“Revolution OS” (2001)

Wer von euch sich für die Geschichte von GNU/Linux und der Free Software– und Open Source-Bewegung interessiert, dem empfehle ich den den Film “Revolution OS” aus dem Jahre 2001. Regie führte J.T.S. Moore.

Ich werde euch jetzt nicht die Geschichte von Linux/GNU und die Geschichte der Free Software- und Open Source-Bewegung nacherzählen. Das tut ja schon der Film, der ein ziemlich präzisen historischen Abriss der Entwicklung von Linux/GNU und der Free Software- und Open-Source-Bewegung liefert. Das allein macht aus dem Film allerdings noch nichts Besonderes.

Den besonderen Reiz gewinnt der Film, weil hier die noch lebenden Gründerväter von GNU/Linux und der Free Software- und Open Source-Bewegung in ausführlichen Interviews zu Worte kommen. So wird der Film in den Ausführungen dieser Gründerväter lebendig und anschaulich und es macht einfach Spass, den Erläuterungen dieser “Computerfreaks” zu folgen, die engagiert gegen die Microsoft-Krake gekämpft haben und dabei erstaunliche Erfolge vorweisen können.

Zu den Köpfen, die hier zu Worte kommen, zählen natürlich Linus Torvalds, der den Kernel von Linux programmiert hat und dessen Entwicklung er bis heute koordiniert.

Zu Wort kommt auch der “Philosoph”, Visionär und Gründer von GNU Richard Stallmann.

Interviewt werden aber auch Bruce Perens, der die Open-Source-Definition verfasst hat und Eric S. Raymond, dessen Buch “The Cathedral and the Bazaar” zu den meistgelesensten und einflussreichsten in der Open-Source-Bewegung gehört.

Es kommen aber auch Firmengründer und Inhaber zu Wort wie Michael Tiemann, der bei Red Hat Inc. arbeitet und im Jahre 1989 mit Cygnus Solutions eines der ersten Unternehmen gründete, das professionellen Support für Open-Source-Software anbot und Larry Augustin, der heute SugarCRM leitet und der einer der Gründer und Leiter von VA Software war, heute unter dem Namen Geeknet bekannt, die auf Linux basierte.

Populäre Linux-Anwendungen heute sind vor allem natürlich die Ubuntu-Versionen. Darauf geht der Film nicht mehr ein, er ist aus dem Jahre 2001. Aber Ubuntu beweist, wie tragfähig Linux mittlerweile ist, auch viele deutsche User sind mittlerweile von Windows auf Ubuntu umgestiegen oder haben Ubuntu als zusätzliches alternatives Betriebssystem auf ihrem Computer installiert.

Ubuntu hat heute schätzungsweise 25 Millionen Nutzer und ist ein Projekt, das von dem südafrikanischen Millionär und Philanthropen Mark Shuttleworth finanziert wird. Es soll gerade auch den Afrikanern und anderen Menschen in ärmeren Ländern als kostenloses und leistungsfähiges und zugleich ressourcensparendes Betriebssystem zur Verfügung stehen und helfen, die digitale Kluft zwischen den reichen und armen Ländern zu überwinden.

Der Film endet allerdings im Jahre 2001, aber schon damals war der durchschlagende Erfolg von Linux klar erkennbar, und heute hat sich Linux als kostenlose und stabil funktionierende Alternative zu Windows und den Microsoft-Produkten etabliert.

Wer Lust hat, einmal die Geschichte von GNU/Linux und der Free-Software und Open-Source-Bewegung kennenzulernen und dies vor allem anhand der Aussagen der Gründerväter selbst tun will, der sollte sich einmal diesen Film “Revolution OS” in aller Ruhe anschauen.

Creative Commons Lizenzvertrag“Revolution OS” (2001)Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

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