Henry David Thoreaus “Walden” (1854) und John Stuart Mills “On Liberty” (1859)

Heute möchte ich über zwei Bücher sprechen, die wichtig für mich sind.

Ich rede von Henry David Thoreaus klassischer Schrift “Walden” von 1854 und von John Stuart Mills klassischer Schrift “On Liberty” von 1859.

Henry David Thoreau war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph. Er wurde am 12. Juli 1817 als Sohn eines Bleistiftfabrikanten geboren und studierte von 1833 bis 1837 an der Harvard University. Er war für kurze Zeit als Lehrer tätig, da er jedoch nicht bereit war „Gebrauch von der unerlässlichen körperlichen Züchtigung“ zu machen, überwarf er sich mit der Leitung seiner Schule und quittierte seinen Dienst.

1838 gründete er mit seinem Bruder John eine eigene Privatschule. Als der Bruder 1842 starb, wurde die Schule geschlossen. Henry David Thoreau lernte 1841 Ralph Waldo Emerson kennen, der als Dichter, Unitarier und Philosoph die unitarische Bewegung des amerikanischen Transzendentalismus begründet hatte, dem ein großer Kreis amerikanischer Dichter und Denker angehörte. Zeitweilig lebte er in seinem Haus.

Unter Emersons Einfluss entwickelte Thoreau reformerische Ideen. Am 4. Juli 1845, dem Unabhängigkeitstag, bezog Thoreau eine selbstgebaute Blockhütte (Walden Hut) bei Concord am Walden-See, auf einem Grundstück Emersons.  Hier lebte er etwa zwei Jahre zwar alleine und selbständig, aber nicht abgeschieden.

Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, seine Steuerschuld gegenüber Massachusetts zu begleichen und mit diesen Steuergeldern die amerikanische Regierung (und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Der Krieg begann allerdings erst kurze Zeit vor Thoreaus Inhaftierung, die Steuerschulden waren deutlich älter. Die Schulden wurden beglichen und Thoreau daraufhin aus dem Gefängnis entlassen; von wem, lässt sich nicht endgültig klären.

Inspiriert durch die Nacht im Gefängnis hielt Thoreau später Vorträge, um die Gründe seiner Zahlungsverweigerung darzulegen.

Diese Vorträge fasste er im  Essay Resistance to Government (1849) zusammen, welcher unter dem späteren Titel “Civil Disobedience” bekannt wurde (dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat).

Die Schrift avancierte zum Standardwerk und Namensgeber des Zivilen Ungehorsams und diente u.a. Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit.

Ab 1849 verdiente Thoreau seinen Lebensunterhalt als Landvermesser, Gelegenheitsarbeiter und Vortragsreisender.

Dabei wetterte er immer wieder gegen soziale Ungerechtigkeit und Sklaverei. 1857 lernte er den militanten Sklaverei-Gegner und Guerilla-Kämpfer John Brown kennen, der mit seinen Anhängern einen „Privatkrieg“ gegen die Sklaverei führte und zwei Jahre später gehängt wurde.

Obwohl Henry David Thoreau weiter den gewaltlosen Widerstand favorisierte, zeigte er in Essays und einem Gedicht großen Respekt vor John Brown, den er gar mit Christus verglich.

In “Walden beschreibt Thoreau sein Leben in einer Blockhütte, die er sich 1845 in den Wäldern von Concord (Massachusetts) am See Walden Pond baute, um dort für mehr als zwei Jahre der industrialisierten Massengesellschaft der jungen USA den Rücken zu kehren.

Nach eigener Aussage ging es ihm dabei jedoch nicht um eine naive Weltflucht, sondern um den Versuch, einen alternativen und ausgewogenen Lebensstil zu verwirklichen.

Das 1854 veröffentlichte Buch kann nicht als Roman im eigentlichen Sinne angesehen werden, vielmehr ist es eine Zusammenfassung und Ausformung seiner Tagebucheinträge, die er in den symbolischen Zyklus eines Jahres integriert und zusammenfasst. Dabei ist sein Stil geprägt von hoher Flexibilität und Sprachkunst, die die Übertragung in andere Sprachen oft erschwert hat.

Die achtzehn Kapitel des Buches sind unterschiedlichen Aspekten menschlichen Daseins gewidmet, so enthält es zum Beispiel Reflexionen über die Ökonomie, über die Einsamkeit, Betrachtungen über die Tiere des Waldes oder über die Lektüre klassischer literarischer Werke.

Die Wirkung von “Walden” ist untrennbar mit der amerikanischen Geschichte verbunden. Es steht in der Tradition des amerikanischen Transzendentalismus (Thoreau war eng mit Nathaniel Hawthorne befreundet) und hat heute einen festen Platz unter den einflussreichsten Büchern der amerikanischen Literaturgeschichte.

In vor-marxistischer Zeit war es in vielen Arbeiterhaushalten zu finden, im 20. Jahrhundert inspirierte es dann die Naturschutzbewegung ebenso wie die 68er-Generation.

Auch außerhalb der Vereinigten Staaten fand es breite Anerkennung, so berief sich beispielsweise Mahatma Gandhi mit seinem Ideal des gewaltfreien Widerstandes und seiner asketischen Lebensführung ausdrücklich auf Walden.

Dieses Buch “Waldenvon Thoreau kann ich jedem von euch empfehlen, der abseits der industrialisierten Massengesellschaft mit ihren absurden medialen Surrogaten und ihrer Flut an überflüssigen Konsumprodukten leben und in direkten Kontakt mit sich selbst und der Natur treten will.

John Stuart Mill war ein englischer Philosoph und Ökonom und einer der einflussreichsten liberalen Denker des 19. Jahrhunderts.

Er war Anhänger des Utilitarismus, der von Jeremy Bentham, dem Lehrer und Freund seines Vaters James Mill, entwickelt wurde. Seine wirtschaftlichen Werke zählen zu den Grundlagen der klassischen Nationalökonomie, und Mill selbst gilt als Vollender des klassischen Systems und zugleich als sozialer Reformer.

Der von ihm als Gegenentwurf zu Thomas MorusUtopia geprägte Begriff Dystopia findet heute noch vor allem im englischsprachigen Raum Verwendung als Bezeichnung für ein philosophisches Konzept und eine literarische Gattung (dystopische Literatur). Berühmte Beispiele englischer dystopischer Literatur sind von George Orwell 1984” und von Aldous HuxleySchöne neue Welt“.

John Stuart Mill wurde am 20. Mai 1806 als erstes der neun Kinder von James Mill und Harriet Murrow geboren. Seine persönliche Entwicklung wird maßgeblich von seinem Vater bestimmt, der als Vertreter eines radikalen Utilitarismus und philosophischen Radikalismus gilt und in der Erziehung des hochbegabten jungen Mill einen „Wettstreit zur Schaffung eines Genies“ sieht.

Grundlage dieses philosophischen Radikalismus, der von James Mill und Jeremy Bentham begründet wurde, sollte die Umsetzung einer weitreichenden Reform der Gesellschaft ausschließlich unter rationalen und empirischen Aspekten sein. Mit der Erziehung seines Sohnes John Stuart will Vater Mill einen ersten Schritt dorthin unternehmen.

John Stuarts Erziehung beginnt mit drei Jahren. Er lernt Griechisch und Latein, später noch fließend Französisch und Deutsch und liest Äsops Fabeln im Original, danach die Anabasis von Xenophon, Herodot, Diogenes, Lukian und Isokrates.

Mit sieben Jahren liest er die ersten Dialoge von Platon und beginnt unter Aufsicht seines Vaters mit dem Studium der Arithmetik. Zur Erholung liest er die Übersetzung von Plutarch und HumesGeschichte Großbritanniens“.

Als er acht Jahre alt ist, beginnt er damit, seinen jüngeren Geschwistern Latein beizubringen, und studiert die lateinischen und griechischen Klassiker. Im Alter von 13 Jahren durchläuft er einen kompletten Kurs der politischen Ökonomie. Mit 14 reist er nach Montpellier und studiert dort Chemie, Zoologie, Mathematik, Logik und Metaphysik. Nachdem er bis zum vierzehnten Lebensjahr ohne Kontakte zu Gleichaltrigen erzogen und lediglich in wissenschaftlichen Disziplinen (Staatslehre, Philosophie, Logik, Wirtschaft) unterrichtet worden war, erhielt er bei einem Bruder Benthams (Sir Samuel Bentham) in Frankreich in der Nähe von Toulouse erstmals die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen und körperliche Aktivitäten zu entwickeln (Reiten, Schwimmen, Fechten und Tanzen).

Zeitgleich entdeckt er in den Pyrenäen seine Leidenschaft für Botanik, die er bis zu seinem Lebensende als Hobby betreiben wird. In Frankreich kommt Mill außerdem mit Vertretern des französischen Liberalismus zusammen und begeistert sich für die Ideale der Französische Revolution von 1789, in deren Aufbrechen der Ständeherrschaft (siehe Ständeordnung) er eine Grundlage für die Entwicklung eines liberalen Staates sieht.

Zurück in England kommt er 1821 erstmals in Kontakt mit den Schriften Jeremy Benthams und wird ein Anhänger seines Nützlichkeitsprinzips. Ein Jahr später gründet er mit Freunden die „Utilitaristische Gesellschaft“, deren Mitglieder ethische und gesellschaftspolitische Fragen diskutieren. Drei Jahre danach folgt die Gründung der London Debating Society, in der sich Mill für die Einführung einer reinen Demokratie stark macht und gegen die „schädlichen Einflüsse der Aristokratie“ spricht.

Ab Mai 1823 arbeitet John Stuart Mill bei der Ostindischen Handelsgesellschaft (East India Company) und steigt dort schnell in verantwortungsvolle Positionen auf.

Im Jahr 1826 wird Mill von einer ersten Depression heimgesucht, die dazu führt, dass er seine Erziehung und die von seinem Vater vertretenen Konzept des reinen Rationalismus kritisch zu bewerten beginnt.

Nach James Mills Verständnis war nützliches Handeln stets an einen Lustgewinn geknüpft, Leiden und Schmerz hingegen Ausdruck schädlicher und unnützer Aktivitäten. Eine depressive Krise dürfe es angesichts John Stuarts produktiver und positiver Tätigkeiten und Engagements also nach der Theorie von James Mill nicht geben. John Stuart Mill folgert daraus, dass sein Vater sich in seinen Annahmen geirrt haben müsse..

Diese Kritik John Stuarts an seinem Vater James verschärft sich nach dem Tod von James Mill im Jahr 1836 noch, der seinen Sohn John Stuart eine erneute heftige Depression beschert und ihn für mehrere Monate arbeitsunfähig macht.

In der Folge dieser Erfahrungen gewinnt für Mills politische Philosophie vor allem die freie Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit („innere Kultur des Individuums“) überragende Bedeutung.

Dabei lehnt Mill staatliche Struktur mit autoritären Elementen keinesfalls ab, er betrachtet sie vielmehr als absolut notwendig, um die Individuen von Fehlern abzuhalten und in ihren Rechten zu bestärken.

Einen radikalen wirtschaftlichen Liberalismus bekämpft er hingegen ebenso wie einen anti-individualistischen Sozialismus. Politisch spricht er sich unter anderem für eine soziale Mindestabsicherung und ein politisches Mitwirkungsrecht aller Bürger aus, betont gleichzeitig aber auch die Selbstverantwortung des Individuums und entwirft ein Mehrklassenwahlrecht auf Basis des Bildungsstandes (um eine Herrschaft des ungebildeten Pöbels zu vermeiden).

Bereits 1830 lernt Mill die nach seinem Vater wohl am stärksten auf ihn wirkende Person kennen: Harriet Taylor.

Die damals zweiundzwanzigjährige verheiratete Frau verliebt sich in den zwei Jahre älteren Mill und wird in der Folge erst seine „Seelenfreundin“ und platonische Geliebte, später, nach dem Tod ihres Mannes John Taylor im Jahr 1849, auch John Stuarts Ehefrau.

Als damals so bezeichnete „radikale Linksintellektuelle“ setzt sich Harriet engagiert für Frauenrechte ein und beeinflusst Mills Gedanken und Werke maßgeblich, was John Stuart Mill in seinen Veröffentlichungen „Über die Freiheit“, „Betrachtungen über die Repräsentativregierung“ und „Der Utilitarismus“ ausdrücklich betont.

Als die Ostindische Gesellschaft im Dezember 1858 verstaatlicht wird, hat John Stuart Mill die Position des Präsidenten des Prüfungsbüros inne und verdient 2000 Pfund jährlich. Kurze Zeit später zieht er sich mit einer großzügigen Rente von 1500 Pfund aus seinem Beruf zurück und konzentriert sich ganz auf seine Studien. Nur wenige Monate nach Mills Pensionierung im Winter 1858/1859 stirbt Harriet Taylor in Frankreich an Tuberkulose und wird in Avignon beigesetzt.

Sieben Jahre später (1865) zieht Mill trotz seiner Weigerung, einen Wahlkampf zu führen, für die Whigs (die liberale Partei) ins Parlament ein. Durch seinen persönlichen Einsatz und seine pragmatische, offene Politik erwirbt er sich bei seinen Kollegen schnell großen Respekt, erntet aber für seine Positionen zum Scheidungsrecht massiven Widerspruch. Gemäß seiner Philosophie setzt er sich in seiner Amtsperiode für ein erweitertes Wahlrecht und Sozialreformen ein und erringt mit seinem Engagement für die Verwirklichung von Frauenrechten durch die Einführung eines Wahlrechts für Frauen im Juli 1866 einen Überraschungserfolg (beinahe ein Drittel der anwesenden Parlamentarier sprechen sich für Mills Antrag aus).

In seinem Wahlkreis wird die Arbeit Mills jedoch als unzureichend bewertet, und die erneute Weigerung des Reformers, seinen eigenen Wahlkampf zu finanzieren, führt zur Abwahl im Jahr 1868. Mills Aussage dazu ist: „Ich wurde hinausgeworfen.“

Nach dem Verlust seines Mandats zieht sich Mill endgültig nach Avignon zurück und redigiert dort seine Autobiographie sowie Werke seines Vaters. Er stirbt am 8. Mai 1873 an einer Wundrose und wird im Marmorgrab seiner Frau beigesetzt.

On Liberty” von 1859 ist eines der am leichtesten zugänglichen Werke von Mill und von bestechender Klarheit. Es fasst Mills Philosophie in wenigen Worten treffend zusammen.

Das Werk ist ein libertärer Klassiker und hat auch heute noch, unter den Vorzeichen einer technokratischen, industriellen Massengesellschaft, nichts an seiner Sprengkraft verloren.

Natürlich war es auch für den damaligen viktorianischen Leser ein radikales Werk, das moralische und ökonomische Freiheit von Individuen gegenüber dem souveränen Staat forderte.

Ein wichtiger Punkt des Werks ist sein Grundsatz für Freiheit: „Over himself, over his own body and mind, the individual is sovereign.“ (Dt.: „Über sich selbst, über seinen eigenen Körper und Geist, ist ein Individuum souverän.“).

Mill sagt das als Gegensatz zur Tyrannei der Mehrheit. – unter „Tyrannei der Mehrheit“ versteht er die ungewählte Macht der Mehrheit, die durch Kontrolle der Etiquette und Moral schreckliche Dinge tun kann.

Ein zweiter wichtiger Punkt des Werks ist das sogenannte “Prinzip des Schadens” (“harm principle“): Jeder kann alles tun was er will, solange er niemandem direkt schadet. Alle Zweige des Liberalismus, und auch andere politische Lehren, verstehen dies als ihr Grundprinzip, sie widersprechen sich jedoch darin, was Schaden ist und was direkt ist.

On Liberty” war ein enorm einflussreiches Werk. Die in diesem Buch präsentierten Ideen waren die Basis vieler politischer Gedanken. Das Werk ist recht kurz und auch durch Nicht-Experten leicht lesbar. Es blieb seit seiner ersten Veröffentlichung kontinuierlich in Druck.

Bis heute wird eine Kopie des Werks dem Präsidenten der britischen liberalen Demokraten, früher die liberale Partei, gegeben, als Zeichen der Nachfolge der Partei, die Mill gründen half.

Mills “On Liberty” ist eine Bibel des Nonkonformismus und des klassischen englischen libertären Denkens bis heute und erteilt der der Tyrannei der Mehrheit, die auch in unserer Gesellschaft jederzeit droht, eine radikale Absage.

Ich kann das Buch jedem von euch empfehlen, der von Gleichschaltung und Konformismus in unserer technokratischen, total medialisierten Massengesellschaft endlich genug hat und lernen will, eigenständig zu denken.

Beide Bücher sind in preiswerten Ausgaben überall erhältlich, in den meisten Buchhandlungen genauso wie bei amazon.de.

Aber natürlich gibt es auch Gratis-Online-Ausgaben dieser Bücher. “Walden” von Henry David Thoreau kann im Project Gutenberg, das freie Ebooks anbietet, in verschiedenen Formaten gedownloadet oder direkt gelesen werden (folgender Link führt zur Ebook-Ausgabe von “Walden” im Project Gutenberg). Ebenso gibt es eine Gratis-Kindle Edition in amazon.de.

Das Gleiche gilt für den zweiten Klassiker “On Liberty” von John Stuart Mill. Auch dieses Buch ist in verschiedenen Formaten im Project Gutenberg downloadbar oder direkt lesbar (folgender Link führt zur Ebook-Ausgabe von “On Liberty” im Project Gutenberg). Und auch hier gibt es eine Gratis-Kindle-Edition in amazon.de.

Diese Ebook-Ausgaben sind natürlich auf Englisch, wer die deutschen Ausgaben haben will, kann sie sich günstig bei amazon.de oder im örtlichen Buchhandel besorgen oder einfach in der nächsten besseren Leihbibliothek, die sicherlich über diese beiden Bücher verfügen wird.

Creative Commons Lizenzvertrag Henry David Thoreaus “Walden” (1854) und John Stuart Mills “On Liberty” (1859)Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

2 thoughts on “Henry David Thoreaus “Walden” (1854) und John Stuart Mills “On Liberty” (1859)

  1. Sehr interessant – ich werde versuchen diese beiden Bücher als Audiobücher zu bekommen, weil ich eher ein hörender Mensch bin.

    Das Buch “Walden” habe ich mal in meiner Schulzeit gelesen. Es ist sicher für einige, die den NASA-Prognosen der Sonnenreuptionen glauben, interessant zu wissen, wie man überleben kann, auch wenn der Strom mal für ein paar Monate ausfällt.

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    • Hi Thilo,

      auch ohne Naturkatastrophen ist es gut zu wissen, wie man einfach und bescheiden fern der industriellen Massengesellschaft mit ihrem Konformismus und ihrer verblödenden medialen Gleichschaltung auf zufriedene und glückliche Weise leben kann. Thoreau hat das zwei Jahre lang getan und sehr davon profitiert.

      Den Anforderungen des damaligen Lehrerjobs (körperliche Züchtigung der Schüler) hat Thoreau sich verweigert und auch sonst hat er kaum einmal einen bürgerlichen Beruf ausgeübt. Er war dennoch einer der brilliantesten Köpfe im damaligen Massachusetts. Nach seinem Tod wurde er schnell zu einer amerikanischen Ikone und heute zählt Thoreau zusammen mit Ralph Waldo Emerson (den er kannte und mit dem er befreundet war) mit zu den bedeutendsten Köpfen der amerikanischen Transzendentalisten.

      Mill hingegen war ein damals in England schon zu Lebzeiten weithin bekannter und auch politisch sehr aktiver Starintellektueller. Schon rein stlistisch ist sein Werk “On Liberty” wahnwitzig gut geschrieben und zugleich von enormer Radikalität und Weitsicht. Viel Spass also Dir bei der Lektüre dieser beiden libertären Klassiker und Kultbücher.

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