Günter Seubold: “Vertrau Dir selbst…und lerne leben!” (2011)

Heute will ich mal ein Buch besprechen, obwohl ich weiß, dass die meisten von euch wahrscheinlich die modernen Medien wie das Internet, den Film und die Musikkonserve bevorzugen.

Die Gutenberg-Galaxis ist tatsächlich nicht mehr die gesellschaftlich dominante mediale Galaxis, das Internet ist zumindest für die jüngeren von euch wohl ein viel wichtigeres Medium geworden, und selbst ich bewege mich mittlerweile mindestens genauso so zeitintensiv durch die Internet-Galaxis wie durch die Gutenberg-Galaxis, obwohl ich als Bürger einer Baden-Württembergischen Universitätsstadt privilegiert bin, denn ich habe über die Freiburger Unibibliothek Zugang zu verschiedenen deutschen Bibliotheksverbundsytemen und kann daher so gut wie jedes Buch bekommen, das in den letzten Jahrzehnten gedruckt und international vertrieben wurde.

Und obwohl Norbert Bolz modischerweise in den 90er-Jahren vom Ende der Gutenberg-Galaxis redete, darf man nicht vergessen, dass es sich bei dieser Galaxis um eine altehrwürdige und hochwertige handelt, und ich bin sicher, sie wird parallel zur Internet-Galaxis und trotz der Zunahme digitaler Medien weiterbestehen und ihren Wert behalten, nicht nur als “humanes Trostmedium” in Form von Romanen, wie Bolz behauptete, sondern als ganz konkretes Arbeits- und Recherchemedium, auch als wissenschaftliches Medium.

Selbst wenn man alle Buchbestände digitalisieren würde und sie auf entsprechenden Geräten lesbar wären, wäre das Buch nicht am Ende, denn das Buch hat haptische und optische, sozusagen sinnliche Qualitäten (man liebt meist die Bücher, aus denen man viel gelernt und mit denen man eine erfolgreiche Lesereise angetreten hat), die eine schlichte PDF- oder Ebook-Datei auf einem Kindle-Reader so nicht hat.

Eines der Bücher, aus denen ich viel gelernt und das ich oft gelesen habe, war Martin HeideggersSein und Zeit” (1927), und dieses Buch hat zusammen mit Heideggers “Nietzsche-Vorlesungen” (1936-46) (beide in der Ausgabe des Max Niemeyer-Verlags aus Tübingen) einen prominenten Platz in meiner kleinen, bunt zusammengewürfelten Bibliothek, an der ich bis heute hänge, trotz Internet und unbegrenzter Downloadmöglichkeiten digitaler Medien.

Und damit wären wir auch schon beim Thema, denn das Buch (oder vielleicht Büchlein: es hat schlanke 148 Seiten) das ich heute präsentieren will, hat ein Heidegger-Spezialist namens Günter Seubold geschrieben, der Mitte der achtziger Jahre ein sehr gutes fachphilosophisches Buch zu Heideggers Technikphilosophie veröffentlicht hat (Heideggers Analyse der neuzeitlichen Technik, Freiburg/München: Alber 1986. Siehe hierzu Günter Seubolds Publikationsliste), das ich in den neunziger Jahren mit Interesse und großem Gewinn gelesen habe.

Wer von euch wissen will, was es mit Heidegger Technikphilosophie auf sich hat, dem empfehle ich dieses hervorragende Buch.

Das Buch, über das ich aber jetzt sprechen will, ist ein philosophischer, aber durchaus auch auf´s Praktische abzielender Ratgeber mit dem Titel “Vertrau Dir selbst…und lerne leben!“, der dieses Jahr erschienen ist.

Seubold, Günter, Vertrau Dir selbst . . . und lerne leben!: Kleine
Philosophie der Lebens-Weg-Kunst, DenkMal-Verlag; Auflage: 1 (2. Mai 2011), 148 Seiten.

Nun ist das mit den Ratgebern natürlich so eine Sache. Die meisten Ratgeber sind einfach zu flach und populärwissenschaftlich angelegt und deshalb für intellektuell geschulte Köpfe immer auch ein Stück weit eine Zumutung.

Zu dieser Art von Büchern zählen zum Beispiel Stefan KleinsGlückformel” oder von François Lelord “Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“, die zwar massentauglich sind und sich auch dementsprechend verkauft haben, aber die bei Lesern mit intellektuellen Ansprüchen ein manchmal eher fades und fragwürdiges Gefühl hinterlassen, da sich Autoren wie Klein oder Lelord nicht wirklich auf ein anspruchsvolles Niveau hochschwingen können oder wollen.

Nun, Günter Seubold hat nun das Kunststück gewagt, ein Buch zu schreiben, das ein praktischer Ratgeber sein will und philosophischer Leitfaden zugleich, und die Aufgabe war hier, auf ein mittleres Niveau abzuzielen, unterhalb der fachphilosophischen Diskussionen, aber dennoch oberhalb der populärwissenschaftlichen Werke wie zum Beispiel die von Klein oder Lelord.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Günter Seubold ist das Kunststück gelungen, herausgekommen ist ein kleines, aber feines Büchlein, das durchaus ernstzunehmende philosophische Weisheiten enthält und dennoch für einen nicht fachphilosophisch geschulten Kopf mühelos zu lesen und verständlich ist.

Wer eine Leseprobe dieses Büchleins wünscht, findet diese im Internet. Ich habe diese Leseprobe zusätzlich in die media-library meiner Seite integriert (Scan: Seubold Vertrau Dir selbst…und lerne leben!)

Das Büchlein ist in sechzehn Kapitel unterteilt. Ich werde euch jetzt exemplarisch die ersten sieben Kapitel des Büchleins vorstellen, damit ihr einen Eindruck vom Gehalt und dem Duktus dieses Werks bekommt.

Fangen wir also gleich mit dem ersten Kapitel an mit dem sinnigen Unterkapitel “Für wen dieses Buch geschrieben ist und für wen nicht“. Hier wird Seubold auf erfrischende und ehrliche Weise deutlich, und man kann ihm als halbwegs vernünftiger Mensch nur zustimmen:

“Die philosophische Lebens-Weg-Kunst ist keine Naturkunde des Menschen. Sie ist ebensowenig eine Lehre vom Menschen als einem kultürlich bestimmten (determinierten) Wesen. Sie ist aber auch keine Psychotherapie! Sie ist nicht für die bereits kranke Seele geschrieben – wie auch immer man `krank´ in diesem Zusammenhang definieren mag. Eher muß, wer sich gedanklich mit dem Leben, mit seinem Leben auseinandersetzt, ein `starkes Subjekt´ sein, will sagen: er muß Charakter haben und diesen zeigen. `Starkes Subjekt´ meint nicht, daß man gleichsam mit dem Schwert rumfuchtelt und seine Macht demonstriert. Es heißt schon eher, daß man stark genug ist, Schwäche zulassen zu können; heißt, daß man bei einer Lebenswidrigkeit nicht gleich aus der Bahn geworfen wird. Schwache Subjekte im grundlegenden Sinne – wozu also auch die gehören, die Stärke demonstrieren müssen, um die eigene Schwäche zu überdecken -, schwache Subjekte kümmern sich in reflexiver Hinsicht nicht, zumindest nicht zureichend um ihr Leben. Auftretenden Problemen stehen sie nicht aufnahmbereit und wohlwollend gegenüber, sondern suchen diese eher zu verdecken mit dem nächsten `Erlebnis´. Sie fliehen die reflexive Auseinandersetzung, sei es, weil sie diese fürchten, sei es, weil sie nicht gelernt haben, sich mit einem Lebensproblem auseinanderzusetzen” (S.11).

Das zweite Kapitel behandelt die Bedingungen individuellen Lebens heute.

Seubold führt hier zurecht die “postmetaphysische Kultur” an, denn wir leben heute in der Zeit nach dem Ende der “großen Erzählungen”, um diese These Lyotards aus “Das Postmoderne Wissen” zu bekräftigen, die am Beginn der Postmoderne-Diskussion der achtziger und neunziger Jahre steht.

Er führt weiterhin die “Offene GesellschaftKarl Poppers mit ihrer Pluralisierung und Diversifizierung von Lebensstilen und Werthaltungen an.

Und dann natürlich nennt Seubold die eigentlich handfeste Grundbedingung unser heutigen Existenz, der wir seit Beginn der Industrialisierung unterliegen, die “marktwirtschaftliche Produktionsweise“, der wir seit der neoliberalen Revolution in den achtziger Jahren durch Reagan und Thatcher sogar auf sehr radikale Weise ausgesetzt sind, und zu der es nach dem Scheitern der marxistischen und faschistischen Utopie aktuell keine entschiedene Alternative mehr gibt, sondern höchstens noch mildernde sozialstaatliche Varianten oder wirtschaftspolitisch weiter links stehende Alternativen wie den Keynesianismus.

In einem Exkurs zu diesem zweiten Kapitel lotet dann Seubold die Frage aus, inwieweit die beiden Gründerväter des Abendlandes, Sokrates und Jesus, in metaphysischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Hinsicht sicher lebten.

Nun, die Antwort auf diese Frage kennen wir: Jesus war ein Rebell und bezahlte seinen Anspruch, der Messias zu sein und seine Visionen vom kommenden Reich Gottes mit dem Kreuzestod.

Sokrates hinterfragte alles, war als Atheist und Jugendverderber verschrien und machte sich bei den Mächtigen Athens mit seiner kritischen Denkweise unbeliebt. Er bezahlte für seine Haltung ebenfalls mit dem Tod, hier durch den Schierlingsbecher, den er anscheinend mit Gleichmut akzeptierte.

Wie man sieht, lebten die Gründerväter des Abendlandes vor allem in gesellschaftlicher Hinsicht ausgesprochen unsicher und hielten sich in erster Linie an ihre Einsichten und ihre Lehre und nicht an die damals gesellschaftlich geforderten Verhaltensweisen.

So verweist der Nonkonformismus und die Kompromißlosigkeit von Jesus und Sokrates nicht nur auf den Wert solcher Haltungen, sondern auch auf die Gefahren, die in jedem eigenständigen, non-konformen und kompromißlosen Leben liegen.

Seubold bemerkt in diesem Kapitel übrigens zu Recht, dass heute keiner mehr den Kreuzestod oder den Schierlingsbecher zu befürchten hat, wenn er sich zur gesellschaftlichen Ordnung querstellt.

Die übliche Strafe in unser deutschen Gesellschaft für Nonkonformismus, Rebellion und Kompromißlosigkeit ist heute in der Regel Hartz IV und die Gleichgültigkeit einer Gesellschaft, die für solche “Verlierer” wie Sokrates und Jesus in der Regel nur noch ein müdes Lächeln übrig hat.

Die postmoderne “Vergleichgültigung” (Walter Schulz) oder gar “totale Indifferenz” (Jean Baudrillard) macht eben auch vor den religiösen und philosophischen Rebellen und Gründervätern unserer Kultur und ihren eventuellen heutigen Nachfolgern nicht halt.

Das dritte Kapitel dreht sich um das Thema der “Lebenskunst” allgemein.

Seubold skizziert hier die philosophischen Umrisse dieses Begriffes von der griechischen und römischen Stoa und insbesondere Seneca bis zu den postmodernen Entwürfen Foucaults. Seubold stellt hier im Anschluß an diesen historisch-genealogischen Rundgang durch die abendländische Philosphiegeschichte hinsichtlich der sogenannten Lebenskunst fest:

“Mit unserem Gang durch die Geschichte der abendländischen Philosophie, bei dem wir nur einige markante Positionen streifen konnten, ist deutlich geworden: Die Beziehung von autonomer Kunst und gelebtem Leben wird im Verlauf dieser Geschichte mehr und mehr gesehen und gesucht. Das Leben wird mit spezifischen ästhetischen Kategorien betrachtet, und die Anweisungen und Ratschläge für ein gelingendes Leben basieren auf diesen ästhetischen Kriterien” (S. 35).

Das vierte Kapitel schwenkt nun auf die lebenspraktischen Aspekte um und redet über die Bedeutung der “kleinen Dinge”, zu denen die Ernährung zählt, Bewegung, Schlaf, die Bedeutung des Ortes und Klimas, in dem man lebt und die Phasen der Erholung, die jeder Mensch braucht.

Das fünfte Kapitel dreht sich um die Frage, inwieweit wir nicht nur von den “großen Ideen”, von Philosophie und Religion lernen können, sondern auch von den “unscheinbaren Dingen”. Günter Seubold erwähnt hier zurecht die fernöstlichen Religionen wie den Zenbuddhismus, der in gewisser Weise eine Religion der Alltäglichkeit ist und in dem es unter anderem heißt:

“Vom Bambus lerne das Bambusmäßige, vom Wasser das Wassergemäße und vom Stein das Steinhafte” (S. 53)

In Kapitel sechs geht es um “die großen Ideen: Gott, Unsterblichkeit, Freiheit, Freundschaft, Liebe…”. Seubold erwähnt in diesem Kapitel zurecht den technischen Machbarkeitswahn, der sich am Ende selbst ad absurdum führen werde.

So ist es auch, sollte der technische Machbarkeitswahn tatsächlich ein Wahn sein, wird er wie jeder Wahn am Ende an den konkreten Bedingungen unserer Existenz auf diesem Planeten zerschellen, zum Beispiel an den konkreten ökologischen Voraussetzungen unserer Existenz, die wir nicht durchbrechen können ohne uns selbst damit massiv zu schaden.

Kapitel sieben dreht sich um die Frage des Eigentums. Das Beispiel eines radikalen Eigentumsverzichts zugunsten der persönlichen Freiheit und Unabhängigkeit war Diogenes von Sinope, der der Legende nach in einem Faße lebte. Aber das ist ein legendäres Extrembeispiel.

Tatsächlich ist das Eigentum Teil der Freiheit des Menschen, ohne Eigentum bleibt die Freiheit des Menschen abstrakt und lässt sich nicht befriedigend realisieren.

Hegel, so Seubold, hat dies ganz klar erkannt. “Im Abschnitt `Eigentum´ seiner Rechtsphilosophie (§ 41) schreibt Hegel:  `Die Person muss sich eine äußere Sphäre der Freiheit geben, um als Idee zu sein´ (S. 74). Im Klartext heißt das, dass Freiheit sich auch durch `eine äußere Sphäre´, eben auch durch materiellen Besitz, konkretisiert.

Der Linkshegelianer Karl Marx hat dann diese Eigentumsfrage radikalisiert und in das Zentrum seiner kapitalismuskritischen Theorien gestellt.

Und tatsächlich muss in jeder Generation die Verteilungsfrage in unserer Gesellschaft neu gestellt werden, denn Freiheit ist nicht realisierbar, solange die Eigentumsfrage nicht auch für die Schwächsten und Ärmsten in unserer Gesellschaft befriedigend, auf gerechte Weise gelöst worden ist.

Allerdings stellt Seubold völlig zutreffend fest: Vom Eigentum abhängig machen lassen sollte man sich nicht, und man sollte immer in der Lage sein, sein Eigentum aufzugeben und hinter sich zu lassen, wenn die Situation es erfordert.

Gut, so geartet ist der Gehalt und Duktus dieses Werks. In der Leseprobe des Verlags(Scan: Seubold Vertrau Dir selbst…und lerne leben!) seht ihr selbst die Überschriften der sechzehn Kapitel des Buches, die auf die jeweiligen Inhalte verweisen.

Schön sind auch die drei literarischen Exkurse, die Seubold in sein Büchlein integriert hat, wo der Autor auch persönlich wird, wie im ersten literarischen Exkurs über die Besteigung der Watzmann-Ostwand, ein sicher nicht ganz harmloses Abenteuer, das Seubold auf sich nahm und mit etwas Glück und Wagemut auch heil überstand.

Überhaupt: Seubold verkauft in diesem Buch keine Spießer-Philosophie, das wäre bei einem Philosophen, der sich vor allem auf Heidegger und Nietzsche beruft, auch etwas seltsam.

Deutlich wird dies vor allem in Kapitel 15 mit dem Titel “Hochformen des menschlichen Seins und das `Zunächst und Zumeist´ der Uneigentlichkeit”.

Natürlich ist es so, dass wir den Großteil unserer Existenz im “Uneigentlichen”, im “Man” leben, um diese These Heideggers aus “Sein und Zeit” aufzunehmen, das sagt auch Seubold ganz klar. Der Großteil des Lebens ist Routine und wir verbleiben meist im Mittelmaß und Allgemeinen, eben im “Uneigentlichen” und “Man”.

Aber mit Nietzsche plädiert Seubold auch für die Hochformen des menschlichen Seins, in denen der Mensch “eigentlich” werden kann und über das Mittelmaß und Allgemeine, das “Uneigentliche” und “Man”, hinauswächst. Seubold:

“In solch einer Form kann der Mensch über sich hinauswachsen, Dinge erleben, von denen ihm nicht einmal träumte, Dinge tun, wofür die Kraft zu haben er nicht im entferntesten glaubte. Es sind dies die Hochformen menschlichen Seins: Perioden und Augenblicke, die sich von allem abheben, im Grunde außerhalb der Zeitreihe stattfinden, da sie wohl von einem Außenstehenden mit der Uhr zu messen sind, nicht aber von dem, der selbst im Phänomen steht, der es selbst erlebt, der das Erlebnis ist. (S. 128)

Und Seubold weiter:

“Hochformen des menschlichen Seins sind also ganz und gar nicht an das Getöse und an die öffentliche Aufmerksamkeit gebunden. Alles Große, sagt Nietzsche, komme auf Taubenfüßen daher: unscheinbar, leicht und tänzelnd, also so, daß es keinen Lärm macht. Presse, Funk und Fernsehen gehört die Aufmerksamkeit; sie tönen vom Gestern und inszenieren den Tumult an der Oberfläche. Im stillen Kämmerlein aber kann sich, wer weiß?, eine Sprach- und Denkrevolution ereignen, die die Zukunft bestimmen wird. (…). Zu den Hochformen menschlichen Seins gehört es, wenn der Mensch einer Aufgabe nachgeht, die ihn ganz fordert, ganz aufbraucht. Dennoch oder vielmehr: gerade deswegen widmet er sich dieser Aufgabe mit allem Nachdruck. Er gibt viele kleine Behaglichkeiten, er gibt sein kleines Glück daran, um dadurch etwas Größeres zu erfahren. Nietzsche hat diesen Zusammenhang erkannt; in seinem `Zarathustra´ heißt es: Trachte ich nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke! (Werke, ed. Schlechta, Bd. II, 561)” (S. 129f.)

Und so ist es auch, wir alle brauchen diese Hochphasen in unserem Leben, in denen wir unsere Existenz als “eigentlich”, als zwingend und fundamental erfahren, wenn wir nicht auf Dauer völlig veröden und verzweifeln und den Glauben an die Sinnhaftigkeit unserer Existenz verlieren wollen.

Auch wenn Seubold in vielen Kapiteln seines Buches das Ideal einer maßvollen aristotelischen “mesotes“, eines gesunden Mittelmaßes anvisiert, so macht er uns doch mit Nietzsche klar, dass wir von Zeit zu Zeit die Hochformen unserer Existenz, gerade auch die Ekstase brauchen, um Glück und Sinnhaftigkeit erfahren zu können.

Creative Commons Lizenzvertrag Günter Seubold: “Vertrau Dir selbst…und lerne leben!” (2011) Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

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