“We Feed the World” (2005) und “Let´s Make Money” (2008)

Da wir nun mal schon bei den interessanteren Dokumentationen zu ökologischen und ökonomischen Themen sind, sollte hier auf jeden Fall noch auf zwei Dokumentationen hingewiesen werden, die wirklich gut gemacht sind und hervorragend über ihr jeweiliges Thema informieren.

Ich rede von “We Feed the World” (2005) und “Let´s Make Money” (2008), beide Dokus wurden von Erwin Wagenhofer gedreht, der wirklich ein Dokumentarfilmtalent ist.

In beiden Fällen verrät der Filmtitel, worum es geht: “We Feed the World” behandelt das Thema der globalen Nahrungsmittelproduktion, während “Let´s Make Money” das Thema unseres globalen Wirtschafts- und Finanzsystems beleuchtet.

In beiden Fällen geht Wagenhofer mit Engagement, Sachkenntnis und geballter Kritik an diese Themen heran.

So erfahren wir in “We Feed the World” viel über die Massentierhaltung (wer hier einen sensiblen Magen hat, sollte den Film mit Vorsicht genießen), die Massenproduktion von Gemüse und Obst zum Beispiel im spanischen Almería oder die Arbeits- und Vertriebsmethoden der amerikanischen Gentech-Saatgut-Firmen Monsanto und Pioneer.

In “Let´s Make Money” geht es hingegen um die neoliberal diktierte weltweite wirtschaftliche Globalisierung, die wir seit den achtziger Jahren haben mit ihrer extremen Ungerechtigkeit, ihren Gewinnern, die in Ländern wie der Schweiz leben (in der Nähe von Genf ist auch der Tagungsort der Mont-Pèlerin-Society, der von Friedrich August von Hayek gegründete neoliberale Propaganda-Club, deren Mitglieder in ihren jeweiligen Ländern die neoliberale Revolution implementieren sollten und es dann in der Regel auch mit Erfolg taten), und ihren Verlierern, die in Ländern wie zum Beispiel Burkina Faso auf unterstem Niveau auf den Baumwollplantagen, die für den Export produzieren, für einen Hungerlohn schuften.

Viel mehr muss ich zu diesen beiden Filmen hier nicht erläutern, weil es in beiden Fällen ausführliche Wikipedia-Artikel zu diesen Filmen gibt (Zu “We Feed the World” siehe folgenden Wikipedia-Artikel. Zu “Let´s Make Money” siehe diesen Wikipedia-Artikel).

Wer also den Inhalt der Filme genauer kennenlernen will, sollte diese beiden Wikipedia-Artikel mal in Ruhe durchlesen.

Wichtiger ist es aber, sich diese beiden hervorragenden Filme einmal in Ruhe anzuschauen, den Bilder sagen oft mehr als tausend Worte, genau mit diesem Effekt arbeiten ja gute Dokumentarfilme.

Man kann diese beiden Filme bei amazon.de kaufen. Im Fall von “Let´s Make Money” ist man für weniger als 10 Euro dabei. Im Falle von “We Feed the World” ist man für weniger als 9 Euro dabei.

Es gibt aber zur Zeit auch bei YouTube hochgeladene Versionen der Filme oder hochgeladene Teilausschnitte aus diesen beiden Filmen.

Ich kann euch beide Filme wirklich nur empfehlen und die Filme eignen sich aufgrund ihres didaktisch sinnvollen Aufbaus auf jeden Fall auch für den Schulunterricht, zum Beispiel für den Politik- oder Wirtschaftsunterricht.

Creative Commons Lizenzvertrag“We Feed the World” (2005) und “Let´s Make Money” (2008)Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

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