen und problematischen Kinder und Jugendlichen sind für immer brav, ruhig und friedlich und machen keine Schwierigkeiten mehr.

So, jetzt habt ihr selbst gesehen, wie diese “moderne” (?!) Kinderpsychiatrie funktioniert. Schaut euch mal diese Website des Dr. Jim Chandler und seine sogenannten “Pamphlete” genau an. Und achtet mal auf das Niveau dieser Pamphlete. Auf diesem Niveau sind leider viele Psychiater weltweit. Diese primitiven und skrupellosen Kinderpsychiater benutzen schwere psychiatrische Medikamente um Kinder und Jugendliche mit sozialen, familiären und psychologischen Problemen in friedliche, sedierteZombies” zu verwandeln.

Um auf das Hauptthema der Medikamentierung von Kindern und Jugendlichen vor allem in den USA zurückzukommen: Auf dieses schon erwähnte PDF der FDA werde ich weiter vorne im Artikel noch öfters eingehen.

Mit welchen Methoden die grossen Pharmafirmen in den USA den massenhaften Einsatz und Gebrauch der teueren atypischen Neuroleptika in den USA massiv gepusht und gefördert haben, zeigt folgender Artikel aus den “New York Times” mit dem ironischen Titel “Side Effects May Include Lawsuits” aus dem Jahre 2010.

Denn gegen alle diese Firmen, die mit bestenfalls halblegalen Methoden den Gebrauch dieser atypischen Neuroleptika gepusht und gefördert haben, laufen in den USA mittlerweile Gerichtsverfahren, in denen es – wie in den USA typisch – um sehr hohe Strafen geht, also um sehr viel Geld. Und viele dieser Firmen sind in den USA schon rechtskräftig in der letzten Zeit verurteilt worden.

In diesem Artikel aus der “New York Times” heisst es wörtlich: “For decades, antipsychotic drugs were a niche product. Today, they’re the top-selling class of pharmaceuticals in America, generating annual revenue of about $14.6 billion and surpassing sales of even blockbusters like heart-protective statins. While the effectiveness of antipsychotic drugs in some patients remains a matter of great debate, how these drugs became so ubiquitous and profitable is not. Big Pharma got behind them in the 1990s, when they were still seen as treatments for the most serious mental illnesses, like hallucinatory schizophrenia, and recast them for much broader uses, according to previously confidential industry documents that have been produced in a variety of court cases.

Anointed with names like Abilify and Geodon, the drugs were given to a broad swath of patients, from preschoolers to octogenarians. Today, more than a half-million youths take antipsychotic drugs, and fully one-quarter of nursing-home residents have used them. Yet recent government warnings say the drugs may be fatal to some older patients and have unknown effects on children.

The new generation of antipsychotics has also become the single biggest target of the False Claims Act, a federal law once largely aimed at fraud among military contractors. Every major company selling the drugs — Bristol-Myers Squibb, Eli Lilly, Pfizer, AstraZeneca and Johnson & Johnson — has either settled recent government cases for hundreds of millions of dollars or is currently under investigation for possible health care fraud”.

Dieser Artikel sagt also, dass mittlerweile eine halbe Million Kinder und Jugendliche in den USA diese schweren Psychodrogen nehmen und “Big Pharma” diese atypischen, teueren Neuroleptika mit halb-legalen Methoden gepusht und ihren massiven Einsatz in Amerika gefördert hat. Der Artikel erläutert dann übrigens auch, wie “Big Pharma” das gemacht hat.

In diesem Artikel der “New York Times” heisst es wörtlich: “The cases, both civil and criminal, against many of the world’s largest drug makers have unveiled hundreds of previously confidential documents showing that some company officials were aware they were using questionable tactics when they marketed these powerful, expensive drugs.

Such marketing, according to analysts and court documents, included payments, gifts, meals and trips for doctors, biased studies, ghostwritten medical journal articles, promotional conference appearances, and payments for postgraduate medical education that encourages a pro-drug outlook among doctors. All of these are tools that federal investigators say companies have used to exaggerate benefits, play down risks and promote off-label uses, meaning those the F.D.A. hasn’t approved”.

Ein anderer Artikel vom September 200 in der “New York Times” zeigt, wie die Diagnostizierung der angeblichen “Krankheiten” bei diesen Kindern in Amerika und die Medikamentierung dieser Kinder in der Regel abläuft. Dieser Artikel hat den Titel “Child’s Ordeal Shows Risks of Psychosis Drugs for Young“.

In der Regel sind diese Kinder einfach in irgendeiner Form verhaltensauffällig, und anstatt mit ihnen zu reden oder sie in eine Psychotherapie zu bringen, werden sie mit den schweren atypischen Neuroleptika behandelt und sie bekommen dadurch natürlich schwere Schäden.

In diesem Artikel der “New York Times” heisst es wörtlich: “More than 500,000 children and adolescents in America are now taking antipsychotic drugs, according to a September 2009 report by the Food and Drug Administration. Their use is growing not only among older teenagers, when schizophrenia is believed to emerge, but also among tens of thousands of preschoolers.

A Columbia University study recently found a doubling of the rate of prescribing antipsychotic drugs for privately insured 2- to 5-year-olds from 2000 to 2007. Only 40 percent of them had received a proper mental health assessment, violating practice standards from the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry.

“There are too many children getting on too many of these drugs too soon,” Dr. Mark Olfson, professor of clinical psychiatry and lead researcher in the government-financed study, said”.

Ein anderer Artikel aus “Time Healthland” vom Mai 2011 hat den Titel “Drugging the Vulnerable: Atypical Antipsychotics in Children and the Elderly“. Vor allem Kinder und alte Menschen sind anscheinend in den USA im Visier der Pharmafirmen, und vor allem sie werden mit den schweren atypischen Neuroleptika vollgestopft.

In diesem Artikel heisst es wörtlich: Pharmaceutical companies have recently paid out the largest legal settlements in U.S. history — including the largest criminal fines ever imposed on corporations — for illegally marketing antipsychotic drugs. The payouts totaled more than $5 billion. But the worst costs of the drugs are being borne by the most vulnerable patients: children and teens in psychiatric hospitals, foster care and juvenile prisons, as well as elderly people in nursing homes. They are medicated for conditions for which the drugs haven’t been proven safe or effective — in some cases, with death as a known possible outcome.

The benefit for drug companies is cold profit. Antipsychotics bring in some $14 billion a year. So-called “atypical” or “second-generation” antipsychotics like Geodon, Zyprexa, Seroquel, Abilify and Risperdal rake in more money than any other class of medication on the market and, dollar for dollar, they are the biggest selling drugs in America. Although these medications are primarily approved to treat schizophrenia and bipolar disorder, which combined affect 3% of the population, in 2010 there were 56 million prescriptions filled for atypical antipsychotics.

In a presentation this week at an American Psychiatric Association meeting, Dr. John Goethe, director of the Burlingame Center for Psychiatric Research in Connecticut, reported that over the last 10 years, more than half of all children aged 5 to 12 in psychiatric hospitals were prescribed antipsychotics — and 95% of these prescriptions were for second-generation antipsychotics.

Many of these children didn’t have a condition for which the drugs have been shown to be helpful: 44% of youngsters with post-traumatic stress disorder (PTSD) and 45% of children with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) were treated with them.

Dieser Artikel nennt übrigens auch ganz klar den Grund, warum das alles gemacht wird: “cold profit“. Das Ganze ist ein Riesengeschäft.

Einen harten, sarkastischen und kritischen Artikel zum Thema des massenhaften Konsums von atypischen Neuroleptika in den USA hat James Ridgeway im Juli 2011 in “Al Jazeera English” unter dem Titel “Mass psychosis in the US” veröffentlicht. James Ridgeway zitiert hier unter anderem die bekannte Ärztin und Pharma-Kritikerin Marcia Angell, die folgendes zu diesem Thema gesagt hat:

“Marcia Angell, former editor of the New England Journal of Medicine and a leading critic of the Big Pharma, puts it more bluntly: “Psychiatrists are in the pocket of industry.” Angell has pointed out that most of the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), the bible of mental health clinicians, have ties to the drug industry. Likewise, a 2009 study showed that 18 out of 20 of the shrinks who wrote the American Psychiatric Association’s most recent clinical guidelines for treating depression, bipolar disorders, and schizophrenia had financial ties to drug companies”.

Das heisst, die Psychiater, die den DSM erstellen, haben fast alle enge Beziehungen zur Pharmaindustrie, so Marcia Angell.

Wer Marcia Angells kritische Positionen zur biologistischen Psychiatrie und zur Pharmaindustrie besser kennen lernen will, dem empfehle ich den entsprechenden Blogeintrag vom Juni 2011 mit dem Titel “Marcia Angell on the Corruption of American Psychiatryim Blog von Jim Sabin, der auch mit den entsprechenden Artikeln von Marcia Angell verlinkt ist. Jim Sabin ist ein “clinical professor in the departments of Population Medicine and Psychiatry at Harvard Medical School” und hat mehr als 50 Jahre Erfahrung mit dem amerikanischen “Health Care System“. In seinem Blog mit dem Titel “Health Care Organizational Ethics” bespricht er medizinethische Fragen im Zusammenhang mit dem amerikanischen Gesundheitssystem.

Marcia Angell selbst hat einen langen Artikel in der “The New York Review of Books” im Juli 2011 geschrieben mit dem Titel “The Illusions of Psychiatry“. Dort sagt sie unter anderem wörtlich:

What should be of greatest concern for Americans is the astonishing rise in the diagnosis and treatment of mental illness in children, sometimes as young as two years old. These children are often treated with drugs that were never approved by the FDA for use in this age group and have serious side effects. The apparent prevalence of “juvenile bipolar disorder” jumped forty-fold between 1993 and 2004, and that of “autism” increased from one in five hundred children to one in ninety over the same decade. Ten percent of ten-year-old boys now take daily stimulants for ADHD—”attention deficit/hyperactivity disorder”—and 500,000 children take antipsychotic drugs.

There seem to be fashions in childhood psychiatric diagnoses, with one disorder giving way to the next. At first, ADHD, manifested by hyperactivity, inattentiveness, and impulsivity usually in school-age children, was the fastest-growing diagnosis. But in the mid-1990s, two highly influential psychiatrists at the Massachusetts General Hospital proposed that many children with ADHD really had bipolar disorder that could sometimes be diagnosed as early as infancy. They proposed that the manic episodes characteristic of bipolar disorder in adults might be manifested in children as irritability. That gave rise to a flood of diagnoses of juvenile bipolar disorder. Eventually this created something of a backlash, and the DSM-V now proposes partly to replace the diagnosis with a brand-new one, called “temper dysregulation disorder with dysphoria,” or TDD, which Allen Frances calls “a new monster.”

One would be hard pressed to find a two-year-old who is not sometimes irritable, a boy in fifth grade who is not sometimes inattentive, or a girl in middle school who is not anxious.

Genau so sehe ich das auch. Es ist nicht immer einfach, ein Kind zu sein, und in den Familien gibt es heute oft Probleme, oft sind auch die Eltern belastet, und in der Schule läuft auch nicht immer alles gut. Und die Kinder haben oft Ängste und Schwierigkeiten. Sollen wir ihnen deshalb atypische Neuroleptika oder andere Medikamente geben, die oft massive Nebenwirkungen haben?

Um zum Thema zurückzukehren: Anscheinend denkt “Big Pharma” jetzt auch daran, atypische Neuroleptika an Kinder im Vorschulalter verschreiben zu lassen. CBS News berichtet darüber in einem Artikel vom Jahre 2010 mit dem Titel “Big Pharma’s Next Big Thing: Antipsychotic Medicines for Preschoolers“.

Tatsächlich wird das in den USA jetzt schon vermehrt gemacht. Darüber informiert ein Artikel aus “Bloomberg Business Week” mit dem Titel “More Toddlers, Young Children Given Antipsychotics” vom Januar 2010.

In diesem Artikel heisst es wörtlich: “The rate of children aged 2 to 5 who are given antipsychotic medications has doubled in recent years, a new study has found. Yet little is known about either the effectiveness or the safety of these powerful psychiatric medications in children this age, said researchers from Columbia University and Rutgers University, who looked at data on more than 1 million children with private health insurance. “It is a worrisome trend, partly because very little is known about the short-term, let alone the long-term, safety of these drugs in this age group,” said study author Dr. Mark Olfson, a professor of clinical psychiatry at Columbia University in New York City”.

Gleiches berichtet “Channel 4 News” in einem Artikel vom November 2011 mit dem Titel “Number of children on antipsychotic drugs doubles“.

In diesem Artikel heisst es wörtlich: “Professor Tim Kendall, who has been asked to write the first ever guidance on prescribing anti-psychotics to young people with serious mental illness, said that these findings are extremely concerning. “As far as I am aware there is no evidence that there has been a doubling in the rate of psychosis. So if there is a doubling in the rate of children being given anti-psychotics, that is a worry,” Prof Kendall said. “My worry is that these drugs are being used for other purposes.

Die Huffington Post bringt im Juli 2011 einen kurzen Artikel mit dem Titel ‘How Big Pharma Got Americans Hooked On Anti-Psychotic Drugs‘. Mit Verweis auf die Quelle Al Jazeera heisst in diesem kurzen Artikel nur sarkastisch: “Has America become a nation of psychotics? You would certainly think so, based on the explosion in the use of antipsychotic medications. In 2008, with over $14 billion in sales, antipsychotics became the single top-selling therapeutic class of prescription drugs in the United States, surpassing drugs used to treat high cholesterol and acid reflux”.

Wie die Situation im Falle der atypischen Neuroleptika in den USA mittlerweile aussieht, darüber berichtet auch “New Scientist” vom Januar 2011 in einem Artikel mit dem Titel “Antipsychotic drug prescriptions triple in the US“.

In diesem Artikel heisst es wörtlich:

“PRESCRIPTIONS for antipsychotic drugs have more than doubled in the US over the past 15 years, often given for conditions for which there is scant evidence they work.

Expensive antipsychotics were originally approved to treat schizophrenia. They are now also prescribed for conditions including anxiety disorders and dementia, even though the Food and Drug Administration has not approved these off-label uses. The side effects of such drugs can include diabetes, weight gain and an increased risk of heart disease.

Caleb Alexander at the University of Chicago and colleagues analysed the results of a survey of visits to doctors between 1995 and 2008. In the sample population, the prescriptions of antipsychotics went from 6.2 million in 1995 to 16.7 million in 2006 and fell to 14.3 million in 2008. Off-label prescriptions also doubled during this time (Pharmacoepidemiology and Drug Safety, DOI: 10.1002/pds.2082).

Alexander points to ways to combat the trend, such as reducing heavy drug marketing and raising awareness of off-label prescribing”.

Tja, schaut man sich die Verkaufszahlen von atypischen Neuroleptika in den USA an, muss man wohl davon ausgehen, dass jetzt die meisten Amerikaner wohl psychotisch sind. Die andere Erklärung: Das Ganze ist nur ein Geschäft, angeleiert von”Big Pharma”.

Ich überlasse es jetzt euch selbst, was ihr glauben wollt: Dass die Amerikaner alle verrückt sind oder dass “Big Pharma” die Amerikaner einfach “angefixt” hat.

Folgender Artikel ist aus NZZ-Online (die führende Zeitung in der Schweiz) vom Oktober 2008 mit dem Titel “Neuroleptika bei Kindern haben Schattenseiten“. In diesem Artikel heisst es wörtlich: Die Anwendung von Neuroleptika – auch Antipsychotika genannte Mittel gegen Schizophrenie und andere psychische Leiden – führt bei Kindern und Jugendlichen vermehrt zu Herz und Kreislauf belastenden Störungen, darunter Übergewicht, Diabetes und hohem Blutdruck. Hinweise auf einen solchen Zusammenhang liefern die Beobachtungen zweier Wissenschafter aus Kanada und den USA, die das Schicksal von über 4000 mit solchen Medikamenten behandelten Minderjährigen verfolgt haben. Die Erkenntnisse des Psychiaters Roger McIntyre von der Universität in Toronto und seiner amerikanischen Kollegin Jeanette Jerrell von der Universität in Columbia, South Carolina, kommen zwar nicht überraschend, da Antipsychotika bei Erwachsenen vergleichbare Nebenwirkungen hervorrufen. Besondere Bedeutung erhalten sie vor dem Hintergrund, dass die Verschreibung von Neuroleptika an Kinder und Jugendliche in den USA und Europa in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat – und das, obwohl Nutzen und Risiken dieser Medikamente bei so jungen Patienten erst unzureichend untersucht sind.

Im Klartext: Die Kinder werden von diesen Neuroleptika krank. Sie werden dick, kriegen Problem mit Herz- und Kreislauf, Diabetes, Bluthochdruck. Bei Erwachsenen ist das übrigens genauso (auch das sagt dieser Artikel klar).

Ein weiterer Bericht kam im Ersten Programm im Oktober 2008 in der Sendung “Report Mainz” mit dem Titel “Gefährlicher Trend: Neuroleptika werden vermehrt an Kinder und Jugendliche verschrieben“.

In dem Online-Bericht zu dieser Sendung heisst es wörtlich: “Neuroleptika werden vermehrt an Kinder und Jugendliche verschrieben. Das berichtet das ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ am Montag um 21:45 Uhr im ERSTEN. Dem Magazin liegen Daten einer bisher unveröffentlichten Studie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Köln vor. Die Studie weist einen alarmierenden Anstieg bei der Verschreibung neuartiger Neuroleptika bei Kindern und Jugendlichen nach. Demnach erhielten im Jahr 2000 6.864 Kinder und Jugendliche in Deutschland neuartiges Neuroleptikum. 2006 waren es bereits 28.100. Innerhalb von sechs Jahren wären die Verschreibungszahlen damit um das Vierfache gestiegen. 

Der Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Köln, Prof. Gerd Lehmkuhl, weist zudem darauf hin, dass immer mehr Kinder und Jugendliche mit Neuroleptika behandelt würden, aber die dazu passenden Diagnosen nicht in gleichem Maße anstiegen. Das würde bedeuten, dass die Medikamente auf Störungen ausgedehnt würden, für die sie nicht zugelassen seien. Hinter den gestiegenen Verordnungszahlen vermutet Lehmkuhl eine zunehmende Bereitschaft von Ärzten Psychopharmaka auch an Kinder und Jugendliche zu verschreiben. Außerdem glaubt er, dass zu schnell auf bestimmte Verhaltensauffälligkeiten, wie bspw. aggressive Störungen, mit Medikation reagiert werde.

Der Arzneimittelexperte der Universität Bremen Prof. Gerd Glaeske erklärte REPORT MAINZ gegenüber: „Bei Kindern sollte man beim Einsatz von Neuroleptika sehr zurückhaltend sein, sehr vorsichtig sein, weil Kinder noch in der Entwicklung sind. Es entwickelt sich noch das Gehirn, das zentrale Nervensystem und insofern könnte es natürlich dort bei einer vorschnellen Gabe von Neuroleptika hochdosiert zu längerfristigen Schäden kommen.“

Die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Charlotte Köttgen, rät auch angesichts der massiven Nebenwirkungen, die Neuroleptika haben können, von einer Vergabe dieser Psycho-pharmaka an Kinder grundsätzlich ab: „Neuroleptika haben sehr schwerwiegende Neben-erscheinungen. Sie haben vermehrt Folgeerscheinungen wie Diabetes, Gewichtszunahmen mit den Folgen von Kreislaufstörungen, Herz-Kreislaufstörungen, mit der Folge von unwillkürlichen Bewegungszwängen, die oft anhaltend bleiben, die also nicht wieder zurückgehen.“

Im Klartext: Diese Neuroleptika können bei Kindern schwerste Schäden anrichten

Der amerikanische Kinderneurologe im Ruhestand Fred A. Baughman, Jr. M.D. sagt in einem sehr harten und kritischen Artikel im Dezember 2008 zum Thema der Verabreichung von Neuroleptika an Kinder folgendes:

“As an adult and child neurologist (retired) the neurological complications of psychiatric drugs, especially the typical and atypical antipsychotics (Zyprexa, Risperdal, Seroquel, Abilify, Geodon), comprised a significant part of my practice. Referring psychiatrists rarely diagnosed or much understood the neurological side effects of the drugs they were prescribing.

I encountered transient and permanent dyskinesias (when permanent and irreversible we call them “tardive” dyskinesias). There was acute and chronic torticollis. There were acute oculogyric crises (forced version of the eyes, more often upward than to one side or the other). I encountered eye-blinking and forced eye closure, wrongly called “Tourette’s syndrome” –not idiopathic at all, but iatrogenic. There were acute and chronic, always-embarrassing, oral-lingual-facial dyskinesias. There were Parkinson’s syndromes needing differentiation from idiopathic Parkinson’s disease. There were rare cases of bulbar paralysis or bulbar dyskinesia leading to aspiration, pneumonia, and death–especially in the elderly, especially in nursing homes, in bed. There were strokes related to the start of dosing. Most frequent of all were the tardive dyskinesias, those appearing after months or years on antipsychotics, never abating, grotesque, embarrassing and sometimes so persistent and severe, especially in the elderly that they grew exhausted and died.

I almost forgot neuroleptic malignant syndrome–NMS, usually lethal as its name suggests, not to be confused with the clinically similar “serotonin syndrome,” due to an entirely different group of psychiatric drugs, the SSRIs. My list of the neurological side effects is short and incomplete, but it is a list all neurologists are well aware of, and all physicians prescribing such medications should be aware of, but are not”.

Das heisst, ein Kinderneurologe mit langer Berufserfahrung namens Fred A. Baughman, Jr. M.D., Neurology and Child Neurology (Board Certified), Fellow, American Academy of Neurology, berichtet in diesem Artikel in aller Klarheit aus seiner Praxis, welche schweren neurologischen Schäden diese atypischen Neuroleptika bei den Kindern anrichten können, die sie einnehmen.

Und über das “Metabolische Syndrom” habe ich ja schon geredet. Das heisst, die Kinder werden auch oft noch sehr dick.

Das bedeutet auch, dass sie ein stark erhöhtes Risiko haben, Diabetes mellitus zu entwickeln. Hier habt ihr zum Beispiel einen Artikel vom Januar 2012 mit dem Titel “Diabetes Risk Increased with Atypical Antipsychotics in Children.” Der Artikel beruht auf einer statistischen Auswertung von Daten von ungefähr 700.000 Kindern. Dieser Artikel wörtlich: “The database comprised more than 700,000 children (age range, 5–18 years)”. Der Artikel kommt zu dem klaren Ergebnis, dass für Kinder, die diese atypischen Neuroleptika nehmen, das Risiko stark erhöht ist, an Diabetes mellitus zu erkranken.

Hier habt ihr einen Artikel aus der amerikanischen Fachzeitschrift “Clinical Diabetes” aus dem Jahre 2006 mit dem Titel “Diabetes, Psychiatric Disorders, and the Metabolic Effects of Antipsychotic Medications“.

Die Autoren dieses Fachartikels kommen zu dem Ergebnis:

Antipsychotic medications are frequently prescribed by nonpsychiatric clinicians, and the use of atypical antipsychotics is increasing. Although these medications have some efficacy and tolerability advantages over the conventional drugs, they have recently been differentially associated with an increased risk of weight gain, diabetes, and hyper-triglyceridemia“.

Verräterisch ist übrigens der erste Satz, dass diese Medikamente – zumindest anscheinend in den USA – oft von “nonpsychiatric clinicians” verschrieben werden. Das heisst, die Mediziner, die diese schweren Medikamente in den USA verschreiben, sind oft nicht mal Psychiater, geschweige denn Neurologen. Auch ein PDF der FDA, auf das ich schon im ersten Teil meines Artikels eingegangen bin, redet von “nurse practioners” (Krankenpflegern), “general Practioners” (Hausärzten) und anderen Ärzten, die in den USA oft diese atypischen Neuroleptika verschreiben.

Hier habt ihr einen anderen Abstract einer umfangreichen Studie mit dem Titel “Metabolic and Neurological Complications of Second-Generation Antipsychotic Use in Children: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials“, die untersucht, inwieweit und wie oft Kinder, die diese atypischen Neuroleptika einnehmen, neurologische und metabolische Komplikationen entwickeln.

Diese Studie geht von folgender Ausgangssituation in den USA aus: “Available evidence indicates that the use of antipsychotics, especially second-generation antipsychotics (SGAs), for children with mental health disorders has increased dramatically. Given the demonstrated metabolic and neurological adverse effects seen in adult patients on these medications, detailed evaluation of the risk for these adverse effects in children is appropriate”.

Und genau so ist es auch. Die Verschreibung dieser atypischen Neuroleptika an Kinder hat massiv zugenommen, darum dreht sich ja mein Artikel.

Das Ergebnis dieser Studie ist folgendes:

Data Synthesis: Meta-analysis was performed on the data for synthesis, and was carried out for commonly reported outcomes for each medication individually, in comparison with placebo or another drug. Odds ratios (ORs) with 95% confidence intervals for binary outcomes were used. For continuous outcomes, mean differences were used to analyze the data. Meta-analysis revealed that mean weight gain compared with placebo was highest for olanzapine at 3.47 kg (95% CI 2.94, 3.99) followed by risperidone at 1.72 kg (95% CI 1.17, 2.26), quetiapine at 1.41 kg (95% CI 1.10, 1.81) and aripiprazole at 0.85 kg (95% CI 0.58, 1.13). Olanzapine and clozapine treatment were associated with the highest rate of metabolic laboratory abnormalities in cholesterol and triglycerides. Prolactin elevation occurred with risperidone and olanzapine therapy. Higher odds of extrapyramidal symptoms compared with placebo were seen in children treated with risperidone (OR 3.55; 95% CI 2.04, 5.48) and aripiprazole (OR 3.70; 95% CI 2.37, 5.77). Elevated rates of extrapyramidal symptoms were also experienced with olanzapine use.

Conclusions:There is good evidence to support the existence of both metabolic and neurological adverse effects in children treated with these medications“.

Alle diese Studien sagen übrigens am Ende immer das Gleiche:

Proper attention and vigilance to potential metabolic and neurological adverse effects is necessary, and should be considered part of the standard of care.

Oder:

“Physicians need to inform parents about diabetes risk with AAs or antidepressants and to rigorously monitor patients for diabetes, especially during the first 6 months of therapy”.

Oder:

“Diabetes risk reduction, including nutritional and physical activity counseling, control of blood pressure, lowering of cholesterol and triglyceride levels, weight loss, and increased physical activity, can have a positive impact on both diabetes and the psychiatric illnesses and can be successfully utilized in patients with schizophrenia.”

Nun, das ist reines Wunschdenken. In dem Wikipedia-Artikel zu Risperdal heisst es: Risperidon besitzt noch andere Störeffekte, die der Compliance abträglich sein können, etwa Gewichtszunahme. Und das klingt harmlos und ist untertrieben. Warum das hier so harmlos und untertrieben gesagt wird, dafür gibt es einen Grund: Alle Wikipedia-Artikel über Medikamente werden von der Pharmaindustrie genau beobachtet und kontrolliert und bearbeitet. Deshalb sind die Angaben zu den Nebenwirkungen der Medikamente immer untertrieben und harmlos formuliert. Unter Einnahme von Risperdal ergibt sich oft eine massive Gewichtszunahme bei vielen Patienten.

Und es ist klar, warum die medizinischen Forscher, die diese Studien gemacht haben, am Ende ihrer Studien immer von Sport und Diät reden und von “careful monitoring“: Welcher medizinische Forscher will sich schon so unbeliebt machen und in einer Studie klar sagen, dass diese Medikamente einfach krank machen?

Übrigens: Die Forscher sagen ganz klar, dass diese Medikamente krank machen. Nur behaupten sie eben auch, dass man mit ein bisschen Diät und Sport etwas dagegen machen kann.

Die amerikanische Regierung, beziehungsweise die Berater der “FDA“, kennen das Problem übrigens schon länger und warnen genauso davor, diese atypischen Neuroleptika massenhaft an Kinder und Jugendliche zu verschreiben.

Darüber berichtet die Website “PsychCentral” in einem Artikel vom November 2008 mit dem Titel “FDA Advisors. Stop the Overuse Of Atypical Antipsychotics in Children“.

In diesem Artikel heisst es wörtlich:

During a routine review of the safety of Johnson & Johnson’s atypical antipsychotic Risperdal and Eli Lilly’s Zyprexa, a panel of experts consulting with the U.S. Food and Drug Administration (FDA) expressed their concern for the increasing amount of prescriptions of these drugs to children, even those under age 12.

Neither these two drugs, nor any other atypical antipsychotic has been approved for prescription to children for most common childhood mental health concerns, namely attention deficit disorder (ADHD) or conduct disorder. Furthermore, there has been zero long-term studies on the effects these drugs may have on a child’s brain development.

The panel of experts is worried that the drugs are being too readily prescribed by doctors unfamiliar with their potency and side effect profile that may be especially harmful to children — substantial weight gain, metabolic disorders and muscular tics that can become permanent if not carefully monitored.

The situation has become alarming: More than 389,000 children and teenagers were treated last year with Risperdal, one of five popular medicines known as atypical antipsychotics. Of those patients, 240,000 were 12 or younger, according to data presented to the committee. In many cases, the drug was prescribed to treat attention deficit disorders.

Because of the reasons noted above, the panel recommended that the FDA do more to discourage prescriptions of these types of medications in children, especially when the FDA has not approved the use of these drugs for most childhood disorders.

Both drug makers and the FDA basically threw up their hands in response and said, “Hey, we already have strong warnings on these medications, what more can we do?”

Im Klartext: Dieser Artikel aus “PsychCentral” sagt ganz klar, dass die Berater der FDA darüber informiert sind, dass es es keine Studien gibt über die langfristigen Wirkungen dieser Medikamente auf die Gehirne der Kinder, die diese atypischen Neuroleptika einnehmen. Und diese atypischen Neuroleptika werden in der Regel Kindern gegeben, die in irgendeiner Form verhaltensauffällig sind, weil sie zum Beispiel ADHS haben. Und die Folgen dieser Medikamentierung mit atypischen Neuroleptika können sein: “substantial weight gain, metabolic disorders and muscular tics that can become permanent if not carefully monitored“.

Viele Psychiater ignorieren aber diese Gefahren einfach und benutzen diese Medikamente “Off Label”, unter anderem natürlich, weil die Pharmaindustrie selbst diesen “Off Label“-Gebrauch der atypischen Neuroleptika massiv gepusht hat.

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