“Home” (2009)

Ein anderer ökologisch ausgerichteter Grundlagenfilm, auf den ich hier kurz hinweisen will, ist “Home” von Yann Arthus-Bertrand aus dem Jahre 2009.

Der Film arbeitet vor allem mit Luftaufnahmen der Erde, wobei er die Schönheit, aber auch die Verletzlichkeit unseres Planeten zeigt, dessen ökologisches Gleichgewicht durch den Menschen zunehmend gefährdet ist.

Es gibt zum Film “Home” einen ausführlichen englischen Wikipedia-Eintrag.

Der Film ist insofern etwas Besonderes, als er durch eine große französische Firma namens PPR finanziert wurde und er zugleich Teil der PR-Strategie dieser Firma ist.

Nun, manchen von euch, die kapitalismuskritisch eingestellt sind, wird diese Sache suspekt sein. Für mich hingegen zählt eher die Qualität des Filmes und im Prinzip erscheint es mir begrüßenswert, wenn große Firmen ökologisch aktiv werden, selbst wenn es Teil der Marketingstrategie dieser Firmen sein sollte.

Letztendlich brauchen wir für den ökologischen Umbau unseres Wirtschaftssystems auch massiv Unterstützung von Seiten der Wirtschaft, ohne dies wird es nicht gehen. Insofern finde ich auch solch einen Film begrüßenswert.

Der Film selbst bietet immerhin sehr schöne Bilder, bietet einiges biologisches und erdgeschichtliches Grundlagenwissen, das man haben muss, wenn man wissen will, wie das Leben auf der Erde entstand, und er richtet dann hinsichtlich der durch den Menschen verursachten Schäden auf der Erde seinen Fokus auf den menschengemachten globalen Klimawandel.

Der Film ist also nicht so schlecht. Hinzu kommt, dass im Falle dieses Filmes auf ein Copyright verzichtet wurde, der Film also frei gedownloadet und gezeigt werden kann, auf öffentlichen Veranstaltungen, in Schulen etc. Der Firma PPR und den Machern dieses Filmes kam es also vor allem darauf an, dass der Film eine maximale Verbreitung erzielt, was auch sinnvoll ist, wenn man etwas auf globaler Ebene bewegen will.

Der englische Wikipedia-Eintrag zum Film weist auf Downloadmöglichkeiten hin.

Ihr könnt den Film natürlich auch auf YouTube anschauen. Unter folgendem Link haben die Macher des Films selbst den Film auf YouTube reingeladen.

Yann Arthus-Bertrand kommentiert diese selbst reingeladene Version auf You Tube folgendermaßen:

“We are living in exceptional times. Scientists tell us that we have 10 years to change the way we live, avert the depletion of natural resources and the catastrophic evolution of the Earth’s climate.

The stakes are high for us and our children. Everyone should take part in the effort, and HOME has been conceived to take a message of mobilization out to every human being.

For this purpose, HOME needs to be free. A patron, the PPR Group, made this possible. EuropaCorp, the distributor, also pledged not to make any profit because Home is a non-profit film.

HOME has been made for you : share it! And act for the planet.

Yann Arthus-Bertrand”

Natürlich sind auch deutsche Versionen des Filmes in YouTube reingeladen worden.

Gut, dem ist soweit nichts hinzuzufügen. Hoffentlich nützen dieser und auch die vielen anderen Filme, die mittlerweile zum Thema Ökologie und Umweltzerstörung, speziell auch zum globalen Klimawandel gedreht wurden dazu, das Bewußtsein der Zuschauer wachzurütteln und auf die drängenden ökologischen Probleme unseres Planeten hinzuweisen.

Zu diesen Filmen zählt unter anderem natürlich auch Al Gores epochemachender Film “An Inconvenient Truth” (“Eine unbequeme Wahrheit“), der zahlreiche weiterfolgende Dokumentationen zur Folge hatte, die in eine ähnliche Richtung gehen, die ich hier jetzt nicht alle auflisten werde.

Was die globale Erwärmung angeht, so scheint die grundsätzliche Diskussion über dieses Phänomen jetzt abgeschlossen zu sein und die meisten Bürger in den westlichen Ländern scheinen doch begriffen zu haben, dass diese globale Erwärmung menschengemacht ist, was früher noch oft bestritten wurde.

Trotzdem schadet es natürlich nichts, den Menschen das Problem immer wieder zu verdeutlichen.

Die UN-Klimakonferenzen, auch das von Kyoto-Protokoll, haben keine handfesten Ergebnisse erbracht und der Ausstoß des Kohlendioxids steigt weltweit weiter an (Siehe hierzu zwei Artikel vom Juni 2011 aus der “taz“: “Das Kioto-Protokoll ist tot” und “Ein Fall für die Geschichtsbücher“).

Das Problem ist mittlerweile also erforscht und bekannt, die praktische Lösung, die nur auf globalem Maßstab in internationaler Kooperation erzielt werden kann, steht aber immer noch aus.

Creative Commons Lizenzvertrag“Home” (2009)Klaus Gauger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

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