Bret Easton Ellis´ “American Psycho” (1991) revisited

Auf die beiden wichtigsten Werke der beiden miteinander befreundeten französischen Skandalautoren Michel Houellebecq und Frédéric Beigbeder bin ich schon in zwei Blogeinträgen eingegangen (siehe: “Michel Houellebecqs `Ausweitung der Kampfzone´ revisited” und “Frédéric Beigbeders `99 francs´ revisited“).

Diese beiden französischen Autoren arbeiten ganz bewusst mit den Mitteln des Tabubruchs und der Provokation als Teil einer Selbstvermarktungsstrategie, die allerdings zugleich aktuelle gesellschaftliche Phänomene subversiv unterlaufen will.

In den USA gibt es einen Autor, der seit den achtziger Jahren in seinem amerikanischen Heimatland mit ganz ähnlichen Mitteln und Strategien wie die beiden Franzosen Houellebecq und Beigbeder arbeitet: Der 1964 in Los Angeles geborene Bret Easton Ellis.

Aufgewachsen ist Ellis in Sherman Oaks, einem Ortsteil von Los Angeles in Kalifornien. 1986 absolvierte er eine Musikausbildung am Bennington College in Vermont. In den frühen 1980er-Jahren spielte er Keyboard in einigen New-Wave-Bands, z. B. bei „The Parents“.

Während seines Studiums gab Ellis den späteren Roman “Unter Null” als Arbeit für einen Creative-Writing-Kurs ab. Sein Professor war von der Arbeit beeindruckt und motivierte Ellis, den Roman zu veröffentlichen.1987 zog er nach New York City, wo er seinen zweiten Roman “Einfach unwiderstehlich” veröffentlichte.

1991 stieg Ellis mit seinem dritten Roman “American Psycho” zum Kultautor auf.  Nachdem ihn “American Psycho” weltweit berühmt gemacht hatte, steigerten sich die Drogenexzesse von Bret Easton Ellis.

Drei Jahre später, 1994, erschien die Kurzgeschichtensammlung “Die Informanten” (The Informers), in der auch einige Charaktere aus seinen vorherigen Büchern auftauchen. “Die Informanten” war jedoch eher als Lückenfüller gedacht, da sich das Erscheinen seines Romans “Glamorama” schon mehrmals verzögert hatte.

Schließlich wurde “Glamorama” 1999 publiziert, von den Kritikern jedoch deutlich negativer als “American Psycho” aufgenommen.

Sein nächstes Werk, “Lunar Park“, war ein halb-autobiografischer Roman, dessen Hauptfigur ebenfalls Bret Easton Ellis heißt und auch Autor ist.

Eine Fortsetzung zu “Unter Null” mit dem Titel “Imperial Bedrooms erschien 2010. In diesem Roman tauchen einige Figuren aus “Unter Null” wieder auf, jedoch im Alter um die 40 und verheiratet.

Ich habe jetzt nochmals den Roman “American Psycho” durchgelesen, der mich seinerzeit beeindruckt hat. Ich las den Roman Ende der neunziger Jahre einmal auf Englisch durch, als ein Freund mir dieses Buch für ein paar Wochen auslieh.

American Psycho” wurde 1995 in Deutschland durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

Nachdem der deutsche Verlag des Buches Kiepenheuer & Witsch gegen die Indizierung geklagt hatte, hob das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen die Indizierung im Februar 2001 auf. Seither ist der Roman in Deutschland wieder frei verkäuflich.

Auch “Glamorama” von Bret Easton Ellis habe ich seinerzeit gelesen, allerdings fand ich diesen Roman, der ebenfalls mit Tabubrüchen und der Darstellung von Gewaltexzessen arbeitet, deutlich schwächer.

Die Verfilmung von “American Psycho” von Mary Harron aus dem Jahre 2000 schaute ich mir im Jahre 2000 im Kino an und ich fand damals, dass die kalte, glitzernde Ästhetik des Films mit seiner Darstellung der extrem oberflächlichen New Yorker Yuppie-Welt den Grundcharakter und die Grundaussage des Romans auf sehr gelungene Weise einfing. Vor allem der extrem talentierte Schauspieler Christian Bale, der den Protagonisten Patrick Bateman darstellt, hatte in diesem Film eine Paraderolle gefunden.

Worum geht es in “American Psycho”?

Der 27 jährige Wallstreet-Yuppie und Investmentbanker Patrick Bateman ist ein typischer Oberschicht-Snob Mitte der 1980er Jahre: Er bewohnt ein kostspieliges Apartment, trägt teure Designer-Anzüge, entleiht und konsumiert pausenlos Videofilme und langweilt sich mit seinen neureichen Bekannten in Luxus-Restaurants, Nachtclubs oder auf Koks-Partys.

Dabei stehen der Katalog der angesagtesten Delikatessen, Restaurants und Markenartikel im Mittelpunkt des pausenlosen Smalltalks.

Doch hinter dieser Fassade verbirgt Bateman ein zweites Leben, von dem seine Bekannten nichts ahnen: Er versucht, die permanente Leere in seinem Leben mit Sex, Gewalt und Mord zu kompensieren. Dabei werden seine Drogen immer härter, seine nächtlichen Orgien immer ausschweifender und sadistischer und seine Gewaltexzesse immer kannibalischer. Mehr und mehr verliert er sich in einem Blutrausch und weiß schließlich kaum noch zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden.

Bret Easton Ellis entwirft in “American Psycho” einen düsteren Gegenentwurf zum “American Dream“. In diesem “American Nightmarehaben Geld und die Zugehörigkeit zur Gesellschaft der Wohlhabenden Bateman (dessen Name auf den Protoganisten von Alfred Hitchcocks Film “Psycho” von 1960 mit dem Namen Norman Bates anspielt) nicht weitergebracht.

Der Roman ist aus der Sicht Batemans geschrieben. Die Handlung ist aus Abschnitten seines Lebens innerhalb von etwa drei Jahren chronologisch aufgebaut. Der Protagonist sieht die Welt wie einem Film und bedient sich in seinen Beschreibungen der filmischen Techniken (z. B. Zeitlupe, Schwenken, Heranzoomen etc.).

Die scheinbar einzigen Konstanten des Romans sind Batemans endlose Aneinanderreihungen von Besitztümern und der dazugehörigen Marken, insbesondere der Luxus-Bekleidungsmarken und der dazugehörigen Accessoires.

Die Räume werden nicht bis ins allerletzte Detail beschrieben, sondern auf ihre Oberfläche (Designermöbel, Bilder von angesagten Künstlern) reduziert.

Inhaltlich zeigt der Roman “American Psycho” das böse Gesicht eines amoralischen Materialismus, aus dem es kein Entrinnen gibt. Bateman hat zwar geschafft, wovon alle träumen: reich zu werden und ein sorgenfreies Leben zu führen. Dieses Leben ist jedoch von äußerster Langeweile und Leere geprägt. Den einzigen Inhalt, die einzige Abwechslung bilden Batemans albtraumhafte Sex- und Gewaltorgien.

Gegen Ende des Romans richtet Bateman im Apartment eines von ihm zuvor ermordeten Bekannten ein Blutbad an, das eigentlich nicht mehr verheimlicht werden kann. Er beichtet seinem Anwalt alle seine Gräueltaten, muss jedoch erkennen, dass selbst sein Anwalt ihn ignoriert, das Ganze nur für einen Scherz hält und ihn mit einem anderen verwechselt.

Dies stellt ein Schlüsselmotiv des Romans dar, zum einen, weil Bateman immer wieder (auch von engsten Bekannten) verwechselt wird, und zum anderen, weil er ständig seine Untaten gesteht, ohne Gehör zu finden: Hinweise auf die Oberflächlichkeit der Schickeria-Gesellschaft, in der er sich bewegt.

Als Bateman noch einmal nach den Opfern seines Massakers sehen will, die er in dem Apartment zurückgelassen hat, stellt er überrascht fest, dass die Wohnung leer ist, inzwischen frisch gestrichen wurde und nun zum Verkauf angeboten wird. Und der Taxifahrer, der ihn als den Mörder eines Kollegen wiedererkennt, zeigt ihn nicht etwa an, sondern will ihm lediglich seine Brieftasche und seine Rolex abnehmen.

Offen bleibt somit die Frage, ob die sich ständig steigernden Gewaltexzesse „real“ sind, aber von der Gesellschaft ignoriert werden, oder ob sie nur in der möglicherweise psychotischen Phantasie des Protagonisten stattfinden.

Auf jeden Fall spielt Ellis hiermit auf das in seinen Romanen immer wiederkehrende Motiv des Identitätsverlusts an.

Außerdem scheint Bateman an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu leiden. Hierzu gehört Batemans Verhalten, als er vor Bettlern schadenfroh mit einem 100-Dollar-Schein herumwedelt oder als er in einem jüdischen Restaurant einen Cheeseburger bestellt und sehr aggressiv reagiert, als diese Bestellung abgelehnt wird (Käse mit Fleisch ist nicht koscher): Wütend besteht er darauf, dass ihm ein koscherer Cheeseburger serviert wird.

Weitere Anhaltspunkte für eine Persönlichkeitsstörung ergeben sich daraus, dass Patrick Bateman zwar sehr eloquent ist, jedoch nur selten von seinen Emotionen schreibt. Obwohl er eine Freundin hat, scheinen ihm Gefühle wie Liebe fremd zu sein. Von seinen Serienmorden berichtet er betont kühl und sachlich, so wie dies oft bei ähnlichen Geständnissen echter Serienmörder der Fall ist. Er erscheint trotz seiner ungeheuerlichen Taten nie sonderlich aufgeregt, sondern stets äußerst kaltblütig. Auch über den Besuch bei seiner Mutter im Altersheim berichtet er vollkommen gefühllos.

Das einzige Kapitel, in dem er, abgesehen von Emotionen wie Wut oder Langeweile, wirkliche Gefühle zu zeigen scheint, ist dasjenige, in dem er von seiner Bewunderung für die Musik seiner Lieblingsband, der Progressive-Rock-Gruppe Genesis, erzählt.

Der Roman enthält zahlreiche intertextuelle Bezüge. Anspielungen auf Victor Hugos Buch “Les Misérables” und das gleichnamige Musical finden sich häufig im Roman.

Bateman sieht, meistens beiläufig, Dinge die auf das Musical oder das Buch “Les Miserables” hindeuten. So sieht er z.B. an einer Straßenecke ein Plakat oder hört in diversen Restaurants den Soundtrack zu besagtem Stück. Die Bezüge zu “Les Miserables” tauchen meist auf, wenn Bateman die Hässlichkeit der Gesellschaft oder deren Verlierer kommentiert.

Einer der “Running Gags” des Romans ist die immer wieder erwähnte “Patty Winters Show“. Es handelt sich um eine fiktionale Trash-Talkshow im Morgenprogramm, die Bateman regelmäßig anschaut oder auf Video aufzeichnet. Bateman erwähnt regelmäßig das Thema der heutigen Show, meist geschieht dies beiläufig und ohne Bezug zum Geschehen. Die Themen sind meist trivial oder grotesk (z. B. echte Rambos, Salatbars, die besten Restaurants im Nahen Osten, Prinzessin Di’s Schönheitstipps, von Frauen vergewaltigte Männer oder ein Junge, der sich in eine Seifenschachtel verliebte). Die Beiläufigkeit mit der die oftmals kontrastierenden Themen der Show eingestreut werden, verdeutlicht die Austauschbarkeit der Themen und die Distanz zu anderen Menschen.

“This is not an exit” sind die Schlussworte des Romans, sicherlich auch eine Anspielung an Jean-Paul Satres Theaterstück “Geschlossene Gesellschaft” von 1944 (Englische Übersetzung des Titels: “No Exit“).

Sie deuten an, dass auch die zahlreichen Morde Batemans seine persönliche Hölle nicht mildern können. Gleiches wird im Film “American Psycho” angedeutet, indem die Kamera auf dieses Schild fährt und Bateman aus dem “Off” sagt, dass es nichts gebe, was seinen Schmerz lindern, nur dass er diesen Schmerz anderen weitergeben könne und schließlich, dass auch diese Aussage ohne Bedeutung sei.

Der Roman beginnt mit dem an die Mauer der “Chemical Bank” in roter Farbe geschmierten Graffiti “Abandon all hope ye who enter here” (“Lasst alle Hoffnung fahren, ihr, die ihr hier eintretet“), ein Zitat aus DantesGöttlicher Komödie“, das in Dantes Dichtung über dem Eingang zur Hölle (Inferno) steht.

Wenn der Roman nun mit dem ebenfalls in rot geschriebenen “This is not an exit” über einer Tür in einer Manhattan-Bar endet und damit gleichzeitig auf seinen Anfang zurückverweist, so unterstreicht dieser sich schließende Ring des Schicksals, wie ausweglos und hermetisch Bateman zur Endlosschleife ohne Erlösung verdammt ist.

Der Protagonist Patrick Bateman von “American Psycho” ist also genauso wie der namenlose Ich-Erzähler von Houellebecqs “Ausweitung der Kampfzone” und Beigbeders Ich-Erzähler Octave Parango von “99 francs” unter anderem ein psychisch kranker Mann.

In Houellebecqs “Ausweitung der Kampfzone” verbringt daher der namenlose Protagonist des Romans eine längere Zeit in der Psychiatrie und natürlich auch der Protagonist Octave Parango aus “99 francs” fährt irgendwann einmal aufgrund seines massiven Kokainkonsums in eine Psychiatrie ein.

In beiden Fällen wird übrigens der Psychiatrieaufenthalt und die dazugehörige Behandlung mit Sarkasmus und hintergründiger Ironie zugleich dargestellt und kommentiert.

Patrick Bateman landet deshalb nicht in der Psychiatrie, da die Yuppie-Welt in der er lebt, so oberflächlich ist, dass sie seine Krankheit nicht einmal wahrhaben will und seine Untaten einfach ignoriert oder gar bewusst unterschlagen werden.

Allerdings: In allen drei Romanen sind die psychischen Probleme der männlichen Protagonisten nicht das eigentlich Hauptthema.

Die jeweiligen psychischen Symptome der Protagonisten verweisen letztlich immer auf die Gesellschaft zurück, in der sie sich bewegen.

Der namenlose Ich-Erzähler von Houellebeqs “Ausweitung der Kampfzone” führt ein sexuell frustriertes, freudloses Leben als mittlerer Angestellter in der als anonym dargestellten Grossstadt Paris. Da er beruflich völlig unmotiviert ist und keine persönlichen Erfolgserlebnisse und Glückserfahrungen vorweisen kann, wird er folgerichtigerweise depressiv und muss sich wegen dieser Erkrankung psychiatrisch behandeln lassen. Seine Erkrankung verweist also auf die Gesellschaft, in der er sich bewegt, die Welt der Pariser mittleren Angestellten mit ihren permanenten Frustrationen, und auf seine beruflichen und persönlichen Erfahrungen, die er in diesem Kontext macht.

Der Protagonist Octave Parango von Beigbeders “99 francs” hingegen führt ein beruflich stressiges Leben in einer grossen Pariser Werbefirma. Er ist narzisstisch und gefühlsunfähig und kompensiert sein sinnentleertes Leben mit massivem Kokainkonsum. Folgerichtigerweise dreht er irgendwann einmal durch und landet wegen seiner Drogenexzesse in der Psychiatrie.

Octave Parangos Charakter weist durchaus Überschneidungen mit dem Charakter Patrick Batemans in “American Psycho” auf. Octave Parango gehört wie Patrick Bateman der Oberschicht der jeweiligen Metropole (Paris/New York) an und beide sind wohlhabend. Beide werden als bindungsunfähige Yuppies beschrieben.

Octave Parangos Probleme verweisen ebenfalls auf die Gesellschaft in der er sich bewegt, hier ist es die Pariser Oberschicht mit ihren teilweise ebenfalls sehr gut verdienenden Yuppies.

Und auch bei Patrick Bateman von Bret Easton Ellis´ “American Psycho” ist es natürlich nicht anders: Er ist ein Produkt der New Yorker Oberschicht, in der er sich bewegt, insbesondere der “Szene” der New Yorker Wallstreet-Yuppies mit ihren Finanzgeschäften.

Diese Schicht von New Yorker Wallstreet-Yuppies war im wesentlichen ein Produkt der neoliberalen Revolution unter dem damaligen amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan Anfang der achtziger Jahren in den USA (den sogenannten “Reagonomics“), die unter anderem zu einem massiven Aufschwung der Börsenaktivitäten und Finanzgeschäfte an der Wall Street führten.

Patrick Batemans psychische Störung, sein Narzissmus, seine Bindungsunfähigkeit, seine mörderische Verachtung für das Leben anderer Menschen, seine Gewalt- und Sexexzesse verweisen auf die ihn umgebende Gesellschaft der New Yorker Oberschicht und Wall-Street-Yuppies, in der nur Geld, Macht und Status zählen und das Leben der “Verlierer” in diesem System keinen Pfifferling wert ist. Tatsächlich bringt Patrick Bateman in diesem Roman sogar einen Penner um, den er vorher noch im Gespräch als Versager verhöhnt.

Daher ist “American Psycho” wohl die bösartigste literarische Abrechnung mit der neoliberalen Wirtschaftsrevolution unter Ronald Reagan, die jemals veröffentlicht wurde.

So verweisen die psychischen Störungen der drei Protagonisten aus Houellebecqs “Ausweitung der Kampfzone“, Beigbeders “99 Francs” und Ellis´ “American Psycho” immer auf ihre persönliche Situation und die Gesellschaft zurück, in der sie sich Tag für Tag bewegen.

Alle drei Romane folgen also der Einsicht von Karl Marx, dass “das gesellschaftliche Sein des Menschen sein Bewusstsein bestimmt“.

Das Bewusstsein und die jeweiligen psychischen Störungen der drei Protagonisten aus Houellebecqs “Ausweitung der Kampfzone“, Beigbeders “99 Francs” und Ellis´ “American Psycho” ist durch ihre konkrete materielle und gesellschaftliche Situation bestimmt.

Im Fall von Houellebecq und Beigbeder sind übrigens die Erfahrungen der beiden Protagonisten auch noch deutlich autobiographisch eingefärbt.

So sind alle diese drei Romane in erster Linie gesellschaftskritisch zu verstehen und nicht als Darstellung psychiatrisch zu diagnostizierender Erkrankungen, sondern als eine Gesellschaftskritik im Sinne einer bösartigen Persiflage unter den Vorzeichen des literarischen Tabubruchs und der Provokation.

Der Effekt einer wirksamen Selbstvermarktungsstrategie ist durchaus in allen drei Fällen mitintendiert, denn alle drei Autoren sind mit ihrem jeweiligen Roman auf einen Schlag berühmt geworden und zwar meiner Meinung nach durchaus verdienterweise.

Denn neben der höhnischen Persiflage und Gesellschaftskritik ist in allen drei Romanen auch ein solides handwerkliches Können erkennbar, insbesondere im Fall von Houellebecq, dessen Roman “Ausweitung der Kampfzone” auch stilistisch meisterhaft geschrieben ist.

Die Wiederbegegnung mit Bret Easton Ellis´ “American Psycho” hat sich, ebenso wie bei Houellebecqs “Ausweitung der Kampfzone” und Beigbeders “99 francs“, auf jeden Fall für mich gelohnt.

Creative Commons Lizenzvertrag Bret Easton Ellis´ “American Psycho” (1991) revisited Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

2 thoughts on “Bret Easton Ellis´ “American Psycho” (1991) revisited

  1. Hallo Klaus.
    Dieser Beitrag hat nichts mit Deinem Artikel zu tun, sondern ich poste ihn hier einfach, weil dieser Artikel Dein bisher neuester ist.

    Ich denke, hierzu hast Du einiges zu schreiben, und wirst dieses globale Blackout morgen von Wikipedia gegen den Stop Piracy online Act (SOPA) durch einen Artikel unterstützen können.
    Deutsch: http://de.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act
    Englisch: 1 http://en.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act
    2 http://wikimediafoundation.org/wiki/English_Wikipedia_anti-SOPA_blackout
    3 https://www.eff.org/deeplinks/2012/01/how-pipa-and-sopa-violate-white-house-principles-supporting-free-speech

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    • Lieber Thilo,

      ja, diese Sache unterstütze ich voll. Bei dieser amerikanischen Gesetzesinitiative geht es nur um den Eingriff in die Freiheit des Internets und um kommerzielle Interessen. Dieser Angriff auf die Freiheit des Internets wird nicht der letzte sein. Vielen Leuten stinkt es, dass man im Internet frei publizieren und seine Meinung sagen kann, und dass die Leute das Material miteinander tauschen und teilen, egal ob urheberrechtlich geschützt oder eben nicht. Die “Gratiskultur” des Internet ist vielen ein Dorn im Auge und dass die Zensur hier nicht greifen kann, ärgert auch viele. Das Internet sollte so bleiben wie es ist, mehr noch, die Freiheit des Internet sollte bewusst geschützt werden, deshalb habe ich in der letzten Bundestagswahl auch die Piraten gewählt, weil sie im Bereich “Freiheit des Internet” wirklich stark sind und das Internet in den nächsten Jahrzehnten immer wichtiger werden wird, in allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen. Dir also nochmals Dank für diesen Hinweis,

      Dein

      Klaus

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